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ISK- Problematk - Fragen an Dr. Schacht.

10 Apr 2011 18:14 #1 von Roland38Halle
Hallo Dr. Schacht,

ich hätte ein paar Fragen zu ISK. Bin seit 6 Wochen mit diesem Thema konfrontiert und komme damit nicht zurecht.

Alles hat angefangen mit einer Blasenspiegelung wegen Resturin. 2 Tage danach hatte ich eine Blasenentzündung.
Bei der Urodynamik im Krankenhaus wurden 500ml Restharn gemessen. Meine Nervenverbindung zum Schliessmuskel ist nicht in Ordnung. Soll schon von Geburt her sein. Durch pressen konnte ich immer den Urin bis auf 500 ml Restharn rausbringen.

Seit 6 Wochen arbeite ich mit ISK. Bekomme immer wieder einen trüben Urin und die Urin Probe sagt Coli Bakterien aus.
Nehme dazu ein Antibioticum seit 3 Tage und habe noch 4 Tage vor mir.

Es ist mein 5 Antibioticum was ich nehme und paar Tage später kommt die Infektion zurück.

Ich weis nicht was ich falsch mache.

1: Ich desinfiziere mich unten nur mit Seife. Damit komme ich am besten zurecht. Mit Octinesept komme ich nicht so gut zurecht. Die Harnröhre entzündet sich.

Meine Frage dazu: Reicht es aus, nur mit einer milden Seife die Eichel und den Harnröhren Ausgang zu reinigen?

2: Ab 400 ml merke ich das was in der Blase ist und ab 500 Ml kann ich durch pressen etwas Urin rauslassen.

Bevor ich mit dem ISK beginne, lasse ich ein Strahl Urin raus, damit spühle ich einmal die Harnröhre durch.

Meine Frage dazu: Fördert das die Entzündungen, oder vermindert das die Chance hier mehr Bakterien in den Blase zu bekommen?

3: Angocin ist ein pflanzliches Antibioticum.

Wie sind die Erfahrungswerte hier für dieses Medikament?

Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie diese 3 Fragen beantworten könnten.

Liebe Grüße

Roland

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20 Mai 2011 18:45 #2 von dcschacht
Hallo Roland 38Halle,

1. Sorgfältiges Waschen reicht aus, wenn Desinfektionsmittel Reizungen hinterlassen.

2. Natürliches wasserlassen kann keimzahl in HR verringern - ist aber in den Mengen wahrscheinlich unerheblich. Auf keine Fall sollten sie pressen!! Eine Keimeinbringung via ISK in die Blase ist letzendlich unvermeidbar. Eine Keimbesiedlung ist in dem Fall ebenfalls unerheblich, solange keine Infektion entsteht - wird durch mikroskopische Harnanlyse diagnostiziert.

3. Mit Angocin hab ich keine Erfahrung. Bei hohem Risiko einer Keimeintragung arbeite ich lieber mit Furadantin 100 mg zur Nacht und Harnansäuerung mit Methionin oder Acimethin (Acimol).

Viele Grüße dcschacht

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27 Mai 2011 12:54 #3 von Roland38Halle
Hallo Herr Dr. Schacht,

möchte mich recht herzlich für die Antwort bedanken. Hilft mir weiter mit meinem Entzündungsproblem.

Habe einen guten Weg gefunden mit Octinesept doch zu arbeiten und die Hautreizungen auf Null zu bekommen. Werde in diesem Forum später ein How to für den ISK verfassen, um andere Patienten mit diesem Problem zu helfen.

Bei mir um Wasser zu lassen ( da mein Blasenschliessmuskel immer zu ist ) muss ich pressen. Ist viel in der Blase drinnen, ist das pressen sehr gering. Unter viel meine ich 400 Ml und mehr. Unter dieser Menge muss ich etwas mehr pressen, damit ich etwas rausbekomme. Phyisch fühle ich mich besser, wenn ich so die Harnröhre einmal durchspühlen kann und ich mir so vorgaugkle, das nun keine Keime in der Harnröhre mehr drin sind.

Ich vertrage keine Saure Mittel, wie Angocin, oder Cranberry Tabletten. Bekomme Magenschmerzen und es fühlt sich nicht gut an. Mit Joghurt habe ich meinen PH Wert immer so um die 5.8.
Methionin oder Acimethin habe ich noch nicht versucht, das ist als nächstes auf dem Plan.

Hatte 10 Tage - 100 mg Nifurantin B6 morgens und abends genommen. Nach diesen 10 Tagen bin ich zur minimal Dosis von 50 MG vor dem schlafen gehen gegangen für 2 Wochen.
Seit 5 Tage habe ich nichts mehr genommen und bin ohne Entzündungen ( getestet mit Combur 10 Teststreifen - Leukos und Nitrin sind negativ ).

Ich werde mein Vorgehen im Moment so belassen und werde nun beobachten ob die Entzündungen wieder kommen.

Finde es sehr hilfsam, dass sie sich hier einsetzen und Leuten mit Ihren Problem unterstützen und helfen.

Liebe Grüße

Roland

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11 Aug 2011 12:38 #4 von ute
Sehr geehrter Herr Dr.Schacht,

ich habe davon gehört, daß in England die ISK-Patienten sich selbst mit Kathetern aus Edelstahl versorgen.
In Deutschland scheint es unüblich.
Bitte schreiben Sie mir, was Sie von dieser Möglichkeit halten.

Vielen Dank,
Ihre Ute

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