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Scheiden-Blasenfistel? Verzweifelt! Bitte dringend um Hilfe

17 Jun 2021 22:03 - 17 Jun 2021 22:11 #1 von Hannah-Lena
Ich bin Hannah (30) und leide an Endometriose.
Vor 3 Wochen wurde bei mir eine Laparoskopie gemacht und das festgestellt.
Schon seit einigen Wochen hatte ich davor immer wieder eigenartigen wässrigen Ausfluss, den ich auf die Neueinnahme der Pille schob.
Nun hat sich das seit einigen Tagen aber sehr verändert. Der Ausfluss wurde zunehmend wässriger und mittlerweile habe ich den Eindruck, er kommt nicht nur aus der Scheide, sondern es tropft aus der Harnröhre.
Schon im Krankenhaus nach der O.P und mit Katheter kam mir das spanisch vor. Plötzlich wachte ich nachts auf und das ganze Bett war nass. Es tropfte aus dem After und aus der Scheide. Ich klingelte nach der Schwester, die mir das aber als Wundflüssigkeit verkaufte. Ich hab mir damals nicht mehr dabei gedacht.

Mittlerweile habe ich immer wieder das Gefühl, es tropft aus meiner Harnröhre raus, ich bin da unten ständig nass und außerdem geht wenn ich Stuhl absetze ganz plötzlich und ohne dass ich es beeinflussen kann Urin bei mir ab und eben dieser Ausfluss.
Anfangs dachte ich mir nichts dabei.
Mittlerweile bin ich total in Panik, dass es eine Scheiden Blasenfistel sein kann.
ich dachte zuerst, es wäre der Darm, weil ich morgens da vorm Stuhl auch extreme Schmerzen habe, aber der Proktologe hat mich da beruhigt und meinte, der ist es nicht.
Es ist einfach ständig nass im unteren Bereich und ich hatte zeitweise auch den Eindruck, es kommt Luft aus meiner Scheide.
Außerdem hört es nach dem Urin nicht auf zu tropfen, wenn ich ihn absetze. Danach ist es noch lange nass, wird dann trocken und nach einer Weile merke ich, wie es tropft. Der Po ist dann nass, die Scheide und wie gesagt habe ich das Gefühl auch in der Harnröhre.
Die Laparoskopie war ohne Gebärmutterentfernung.
Ich hab mir mal den Spaß gemacht und einen Tampon genutzt und dann Urin abgesetzt, mit dem Ergebnis, dass der oben nass war, als ich ihn rausgeholt hab.

Meine Urologin war sehr überfordert und hat mich eher abgewimmelt. Sie hat nächste Woche Urlaub und ich soll danach kommen und wenn es nicht besser wird, will sie mich stationär einweisen.

Ich hatte den Eindruck, sie hat selbst nicht so viel Ahnung von der Thematik.
Sie meinte auch, sie muss erst mit ihrem Kollegen sprechen, wie man das diagnostiziert. In den 90er Jahren hätte man das mit Methylblau gemacht, aber das macht man jetzt scheinbar nicht mehr.
Der Gyn hat keine Fistel bei der Untersuchung gesehen.
Der Internist hat mich immerhin ins MRT überwiesen.

Was mache ich jetzt?
Ist eine Fistel ein Notfall?
Wie schnell muss man da handeln?

Auch lese ich von sehr schlechten Verläufen und dass davon kaum ein Arzt wirklich Ahnung hat.
Ich lese immer nur von Afrika und dass die dort gut behandelt werden und 10, 20 Jahre damit leben, nur ich kann ja schlecht bis nach Afrika fliegen, nur damit ich eine adäquate Behandlung kriege. Hier scheint das in Deutschland eher ein Einzelfall und keiner tut sich das freiwillig an zu operieren.

Da ich nebenher noch meine Mutter pflege bin ich auch nicht so mobil was eine eventuelle Kliniksuche angeht.
Wenn ich einen Tampon nutze geht es alles noch einigermaßen, aber der Alltag ist ohne irgendwas nicht so angenehm.
Auch habe ich Angst, dass es noch schlimmer wird.

Was mich verwundert: Ich hab das eigentlich seit Februar/März in Anfängen und hatte weder eine schlimme Geburt noch eine Gebärmutterentfernung.
Nur immer mal Blasenentzündungen.

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17 Jun 2021 23:35 - 17 Jun 2021 23:36 #2 von matti
Hallo Hannah,

was du beschreibst klingt schon sehr stark nach einer Fistel. Da solche Fisteln immer operativ verschloßen werden müssen, empfiehlt es ich natürlich direkt eine Ambulanz einer entspechenden Klinik bzw. eines Fachzentrums zur Diagnostik und Behandlung auszusuchen.

Der Fachbereich ist die Urogynäkologie. Ich setze dir Mal einen Link, wo eine ganze Reihe Kliniken und Fachzentren aufgeführt sind, die eine Urogynäkologische Abteilung haben.

www.google.de/search?q=Fistelverschluss+...ED8&biw=1280&bih=567

Ein paar Grundinformationen bietet auch unser Artikel zur Extraurethralen Inkontinenz. So nennt man die Inkontinenzform, die durch eine Fistelbildung erzeugt wird.

www.inkontinenz-selbsthilfe.com/extraurethrale-inkontinenz

Ich möchte dir unsere Online-Veranstaltung am kommenden Dienstag empfehlen. Da geht es zwar nicht explizit um deine Problematik, aber der Experte, Dr. med. Stephan Siepmann, ist Oberarzt der Paracelsus Klinik Golzheim Düsseldorf und Leiter des dort ansässigen Kontinenz-Zentrums. In Live- Fragerunden besteht die Möglichkeit der individuellen Fragestellung. Vielleicht ein erster Ansatz.

Eine kostenfreie Anmeldung ist für die Teilnahme erforderlich: www.inkontinenz-selbsthilfe.com/welt-kontinenz-woche-2021

Herzliche Grüße
Matti

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18 Jun 2021 13:47 - 18 Jun 2021 13:50 #3 von Hannah-Lena
Hallo Matti,

vielen lieben Dank.

Ich war heute morgen bei einer anderen Urologin. Hab mir jetzt eine andere Praxis gesucht, weil ich das Gefühl hatte, die jetzige hat keine Ahnung.
Leider hat sie mir erst für kommenden Montag einen Termin gegeben.

Danach war ich noch beim Proktologen, der nochmals eine Enddarmspiegelung machte, um auszuschließen, dass es eine rektovaginale Fistel ist.
Der meinte, ich habe eine Rektozele und das zwischen Scheide und Enddarm die Wand nur sehr sehr dünn ist.

Er hat mich zum MRT überwiesen. Und zum MRT Defäkographie.

Auch meinte er, er hätte eine Gewebeverdickung ertastet und dass das eine Fistel sein könnte. Er war sich aber nicht sicher.

Habe Montag nochmal einen Termin beim Gyn im Krankenhaus.

Vielen Dank für deine Links, aber leider liegen die vorgeschlagenen Krankenhäuser alle zu weit weg von mir und da ich nebenher jemanden pflege, ist das leider nicht möglich.

Danke auch für die anderen Links.

Ich habe mich ein bisschen durchs Internet gelesen und leider nur Horrorstories zu Fisteln gefunden.

Ich hab ja zusätzlich noch Endometriose und bin gerade psychisch sehr fertig, was diese Erkrankung extra noch angeht.

Ich denke, dass eine Fistel meine Lage total entgleisen lassen würde, da ich seit Januar jeden Tag starke Schmerzen wegen der Endometriose habe und psychisch da schon an meinen Grenzen war.
Noch eine Frage in die Runde:

Wie kann man diese Fistel noch feststellen? Irgendwie tun sich die Ärzte damit scheinbar sehr schwer.
Es soll irgendeinen Blaufärbetest geben, aber den scheint man nur im Krankenhaus machen zu können.
Muss man da stationär über Nacht bleiben?
Und vom MRT habe ich gehört.

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