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Windeln tragen müssen, Scham in der Öffentlichkeit und bei Freunden/Bekannten

18 Jan 2022 14:45 #1 von GHoffmann
Vor ca. 5 Jahren hatte ich eine leichte Belastungsinkontinenz bekommen und bin mit den Einlagen für Männer gut zurecht gekommen.

Mittlerweile ist daraus eine sehr starke Mischinkontinenz geworden wo die Einlagen nicht mehr ausreichten. Inkontinenz Pants hatte ich ausprobiert, war aber war damit nicht zufrieden, da sie entweder ausgelaufen oder verrutscht sind.

Daher trage ich jetzt 24/7 Windeln. Am sichersten fühle ich mich, wenn ich zusätzlich noch eine Schutzhose und einen Body darüber trage. Damit bin ich "eigentlich" ganz zufrieden. Eigentlich - deswegen, da ich immer ein Problem damit habe, so am sozialen Leben teilzunehmen. Von meinem "Problem" wissen nur meine Frau, Geschwister und Eltern, sonst niemand.

Wenn ich alleine unterwegs bin, komme ich mit meiner Situation gut zurecht. Zur Arbeit, Einkaufen, etc. zu gehen, kann ich ganz gut, aber ich habe ständig die Befürchtung, das man es sehen kann oder das mir ein Malheur (auslaufen, nasse Hose, etc.) passiert.

Allerdings sobald Freunden/Bekannten mit dabei sind, gehe ich so gut wie garnicht mehr mit ins Theater, Kino oder zum Essen. Weil sobald ich die Windel wechseln muss, würden es die Freunde/Bekannte mitbekommen das ich mit einer Tasche auf die Toilette gehe.

Als Frau wäre das völlig normal und keiner würd sich Gedanken darüber machen. Nur bin ich ein Mann und welcher Mann geht schon bei Freunden/Bekannten oder wenn diese mit dabei sind auf die Toilette und nimmt seine Tasche mit. Ich kenne keinen.

Deshalb meine Frage an Euch Männer sowie Frauen welche Windeln tragen müssen:

Wie macht ihr das, dass das tragen einer Windel nicht auffällt?
Wie wechselt ihr eure Windeln wenn andere mit dabei sind oder mitbekommen das ihr auf Toilette gehen müsst.
Wie geht ihr mit dem Thema Inkontinenz um, wissen eure Freunde Bekannte davon und wenn ja wie habt ihr es ihn erzählt.


Freu mich auf Eure Kommentare

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18 Jan 2022 16:30 - 18 Jan 2022 16:32 #2 von matti
Hallo Hoffmann,

ich frage mich bei Schilderungen wie deiner immer, in welchen Umfeld man sich im Bekannten-, aber vor allem im Freundeskreis, bewegt, wenn man unendlich viel Kraft dafür aufwenden muss, um ein Versteckspiel zu betreiben. Was sind dies für Freunde, denen man sich nicht anvertrauen kann?

Eine Belastungsinkontinenz beim Mann ist etwas sehr ungewöhnliches, wenn nicht eine Prostataerkrankung oder darauf folgende Operation erfolgt ist. Hat dein Arzt diese Inkontinenzform so diagnostiziert? Du warst bereits beim Arzt?

Bei einer Belastungsinkontinenz ist ja die Funktion des normalen Harnlassens eigentlich immer gegeben. Mit deiner Kombination an Hilfsmittel ist ein Wechsel deshalb ja durchaus um einige Stunden herauszuzögern, weil du deine Blase ja davor oder zwischendurch entleeren kannst. Unterwegs ist es ja nicht ungewöhnlich das auch Männer ein Tasche oder einen Rucksack mit sich führen. Diesen dann mit auf die Toilette zu nehmen, dürfte keinesfalls als ungewöhnlich angesehen werden. Bei Freunden und Bekannte begleitet dich wohl auch niemand zur Toilette. Ein Rucksack kann doch an der Garderobe platziert werden und im Bedarfsfall greift man darauf zu.

Insgesamt würde ich dir aber empfehlen einmal sehr ernsthaft darüber nachzudenken, ob du dieses Versteckspiel so weiter betreiben willst. Alternativ vielleicht das Umfeld verändern.

Vielleicht noch ein paar Tipps zu alternativen Hilfsmitteln:
www.inkontinenz-selbsthilfe.com/kondomurinale oder dribblestop.de/

Gruß
Matti

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19 Jan 2022 08:32 #3 von mich
Als ich eine totale Inkontinenz hatte, habe ich mir Urinalkondome verschreiben lassen. Damit bin ich sogar in den Urlaub gefahren und keiner hat irgendetwas gemerkt. Ist Gewohnheit sie zu tragen aber nach ein paar Tagen war es selbstverständlich. Ich kannte sogar mitten in der Stadt über einen Kanal so tun wie, wenn ich mir die Schuhe binden müsste und habe den Beutel, der am Unterschenkel hing, entleert. Kein Problem.

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19 Jan 2022 15:52 #4 von MichaelDah
Hallo Herr Hoffmann,

ich kann schon verstehen, das es Situationen geben kann wo so etwas vielleicht unangenehm ist - gerade wenn man beruflich mit Kunden unterwegs ist. Allerdings ist das schon so wie Matti geschrieben hat. So ein Verstecken ist nur anstrengend. Das Problem kann jeden erwischen und ich hab nicht erlebt das irgend einer in meinem Bekanntenkreis da blöde Kommentare abgegeben hat.

Sehen tut man die Dinger unter der Kleidung nicht - und wenn man sie rechtzeitig wechselt laufen sie auch nicht aus. Wenn ich mit meiner Notebook Tasche zur Mittagspause auf die Toilette verschwinde hat mich auch noch nie jemand angesprochen - und wenn doch dann erklärt man es halt - ist doch kein Beinbruch. Das muss einem nicht peinlich sein - man hat es sich ja nicht ausgesucht und kann es auch nicht ändern. Ist am Ende auch nichts anderes als eine Brille, eine Krücke oder was auch immer.

Wer mit den Urinalkondomen gut klar kommt, dem kann die auch nur empfehlen - das ist vom Handling deutliche einfacher als mit den Windeln und aus meiner Sicht auch hygenischer und hautschonender. Man muss halt nur aufpassen das sie nicht „diskonnektieren“….

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20 Jan 2022 07:45 #5 von mich
Um das auszuprobieren, ich habe den Verbindungen am Anfang auch nicht getraut, habe ich zusätzlich noch eine Einlage benutzt. Jetzt weiß ich das bei richtigem Gebrauch nichts passieren kann und kann die auch weglassen.

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