file Frage Unsicher im Alltag – Eure Erfahrungen mit Inkontinenz & Hilfsmitteln?

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7 Monate 3 Wochen her #52891 von MandyC
Hallo zusammen,

ich bin neu hier im Forum und wollte mal fragen, wie ihr im Alltag mit eurer Inkontinenz klar kommt. Ich hab das Problem jetzt seit ein paar Monaten und bin ehrlich gesagt oft ziemlich verunsichert, gerade unterwegs oder bei der Arbeit. Bisher habe ich nur so einfache Einlagen genutzt, aber oft habe ich das Gefühl, das reicht nicht oder es ist irgendwie unangenehm.

Mich würde interessieren, welche Produkte ihr so verwendet und was vielleicht wirklich hilft, dass man sich sicher fühlt? Gibt es was, das besonders diskret ist oder auch für empfindliche Haut gut funktioniert? Und wie macht ihr das, wenn ihr unterwegs seid – habt ihr Tricks oder Sachen, die euch geholfen haben?

Mir fällt es auch manchmal schwer, darüber zu reden, weil mir das Ganze ziemlich unangenehm ist… War das bei euch am Anfang auch so? Würde mich echt freuen, wenn mir jemand seine Erfahrungen teilen kann.

Danke schon mal und liebe Grüße
Mandy
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  • Petra 69
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7 Monate 3 Wochen her #52893 von Petra 69
Guten Morgen liebe Mandy!

Ich finde es großartig, dass du dieses Forum gefunden hast und dir hier Hilfe holst!
Zu deinem hauptsächlichen Problem bezüglich Inkontinenz und Hilfsmitteln kann ich mich gar nicht äußern, denn bei mir ist es genau anders herum, meine Blase arbeitet gar nicht und ich betreibe ISK, um ablassen zu können.

Was ich dir aber schreiben kann, ist, dass ein offener Umgang mit deiner Einschränkung tatsächlich sehr hilfreich sein kann.
Du hast ja schon einen ersten Schritt geschafft, und dich hier im Forum angemeldet. 
Okay, hier findet nichts vis-a-vis statt und du bist hier ja unter einem Deckmantel unterwegs, aber du wirst bestimmt den Mut finden, diese (leider ja in der Öffentlichkeit immer noch als Tabuthema angesehene) Einschränkung in deinem Umfeld anzusprechen.
Und dann wirst du sehen, wie viel Verständnis und Unterstützung, vielleicht auch Mitleid (hilft nur nicht so richtig weiter, ist aber eine normale erste Reaktion bei Familie, Freunden und Arbeitskollegen), du bekommen wirst.

Ich bin vom ersten Tag an ganz offen mit meiner Einschränkung umgegangen und das hat mir mental wirklich sehr gut geholfen.
Deine Psyche spielt bei deiner Einschränkung eine riesengroße Rolle neben dem ungewohnten neuen Leben mit Inkontinenz.

So, jetzt hoffe ich, dass du in den nächsten Tagen tolle Tipps im Forum bezüglich deiner Hilfsmittel-Anfrage erhalten wirst.

Liebe Grüße
Petra

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  • martinK
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7 Monate 3 Wochen her #52896 von martinK
Hallo Mandy

Auch von mir, herzliche willkommen!
 
Die Wahl des Hilfsmittels ist sehr individuell. Sie hängt von Faktoren wie Harnmenge, die Du verlierst, Frequenz mit welcher Du Harn verlierst, „Schwallartigkeit“ des Verlusts, Deiner Anatomie oder Deines Alltag ab. Insofern ist es schwierig, hier einen konkreten Tipp zu geben. Am besten testest Du verschiedene Produkte und definierst, was für Dich wichtig und nötig ist. Ich bin schwer harninkontinent und bewege mich vermutlich in einer anderen Kategorie als Du, wenn Du mit Einlagen einigermassen gut zurecht kommst. Dennoch gelten vermutlich ähnliche Regeln:

- Spürst Du bei Deinem aktuellen Hilfsmittel regelmässig, dass es nass ist? Falls ja, solltest Du entweder häufiger wechseln oder ein Hilfsmittel mit grösserem Saugvolumen wählen. Ich achte darauf, dass ich in der Regel mein Hilfsmittel wechsle, wenn ich Nässe zu spüren beginne. Dies ist insbesondre für die Haut wichtig.
- Wie oft verlierst Du Urin, wieviel Urin verlierst Du pro Entleerung, und erfolgt die Entleerung schwallartig? Ich verliere sehr oft Urin (10-20 Mal am Tag), dafür gehen immer nur 100 ml bis maximal 300 ml ab, und dies eher langsam. Ich kann deshalb dünnere Hilfsmitteln tragen, wenn ich öfters wechsle. Zur Arbeit trage ich dennoch Windelslips mit der höchsten Aufnahmefähigkeit, zum Sport oder zu Hause komme ich aber gut mit Pants aus. Falls der Harn schwallartig abgeht, kann es sein, dass ein Einlage nicht ausreicht, auch wenn Du über den Tag summiert nicht viel Harn verlierst
- Wie oft kannst Du in Deinem Alltag wechseln? Ich bin beruflich ziemlich eingespannt und könnte mich nicht stündlich um meine Inkontinenz kümmern. Wenn ich alle 3-5 Stunden wechseln kann, passt das aber. Ich hatte in den letzten 10 Jahren keine Leckage unter tags.
- Wie wohl fühlst Du Dich mit dem Hilfsmittel? Ich persönlich finde Pants am angenehmsten zum Tragen, angenehmer auch als Vorlagen, weil sie anatomisch am besten am Körper anliegen.
- Für mich am wichtigsten ist, dass ich durch meine Inkontinenz nicht eingeschränkt werde.

Ich kenne die Details nicht, vermute aber, dass die grossen Anbieter (Tena, Attends, Hartman, Seni, Abena,...)  alle inetwa den gleichen Standard betreffend dermatologischer Verträglichkeit ihrer Produkte erfüllen. Wie es z.B. mit den Eigenmarken der grossen Drogeriefirmen ausschaut, weiss ich nicht. Ich habe mit meinen Produkten von Attends und Tena keine Hautprobleme.

Betreffend Diskretion sieht man bei geeigneter Kleidung auch "dicke" Hilfsmittel nicht unter der Kleidung. In meinem Umfeld wissen nur wenige über meine Inkontinenz und dass ich Kleiderschutz benötige. Es ist für mich aber keine Katastrophe, wenn es jemand erfahren würde. Wenn es nicht anders ging, habe ich auch schon in der Sportgarderobe mein Hilfsmittel öffentlich an- und ausgezogen, das kümmert niemanden.

Was den Tragkomfort angeht und das "Ribschen" des Hilfsmittels gegen die Haut , habe ich herausgefunden, dass die Fixierung des Hilfsmittels bei mir eine grosse Rolle spielt. Zum Sport trage ich eine dünne Sportunterhose über den Pants, im Alltag habe ich kürzlich begonnen, das Hilfsmittel mit einem Body zu fixieren. Am Anfang es etwas seltsam, als erwachsener Mann so ein Teil zu tragen, aber der Tragkomfort ist ausgezeichnet; das Hilfsmittel wird in der Stelle gehalten ohne das es drückt oder durchhängt. Ausser wenn es rücknässt, merke ich gar nicht dass ich es anhabe. Dass der Body aus weicher Baumwolle sehr gut gefertigt ist, trägt zum Komfort bei.

Liebe Grüsse
Martin

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  • Fliegenfänger
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7 Monate 3 Wochen her #52897 von Fliegenfänger
Hallo Mandy

Herzlich willkommen hier im Forum! 

Hier bist du sicher richtig und du kannst ganz viel von den Erfahrungen der Mitglieder lernen. Ich selber bin seit mehr als 10 Jahren inkontinent, bin Tag und Nacht auf Hilfsmittel angewiesen, aber habe gelernt, damit umzugehen und versuche möglichst stressfrei durchs Leben zu gehen. Und ich kann dir sagen, das funktioniert ganz gut – mal mehr und mal etwas weniger, in ungewohnten Situationen. 

Natürlich, ich verstehe dich; bei mir und sicher auch bei den meisten Forenmitgliedern war das nicht anders. Am Anfang ist das nicht einfach, man ist oft unsicher, weiss nicht was, wann, wie, wo. Bei jedem/jeder ist das anders und jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen. Aber nach einer gewissen Zeit hat sich das eingespielt und vieles wird zur Routine.

Du schreibst, dass du seit ein paar Monaten inkontinent bist. Wie kam es dazu? Warst du denn schon beim Arzt / Urologen? Hast du eine Diagnose? Hast du schon ein Miktionsprotokoll geführt? Verlierst du regelmässig Harn und wieviel? Was meint der Arzt?

Es wäre schön, etwas mehr über dich zu erfahren. Dann kann dir im Forum besser geholfen werden. Hilfsmittel gibt es viele und das Gleiche ist nicht das Gleiche und passt nicht bei jedem. Das ist sehr individuell und braucht viel Geduld, das Richtige zu finden. Auch ich probiere immer wieder einmal etwas anderes.

Hier kannst du offen schreiben. Ich kann dich nur ermutigen, die Erfahrungen der Mitglieder zu nutzen. Auch ich konnte und kann viel mitnehmen und lernen.

Liebe Grüsse
Markus

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  • Sophia
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1 Woche 1 Tag her #53952 von Sophia
Hallo zusammen,

mir geht es da ganz ähnlich wie Mandy. Gerade wenn ich länger unterwegs bin, frage ich mich oft, ob die Versorgung noch reicht oder ob ich lieber schon wechseln sollte. Manchmal möchte ich einfach auf Nummer sicher gehen und wechsle dann wahrscheinlich früher als nötig.

Mich würde interessieren, wie die anderen das machen. Verlasst ihr euch irgendwann einfach auf euer Gefühl oder gibt es bestimmte Anzeichen, an denen ihr merkt, dass es Zeit wird? Oder wechselt ihr grundsätzlich lieber etwas früher, damit nichts passiert?

Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Unsicherheit fast schlimmer ist als die Inkontinenz selbst.

Liebe Grüße
Sophia

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  • Helmut 60
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1 Woche 16 Stunden her #53953 von Helmut 60
Hallo Sophia,

für mich ist es eine Mischung aus Statistik, Sensorik und Erfahrung. Ich kenne und lebe mit meiner (kombinierte Drang- und Tröpfel-) Harninkontinenz seit nunmehr gut 4 Jahren. Über diese Zeit haben sich die für mich geeignetsten Hilfsmittel herauskristallisiert. 

In der Nacht verwende ich Tena Proskin Slip Maxi (Comfy Stretch), die in aller Regel zuverlässig alles aufnimmt, was ich in der Nacht produziere. Die Tena ist trocken recht dünn und quillt mit Benutzung sehr gut spürbar auf, so dass mir allein dieses Gefühl (und im Zweifel ein kurzer Handgriff) im Halbschlaf am frühen Morgen ausreicht, zu entscheiden ob ich noch ruhig weiterschlafen oder besser wechseln sollte... in 95% der Fälle kann ich einfach liegenbleiben.

Tagsüber benutze ich natürlich etwas dünneres und diskreteres, für mich sitzen die Hüftgurtwindeln Attends Flex (9) perfekt. In aller Regel komme ich mit zwei Stück über den ganzen Tag. Das ist also für mich der erste Indikator: in aller Regel (=Statistik...) reicht eine für ca. 6 Stunden - in Ausnahmen auch mal nur 4 Stunden, im anderen Extrem auch mal den ganzen Tag. Wenn ich also z.B. eine Attends zwei Stunden anhabe und ich dann aus dem Haus gehe, lasse ich sie natürlich an. Benutze ich sie schon über 4 Stunden, wechsele ich vorher. 
Der nächste Aspekt ist, dass ich ja keinesfalls gefühllos bezüglich meines Schließmuskels und meiner Blase bin. Ich spüre also durchaus, wie oft und wie lang ich jeweils Urin verliere, ich kenne die Kapazität der Windel und kann von daher auch abschätzen, ob noch etwas hereinpasst oder eher nicht.
Was natürlich auch nicht gefühllos ist, ist meine Haut. Natürlich haben moderne, gute Windeln eine "Feeldry" Oberfläche, die die Nässe in den Kern leitet und die Innenseite relativ trocken hält, aber trotzdem fühlt sich den benutze Teil einer Windel leicht anders an als der noch trockene Teil. Insbesondere die Attends haben die Eigenschaft, die Feuchtigkeit sehr gut in der Windel verteilen zu können - sie leiten, mit zunehmender Nutzung, die Feuchtigkeit auch gut in den hinteren Teil. Wenn ich also spüre, dass der hintere Bereich sich auch schon etwas anders anfühlt, ist es Zeit, zu wechseln!
Ab und an, wenn ich mal das Gefühl haben möchte, etwas anderes als eine Windel zu tragen, nutze ich eine Tena Pant Men Level 4 - die hat zwischen den Beinen kaum Polsterung, sondern fast ausschließlich im vorderen Bereich, was sie extrem angenehm im tragen macht und warum sie auch für sportliche Aktivitäten prima geeignet ist. Hier ist aber nach maximal 3-4 Stunden die Kapazität am Ende...

Ich kann dir nur raten, deine verwendeten Hilfsmittel gut zu kennen und auch richtig auszuprobieren. Für mich gehört dazu, im geschützten Bereich zu Hause die Windel auch wirklich bis zum Ende (=undicht werden) zu benutzen, um eben genau dieses mir merken zu können: wie fühlt es sich an, wenn sie gegen das Ende der Aufnahmefähigkeit kommt? Wenn man dies ein paar mal aufmerksam gemacht hat, bekommt man auch für unterwegs ein recht gutes Gefühl, wann es Zeit für einen Wechsel ist!

Viele Grüße
Helmut 
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1 Woche 14 Stunden her #53954 von Sophia
Hallo Helmut,

danke für deine ausführliche Antwort. Ich finde es interessant, wie viel Erfahrung man mit der Zeit entwickelt und dass man irgendwann ziemlich gut einschätzen kann, wann ein Wechsel nötig wird.

Mir geht es ähnlich. Mit der Zeit bekommt man ein gutes Gefühl für seine Versorgung und kennt auch die Eigenschaften der verschiedenen Produkte.

Was mich trotzdem interessieren würde: Gibt es eigentlich schon technische Hilfsmittel, die den Zustand einer Windel oder Versorgung überwachen können?

Ich musste dabei an Blutzuckersensoren denken. Dort gibt es ja mittlerweile Lösungen, bei denen man nicht ständig selbst messen muss, sondern über eine App informiert wird, wenn etwas beachtet werden sollte.

Gibt es so etwas Ähnliches auch im Bereich Inkontinenz? Oder ist dir so etwas bisher nicht begegnet?

Viele Grüße
Sophia

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  • Ciajaeg
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1 Woche 11 Stunden her #53955 von Ciajaeg
Hallo Sophia, 

es gibt Produkte mit Sensoren, diese sind aber (noch) primär für Patienten in Pflegheimen und / oder hoher Pflegestufe gedacht, vermutlich ist es für den Alltag schlicht zu teuer, auch in Schlaflaboren kommen solche Produkte zur Anwendung, wenn die Inkontinenz nachts auftritt und einen Einfluss auf die Schlafqualität hat.

Ansonsten ist der Klassiker der Nässeindikator. Mit persönlich hilft der nun nicht wirklich, würde ein Sensor aber auch nicht.
Ich weiß genau welches Produkt wie viel aufnehmen kann, ohne (sicher) auszulaufen.

Bis denn

Ciajaeg

Diagnosen: Neurogene Dysfunktion (NLUTD) suprapontin, Terminale Detrusor-Überaktivität - Detrusor-Sphinkter-Dyskoordination - Polydipsie/Polyurie-Syndrom - Posturales-Orthostatisches-Tachykardie-Syndrom (POTS) -
Myalgische Enzephalomyelitis (ME-CFS) - Dysautonomie - Polyneuropathy (SFN)
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  • Helmut 60
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1 Woche 11 Stunden her - 1 Woche 11 Stunden her #53957 von Helmut 60
Hallo Sophia,

ich habe so etwas irgendwann auf der Tena-Homepage gesehen - nennt sich wohl "TENA SmartCare  Wechselindikato r".

dies ist wohl ein (elektronischer) Nässeindikatorstreifen, der in die Windel geklebt wird und die Daten an ein Programm/App weitergibt. Es ist aber für professionelle Pflege  gedacht, wo eine Pflegestation zentral die Zustände der Windeln der zu pflegenden Personen überwachen will bzw. alarmiert werden möchte, wenn ein Wechsel bei einer Person erforderlich ist.

Ich bin allerdings der Meinung, dass man mit ein wenig Übung und Erfahrung sehr gut selber abschätzen kann, wieviel das Hilfsmittel noch verträgt. Ich bin als IT-ler durchaus sehr technikaffin, aber mir auf dem Handy per App angezeigt und vielleicht sogar oder von Siri im Klartext laut mitgeteilt zu bekommen wie der momentane prozentuale Füllgrad meiner Windel ist, fände ich schon ziemlich schräg - ich spüre oder weiss doch, was "da unten" los ist!

Im professionellen Pflegeumfeld, wo es vielleicht auch noch um mehrere hilflose, bettlägerige Menschen geht, die von zu wenigen Pflegekräften versorgt werden müssen, mag dies eine hilfreiche und gute Innovation sein, aber sicher nicht für jemanden wie mich, dessen Inkontinenz mittlerweile nur noch ein Nebenaspekt im Leben ist und der ansonsten im Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Fähigkeiten ist.
Natürlich siehe dies für jemanden, der vielleicht sensorisch oder körperlich eingeschränkt ist, anders aus - ich könnte mir vorstellen, dass es z.B. mit einer Querschnittslähmung unmöglich ist, das Hautgefühl zu erfassen... Aber hierzu kann ich natürlich nichts beitragen.

Ansonsten haben viele Windeln Nässeindikatorstreifen, die sich mit der Feuchtigkeit verfärben. Wenn du nicht sicher bist, kannst du den sicher auch im Spiegel ablesen - ich persönlich finde das aber ziemlich überflüssig und ist auch eher für Pflegepersonen gedacht, die dann beim Patienten den "Füllstand" einfach ablesen können, ohne die Windel zum Nachsehen öffnen zu müssen.

Viele Grüße
Helmut
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  • Sophia
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1 Woche 2 Stunden her #53961 von Sophia
Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten. Das war wirklich interessant zu lesen.

Mir war gar nicht bewusst, dass es inzwischen schon elektronische Lösungen gibt, auch wenn die wohl hauptsächlich für den Pflegebereich gedacht sind.

Was ich aus euren Antworten mitnehme, ist, dass man mit der Zeit offenbar ein ziemlich gutes Gefühl dafür entwickelt, wann ein Wechsel nötig wird. Das scheint viel Erfahrungssache zu sein.

Vielleicht haben solche technischen Hilfsmittel dann tatsächlich eher dort ihren Platz, wo die Betroffenen das selbst nicht gut einschätzen können oder gar kein Gefühl dafür haben.

Viele Grüße
Sophia

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