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Inkontinenz-Patientinnen wählen Alternative zur Op

21 Mär 2006 00:36 #1 von matti
Inkontinenz-Patientinnen wählen Alternative zur Op

Nach einer Therapie mit Duloxetin (Handelsname YENTREVE) verzichtet jede fünfte Frau mit Belastungsinkontinenz auf den Eingriff.
Der Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer Duloxetin kann bei Frauen mit schwerer Belastungsinkontinenz eine Alternative zu einem chirurgischen Eingriff sein. Nach dieser medikamentösen Behandlung entschied sich ein Fünftel der Frauen, die kurz vor der Operation standen, gegen den Eingriff.


Im Arzt-Patienten-Gespräch berät eine Kollegin über mögliche medikamentöse Alternativen zur Op bei Belastungsinkontinenz. Foto: Klaro

An der randomisierten doppelblinden Studie nahmen 109 Frauen teil, die mehr als vierzehn Mal pro Woche Episoden von Belastungsinkontinenz erlebten. Das hat Dr. Thomas Hagemeier bei einem Symposium in Düsseldorf berichtet, das von den Unternehmen Lilly Deutschland und Boehringer Ingelheim unterstützt wurde. Während die Frauen auf die Operation warteten, erklärten sie sich bereit, einen Versuch mit der Einnahme von Duloxetin zu machen.

Durch die Therapie reduzierten sich die Inkontinenzepisoden um durchschnittlich 60 Prozent im Vergleich zu 27 Prozent in der Placebogruppe, erläuterte der Gynäkologe aus Suhl. Die Lebensqualität hatte sich nach einem Inkontinenz-spezifischen Fragebogen um elf Punkte gebessert, mit Placebo dagegen nur um zwei Punkte. Nach achtwöchiger Therapie entschied sich jede fünfte Frau in der Verumgruppe, auf den chirurgischen Eingriff zu verzichten. In der Placebogruppe hingegen hielten alle Patientinnen an ihrem Operationswunsch fest.

Duloxetin steigert nach Angaben von Hagemeier über den Onuf Nukleus im sakralen Rückenmark die Aktivität des Nervus pudendus, der den äußeren quergestreiften Harnröhrenschließmuskel innerviert. Damit unterstützt der Wirkstoff dessen Kontraktion, so daß Änderungen des abdominellen Drucks durch Husten, Lachen, Niesen oder Laufen besser kompensiert werden können. Häufigste unerwünschte Wirkung während der ersten Woche sei Übelkeit.

Diese lasse sich jedoch einer Studie zufolge reduzieren, wenn Duloxetin einschleichend verordnet wird: Statt einer Startdosis von ein- oder zweimal täglich 40 mg sollte man mit zweimal täglich 20 mg beginnen. Bei einer Therapiekontrolle nach zwei Wochen könne auf die Zieldosis von zweimal 40 mg / Tag erhöht werden.





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