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operation ja oder nein ?

26 Mär 2006 23:43 #1 von Agnes
Hallo,
ich bin ganz neu hier im forum. ich bin weibl., 53 jahre alt, verheiratet und habe zwei kinder. nun zu meinem problem: anfang dezember 2005 ist bei mir ein blasenbändchen eingenäht worden. danach war ich beschwerdenfrei. nun bin ich seit ca. 3 wochen schon wieder "undicht". das heisst, es macht mich nervlich total fertig, dass ich keine kontrolle über meine blase habe. nun befürchte ich, dass ich operiert werden muss um die blase anzuheben. hat vielleicht jemand von euch op erfahrung ?
es wäre schön, wenn ich antwort bekäme.
gruß
agnes

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27 Mär 2006 14:30 #2 von matti
Hallo Agnes,

erst einmal freue ich mich, dass du dich in unserem Forum registriert hast.

So wie ich dich verstanden habe wurde bereits eine TVT-Operation bei dir durchgeführt, wohl leider nur mit mäßigem Erfolg. Dabei wird die Blase angehoben, deshalb habe ich nicht so recht verstanden, welche Operationsart du meinst, wenn du von einer erneuten Operation zur Anhebung der Blase schreibst.
Ist bei dir im Vorfeld der Operation eine urodynamische Messung erfolgt? Das ist ein spezielles Untersuchungsverfahren, bei dem über kleine Meßkatheter die Druckverhältnisse in Blase, Harnröhre und Darm gemessen und zueinander in Relation gesetzt werden. Die Auswertung dieses Protokolls erlaubt genaue Aufschlüsse über die Form der Inkontinenz. Diese Daten sind entscheidend für die individuelle Behandlung. Ohne urodynamische Messungen dürfte heuzutage eine Operation gar nicht mehr erfolgen. Und in vielen Fällen verhindert diese Untersuchung überhaupt einen unnötigen operativen Eingriff.

Bei einer erheblichen Senkung der Gebärmutter könnte es sein, dass der Druck auf die Blase noch immer zu groß ist. Diese müsste unter umständen dann entfernt werden um den Druck zu mindern. Wenn keine wesentliche Senkung der Gebärmutter besteht, kann diese belassen werden (was den Umfang der Operation deutlich vermindert). Durch ein Band aus körperverträglichem Material wird die Blase an der Einmündungsstelle der Harnröhre dauerhaft angehoben und damit der Verschlussmechanismus der Blase wieder hergestellt. Das Band wird in lokaler Betäubung von der Scheide aus zur Bauchdecke nach oben geleitet und spannungsfrei (deshalb "tension-free" !) fixiert. Neben der kurzen Operationdauer und der geringen Kreislaufbelastung durch die lokale Betäubung ist auch von Vorteil, dass während der Operation die Patientin durch Husten und Pressen den Urinabgang provozieren kann und die Lage des Bandes so korrigiert werden kann, dass endlich "Dichtigkeit" besteht. Auch ist der stationäre Aufenthalt im Krankenhaus kürzer als bei herkömmlichen Operationsverfahren. Dieses Operationsverfahren ist wohl schon bei dir durchgeführt worden.

Natürlich stellt sich jetzt die Frage, warum du nun wieder erneute Inkontinenzprobleme hast. Hast du nach der Operation begleitendes Beckenbodentraing gemacht? Dies ist sehr wichtig, wird aber leider allzu oft vernachlässigt. Beckenbodentraining muss nicht immer auf einer Matte und in Gymnastikkleidung stattfinden, es ist vielmehr sehr gut in den Alltag integrierbar. An der Kasse im Supermarkt oder z.B. im Bus lässt sich völlig diskret der Beckenboden anspannen und entspannen. Um Beckenboden und Wirbelsäule zu entlasten, sollte die Frau beim Bücken die Füße beckenbreit auseinanderstellen, das Gesäß nach hinten schieben und den Oberkörper mit geradem Rücken nach vorne neigen. Durch das Anheben wird der sehr sensible Beckenboden entlastet. Beim Heben eines Gegenstandes sollte ausgeatmet und dabei leicht gestöhnt werden – dieses merkwürdig erscheinende Procedere bewirkt, daß sich die zurückgehaltene Luft nicht bis zum Beckenboden fortpflanzt und dieser dadurch unnötig belastet wird.

Vielleicht kannst du noch ein wenig genauer darauf eingehen, was du oder dein Arzt, alternativ zur TVT, unter einer Anhebung der Blase verstehen.

Lieben Gruß

Matti

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27 Mär 2006 15:07 #3 von Agnes
hallo matti,
danke, dass du mir so schnell geantwortet hast. der arzt in der klinik hatte gesagt, dass die blasensenkung noch nicht stark genug ist um bei einer größeren op die blase zu heben. das band wäre zur stützung der blase ausreichend. dem zufolge hat er mich über diese andere op auch nicht aufgeklärt. ich hatte ihn nämlich gefragt, ob eine anhebung der blase nicht effektiver wäre. nach diesem gespräch sind dann die von dir angesprochenen untersuchungen alle gemacht worden. das ergebnis wurde aber mit mir nicht besprochen, ich habe dummerweise auch nicht nachgefragt. ich habe einfach darauf vertraut, das das bändchen wirklich ausreicht. nun bin ich zum einen sauer auf mich, weil ich nicht ausreichend nachgefragt habe und auf den arzt, weil er mich nicht ausreichend informiert hat. und sauer überhaupt, weil ich keine kontrolle über meine blase habe. ich hatte gehofft, das vielleicht noch andere leute ein ähnliches problem hatten, um mir ihre erfahrungen mitzuteilen. es hilft mir aber auch schon mich hier mitzuteilen und das eigentlich peinliche thema besprechbar zu machen. P.S. meine gebärmutter ist schon vor 20 jahren entfernt worden. die kann also nicht schuld sein. so, jetzt habe ich erstmal ganz mutig genug geschrieben. gruß agnes

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