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Stressinkontinenz

23 Mai 2006 18:49 #1 von Paddy
Hallo zusammen,
ich möchte hier einmal Schildern was mein Problem ist.
Ich bin 37 Jahre jung und habe die Krankheit COPD.
In der Medizin wird die Abkürzung "COPD" als Sammelbegriff für die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem verwendet. Beide Krankheitsbilder sind dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom vor allem beim Ausatmen behindert ist und sich im Lauf der Jahre neben der Atemnot ein Gefühl der "Überblähung" entwickelt. Husten und übermäßige Schleimproduktion sind weitere Symptome.
Dadurch das ich regelmäßig Cortison bekomme in Spritzen und Tablettenform habe ich noch fortschreitene Osteoporose dazu bekommen.

Da ich durch die COPD immer nächtliche Anfälle bekomme wegen Luftnot passiert es immer wieder das mein Urin abgeht ohne das ich was dazu kann desweiteren wenn ich auf WC war läuft es immer nach und ich habe ständig Harndrang.
Beim Urologen war ich noch nicht weil ich mich irgendwie nicht Traue obwohl ich habe jetzt ein Termin am 31.05.gemacht weil es irgendwie nicht so weiter gehen kann.
Kann mir jemand sagen was für Untersuchungen gemacht werden und was da genau gemacht wird.Ich habe da solche Panik vor weil ich nicht weiss was auf mich zukommt.Ich habe mir schon selber Einlagen gekauft aber hat nichts gebracht und Pants auch nichts.Jetzt habe ich mir schon Inkontinenzwindeln gekauft übers Internet die halten wenigstens so das ich über Nacht trocken bleibe.Sorry wenn ich soviel schreibe aber ich bin mit dem sehr überfordert denn ich habe die anderen beiden Krankheiten noch nicht so richtig verarbeitet.
Die COPD habe ich seit 2,5 Jahren und die Osteoporose seit 1.Jahr und das ich bei Anfällen Urin verliere seit 5 Monaten. :cry:

Das war es erstmal von mir.
LG sendet Patrick

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23 Mai 2006 19:00 #2 von Paddy
Anhang.
Trotz des ganzen Cortison nehme ich immer mehr ab bei 183 cm wiege ich nur noch 70 kilo.
Und ich Leide unter dauer Husten und das seit dem die Krankheit ausgebrochen ist und kein Arzt findet ein Mittel dagen.
Patrick

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23 Mai 2006 19:50 #3 von klaro
Schade Patrick,
ich sah dich vorhin im chat und wollte erst lesen, was über dich, es chattet sich so besser, wen man schon so grob eine Ahnung hat, mit wem man chattet.( wo die probleme liegen)

Bis ich das studiert hatte, warst du wiedr weg. Schade. Begrüsse dich mal hier. Ansonsten hab ich gedacht, wäre chatten wohl ne gute Variante gewesen, um dich mitzuteilen, weil’s sind ja einige Punkte dabei, die dich belasten.


Oft verstrickt sich ein Krankheitsbild mit dem nächsten, finds super, dass du einen Termin hast beim Urologen. Evtl kann dir ein Mann erklären, wies zu und hergeht.

Wünsche dir viel Mut… auf diesen Termin hin.. kann ja „nur besser werden“ klaro :roll:

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23 Mai 2006 22:34 #4 von eckhard11
Hallo Patrick,

als Erstes wird wohl eine Ultraschalluntersuchung gemacht.
Völlig harm - und schmerzlos, der Urologe streicht Dir nur mit dem Aufnahmegerät über den Unterleib.
Wenn Du Glück hast, wischt er Dir sogar die Gallert ab, welche er Dir vorher auf den Bauch schmiert.

Wenn er nichts findet, könnte sein, dass Du eine Prostatitis oder eine Blaseninfektion hast, welche gemeinhin mit einem Antibiotika behandelt werden können.

Wenn sich die Sache dann immer noch nicht bessert, wird eventuell eine Blasenspiegelung durchgeführt und eine Urodymamik gemacht.

Dies ist alles recht harmlos, aber eventuell vonnöten.

Wichtig ist, dass Du den Termin beim Urologen wahrnimmst und nicht in letzter Sekunde - aus Scham oder ähnlichem Unsinn - verschiebst.
( Der sieht nämlich jeden Tag 30 Lümmelchen wie den Deinen )

Der Urologe wird Dir helfen, sei es durch Training oder medikamentös.

Man kann den Blasenmuskel heute beeinflussen, aber es scheint mir mehr der Fall, als wäre Dein Beckenbodenmuskel etwas zu schwach.
Dies wäre das Beste, was Dir passieren kann, den Muskel kann man nämlich ganz hervorragend trainieren ( siehe meine Beiträge ).

Zur intensiveren Information empfehle ich Dir, auf unserer Startseite links oben den Link "Harninkontinenz" zu öffnen, und/oder die URL:
www.onmeda.de/krankheiten/harninkontinenz.html?p=5
Hier dann aber auch die weiterführenden Links unter den Berichten öffnen und lesen !!

Melde Dich nach der Untersuchung durch den Urologen mal, damit wir wissen, wie es weitergeht.

Bis dahin lege ich mich wieder hin :sleep:
Eckhard
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23 Mai 2006 22:55 #5 von matti
Hallo Paddy,

ein Besuch beim Urologen ist unausweichlich, Scham must du nicht empfinden, in Deutschland sind ca. 8 Millionen Menschen jeden Alters und Geschlechts von Inkontinenz betroffen. Für einen Arzt ist dies also "Alltagsgeschäft".

Zu einem Erstgespräch gehört die gründliche Anamnese, hilfreich ist es, wenn du vorhandenen ärztliche Unterlagen bereits mitbringst und eine Auflistung über die von dir eingenommenen Medikamente mitbringst. Der Arzt wird dich erst einmal ausführlich befragen, wann und wie es zum Einässen kommt. Danach folgt wahrscheinlich eine körperliche Untersuchung, die vor allem durch Sehen und Fühlen bzw. Abtasten durchgeführt wird.

Weitere Untersuchungen werden evtl. durchgeführt, von dennen keine wirklich schmerzhaft sondern höchstens unangenehm ist. Eine Belastungsinkontinenz ist beim Mann (wenn er seine Prostata noch besitzt) eher selten, deshalb wird evtl. etwas gründlicher Diagnostiziert.
Was sind das für Anfälle, welche du beschreibst? Wegen der Luftknappheit oder Hustenanfälle? Oder handelt es sich gar um Epilepsien?

Standartmässig wird eine Urinuntersuchung duchgeführt.


Die Urinuntersuchung

Eine durch Bakterien verursachte Blasenentzündung kann für eine Dranginkontinenz verantwortlich sein. Durch eine einfache Urinuntersuchung kann die Ursache des Harnwegsinfekts diagnostiziert und effektiv behandelt werde. Manchmal ist die Erstellung eines Resistogramms notwendig, d.h. durch die Anzüchtung der Keime wird geprüft auf welche Antibiotika der Keim sensibel (empfindlich) bzw. resistent (nicht empfindlich) ist. Auch die Beurteilung von Zellmaterial im Urin gibt wertvollen Aufschluß.


Die Ultraschalluntersuchung

Sie ist eine universelle Methode und wird häufig genutzt. Sie ist leicht und schnell einsetzbar und gibt dem Urologen viele Informationen zur Beurteilung der Organe im Bauch und im Becken. Sie ist ein völlig schmerzfreies Verfahren. Der Arzt sieht auf einem Bildschirm ein Bild aus dem Körperinneren. Sie gibt dem Urologen die Möglichkeit die Nieren und die Blase aber auch die Prostata (Vorsteherdrüse) zu beurteilen.


Die Blasendruckmessung (Zystometrie)

Dies ist eine der wichtigsten Untersuchungen zur Abklärung der Harninkontinenz und bei der Bewertung neurogener Blasenentleerungsstörungen. Die Harnblase wird über einen Katheter mit Flüssigkeit gefüllt. Während des Auffüllvorgangs werden die Druckwerte unter den verschiedenen Füllungszuständen gemessen. Gleichzeitig wird auch im Enddarm gemessen, um Druck von außerhalb auf die Harnblase auszuschließen. Kombiniert wird die Zystometrie ggf. auch mit einer Röntgenbild-Darstellung des Harnabflusses nach Einfüllen von Kontrastmittel in die Harnblase; der Patient wird dabei zum Husten aufgefordert. Alle Daten zusammen geben dem Untersucher die Möglichkeit die Blase und Harnröhre in ihrer Funktion einzuschätzen.


Die Blasenspiegelung (Zystoskopie)

Die Zystoskopie wird unter örtlicher Betäubung oder in Narkose durchgeführt. Das Zystoskop ist ein Instrument, in dem ein Licht leitendes System mit einer Lichtquelle verbunden ist. Die Durchführung einer Blasenspiegelung wird in der Regel vor zur Diagnostik (z.B. Ausschluss von bösartigen Veränderungen in der Blase) und vor geplanten operativen Maßnahmen durchgeführt. Bei dieser Untersuchung kann die Harnröhre und die Harnblase gut beurteilt werden. Beim Mann ist zudem die abflussbehindernde Verlegung der Harnröhre durch die Vorsteherdrüse (Obstruktion) teilweise beurteilbar.


Dies sind die wichtigsten Untersuchungen. Hoffe dir ein wenig geholfen zu haben.

Nun hätte ich allerdings die Bitte, dass du uns über die Ergebnisse auf dem laufendem hälst, damit hilfst du dann anderen wieder.

Gruß

Matti

Anmerkung 23 Uhr: Eckhard und ich sind im übrigen keine Zwillinge, er war nur etwas schneller.
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24 Mai 2006 09:17 #6 von Paddy
Hallo ihr lieben,
danke für die Antwort besonders dir Matti.Ich habe voll die Angst davor und kann nicht mal sagen woher diese Angst rührt da ich ja durch die COPD ständig bei Ärzten bin usw.
Ich fühle mich enfach total überfordert mit der neuen Situation und weiss nicht wie ich das ihm alles sagen soll.
Mediauflistung und die letzte grosse Blutuntersuchung nehme ich mit.
Blutwert IgE=261 ku/1 normal sollen 100 ku/1 sein.

Wenn ich am 31.ten vom Arzt komme werde ich selbstverständlich alles reinschreiben was er gemacht hat und wie es in Zukunft aussieht.


Werde heute abend im Chat sein ab 20.00 Uhr.

Danke erstmal
Lg Patrick

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24 Mai 2006 09:37 #7 von eckhard11
Matti hat Unrecht :

Ich bin Zwilling ( 19.06. ), hi, hi.....


Trotzdem leg ich mich jetzt allein wiederhin :sleep:
Eckhard

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24 Mai 2006 15:58 #8 von matti
Hallo!

Vielen Dank für die Einladung Eckhard, oder habe ich da etwas falsch verstanden. (hihi).

Paddy, es freut mich das wir dir Informationen geben konnten, welche dir weiterhelfen.

Ich nehme heute Abend für den Verein an einer Veranstaltung zum Thema Multiple Sklerose - Blasen u. Darmmanagement teil. Desahlb kann ich leider heute nicht im Chat sein. Ich bin mir aber ganz sicher, dass wir uns die nächsten Tage dort einmal treffen.

Gruß

Matti

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31 Mai 2006 17:07 #9 von Paddy
Hallo zusammen,
heute hatte ich die Untersuchng beim Urologen und man was hatte ich Angst zu diesen Termin zu erscheinen.Ich muss jetzt nach der Untersuchung sagen wenn man so einen Arzt hat könnte man jeden Tag dort hingehen :D Ich habe sowas nocht nicht erlebt aber der hat mir soviel den Rücken gestärkt.Einfach nur toll.
Wie gesagt zitternd saß ich im Wartezimmer und habe darauf gewartet das man mich aufruft und es dauerte auch nicht lange.Erst musste ich Urin abgeben und dann wurde Blut abgenommen,Blutdruck und Puls gemessen und als das geschen ist kam der Herr Dr.Övermöhle und gab mir die Hand setzte sich und schaute auf die Überweisung und sagte sie leiden an einer Stressinkontinenz aber da machen sie sich mal keine Gedanken sie sind nicht der einzige und schämen deswegen ist fehl am Platze und ich möchte ihnen sagen warum.Er erzählte wodurch das kommt und warum es immer häufiger Auftritt usw.Dann ging er meine Unterlagen durch und sagte das es bei mir durch die Vorgeschichte kein wunder ist das sowas passiert weil der Körper diesen ganzen stress nicht standhalten kann.Er frgte wie es passiert wenn ich die Anfälle bekomme und wie oft der Harndrang ist und ich sagte ihm alles weil dieser Arzt strahlt sviel vertrauen aus Klasse.Es wurden noch ein Ultraschall gemacht aber er sagte da wäre alles soweit Ok.Beckebodentraining will er rstmal sehen ob ich diese Belastung überhaupt kann da jede Anstrengung sofort einen Hustenanfall auslösst.Er hat mir einmal ohne was zu sagen Mollicare super Plus aufgeschrieben weil ich so besser am leben teilnehmen kann sagt er und er hat mir Yentreve mitgegeben wo ich jeden Morgen eine und Abends eine nehmen soll.Hat jemand damit erfahrung gemacht weil die Nebenwirkung doch sehr heftig sind und normal ist es ein Medi was Frauen bekommen aber er sagt das es bei Männern besser anschlägt.
Kann mir jemand was darüber sagen?
In 14.Tagen ist Nachkontrolle

Sorry für den langen Beitrag.
Lg Patrick :D

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02 Jun 2006 15:16 #10 von welute
Hallo Paddy,

es ist gut das Du zum Arzt gegangen bist und es ist schön, dass dieser so verständnisvoll mit seinen Patienten umgeht.

Dies sollte allen Zaudernden Mut machen.

Inkontinenz ist eine Erkrankung - und wohin gehe ich wenn ich krank bin?

In diesem Sinne

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