Frage Gebärmuttersenkung - Stuhlinkontinenz?
- Tonreg
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16 Jahre 10 Monate her #10983 von Tonreg
Gebärmuttersenkung - Stuhlinkontinenz? wurde erstellt von Tonreg
Liebe ForentInnen,
meine Mutter (77 Jahre) ist seit längerem etwas Harn- , wie auch Stuhlinontinent. Die Harnonkontinenz ist denke ich zu managen, aber die Stuhlinkontinenz ist ein Problem, da man sich auch nicht mehr getraut, mit ihr unter Menschen zu sein.
Früher hat sie es immer abgewiegelt und als Durchfall abgetan, mittlerweile ist die Stuhlinkoninenz offensichtlich und nun steht als erster Schritt eine Gebärmutterentfernung an, da sie schon seit einigen Jahren eine Senkung hat und auch diese leider verschleppt hat.
Nun meine Frage, wie wahrscheinlich kann diese OP das Problem beheben bzw. reduzieren und was für weitere Schritte sollten dann getätigt werden, damit sie wieder etwas mehr Lebensqualität erhält?
Oder ist sie zu alt für weitere Massnahmen und man muss sich damit arrangieren?
Vielen Dank für Eure Antworten,
Tonreg
meine Mutter (77 Jahre) ist seit längerem etwas Harn- , wie auch Stuhlinontinent. Die Harnonkontinenz ist denke ich zu managen, aber die Stuhlinkontinenz ist ein Problem, da man sich auch nicht mehr getraut, mit ihr unter Menschen zu sein.
Früher hat sie es immer abgewiegelt und als Durchfall abgetan, mittlerweile ist die Stuhlinkoninenz offensichtlich und nun steht als erster Schritt eine Gebärmutterentfernung an, da sie schon seit einigen Jahren eine Senkung hat und auch diese leider verschleppt hat.
Nun meine Frage, wie wahrscheinlich kann diese OP das Problem beheben bzw. reduzieren und was für weitere Schritte sollten dann getätigt werden, damit sie wieder etwas mehr Lebensqualität erhält?
Oder ist sie zu alt für weitere Massnahmen und man muss sich damit arrangieren?
Vielen Dank für Eure Antworten,
Tonreg
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- kathrin07
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16 Jahre 10 Monate her #10984 von kathrin07
kathrin07 antwortete auf Gebärmuttersenkung - Stuhlinkontinenz?
Hallo Tonreg,
ich finde es gut, dass du dich im Vorfeld erkundigst, hier im Forum findest du viele die von Inkontinenz betroffen sind.
Bei einer 77 jährigen Dame ist natürlich die Scham recht groß, aber heute kann man auch bei älteren Menschen noch eine Besserung oder sogar eine Heilung erreicht werden.
Ich lag im Januar 2008 mit einer 84jährigen Dame auf dem Zimmer, sie litt seit fast 15 Jahren an Harn-Inkontinenz und traute sich kaum noch aus dem Haus,- ihr wurde ein TVT-Band gelegt, und sie war trocken. Die Dame hat den Chefarzt umarmt und ihm einen Kuss gegeben.
Das Wichtigste ist:
--- dass du dich an die -Richtige- Adresse wendest!!!!!
Gerade bei Stuhlinkontinenz aufgrund einer Senkung solltest du ein Kontinenz oder Beckenboden-Zentrum aufsuchen.
Dort sind die Spezialisten, aus verschiedenen Fachrichtungen, die dann gemeinsam eine Behandlung festlegen.
Wo solche Zentren sind, kannst du auf der Startseite unter dem Stichwort Kontinenzzentren erfahren, selbst wenn dann eine etwas längere Anreise notwendig ist, ist das der richtige Weg.
Heute gibt es so viele verschiedene Operations- und Behandlungs-möglichkeiten dass kann nur im Zusammenspiel von mehren Fachärzten entschieden werden, dass ist in den Zentren der Fall.
Ich wünsche dir und deiner Mutter, dass ihr den richtigen Weg findet.
Ganz lieben Gruß aus dem verschneiten Rheinland
Kathrin
ich finde es gut, dass du dich im Vorfeld erkundigst, hier im Forum findest du viele die von Inkontinenz betroffen sind.
Bei einer 77 jährigen Dame ist natürlich die Scham recht groß, aber heute kann man auch bei älteren Menschen noch eine Besserung oder sogar eine Heilung erreicht werden.
Ich lag im Januar 2008 mit einer 84jährigen Dame auf dem Zimmer, sie litt seit fast 15 Jahren an Harn-Inkontinenz und traute sich kaum noch aus dem Haus,- ihr wurde ein TVT-Band gelegt, und sie war trocken. Die Dame hat den Chefarzt umarmt und ihm einen Kuss gegeben.
Das Wichtigste ist:
--- dass du dich an die -Richtige- Adresse wendest!!!!!
Gerade bei Stuhlinkontinenz aufgrund einer Senkung solltest du ein Kontinenz oder Beckenboden-Zentrum aufsuchen.
Dort sind die Spezialisten, aus verschiedenen Fachrichtungen, die dann gemeinsam eine Behandlung festlegen.
Wo solche Zentren sind, kannst du auf der Startseite unter dem Stichwort Kontinenzzentren erfahren, selbst wenn dann eine etwas längere Anreise notwendig ist, ist das der richtige Weg.
Heute gibt es so viele verschiedene Operations- und Behandlungs-möglichkeiten dass kann nur im Zusammenspiel von mehren Fachärzten entschieden werden, dass ist in den Zentren der Fall.
Ich wünsche dir und deiner Mutter, dass ihr den richtigen Weg findet.
Ganz lieben Gruß aus dem verschneiten Rheinland
Kathrin
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- Chris08
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16 Jahre 10 Monate her #10987 von Chris08
Chris08 antwortete auf Gebärmuttersenkung - Stuhlinkontinenz?
Hallo Tonreg,
herzlich willkommen im Forum und Gratulation, dass Du/Ihr euch erkundigt, bevor einscheidende Maßnahmen getroffen wurden.
Zunächst - ich bin kein Arzt, daher alle Infos entsprechend rückfragen und abklären, außerdem ist es natürlich schwierig, bei so wenigen Infos zutreffend zu raten.
Ein paar Fragen stellen sich mir sofort - wie ist der Status des Beckenbodens ?? habt ihr schon den Vorschlag bekommen, unter Anleitung Beckenbodengymnastik zu versuchen ?? Wurde zu der OP eine zweite Meinung eingeholt ?? - eine OP ist nicht oder nur sehr schwer rückgängig zu machen und wenn schon durch die Gebärmuttersenkung eine Stuhlinko verursacht werden soll, dann sind die dann entstehenden Vernarbungen auch nicht ohne Folgen!! - Wie ist der Status des Enddarmes - Hämoriden ?? - Ausbeulungen ?? etc.
Das sind ein paar der Dinge, die berücksichtigt werden sollten - bevor die Entscheidung zu einer OP getroffen wird.
Unabhängig davon - auch älteren Menschen steht die Möglichkeit der Irrigation offen. Hierdurch kann eine Kontinenz über viele Stunden erreicht werden - näheres hierzu auf der Website unter Stuhlinko.
Die Einschränkungen im Sozialen Kontakt haben sehr mit der Selbstwahrnehmung der Betroffenen zu tun. Ich selbst bin auch Stuhlinkontinent und trotz Irrigation passiert ab und an ein "Unfall", aber die Vorstellung, dass jeder mich dann wahrnehmen kann, spielt sich fast ausschließlich in meinem Kopf ab. Mit geeigneten Hilfsmitteln kann dass nahezu vollständig ausgeschlossen werden - meine Frau ist hier mein "Indikator" und sie hat eine sehr empfindliche Nase.
Ich trage hierzu über dem Windelslip eine PU Schutzhose. Diese ist für die Haut ein wenig Luftdurchlässig, aber absolut Geruchs- und Feuchtigkeitsdicht. So geschützt kann ich auch für mehrere Stunden unterwegs sein, ohne dass ich eine "Belästigung" darstelle - klar ist, dass ich so schnell wie möglich wechsele, wenn etwas passiert ist, aber das ist ja nicht immer möglich, besonders beim Wechsel auf öffentlichen Toiletten ist es schwierig sich so sauber zu bekommen, wie man möchte und da warte ich lieber eine Stunde länger und kann richtig duschen.
Noch Fragen - nur zu
Machs gut
Chris
herzlich willkommen im Forum und Gratulation, dass Du/Ihr euch erkundigt, bevor einscheidende Maßnahmen getroffen wurden.
Zunächst - ich bin kein Arzt, daher alle Infos entsprechend rückfragen und abklären, außerdem ist es natürlich schwierig, bei so wenigen Infos zutreffend zu raten.
Ein paar Fragen stellen sich mir sofort - wie ist der Status des Beckenbodens ?? habt ihr schon den Vorschlag bekommen, unter Anleitung Beckenbodengymnastik zu versuchen ?? Wurde zu der OP eine zweite Meinung eingeholt ?? - eine OP ist nicht oder nur sehr schwer rückgängig zu machen und wenn schon durch die Gebärmuttersenkung eine Stuhlinko verursacht werden soll, dann sind die dann entstehenden Vernarbungen auch nicht ohne Folgen!! - Wie ist der Status des Enddarmes - Hämoriden ?? - Ausbeulungen ?? etc.
Das sind ein paar der Dinge, die berücksichtigt werden sollten - bevor die Entscheidung zu einer OP getroffen wird.
Unabhängig davon - auch älteren Menschen steht die Möglichkeit der Irrigation offen. Hierdurch kann eine Kontinenz über viele Stunden erreicht werden - näheres hierzu auf der Website unter Stuhlinko.
Die Einschränkungen im Sozialen Kontakt haben sehr mit der Selbstwahrnehmung der Betroffenen zu tun. Ich selbst bin auch Stuhlinkontinent und trotz Irrigation passiert ab und an ein "Unfall", aber die Vorstellung, dass jeder mich dann wahrnehmen kann, spielt sich fast ausschließlich in meinem Kopf ab. Mit geeigneten Hilfsmitteln kann dass nahezu vollständig ausgeschlossen werden - meine Frau ist hier mein "Indikator" und sie hat eine sehr empfindliche Nase.
Ich trage hierzu über dem Windelslip eine PU Schutzhose. Diese ist für die Haut ein wenig Luftdurchlässig, aber absolut Geruchs- und Feuchtigkeitsdicht. So geschützt kann ich auch für mehrere Stunden unterwegs sein, ohne dass ich eine "Belästigung" darstelle - klar ist, dass ich so schnell wie möglich wechsele, wenn etwas passiert ist, aber das ist ja nicht immer möglich, besonders beim Wechsel auf öffentlichen Toiletten ist es schwierig sich so sauber zu bekommen, wie man möchte und da warte ich lieber eine Stunde länger und kann richtig duschen.
Noch Fragen - nur zu
Machs gut
Chris
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- Tonreg
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- Beiträge: 2
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16 Jahre 10 Monate her #10989 von Tonreg
Tonreg antwortete auf Gebärmuttersenkung - Stuhlinkontinenz?
Hallo zusammen,
vielen Dank für die Antworten.
Nun sieht es so aus, dass in der nächsten Woche bei meiner Mutter der OP-Termin ist. Im Vorfeld hat sie einen Urologen und den Gynäkologen konsultiert. Die Senkung wurde schon vor einigen Jahren festgestellt und zur OP geraten.
Der Hausarzt hat sofort, ohne von der Senkung zu wissen darauf hingewiesen, von daher denke ich, dass dieses nun sein muss.
Mittlerweile habe ich Ihr einige Dinge ausgedruckt, so dass der Hebel bei ihr umgelegt zu sein scheint und es ihr nicht mehr peinlich ist, den Arzt darauf anzusprechen. Da hoffe ich nun, dass sie im Krankenhaus auch tatsächlich die Ärzte darauf anspricht. Nun bin ich gespannt wie es sich weiter entwickelt und ich werde mich natürlich weiter schlau machen, damit sie wieder etwas mehr Lebensqualität bekommt. Die Antwort von Chris stimmt mich an dieser Stelle recht hoffnungsvoll.
Viele Grüße,
Tonreg
vielen Dank für die Antworten.
Nun sieht es so aus, dass in der nächsten Woche bei meiner Mutter der OP-Termin ist. Im Vorfeld hat sie einen Urologen und den Gynäkologen konsultiert. Die Senkung wurde schon vor einigen Jahren festgestellt und zur OP geraten.
Der Hausarzt hat sofort, ohne von der Senkung zu wissen darauf hingewiesen, von daher denke ich, dass dieses nun sein muss.
Mittlerweile habe ich Ihr einige Dinge ausgedruckt, so dass der Hebel bei ihr umgelegt zu sein scheint und es ihr nicht mehr peinlich ist, den Arzt darauf anzusprechen. Da hoffe ich nun, dass sie im Krankenhaus auch tatsächlich die Ärzte darauf anspricht. Nun bin ich gespannt wie es sich weiter entwickelt und ich werde mich natürlich weiter schlau machen, damit sie wieder etwas mehr Lebensqualität bekommt. Die Antwort von Chris stimmt mich an dieser Stelle recht hoffnungsvoll.
Viele Grüße,
Tonreg
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- Chris08
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- Beiträge: 438
- Dank erhalten: 14
16 Jahre 10 Monate her #10990 von Chris08
Chris08 antwortete auf Gebärmuttersenkung - Stuhlinkontinenz?
Hallo Tonreg,
auch wenn es merkwürdig erscheint, deine Mutter sollte schnellstens, möglichst noch bevor durch die OP Schmerzen entstehen lernen, welche Muskeln zum Beckenboden gehören.
Wenn das erst nach der OP angefangen wird, kann es sein, dass sie die entsprechenden Muskeln durch den Schmerz der zwangsläufig nach der OP da ist, nicht erreicht.
Im übrigen - was ist mit Divertikeln, Hämöriden etc. - sehr oft ist das ein Auslöser von Stuhlinko und damit wäre die OP überflüssig - das läßt sich auch kurzfristig noch klären.
Nicht dass ich falsch verstanden werde - wenn eine OP erforderlich ist - kein Prob, aber es wird viel zu oft überflüssig geschnitten und damit nichts erreicht!!!
Machts gut
Chris
auch wenn es merkwürdig erscheint, deine Mutter sollte schnellstens, möglichst noch bevor durch die OP Schmerzen entstehen lernen, welche Muskeln zum Beckenboden gehören.
Wenn das erst nach der OP angefangen wird, kann es sein, dass sie die entsprechenden Muskeln durch den Schmerz der zwangsläufig nach der OP da ist, nicht erreicht.
Im übrigen - was ist mit Divertikeln, Hämöriden etc. - sehr oft ist das ein Auslöser von Stuhlinko und damit wäre die OP überflüssig - das läßt sich auch kurzfristig noch klären.
Nicht dass ich falsch verstanden werde - wenn eine OP erforderlich ist - kein Prob, aber es wird viel zu oft überflüssig geschnitten und damit nichts erreicht!!!
Machts gut
Chris
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