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Neu hier mit Fragen zu Schließmuskelschwäche

27 Sep 2014 17:56 #1 von BG1965
Hallo,
ich hoffe, hier bei Euch Hilfe zu finden: Ich bin 48 Jahre alt, weiblich, und habe "plötzlich" eine Schließmuskelschwäche.
Vorgeschichte:
1. 1wöchige Breitbandantibiotika-Behandlung (Amoclav + Metronidazol) nach Parodontosebehandlung. Währenddessen traten Nässen und unerträglicher Juckreiz am After auf. Ich hatte den Verdacht auf eine Pilzinfektion. Der Proktologe meinte, es sähe nicht nach einem Pilz aus und verödete Hämorrhoiden I. und II. Grades. Dabei trat ein Druckgefühl auf. Salbe (Lotricomb - Cortison und Fungizid) knapp 1 Woche. Ich hatte vorher noch nie Probleme mit Hämorrhoiden.
2. Außerdem habe ich seit der Antibiotikabehandlung eine weißlich-bräunlich belegte Zunge. Der Zahnarzt meinte, es sähe nicht nach einem Pilz aus und darüber könnte ich froh sein.
3. Durch immer erneutes Aufflammen der Probleme am After ging ich ein 2. Mal zum Proktologen. Dieser verödete erneut, ordnete die weitere Salbenbehandlung 2 x täglich für weitere 2 Wochen an und meinte nebenbei, dass mein Darmschluss sehr schwach sei und ich künftig unter Stuhl-Inkontinenz leiden würde.
3. Zeitgleich entwickelte sich ein Vaginalpilz (Candida albicans). Gynäkologische Behandlung mit Scheidenzäpfchen und Salbe, zudem wurde mir 1 x Kapsel Fluconazol acis 150 mg zur systemischen Pilzbehandlung verordnet.
Fazit: Zurzeit Besserung im gynäkologischen Bereich. Unveränderter Zustand Zunge + After.

Nun meine Fragen:
Worin können die Ursachen des plötzlich schwachen Darmschlusses nach der 1. Verödung liegen? - Ich habe große Angst vor der "prophezeiten" Stuhlinkontinenz. Heute habe ich nicht unbedingt Durchfall, aber sehr weichen Stuhl, der in über den Tag wiederholten Miniportionen ausgeschieden wird. Vorhin beim Einkaufen war es das 1. Mal soweit, dass ich dachte, "Es" wäre passiert.

Freue mich über Eure Erfahrungen, Ratschläge und moralische Unterstützung.
Grüße BG1965

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27 Sep 2014 21:37 #2 von Ano
Hallo BG1965,

herzlich willkommen in unserem Forum.

Ich kann mir nicht helfen, aber für mich sieht es so aus, als dass Deine Beschwerden am After nur zufällig zeitgleich mit der Antibiobikum-Behandlung nach der Paradontose-Behandlung entstanden sind.
Der Zungenbelag kann durchaus vom Antibiotikum herrühren - müsste dann aber einige Tage nach dem Ende der Therapie von alleine wieder verschwinden.
Zungenbelag bekommt man auch leicht, wenn man krank ist. Da reicht schon Halsweh oder eine Erkältung.
Ein Scheidenpilz kommt halt immer mal wieder vor - könnte aber auch durch die o.g. Streßfaktoren mit ausgelöst worden sein.

Der Körper reagiert sehr sensibel - auch die Psyche spielt da viel mit rein.
Dir geht's nicht gut - Deine Immunabwehr gerät dadurch durcheinander ... und schon kommt von irgendwo her ein Pilz und Dein Körper fängt ihn sich ein. Unter normalen, sprich gesunden Umständen hättest Du ihn evtl. gar nicht bekommen.

Das ist so mein erster Gedankengang zu Deinen beschriebenen "Baustellen" und würde erklären, warum sie so ziemlich zeitgleich aufgetreten sind.

Hämorrhoiden haben viele Menschen und wissen gar nichts davon.
Bis, ja bis sie auf einmal Beschwerden verursachen und dann beim Gang zum Arzt von diesem diagnostiziert werden.
Ich habe Dir hier mal einen interessanten Link rausgesucht, in dem beschrieben wird, dass (nässende) Hämorrhoiden durchaus ein Gefühl der "Stuhlinkontinenz" hinterlassen können - genauer gesagt ist es aber
eine "sensorische Kontinenzstörung".
Schau mal hier: Klick

Ich würde jetzt versuchen, einen klaren Kopf zu behalten und nicht den Geist der "Stuhlinkontinenz" heraufzubeschwören.

Du solltest die verordnete Salbenbehandlung weiter fortsetzen und Dir wegen des diagnostizierten schwachen Darmschlusses Beckenbodengymnastik verordnen lassen.
Mit Hilfe der Beckenbodengymnastik kannst Du den Schließmuskel dahingehend trainieren, dass der Stuhl wieder gehalten werden kann. Ein Erfolg wird sich aber erst nach längerer Zeit einstellen, denn der Muskel baut sich nicht von heut auf morgen auf - also ist Geduld und Ausdauer und regelmäßiges Training nach fachlicher Anleitung wichtig.

Diese Mühe sollte es Dir aber wert sein - denn sie ist immer noch besser als eine wirkliche Stuhlinkontinenz.

Ich wünsche Dir von Herzen gute Besserung!
LG, Ano
Folgende Benutzer bedankten sich: Horsty

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30 Sep 2014 13:34 #3 von BG1965
Liebe Ano,

erst einmal herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Eine Pilzinfektion nach Antibiotika ist bei mir eigentlich die Regel. Allerdings bisher immer "nur" im gynäkologischen Bereich.
Grundsätzlich glaube ich auch an Zufälle, aber da ich sonst gesundheitlich nicht klagen konnte, finde ich es schon komisch, dass meine Beschwerden zeitgleich aufgetreten sind. Meine genaue Krankheits-Vorgeschichte sollte dazu dienen, dass sich vielleicht bei einem Forenmitglied eine ähnliche Vorgeschichte zugetragen hat und er sich mit einer Antwort auf meine Frage hier meldet.

Aber in allererster Linie mache ich mir natürlich Sorgen um die Schließmuskelschwäche. (Kann es eigentlich sein, dass hier jemand die Themenüberschrift geändert hat? Ich kam nämlich nicht auf das Wort "Schließmuskelschwäche). Auf jeden Fall kann ich das Gefühl zwischen "in die Hose machen" und "nässenden Hämorrhoiden" unterscheiden. Auch beim Po-Säubern nehme ich eindeutig eine Veränderung wahr: Die Vertiefung Anus, wo ich schon fast ohne zu wollen beim Säubern nach dem Toilettengang mit dem Finger hineinrutsche.

Der Hausarzt, den ich kurz auf meine Problematik ansprach, meinte auch, ich sollte Beckenbodenübungen machen. Das könnte ich auch so machen, also ohne Physiotherapeuten oder Kurs. Ich weiß, hier gibt es keine Ärzte. Aber die Ursachen für eine Schließmuskelschwäche, die ich im Internet gegoogelt habe, treffen auf mich eigentlich nicht zu. Von daher wollte ich durch das Forum hier erfahren, was die Ursachen sind und woher diese "plötzliche" Schwäche bei mir kommen könnte.

LG
BG1965

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30 Sep 2014 21:43 #4 von Ano
Moin BG1965 !

Also mit Beckenbodengymnastik "einfach so" kann man eine ganze Menge falsch machen - u.U. ist das sogar kontraproduktiv !!!

Das Training sollte UNBEDINGT UNTER FACHLICHER ANLEITUNG erlernt werden - und zwar von einer Fachkraft, die darauf spezialisiert ist und nicht nur von einer "allgemeinen" Krankengymnastin.
Nach einigen Übungsstunden kann man dann zu Hause alleine weitermachen - das ist kein Thema.
Aber die richtige Anleitung bzw. die Anspannung der richtigen Muskeln ist von großer Wichtigkeit.

Es ist leider nicht so einfach, wie man denkt.
Und mit dem Anspannen des Popo's allein ist es noch lange nicht getan.

Wenn dein Arzt meint, dass Du das "mal eben alleine" machen kannst, dann irrt er entweder gewaltig
oder er will Dir einfach keine Verordnung dafür ausstellen (warum auch immer).

LG, Ano
Folgende Benutzer bedankten sich: eckhard11 ✝, Horsty

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03 Okt 2014 12:50 #5 von Chris08
Hallo BG1965,

in deinem letzten Post sprichst du von "einer Vertiefung" - wenn das tatsächlich so ist, dass da eine neue Vertiefung entstanden ist, die vorher nicht da war und in die du "mit dem Finger rutschst", dann hört sich das für mich wie eine Fistel an - das sollte sich unbedingt ein Arzt ansehen. Wenn es so ist, dann kann es in aller Regel repariert werden und "der Spuk" ist vorbei.

Viel Glück

Chris

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