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Stuhlinkontinenz nach Hämorrhoiden-OP

21 Apr 2018 08:44 #11 von Elkide
Hallo liebe bigfunfun,

danke für deine Rückmeldung. Das hört sich doch ganz positiv an. Prima, wenn du durch das Weglassen der Flohsamen schon etwas Erfolg hast. Oft muss man selber ausprobieren, was für einen gut ist.

Es ist doch schonmal klasse, wenn man wenigstens schon eine Ursache deiner Beschwerden hat. Zum Schämen besteht wirklich kein Grund. Es ist eine Erkrankung, die jeden treffen kann. Niemand sucht sich seine Erkrankungen aus. Für die Mitarbeiter und Ärzte gehören diese Untersuchungen zum Alltag.

Natürlich sind diese Untersuchungen unangenehm, aber das Gute ist, dass sie meistens schmerzfrei sind.

Für Dienstag drücke ich dir die Daumen, dass du einen positiven Befund bekommst. Bitte halte uns auf dem Laufenden.

Wünsche dir ein sonniges Wochenende.

Liebe Grüße
Elke

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24 Apr 2018 22:06 #12 von bigfunfun
Heute war die Auswertung der Defäkographie bei meinem Proktologen.
Also: es liegt eine mittelgradige Beckenbodenschwäche vor. Absenkung der Scheide ( mittelgradig), Absenkung des Rektums ( deutliche Absenkung) und eine tiefe anale Intussuszeption , Grad 4 nach der Oxford Skala.
Das bedeutet ein ineinanderstülpen des Rektums. Also quasi ein innerer Rektumprolaps.
So, und dies alles in Kombination führt wohl zu der Stuhlhalteproylematik.
Mir wurde nun zur OP geraten. Beckenboden anheben mittels Netz und außerdem das Rektum ebenfalls nach oben ziehen und somit den inneren Prolaps beheben.
Ich hab mir erstmal Bedenkzeit erbeten.
Meine Bedenken sind jetzt das sich durch die OP möglicherweise meine Beschwerden noch verschlechtern könnten. Man weiß ja nie.... Der Proktologe meint eine Verschlechterung durch diese OP ist faktisch ausgeschlossen. Es könnte nur besser werden... hm... bin noch unentschlossen.
Allerdings macht sich auch etwas Hoffnung in mir breit...
Was meint ihr dazu?
Ich danke euch fürs „ zuhören „

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25 Apr 2018 08:48 #13 von herirein
Hallo Jana,

die Ursache der Senkungen im Becken, dürften als Ursache, wie bei vielen Frauen, durch die schwere Geburt entstanden sein. Die Wahrscheinlichkeit mit der vom Proktologen vorgeschlagenen, operativen Revision auch die Stuhlinkontinenz deutlich zu bessern oder gar zu beheben, ist auf jeden Fall größer als nichts zu unternehmen. Dass ausgerechnet die sehr schonende Haemorrhoidenrevision die Inkontinenz ausgelöst hat, ist sehr bedauerlich.

Zu Bedenken hast Du jetzt, dass eine solche Organabsenkung im Becken selbst durch intensives Beckenbodentraining sich mit den Jahren weiter verschlechtert und dagegen ein operativer Eingriff nicht einfacher wird. - Wenn meine Frau in dieser Situation wäre, würde ich ihr raten, dem Vorschlag des Proktologen zu folgen.

Ich wünsche Dir dazu, die für Dich beste Entscheidung.
Herzliche Grüße
Heribert

Menschen sind wie Engel mit nur einem Flügel,
um fliegen zu können müssen wir uns umarmen
(Luciano de Crescenzo)

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25 Apr 2018 10:07 #14 von bigfunfun
Danke Heribert für deinen Beitrag und deine ermunternden Worte in Richtung einer OP.
Ich befürchte auch das sich meine Stuhlhalteschwäche und meine Beckenbodenschwäche ohne diesen operativen Eingriff im Laufe der nächsten Jahre verschlechtern werden.
Und so ein innerer Rektumprolaps ist ja auch nicht ohne...
Andererseits sind da aber meine Bedenken das sich durch den Eingriff schlimmstenfalls die Inkontinenz verstärken könnte. Man weiß ja nie ob alles gut geht....
In dieser Zwickmühle befinde ich mich gerade. Wobei die Tendenz eher zu dem Eingriff geht, es ist ja ein Hoffnungsschimmer am Horizont. Möchte nicht auf Dauer mit Vorlagen rumlaufen!

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25 Apr 2018 11:29 #15 von Elkide
Liebe Jana,

ich kann mich Heribert nur anschließen. Eine Operation birgt natürlich immer ein gewisses Restrisiko. Aber gerade die Stuhlinkontinenz ist doch sehr unangenehm und du hast durch die OP die Aussicht auf vollständige Heilung.

Sollte wider Erwarten keine 100 prozentige Kontinenz erreicht werden, gibt es immer noch mehrere Optionen z. B. Schrittmacher, Irrigation usw.

Habe selbst in den letzten Jahren mehrere OPs gehabt und habe alle Narkosen gut vertragen. Gerade in diesem Bereich hat sich in den letzten Jahren viel getan.

Wünsche dir eine gute Entscheidung.

Alles Liebe
Elke

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25 Apr 2018 12:43 #16 von Johannes1956
Hallo!

Ich selbst hatte letzten Freitag eine OP wegen beidseitigen Leistenbruch. Der Bruch hat mir per se keine Schwierigkeiten bereitet, aber der Urologe warnte mich vor Komplikationen, die eintreten können, wenn ich das nicht korrigieren lasse, bis hin zu tödlichen Folgen, wenn sich der Darm einklemmt.

Ähnlich sehe ich das bei einer Darmeinstülpung, das kann im schlimmsten Fall zu einem Darmverschluss führen und dann kann es kritisch werden, wenn man nicht gerade ein Krankenhaus in der Nähe hat.

Darum vertrete ich die Meinung, was nicht mehr von alleine oder mit konservativer Behandlung besser werden kann und durch OP eine Verbesserung zu erwarten ist, dann sollte man das tun, was die Ärzte raten.

Ich hatte Angst vor der OP, da mir nach der letzten OP grauslich schlecht war. Ich habe das aber bei der Vorbesprechung mit dem Anästhesisten kundgetan und man hat auf eine andere Technik gesetzt und ich musste strikt die Regeln befolgen, nach dem Aufwachen nichts zu sprechen, nichts zu trinken und keine Nachrichten am Handy zu schreiben. Ich bekam zusätzlich Infusionen und diesmal lief alles ohne Komplikationen.

Die Entscheidung musst letztendlich du selbst treffen.

Alles Gute

Johannes

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25 Apr 2018 14:38 #17 von herirein

bigfunfun schrieb: Andererseits sind da aber meine Bedenken das sich durch den Eingriff schlimmstenfalls die Inkontinenz verstärken könnte. Man weiß ja nie ob alles gut geht....
In dieser Zwickmühle befinde ich mich gerade. Wobei die Tendenz eher zu dem Eingriff geht, es ist ja ein Hoffnungsschimmer am Horizont. Möchte nicht auf Dauer mit Vorlagen rumlaufen!


Ein wesentliches Kriterium bei Eingriffen rund um den Mastdarm, ist die Schonung der Kontinenznerven (Pudendusnerv und seine Ausläufer). Deshalb rate ich grundsätzlich einen solchen Eingriff dort machen zu lassen, wo ein Höchstmaß an Routine herrscht.
Außer sich direkt, vor Ort über Fallzahlen kundig zu machen, kann die Weiße Liste eine Hilfestellung sein. https://weisse-liste.krankenhaus.aok.de/

LG Heribert

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