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Mit Einlauf Irrigation hinbekommen

12 Mai 2018 12:11 #1 von Chakira
Hallo,

mache mal einen neuen Beitrag, damit es nicht unter geht.

Gestern nacht habe ich noch ewig lange ganz alte Beiträge in diesem Forenbereich gelesen, dabei wurde sehr oft der Unterschied zwischen einen Einlauf und der analen Irrigation erwähnt.

Also, beim Einlauf wird durch Flüssigkeit der Stuhl weich gemacht und dadurch entleert man sich. Bei der Irrigation wird durch die Dehnung die Perestaltik angeregt. Habe ich das richtig verstanden?

Meine Idee ist, kann ich das mit anderen Geräten als das Peristeen nicht auch hinbekommen?
Mir wurde u.a. z.B. dieses empfohlen:

https://www.reprop.de/

Auf der Seite steht etwas von Einlauf, aber das System ist doch ähnlich wie beim Peristeen?

Es ist halt nur nicht für Menschen mit Behinderungen geeignet, wie das Peristeen, denke ich, wenn man keine Kraft in den Händen hat und man muss das Darmrohr halten.

Ich frage darum, weil ich auch hier gelesen habe, dass die Krankenkasse das Peristeen
zusätzlich zu einem Arzt auch noch genehmigen muss, und man nur 15 Rektalkatheder im Monat bekommt (steht auch auf meinem alten nicht eingelösten Rezept). Das ist ja zu wenig, wenn ich die nur einmal nehmen soll. Ich habe nicht alle zwei Tage Stuhlgang, sondern jeden Tag - auch wenn ich wenig esse.

Theoretisch wäre es doch durchaus möglich auch mit einem Einlaufgerät, welches ich gut allein handhaben kann, auch den Dehnungseffekt zu bekommen oder ist das unmöglich Eurer Meinung nach?

Ja, und ich bin erleichtert, dass es hier auch viele Leute gibt - wenn auch aus Beiträgen von 2009, die sich selbst ausgeräumt haben. Ich komm mir dabei immer wie ein Zombie vor, wenn ich das sage. Aber es geht eben auch, bei Inkontinenz (bin ich nun auch, habe ich gelernt, auch wenn ich den Stuhl halten kann, mein Schliessmuskel aber nicht funktioniert).

Schönes Wochenende

Grüsse von Chakira

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12 Mai 2018 14:31 #2 von Elkide
Hallo Chakira,

Wie du schon selbst schreibst, unterscheidet sich die anale Irrigation in der Funktionsweise vom Einlauf. Zur Verdeutlichung zitiere ich aus einer Broschüre der Firma Coloplast: "Peristeen Anale Irrigation ist die intelligente Weiterentwicklung des Einlaufprinzips. Bei diesem mechanischen System wird über einen Katheter Körperwarmes Wasser in den Darm gespült. Anders als beim Einlauf löst das Wasser mit der Anwendung von Peristeen Anale Irrigation Entleerungsreflexe aus, und der Darm entleert sich innerhalb von nur 15 - 30 Minuten auf natürlichem Wege.

Ich persönlich bin von dem System begeistert. Habe so gut wie keine Blähungen, keine unkontrollierten Winde mehr und bin seit dem völlig kontinent.

Mein Proktokologe verschreibt mir immer den Bedarf für ein Quartal - dazu gehört: 1 Komplettsystem mit neuem Steuerungsgerät, Schläuchen und 95 Kathetern. Der Arzt schreibt auf das Rezept, dass tägliche Irrigation erforderlich ist. Meine Krankenkasse zahlt die Anzahl ohne Beanstandung.

Wahrscheinlich könnte ich auch nur jeden zweiten Tag irrigieren, aber ich fühle mich am wohlsten, wenn ich morgens vor dem Duschen alles erledigt habe. Mein Proktokologe sagt, dass die Häufigkeit jeder für sich entscheiden muss und keine Krankenkasse das Anrecht hätte. sich der Rezeptierung des Facharztes zu widersetzen.

Wünsche dir und Anna, dass ihr bald die für euch richtige Behandlung findet.

Liebe Grüße
Elke

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12 Mai 2018 15:42 #3 von herirein
Vielen Dank liebe Elke,

es zeigt sich wieder einmal, dass große Erfahrung im Umgang mit solchen Problemen die beste Hilfe für Mitbetroffene ist, die eine gangbare Lösung suchen.

Liebe Grüße
Heribert

Menschen sind wie Engel mit nur einem Flügel,
um fliegen zu können müssen wir uns umarmen
(Luciano de Crescenzo)

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12 Mai 2018 22:58 - 12 Mai 2018 23:01 #4 von Chakira
Guten Abend,

vielen Dank für Deine Antwort, Elke.

Ob jemand das Peristeen verschrieben bekommt hängt letztendlich von dem guten Arzt ab, den man/frau finden muss.

Ich wollte aber auch wissen, warum Peristeen eine "intelligente Weiterentwicklung des Einlaufprinzips" ist. Worin genau der Unterschied besteht. Was das System macht, dass der Darm nicht gespült wird, wie bei einem Einlauf, sondern eben nur dieser Entleerungsreflex entsteht.

Nun habe ich grade eine Stunde intensivst Dr. Google befragt und habe noch ein anderes Selbsthilfeforum für Inkontinenz gefunden (keine Fetischisten dieses Mal :whistle: - die wussten das auch nicht zu beantworten). Aber in diesem anderen Selbshilfe Inkontinenz Forum habe ich nun Antworten gefunden, die ich den einen oder anderen hier, der sich vielleicht auch schon diese Fragen gestellt hat, nicht vorenthalten will:

Die anale Irrigation wird in der Regel im Sitzen auf der Toilette vorgenommen. Das Wasser wird relativ schnell in den Darm gepumpt. Durch die Schnelligkeit des einlaufenden Wassers durch das Pumpen und des daraus entstehenden Druckes wird der Entleerungsreflex ausgelöst. Da man die Irrigation im Sitzen macht, verbleibt das Wasser nur im Enddarm - im Gegensatz bei einem im Liegen vorgenommenen Einlauf. Und darum gibt es keinen Spülungseffekt, sondern nur den natürlichen Entleerungsreflex. Die Perestaltik wird angeregt. Es wird in der Regel auch in mehreren Durchgängen durchgeführt und dauert bis 40 Minungen und der Dickdarm entleert sich damit auch und dann hat man mehrere Stunden Ruhe.

Es gibt auch noch andere Firmen, die solche Irrigationsysteme anbieten.

Es kommt also auf den Druck an und die sitzende Stellung. Das Peristeen und andere Systeme sind darum besser geeignet als eine einfache Klyso-Pumpe, weil der Druck stärker ist. Ebenso dürfte der Druck des mir (im Fetischistenforum :silly: ) empfohlenen Reprop-Klistiergerät weniger stark sein, als der vom Peristeen.

Folglich kann man mit handelsüblichen Einlaufgeräten keine Irrigation hinbekommen, so wie mit Peristeen oder anderen verschreibungspflichtigen Systemen.

Wobei ich trotzdem noch ein bisschen forschen werde. Denn es kann ja sein, dass man nicht so schnell einen guten Arzt findet, der einen unterstützt...oder ich bekomme nun kein neues Rezept usw.

Schönen Sonntag allerseits

Grüsse von Chakira

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