Frage Kann eine Psychotherapie hilfreich sein?
- Roland
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4 Jahre 7 Monate her #42301 von Roland
Kann eine Psychotherapie hilfreich sein? wurde erstellt von Roland
Hallo an alle Leser,
ich hatte vor 50 Jahren (da war ich 27) mehrere Analfistelop. Es wurde auch der Sphinkter durchtrennt. Erst 15 Jahre später stellten die Ärzte fest, dass mein
Analkanal nicht vollständig schließt.
Es fand sich eine ausgeprägte perianale Narbe mit Schlüssellochphänomen des Spinkters.
Danach war ich jahrelang in der Proktologie, wo alles mögliche ausprobiert wurde (Irrigation, Lecicarbon-Zäpfchen, Tampons, sakr. Nervenstimulation, Flohsamen usw. usw. Vor 2 Jahren wurde mir eine Solesta-Therapie empfohlen.
Als letztes käme wohl eine künstlicher Darmausgang in Betracht.
Mein Hauptproblem ist, dass ich Darmwinde nicht halten kann. Es geht aber auch ab und zu Stuhl in die Windelhose.
Hatte wiederholt Depressionen, seit Jahren "Vermeidungsverhalten/soziale Phobie") und habe auch schon zweimal eine Psychotherapie (je 5 probatorische Sitzungen) probiert, ohne Erfolg.
Kann mir jemand einen guten Rat geben, mit der Behinderung einigermaßen zurecht zu kommen?
Danke für eine Antwort.
ich hatte vor 50 Jahren (da war ich 27) mehrere Analfistelop. Es wurde auch der Sphinkter durchtrennt. Erst 15 Jahre später stellten die Ärzte fest, dass mein
Analkanal nicht vollständig schließt.
Es fand sich eine ausgeprägte perianale Narbe mit Schlüssellochphänomen des Spinkters.
Danach war ich jahrelang in der Proktologie, wo alles mögliche ausprobiert wurde (Irrigation, Lecicarbon-Zäpfchen, Tampons, sakr. Nervenstimulation, Flohsamen usw. usw. Vor 2 Jahren wurde mir eine Solesta-Therapie empfohlen.
Als letztes käme wohl eine künstlicher Darmausgang in Betracht.
Mein Hauptproblem ist, dass ich Darmwinde nicht halten kann. Es geht aber auch ab und zu Stuhl in die Windelhose.
Hatte wiederholt Depressionen, seit Jahren "Vermeidungsverhalten/soziale Phobie") und habe auch schon zweimal eine Psychotherapie (je 5 probatorische Sitzungen) probiert, ohne Erfolg.
Kann mir jemand einen guten Rat geben, mit der Behinderung einigermaßen zurecht zu kommen?
Danke für eine Antwort.
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- Dori
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4 Jahre 7 Monate her #42305 von Dori
Dori antwortete auf Kann eine Psychotherapie hilfreich sein?
Hallo Roland.
Ich selbst leide seit knapp 3,5 Jahren an Stuhlinkontinenz und leide darunter psychisch sehr. Ich kann mit meiner Familie keine Ausflüge machen da es genau da dann immer in die Hose geht. Meine Ehe leidet auch total da ich ständig Winde verliere und immer Sicherheitsabstand zu meinem Mann halte. Das einzige was mich ein bisschen aufmuntert ist das Verständnis von Mitmenschen und meiner Familie. Ich gehe sehr offen mit der Krankheit um. Ansonsten würde ich es nicht aushalten.
Ich werde als letzten Schritt das Stoma wählen und halte mich an der Hoffnung fest, dass ich danach ein besseres Leben ohne ständige Angst führen kann. Mehrere Ärzte sagten mir schon unabhängig von einander, dass jeder der diesen Schritt gegangen ist, danach berichtete dass sie endlich wieder die Kontrolle über ihr Leben haben und nicht mehr die Inkontinenz ihr Leben kontrolliert. An diesem Satz halte ich mich fest. Das hält mich momentan am Leben. Keine Ahnung was passiert wenn ich enttäuscht werde.
Ich selbst leide seit knapp 3,5 Jahren an Stuhlinkontinenz und leide darunter psychisch sehr. Ich kann mit meiner Familie keine Ausflüge machen da es genau da dann immer in die Hose geht. Meine Ehe leidet auch total da ich ständig Winde verliere und immer Sicherheitsabstand zu meinem Mann halte. Das einzige was mich ein bisschen aufmuntert ist das Verständnis von Mitmenschen und meiner Familie. Ich gehe sehr offen mit der Krankheit um. Ansonsten würde ich es nicht aushalten.
Ich werde als letzten Schritt das Stoma wählen und halte mich an der Hoffnung fest, dass ich danach ein besseres Leben ohne ständige Angst führen kann. Mehrere Ärzte sagten mir schon unabhängig von einander, dass jeder der diesen Schritt gegangen ist, danach berichtete dass sie endlich wieder die Kontrolle über ihr Leben haben und nicht mehr die Inkontinenz ihr Leben kontrolliert. An diesem Satz halte ich mich fest. Das hält mich momentan am Leben. Keine Ahnung was passiert wenn ich enttäuscht werde.
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4 Jahre 7 Monate her - 4 Jahre 7 Monate her #42308 von Matti
Matti antwortete auf Kann eine Psychotherapie hilfreich sein?
Lieber Roland,
du führst ja schon eine ganze Reihe an konservativen Therapien und Hilfsmitteln auf. Auf diese hätte ich dich eigentlich hinweisen wollen, um die Auswirkungen und deren Folgen zu lindern.
Mir stellt sich natürlich die Frage, warum diese ganzen Therapien und Hilfen offenbar keinen Erfolg oder eine Verbesserung deiner Situation bewirkten. Vielleicht kannst du dazu noch etwas mehr schreiben.
Irrigation und vielleicht die Kombination eines Anatampons scheint mir sinnvoll bei deiner Schilderung. Warum funktioniert dies nicht?
Und ja, eine Psychotherapie kann ebenso wie die Teilnahme hier in der Gruppe sehr hilfreich sein. Es ist ja grundsätzlich erst einmal ein positives Gefühl sich mit anderen Menschen auszutauschen die dich verstehen, nicht selten weil sie gleiche oder ähnliche Probleme teilen.
Liebe Grüße
Matti
du führst ja schon eine ganze Reihe an konservativen Therapien und Hilfsmitteln auf. Auf diese hätte ich dich eigentlich hinweisen wollen, um die Auswirkungen und deren Folgen zu lindern.
Mir stellt sich natürlich die Frage, warum diese ganzen Therapien und Hilfen offenbar keinen Erfolg oder eine Verbesserung deiner Situation bewirkten. Vielleicht kannst du dazu noch etwas mehr schreiben.
Irrigation und vielleicht die Kombination eines Anatampons scheint mir sinnvoll bei deiner Schilderung. Warum funktioniert dies nicht?
Und ja, eine Psychotherapie kann ebenso wie die Teilnahme hier in der Gruppe sehr hilfreich sein. Es ist ja grundsätzlich erst einmal ein positives Gefühl sich mit anderen Menschen auszutauschen die dich verstehen, nicht selten weil sie gleiche oder ähnliche Probleme teilen.
Liebe Grüße
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- Frankfurter
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4 Jahre 7 Monate her #42309 von Frankfurter
Frankfurter antwortete auf Kann eine Psychotherapie hilfreich sein?
Hallo Roland
Du schreibst u.a. dass Du unter "Darmwinden" leidest. Denn diese "Gase" haben ja auch irgend einen "Entstehungsgrund" !! Was hast Du in dieser Richtung unternommen, oder beachtet.
Ich kenne dieses Problem(Darmwinde) auch. Diese entstehen nach meiner Erfahrung oft durch Konservierungsstoffe in den Lebensmitteln. Eine zeitlang keine Beschwerden. Dann entwickelt sich im Darm leider eine allergische Reaktion, und ich muss dann dieses Lebensmittel finden. In der Praxis also alle Lebensmittel auf den Prüfstand stellen. Keiner weiss ja genau, wie die Lebensmittel gedüngt werden, welche Verarbeitungsmittel verwendet werden und... und....
Eine sofortige Linderung der Blähungen erreiche ich aber durch Einnahme von Galgant - Tap /od. Pulver
( Evtl. kann auch Stress/ Aufregung/ Angst usw. bei der Entstehung der Gase eine Rolle spielen. )
Zitat aus "google" : Es handelt sich hierbei um ein verstümmeltes Zitat des römischen Satirikers Juvenal (etwa 60 bis 127 nach Christus) – „orandum est, ut sit mens sana in corpore sano“ lautet das komplette Zitat: man sollte darum beten, dass sich ein gesunder Geist mit einem gesunden Körper verbinden möge.
Bei allem medizinischen Fortschritt wird nach meiner Erfahrung zu wenig oder überhaupt nicht von der Medizin der Einfluss der seelischen Komponente beachtet.
Versuch macht gluch
Gute Besserung
Frankfurter
Du schreibst u.a. dass Du unter "Darmwinden" leidest. Denn diese "Gase" haben ja auch irgend einen "Entstehungsgrund" !! Was hast Du in dieser Richtung unternommen, oder beachtet.
Ich kenne dieses Problem(Darmwinde) auch. Diese entstehen nach meiner Erfahrung oft durch Konservierungsstoffe in den Lebensmitteln. Eine zeitlang keine Beschwerden. Dann entwickelt sich im Darm leider eine allergische Reaktion, und ich muss dann dieses Lebensmittel finden. In der Praxis also alle Lebensmittel auf den Prüfstand stellen. Keiner weiss ja genau, wie die Lebensmittel gedüngt werden, welche Verarbeitungsmittel verwendet werden und... und....
Eine sofortige Linderung der Blähungen erreiche ich aber durch Einnahme von Galgant - Tap /od. Pulver
( Evtl. kann auch Stress/ Aufregung/ Angst usw. bei der Entstehung der Gase eine Rolle spielen. )
Zitat aus "google" : Es handelt sich hierbei um ein verstümmeltes Zitat des römischen Satirikers Juvenal (etwa 60 bis 127 nach Christus) – „orandum est, ut sit mens sana in corpore sano“ lautet das komplette Zitat: man sollte darum beten, dass sich ein gesunder Geist mit einem gesunden Körper verbinden möge.
Bei allem medizinischen Fortschritt wird nach meiner Erfahrung zu wenig oder überhaupt nicht von der Medizin der Einfluss der seelischen Komponente beachtet.
Versuch macht gluch
Gute Besserung
Frankfurter
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4 Jahre 7 Monate her #42310 von herirein
Menschen sind wie Engel mit nur einem Flügel,
um fliegen zu können müssen wir uns umarmen
(Luciano de Crescenzo)
herirein antwortete auf Kann eine Psychotherapie hilfreich sein?
Hallo,
Darmgase entstehen in erster Linie durch Fäulniserreger wenn im Ruhestatus des Verdauungssystems rohe pflanzliche Nahrung im Magen-Darmtrakt noch verdaut werden muss. Deshalb sollte nach 16:00 Uhr keine Rohkost mehr zugeführt werden. Gemüse- und Obstsmoothies sind besonders geeignet solche Gase durch Vergährung entstehen zu lassen. Hinzu kommt, dass mangelnde Bewegung, die Verdauung verlangsamt.
Gruß Heribert
Darmgase entstehen in erster Linie durch Fäulniserreger wenn im Ruhestatus des Verdauungssystems rohe pflanzliche Nahrung im Magen-Darmtrakt noch verdaut werden muss. Deshalb sollte nach 16:00 Uhr keine Rohkost mehr zugeführt werden. Gemüse- und Obstsmoothies sind besonders geeignet solche Gase durch Vergährung entstehen zu lassen. Hinzu kommt, dass mangelnde Bewegung, die Verdauung verlangsamt.
Gruß Heribert
Menschen sind wie Engel mit nur einem Flügel,
um fliegen zu können müssen wir uns umarmen
(Luciano de Crescenzo)
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