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künstlicher analer Schließmuskel (Sphinkter)

21 Aug 2021 16:38 #1 von Casac
Hi,
ich habe jetzt schon viel ausprobiert, um mit meiner Stuhlinkontinenz besser leben zu können. Ich habe einen Darmschrittmacher, nur hilft der nicht besonders gut.
Jetzt denke ich über einen Sphinkter nach. Mir wurde aber gesagt, dass das Infektionsrisiko sehr hoch ist und es sein kann, dass das Bindegewebe sich um den Blasebalg bildet. Dies erschwere oder unmögliche die Bedienung.
Ich würde gerne von euren Erfahrungen profitieren und hätte gerne Empfehlungen für Kliniken in Süddeutschland.
Danke Casac

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21 Aug 2021 22:32 - 21 Aug 2021 22:36 #2 von herirein
Hallo Casac,

die analen artificiellen Sphinkter sind zwar im Grunde ausgereift, haben aber den sehr großen Nachteil, oft Infektionen hervorzurufen, die letztlich dazu führen, den Einsatz des Sphinkters wieder rückgängig zu machen.

Es wäre nicht schlecht, wenn Du etwas mehr zur Ursache der analen Inkontinenz schreiben könntest.

Mir ist im Forum niemand bekannt, der auf eigene Erfahrung mit einem analen artifiziellen Sphinkter zurückgreifen kann.

Die Universitätsmedizin Mannheim handelt in einer Übersicht verschiedene Stuhl-Inkontinenz-Formen ab, die man erst kennen sollte, bevor man sich mit einer, der invasiven Methoden als Lösung beschäftigt.

Gruß Heribert

Menschen sind wie Engel mit nur einem Flügel,
um fliegen zu können müssen wir uns umarmen
(Luciano de Crescenzo)

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09 Sep 2021 07:20 #3 von Casac
Hallo zurück,
meine Inkontinenz geht auf zwei Gründe zurück.
Mein innerer Schließmuskel wurde durch eine Saugglockengeburt und mein äußerer durch einen Darmprolaps schwer geschädigt.
Ich habe noch ca 23% der Funktion, was mich sehr stark einschränkt.
Zusätzlich erschwert wird die Situation durch die Entfernung der Gallenblase. Seither neige ich zu schweren Durchfällen.
Aus diesem Grund schaue ich nach neuen Möglichkeiten, um meine Situation zu verbessern.

Mein Mann starb im Dezember 2020 was mein Leben zusätzlich erschwert, denn er hat mir sehr geholfen. Bspw fuhr er meist, so dass ich nur aus dem Auto springen musste, um in ein Gebüsch zu kommen. Jetzt habe ich deutlich mehr Angst, dass Haus zu verlassen.

In der letzten Monaten war ich bei einigen Ärzten und werde von einer Beraterin für Irrigation unterstützt.
Ich werde in einigen Wochen einen Test auf verschiedene Nahrungsmittelunverträglichkeiten durch Untersuchungen der Atemluft durchführen lassen.
Die Irrigation probiere ich gerade aus. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich sie so gut durchführen kann, dass das Verfahren mir genug Sicherheit gibt.
Außerdem ist der Aufwand für mich beträchtlich.

Es wäre natürlich schön, wenn mein Leben sich normalisieren könnte. Daher meine ursprüngliche Frage.

Ich schau mich weiter um und bin für jeden Hinweis dankbar.

Liebe Grüße
Casac

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09 Sep 2021 09:35 - 09 Sep 2021 09:35 #4 von herirein
Liebe Casac,
Du bist nicht die erste Frau, von der ich in diesem Forum bedauerlicherweise lesen muss, dass nach einer Geburt ein so schwerer Schaden des analen Schließmuskelsystems entstanden ist.

Außer der symptomatischen Behandlung der analen Inkontinenz, haben sich einige Frauen intensiv mit einer chirurgischen Rekonstruktion des analen Schließmuskels beschäftigt. Einige proktologisch/gynäkologische Kliniken bieten, je nach Ausgangssituation eine solche Operation an und verweisen auf bis zu 80%ige Erfolgsaussichten. Unter Umständen muss dafür eine längere Anfahrt in eine solche Klinik inkauf genommen werden.

Hast Du mit Deiner GynäkologIn eine solche Therapie schon mal angedacht und konnte sie aus Erfahrung eine dafür geeignete Klinik benennen?

Ich hoffe mit Dir, dass sich noch andere, als symptomatische Behandlungslösungen finden und durchführen lassen.

Herzliche Grüße und alles Gute
Heribert

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09 Sep 2021 09:56 #5 von Casac
Hi,
ich war bei Dr. Peters in München. Dieser war in der Presse und daher habe ich Kontakt aufgenommen.
Er sagte auch, dass es entscheidend ist, wer operiert und beschrieb die Risiken.
Noch halten mich diese von weiteren Unternehmungen ab.
Dennoch wäre ich über Erfahrungsberichte dankbar.
LG

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09 Sep 2021 11:13 #6 von Casac
Nachtrag, ich habe unglaubliche Schwierigkeiten, wissende Ärzte zu finden.
Die Ursprungsdiagnose war besonders schwierig.
Nicht mal der Proktologe kannte sich aus.
Daher käme ich gar nicht auf die Idee, die Gynäkologin zu fragen.
Gut war es in Krankenhaus in Murnau. Dort werden viele Querschnittsgelähmte behandelt. Die kennen sich aus.

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09 Sep 2021 17:01 - 09 Sep 2021 17:03 #7 von herirein
Die Gynäkologin bringe ich deshalb ins Spiel, weil es nicht selten ist, dass bei der vaginalen Geburt der Analring gesprengt wird. Normalerweise wachsen bei nur geringer Verletzung die Anal-Ringmuskel von selbst wieder soweit zusammen, dass eine chirurgische Korrektur nicht erforderlich ist. Trotzdem haben Frauen mit solchen Geburtsschäden im Alter oft Probleme sowohl mit der Harn- als auch mit der Stuhlkontinenz.

Scheinbar war Deine Verletzung so schlimm, dass es von Anfang an besser gewesen wäre eine operative Revision vorzunehmen. Aber wer denkt schon bei dem emotionalen Ereignis ein gesundes Kind zur Welt gebracht zu haben, an spätere Folgen einer Saugglockengeburt.

Bitte frage in Deiner weiteren Umgebung ganz gezielt nach den Experten, für die eine solche Revisions-Operation routine ist und damit zu bestmöglichen Ergebnissen führt. Es geht dabei ja zunächst nur um Voruntersuchungen, dem Abwägen der Möglichkeiten und erst ganz zum Schluss um Deine wohlüberlegte Entscheidung.

Ich hoffe, es meldet sich die eine oder andere Betroffene aus diesem Forum auch ihre Sicht des Problems darzustellen.

LG Heribert

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09 Okt 2021 08:33 #8 von sam123
Hallo
Hier im Forum gibt es mehrere Frauen die über Schließmuskelschwäche nach Geburt berichteten. Les dich mal durchs Forum.
Ich meine gelesen zu haben das ein Koloproktologe Prof Löhnert? auf dem Gebiet spezialisiert sei.
Wie lange ist die Saugklocken Geburt her?
Evtl wäre ja eine Rekonstruktion vom Schließmuskel und eine Retopexie möglich
Mit einem künstlichen Sphinkter kann man den Darmprolaps meiner Meinung nicht beheben.

Alles Gute
Sam

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10 Okt 2021 05:47 #9 von Casac
Danke für eure Überlegungen. Die Geburt ist 35 Jahre her.
Kann man nach so langer Zeit noch etwas erreichen per Operation?
Ich wohne in Oberbayern. Kennt jemand einen Arzt, den ich fragen kann?
Ständig das gleiche Problem. Informationen zu bekommen ist unglaublich schwer.

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