Frage vermutlich Stuhlinkontinenz nach Milligan Morgan OP in 09/2024
- Maikind72
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8 Monate 5 Tage her #51010 von Maikind72
vermutlich Stuhlinkontinenz nach Milligan Morgan OP in 09/2024 wurde erstellt von Maikind72
Hallo,
ich bin die Neue. 52 Jahre und ich hatte im vergangenen September eine OP meiner Hämorrhoiden nach Milligan Morgan.
Da in meiner Umgebung kein Proktologe zu greifen ist im Umkreis von 50km, hat mein Hausarzt mich in eine proktologische Abteilung in ein Krankenhaus unserer Landeshauptstadt geschickt.
Die proktologische Chirurgin begutachtete meine Hämorrhoiden und durch die Qualen, die ich nach 3 Entbindungen jetzt über 17 Jahre damit hatte, ließ ich mich recht schnell zu einer OP überzeugen.
Ich fragte sie tatsächlich auch am Tag vor der OP ob sie das auch wirklich richtig gut könne, weil ich sehr viel Respekt vor der OP und noch mehr Respekt vor der Heilung hatte.
Und sie bejahte das, grinste und ihr Assistenzsrzt meinte, Sie finden im Umkreis von 100km keine bessere Operateurin.
Der OP Tag war eine Fließbandveranstaltung, im 20min-Takt wurden da Hämorrhoiden entfernt und als ich um 12h00 dran war scherzte die Ärztin noch vor der Narkose, dass das Team jetzt warmoperiert sei.
Die Heilung war ein Horror, trotz ständiger Spülungen und Kompressenwechsel dauerte der Verschluss von Ende September bis Weihnachten.
Meine Nachuntersuchung in der Klinik hatte ich 3 Wochen nach OP, da war noch alles "roh".
Der Assistenzarzt meinte, in 4 Wochen sei das vermutlich wieder alles in Ordnung.
Auf meine Frage, wie lange das mit dauert bis ich wieder sensibilisiere, wie das mit dem Stuhlgang ist, sagte er, dass das zu Jahresbeginn vermutlich wieder "normal" ist. Mitist Mitte März und der Schließmuskrl tut immer noch nicht verlässlich, was er soll.
Mein Hausarzt ist Lungenmediziner in der Spezifikation und hat natürlich kein Interesse an meinem Enddarm und ich ehrlich gesagt auch keines, mich mit ihm darüber tiefer zu unterhalten... auch wenn er ein toller Pulmologe ist.
Ich habe bei der Operateurin versucht einen Termin zu bekommen, das ist nicht möglich, sie ist für die Nachsorge nicht zuständig...
...mittlerweile bin ich am Verzweifeln.
Die Lebensqualität, die ich mir durch die OP erhofft hatte, nachem ich Jahre mit Juckreiz & Ekzemen verbracht habe, ist ausgeblieben.
Statt dessen ist es noch schlimmer geworden.
Ich merke immer noch nicht, wenn ich Abgang habe.
Trage Dicke Vorlagen, wechsel ständig die Kompressen. Ich bin im Büro tätig. Reise gerne, Sauniere gerne
Natürlich würde ich auch meine sexuellen Bedürfnisse gerne ausleben,
aber ständig diese Angst, diese Panik, dass da wieder Stuhl abgeht und ich es nicht merke.
Ich bin am verzweifeln und weiß mir keinen Rat mehr, was ich tun soll.
Von :ich verklag die Ärztin" bis "ich möchte so nicht weiter leben" war gedanklich alles schon im Rahmen des Möglichen.
Kann ich hoffen, dass jetzt 6 Monate nach OP sich noch etwas an der Situation ändert.? Was kann ich proaktiv tun damit diese Sensibilitätsstörung aufhört. (Pilates und Beckenbodenübungen mache ich bereits)
Ich bin dankbar für Unterstützung und hilfreiche Antworten und entschuldige mich für den langen Text
Liebe Grüße
Maikind
ich bin die Neue. 52 Jahre und ich hatte im vergangenen September eine OP meiner Hämorrhoiden nach Milligan Morgan.
Da in meiner Umgebung kein Proktologe zu greifen ist im Umkreis von 50km, hat mein Hausarzt mich in eine proktologische Abteilung in ein Krankenhaus unserer Landeshauptstadt geschickt.
Die proktologische Chirurgin begutachtete meine Hämorrhoiden und durch die Qualen, die ich nach 3 Entbindungen jetzt über 17 Jahre damit hatte, ließ ich mich recht schnell zu einer OP überzeugen.
Ich fragte sie tatsächlich auch am Tag vor der OP ob sie das auch wirklich richtig gut könne, weil ich sehr viel Respekt vor der OP und noch mehr Respekt vor der Heilung hatte.
Und sie bejahte das, grinste und ihr Assistenzsrzt meinte, Sie finden im Umkreis von 100km keine bessere Operateurin.
Der OP Tag war eine Fließbandveranstaltung, im 20min-Takt wurden da Hämorrhoiden entfernt und als ich um 12h00 dran war scherzte die Ärztin noch vor der Narkose, dass das Team jetzt warmoperiert sei.
Die Heilung war ein Horror, trotz ständiger Spülungen und Kompressenwechsel dauerte der Verschluss von Ende September bis Weihnachten.
Meine Nachuntersuchung in der Klinik hatte ich 3 Wochen nach OP, da war noch alles "roh".
Der Assistenzarzt meinte, in 4 Wochen sei das vermutlich wieder alles in Ordnung.
Auf meine Frage, wie lange das mit dauert bis ich wieder sensibilisiere, wie das mit dem Stuhlgang ist, sagte er, dass das zu Jahresbeginn vermutlich wieder "normal" ist. Mitist Mitte März und der Schließmuskrl tut immer noch nicht verlässlich, was er soll.
Mein Hausarzt ist Lungenmediziner in der Spezifikation und hat natürlich kein Interesse an meinem Enddarm und ich ehrlich gesagt auch keines, mich mit ihm darüber tiefer zu unterhalten... auch wenn er ein toller Pulmologe ist.
Ich habe bei der Operateurin versucht einen Termin zu bekommen, das ist nicht möglich, sie ist für die Nachsorge nicht zuständig...
...mittlerweile bin ich am Verzweifeln.
Die Lebensqualität, die ich mir durch die OP erhofft hatte, nachem ich Jahre mit Juckreiz & Ekzemen verbracht habe, ist ausgeblieben.
Statt dessen ist es noch schlimmer geworden.
Ich merke immer noch nicht, wenn ich Abgang habe.
Trage Dicke Vorlagen, wechsel ständig die Kompressen. Ich bin im Büro tätig. Reise gerne, Sauniere gerne
Natürlich würde ich auch meine sexuellen Bedürfnisse gerne ausleben,
aber ständig diese Angst, diese Panik, dass da wieder Stuhl abgeht und ich es nicht merke.
Ich bin am verzweifeln und weiß mir keinen Rat mehr, was ich tun soll.
Von :ich verklag die Ärztin" bis "ich möchte so nicht weiter leben" war gedanklich alles schon im Rahmen des Möglichen.
Kann ich hoffen, dass jetzt 6 Monate nach OP sich noch etwas an der Situation ändert.? Was kann ich proaktiv tun damit diese Sensibilitätsstörung aufhört. (Pilates und Beckenbodenübungen mache ich bereits)
Ich bin dankbar für Unterstützung und hilfreiche Antworten und entschuldige mich für den langen Text
Liebe Grüße
Maikind
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- MichaelDah
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8 Monate 5 Tage her #51011 von MichaelDah
MichaelDah antwortete auf vermutlich Stuhlinkontinenz nach Milligan Morgan OP in 09/2024
Hallo Maikind,
erstmal vorweg: Wir sind kein medizinisches Fachforum und auch keine Ärzte. Selbst wenn wir das währen, ist die Frage der Heilung leider nicht ganz so einfach zu beantworten, den es kommt stark darauf an was genau wie gemacht wurde. Es gibt für solche Probleme mindestens 10 verschiedenen Operationsverfahren alle mit Vor- und Nachteilen und da sind die "Klassiker" wie Gummibandligatur noch nicht einmal dabei.
Bei dem was du beschreibst gehe ich aber davon aus, das es sich hier nicht um "normale" Hämorrhoiden (Grad I-III) sondern eher um einen Analprolaps gehandelt hat der mitunter auch als Hämorrhoiden IV Grades bezeichnet wird. Das zu operieren ist leider nicht ganz so trivial wie eine etwas größere Hämorride mit einem Gummiband abzubinden. Das ist eine etwas aufwendigere OP bei der es natürlich auch zu Komplikationen kommen kann. Die Wundheilung ist eine davon.
Je nachdem was da wie gemacht wurde und wie man sich danach verhält, kann es schon eine weile dauern bis das richtig ausgeheilt ist. Darüber hinaus muss man auch bedenken, das die Hämorrhoiden auch einen Anteil an der Kontinenz haben. Tatsächlich währe ohne Hämorrhoiden kaum eine vollständige Kontinenz möglich, da sie sich bei Darmfüllung mit zum Verschlussmechanismus beitragen. Sie sind entgegen der verbreiteten Meinung in der "Normalform" nicht das Problem sondern die Lösung und notwendig.
Schwierig wird die Sache erst wenn sie zu groß werden oder nichtmehr funktionsfähig sind. In diesem Fall dichten sie nicht mehr richtig ab, was dann zu unangenehmen Erscheinungen wie Stuhlschmieren oder dem Abgang von Schleim führen kann der dann auch das jucken und brennen auslöst. Betrifft die Vergrößerung zu viele oder nimmt man zu viele von ihnen weg wird das Problem damit nicht behoben sondern im schlimmsten Fall verschlechtert. Es ist also prinzipiell erstmal wichtig die richtigen zu erwischen und die wichtigen zu erhalten.
Werden die Hämorrhoiden so groß, das sie mit der Analschleimhaut nach außen dringen kann man sie zwar zurückschieben, allerdings ist das kaum nachhaltig und über kurz oder lang nimmt oft auch der Schließmuskel schaden oder es entwickelt sich auch noch ein Rektumprolaps. In diesem Fall sind oft auch nicht mehr genug "Intakte" Hämorrhoiden da. Insbesondere wenn auch der Dickdarm mit nach außen kommt (Rektumprolaps) sind Stuhlkontinenz und/oder Wahrnehmungsproblemen für den Stuhl und Darmwinde kein seltenes Problem.
Wenn du das Problem schon eine weile vorher hattest, kann es durchaus sein, das der Prolaps jetzt zwar erfolgreich operiert wurde - nur leider der Schließmuskel, die eigentlich "guten" Hämorrhoiden oder der vordere Dickdarm schon so viel abbekommen haben das deshalb die Inkontinenz trotzdem noch besteht - b.z.w. schlimmer geworden ist - denn jetzt "fehlt ja etwas das vorher vielleicht noch etwas zu Kontinenz beigetragen hat.
Was da genau los ist, kann aber nur ein Proktologe sagen wenn er sich das ganze noch mal genau anschaut und dann ggf. auch noch ein 3D-Ultraschall vom Schließmuskel macht. Das hat prinzipiell natürlich auch mit Nachsorge zu tun - ist ggf. aber auch ein weiterer zu behandelnder Fall. Das in deiner Nähe kein Proktologe greifbar ist, ist natürlich ein blödes Problem.
Ich würde an deiner Stelle, auf einen Termin in der Klinik bestehen und klarmachen, das es hier um keine Nachsorge geht, sondern das Problem leider nicht behoben wurde und eine erneute Diagnostik und eine weitere Therapie notwenig ist. Alternativ geht das natürlich auch bei einem anderen Proktologen bei dem man sich ggf. auch eine Zweitmeinung holen kann. Um die fahrerei wirst du allerdings vermutlich nicht herum kommen.
Ich nehme mal an, das du schon die Dinge, die man zur Stuhlregulation machen kann tust. In jedem Fall solltest dafür sorgen das Stuhl immer eine weiche Konsistenz hat und es zu keinen Verstopfungen kommt - die machen nämlich alles noch viel schlimmer.
In der Regel, ist es schon so, das man eine Inkontinenz auch nach so einer OP konservativ über Ernährung wenigstens verbessern kann. Wer Verstopfungsprobleme hat und das nicht will, wird es vielleicht mit Abführmittel versuchen - was allerdings oft "suboptimal" ist - weil es immer wieder Problemtage beschert, langfristig oft ungeeignet ist und im Zweifelsfall auch wieder den Verschlussapparat strapaziert - was unbedingt vermieden werden sollte.
Pilates und Beckenbodentraining sind gut - auch hier noch mal der Hinweis, das gerade beim Beckenboden "zwei mal die Woche" nicht reicht, sondern das man die Basisübungen in den Alltag einbauen und mehrmals täglich durchführen sollte damit es etwas bringt.
Ich denke es gibt hier ja auch noch einige andere mit ähnlichen Problemen von daher bin auch ich auf einen weiteren Austausch gespannt.
viele Grüße und gute Besserung
Michael
erstmal vorweg: Wir sind kein medizinisches Fachforum und auch keine Ärzte. Selbst wenn wir das währen, ist die Frage der Heilung leider nicht ganz so einfach zu beantworten, den es kommt stark darauf an was genau wie gemacht wurde. Es gibt für solche Probleme mindestens 10 verschiedenen Operationsverfahren alle mit Vor- und Nachteilen und da sind die "Klassiker" wie Gummibandligatur noch nicht einmal dabei.
Bei dem was du beschreibst gehe ich aber davon aus, das es sich hier nicht um "normale" Hämorrhoiden (Grad I-III) sondern eher um einen Analprolaps gehandelt hat der mitunter auch als Hämorrhoiden IV Grades bezeichnet wird. Das zu operieren ist leider nicht ganz so trivial wie eine etwas größere Hämorride mit einem Gummiband abzubinden. Das ist eine etwas aufwendigere OP bei der es natürlich auch zu Komplikationen kommen kann. Die Wundheilung ist eine davon.
Je nachdem was da wie gemacht wurde und wie man sich danach verhält, kann es schon eine weile dauern bis das richtig ausgeheilt ist. Darüber hinaus muss man auch bedenken, das die Hämorrhoiden auch einen Anteil an der Kontinenz haben. Tatsächlich währe ohne Hämorrhoiden kaum eine vollständige Kontinenz möglich, da sie sich bei Darmfüllung mit zum Verschlussmechanismus beitragen. Sie sind entgegen der verbreiteten Meinung in der "Normalform" nicht das Problem sondern die Lösung und notwendig.
Schwierig wird die Sache erst wenn sie zu groß werden oder nichtmehr funktionsfähig sind. In diesem Fall dichten sie nicht mehr richtig ab, was dann zu unangenehmen Erscheinungen wie Stuhlschmieren oder dem Abgang von Schleim führen kann der dann auch das jucken und brennen auslöst. Betrifft die Vergrößerung zu viele oder nimmt man zu viele von ihnen weg wird das Problem damit nicht behoben sondern im schlimmsten Fall verschlechtert. Es ist also prinzipiell erstmal wichtig die richtigen zu erwischen und die wichtigen zu erhalten.
Werden die Hämorrhoiden so groß, das sie mit der Analschleimhaut nach außen dringen kann man sie zwar zurückschieben, allerdings ist das kaum nachhaltig und über kurz oder lang nimmt oft auch der Schließmuskel schaden oder es entwickelt sich auch noch ein Rektumprolaps. In diesem Fall sind oft auch nicht mehr genug "Intakte" Hämorrhoiden da. Insbesondere wenn auch der Dickdarm mit nach außen kommt (Rektumprolaps) sind Stuhlkontinenz und/oder Wahrnehmungsproblemen für den Stuhl und Darmwinde kein seltenes Problem.
Wenn du das Problem schon eine weile vorher hattest, kann es durchaus sein, das der Prolaps jetzt zwar erfolgreich operiert wurde - nur leider der Schließmuskel, die eigentlich "guten" Hämorrhoiden oder der vordere Dickdarm schon so viel abbekommen haben das deshalb die Inkontinenz trotzdem noch besteht - b.z.w. schlimmer geworden ist - denn jetzt "fehlt ja etwas das vorher vielleicht noch etwas zu Kontinenz beigetragen hat.
Was da genau los ist, kann aber nur ein Proktologe sagen wenn er sich das ganze noch mal genau anschaut und dann ggf. auch noch ein 3D-Ultraschall vom Schließmuskel macht. Das hat prinzipiell natürlich auch mit Nachsorge zu tun - ist ggf. aber auch ein weiterer zu behandelnder Fall. Das in deiner Nähe kein Proktologe greifbar ist, ist natürlich ein blödes Problem.
Ich würde an deiner Stelle, auf einen Termin in der Klinik bestehen und klarmachen, das es hier um keine Nachsorge geht, sondern das Problem leider nicht behoben wurde und eine erneute Diagnostik und eine weitere Therapie notwenig ist. Alternativ geht das natürlich auch bei einem anderen Proktologen bei dem man sich ggf. auch eine Zweitmeinung holen kann. Um die fahrerei wirst du allerdings vermutlich nicht herum kommen.
Ich nehme mal an, das du schon die Dinge, die man zur Stuhlregulation machen kann tust. In jedem Fall solltest dafür sorgen das Stuhl immer eine weiche Konsistenz hat und es zu keinen Verstopfungen kommt - die machen nämlich alles noch viel schlimmer.
In der Regel, ist es schon so, das man eine Inkontinenz auch nach so einer OP konservativ über Ernährung wenigstens verbessern kann. Wer Verstopfungsprobleme hat und das nicht will, wird es vielleicht mit Abführmittel versuchen - was allerdings oft "suboptimal" ist - weil es immer wieder Problemtage beschert, langfristig oft ungeeignet ist und im Zweifelsfall auch wieder den Verschlussapparat strapaziert - was unbedingt vermieden werden sollte.
Pilates und Beckenbodentraining sind gut - auch hier noch mal der Hinweis, das gerade beim Beckenboden "zwei mal die Woche" nicht reicht, sondern das man die Basisübungen in den Alltag einbauen und mehrmals täglich durchführen sollte damit es etwas bringt.
Ich denke es gibt hier ja auch noch einige andere mit ähnlichen Problemen von daher bin auch ich auf einen weiteren Austausch gespannt.
viele Grüße und gute Besserung
Michael
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8 Monate 5 Tage her #51012 von Maikind72
Maikind72 antwortete auf vermutlich Stuhlinkontinenz nach Milligan Morgan OP in 09/2024
Hämorrhoiden Grad 3, das war die Disgnose vor OP
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8 Monate 5 Tage her - 8 Monate 5 Tage her #51013 von MichaelDah
MichaelDah antwortete auf vermutlich Stuhlinkontinenz nach Milligan Morgan OP in 09/2024
Hallo Maikind,
wenn das "nur" drittgradige waren was haben die dann genau gemacht? Warum ging das nicht mit einem Gummiband und warum mussten die dann schneiden?
LG
Michael
wenn das "nur" drittgradige waren was haben die dann genau gemacht? Warum ging das nicht mit einem Gummiband und warum mussten die dann schneiden?
LG
Michael
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- Maikind72
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8 Monate 5 Tage her #51014 von Maikind72
Maikind72 antwortete auf vermutlich Stuhlinkontinenz nach Milligan Morgan OP in 09/2024
Vielen lieben Dank, Michael, für deine Zeit und die ausführliche Erklärung.
Hämorrhoiden Grad 3, das war die Disgnose vor OP im September.
Diese sind bereits nach außen getreten und haben sich nicht mehr langfristig nach innen schieben lassen.
Deshalb der Rat zur OP.
Die Erklärung, wozu die "guten" Schleimhäute dienen, war mir so nicht bewusst.
Es wurde halt geschnitten und nicht mit einem Gummiband hantiert.
Ich dusche nach jedem Toilettengang ordentlich aus, sofern ich zuhuse bin.
Im Büro ist das Handicap größer. Habe zwar eine tragbare Mini-Dusche für die Körperregion, aber naja, das Handling ist auch eher suboptimal.
Ja, danke nochmals für die Erklärung, dann muss ich jetzt mal zusehen, dass ich einen erreichbaren Proktologen finde, der mich aufnimmt und mir einen Termin gibt.
Liene Grüße
Sandra
Hämorrhoiden Grad 3, das war die Disgnose vor OP im September.
Diese sind bereits nach außen getreten und haben sich nicht mehr langfristig nach innen schieben lassen.
Deshalb der Rat zur OP.
Die Erklärung, wozu die "guten" Schleimhäute dienen, war mir so nicht bewusst.
Es wurde halt geschnitten und nicht mit einem Gummiband hantiert.
Ich dusche nach jedem Toilettengang ordentlich aus, sofern ich zuhuse bin.
Im Büro ist das Handicap größer. Habe zwar eine tragbare Mini-Dusche für die Körperregion, aber naja, das Handling ist auch eher suboptimal.
Ja, danke nochmals für die Erklärung, dann muss ich jetzt mal zusehen, dass ich einen erreichbaren Proktologen finde, der mich aufnimmt und mir einen Termin gibt.
Liene Grüße
Sandra
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8 Monate 5 Tage her #51016 von MichaelDah
MichaelDah antwortete auf vermutlich Stuhlinkontinenz nach Milligan Morgan OP in 09/2024
Hallo Sandra,
die Idee mit einem anderen Proktologen ist in dem Fall vielleicht doch nicht so schlecht... An deiner Stelle würde ich mir vorher auch noch den OP Bericht von der Klinik schicken lassen - wenn du ihn nicht sowieso hast. Zum einen ist das für den neuen Arzt hilfreich und zum andere macht es ggf. auch Sinn da noch mal genauer zu schauen worin genau das Problem bestand, das es nicht mit einer Gummibandligatur ging.
LG
Michael
die Idee mit einem anderen Proktologen ist in dem Fall vielleicht doch nicht so schlecht... An deiner Stelle würde ich mir vorher auch noch den OP Bericht von der Klinik schicken lassen - wenn du ihn nicht sowieso hast. Zum einen ist das für den neuen Arzt hilfreich und zum andere macht es ggf. auch Sinn da noch mal genauer zu schauen worin genau das Problem bestand, das es nicht mit einer Gummibandligatur ging.
LG
Michael
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8 Monate 4 Tage her - 8 Monate 4 Tage her #51018 von Matti
Matti antwortete auf vermutlich Stuhlinkontinenz nach Milligan Morgan OP in 09/2024
Hallo Sandra,
es tut mir sehr leid zu hören, dass du solche Schwierigkeiten nach deiner OP hast und deine Erwartungen in Bezug auf die Verbesserung deiner Lebensqualität nicht erfüllt wurden. Es ist verständlich, dass diese Situation für dich sehr belastend ist, insbesondere in Bezug auf deine Arbeit, Freizeitaktivitäten und Intimität.
In solchen Fällen ist es immer ratsam, eine Zweitmeinung von einem anderen Spezialisten einzuholen, insbesondere wenn das Vertrauensverhältnis zu deinem bisherigen Arzt gestört ist. Ein neuer Arzt kann möglicherweise neue Perspektiven und Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen.
In meiner Antwort beabsichtige ich, weniger eine medizinische Einschätzung deiner Lage vorzunehmen, da wir hier schließlich alle keine Ärzte sind. Stattdessen möchte ich dir vielleicht eher nützliche Ratschläge zur Verbesserung deiner Situation vorstellen. Die Überlegung, weshalb diese Methode angewendet wurde, erscheint mir vorerst weniger bedeutend. Sie wird erst relevant, wenn ein Behandlungsfehler festgestellt wird und man dagegen vorgehen möchte. Zunächst liegt der Fokus meiner Meinung nach jedoch darauf, deine gegenwärtige Situation zu optimieren.
Einige Vorschläge zum Darmmanagement, die dir helfen könnten, mit deiner aktuellen Situation besser umzugehen:
Transanale Irrigation (link) (TAI):
Dies ist eine Methode, bei der der Darm mit Wasser gespült wird, um den Dickdarm zu entleeren. Dies kann helfen, die Kontinenz zu verbessern und unfreiwilligen Stuhlverlust zu verhindern. Dein Arzt oder ein spezialisierter Physiotherapeut kann dir zeigen, wie du diese Technik sicher und effektiv durchführst.
Analtampons (link) :
Analtampons bestehen aus einem weichen Material, das im Anus platziert wird, um unkontrollierten Stuhlverlust zu verhindern. Sie können diskret getragen werden und bieten zusätzlichen Schutz, besonders wenn du außer Haus bist.
Ernährungsanpassungen:
Bestimmte Lebensmittel können die Stuhlkonsistenz beeinflussen. Achte darauf, eine ballaststoffreiche Ernährung zu wählen und ausreichend Flüssigkeit zu trinken. Ein Ernährungsberater kann dir bei der Erstellung eines geeigneten Plans helfen.
Medikamentöse Therapie:
Es gibt Medikamente, die die Darmbeweglichkeit beeinflussen können. Bespreche mit deinem Arzt die Möglichkeit, Medikamente auszuprobieren, die dabei helfen können, die Darmentleerung zu regulieren und die Sensibilität zu verbessern.
Physiotherapie und Biofeedback:
Obwohl du bereits Pilates und Beckenbodenübungen machst, könnte speziell ausgerichtete Physiotherapie oder Biofeedback-Training hilfreich sein. Diese Methoden können dazu beitragen, die Kontrolle über die Beckenbodenmuskulatur zu verbessern.
Psychologische Unterstützung:
Es kann auch hilfreich sein, mit einem Therapeuten zu sprechen, der Erfahrung mit chronischen Gesundheitsproblemen hat. Ein Therapeut kann dir Strategien zeigen, wie du mit den emotionalen Belastungen umgehen kannst.
Regelmäßiger Toilettengang:
Das Einführen eines festen Stuhlrhythmus kann helfen, den Darm zu trainieren. Versuche, zur gleichen Zeit jeden Tag die Toilette aufzusuchen, um eine Routine zu entwickeln.
Es ist wichtig, dass du weiterhin proaktiv bist und verschiedene Optionen ausprobierst, um eine Verbesserung deiner Situation zu erzielen. Auch wenn sechs Monate nach der OP eine gewisse Heilungszeit vergangen ist, kann es manchmal länger dauern, bis sich der Körper vollständig erholt hat und sich die Sensibilitätsstörungen zurückbilden. Gib nicht auf und suche weiterhin nach Lösungen, die dir helfen können, deine Lebensqualität zu verbessern.
Ich wünsche dir viel Kraft und hoffe, dass du die Unterstützung findest, die du benötigst.
Matti
es tut mir sehr leid zu hören, dass du solche Schwierigkeiten nach deiner OP hast und deine Erwartungen in Bezug auf die Verbesserung deiner Lebensqualität nicht erfüllt wurden. Es ist verständlich, dass diese Situation für dich sehr belastend ist, insbesondere in Bezug auf deine Arbeit, Freizeitaktivitäten und Intimität.
In solchen Fällen ist es immer ratsam, eine Zweitmeinung von einem anderen Spezialisten einzuholen, insbesondere wenn das Vertrauensverhältnis zu deinem bisherigen Arzt gestört ist. Ein neuer Arzt kann möglicherweise neue Perspektiven und Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen.
In meiner Antwort beabsichtige ich, weniger eine medizinische Einschätzung deiner Lage vorzunehmen, da wir hier schließlich alle keine Ärzte sind. Stattdessen möchte ich dir vielleicht eher nützliche Ratschläge zur Verbesserung deiner Situation vorstellen. Die Überlegung, weshalb diese Methode angewendet wurde, erscheint mir vorerst weniger bedeutend. Sie wird erst relevant, wenn ein Behandlungsfehler festgestellt wird und man dagegen vorgehen möchte. Zunächst liegt der Fokus meiner Meinung nach jedoch darauf, deine gegenwärtige Situation zu optimieren.
Einige Vorschläge zum Darmmanagement, die dir helfen könnten, mit deiner aktuellen Situation besser umzugehen:
Transanale Irrigation (link) (TAI):
Dies ist eine Methode, bei der der Darm mit Wasser gespült wird, um den Dickdarm zu entleeren. Dies kann helfen, die Kontinenz zu verbessern und unfreiwilligen Stuhlverlust zu verhindern. Dein Arzt oder ein spezialisierter Physiotherapeut kann dir zeigen, wie du diese Technik sicher und effektiv durchführst.
Analtampons (link) :
Analtampons bestehen aus einem weichen Material, das im Anus platziert wird, um unkontrollierten Stuhlverlust zu verhindern. Sie können diskret getragen werden und bieten zusätzlichen Schutz, besonders wenn du außer Haus bist.
Ernährungsanpassungen:
Bestimmte Lebensmittel können die Stuhlkonsistenz beeinflussen. Achte darauf, eine ballaststoffreiche Ernährung zu wählen und ausreichend Flüssigkeit zu trinken. Ein Ernährungsberater kann dir bei der Erstellung eines geeigneten Plans helfen.
Medikamentöse Therapie:
Es gibt Medikamente, die die Darmbeweglichkeit beeinflussen können. Bespreche mit deinem Arzt die Möglichkeit, Medikamente auszuprobieren, die dabei helfen können, die Darmentleerung zu regulieren und die Sensibilität zu verbessern.
Physiotherapie und Biofeedback:
Obwohl du bereits Pilates und Beckenbodenübungen machst, könnte speziell ausgerichtete Physiotherapie oder Biofeedback-Training hilfreich sein. Diese Methoden können dazu beitragen, die Kontrolle über die Beckenbodenmuskulatur zu verbessern.
Psychologische Unterstützung:
Es kann auch hilfreich sein, mit einem Therapeuten zu sprechen, der Erfahrung mit chronischen Gesundheitsproblemen hat. Ein Therapeut kann dir Strategien zeigen, wie du mit den emotionalen Belastungen umgehen kannst.
Regelmäßiger Toilettengang:
Das Einführen eines festen Stuhlrhythmus kann helfen, den Darm zu trainieren. Versuche, zur gleichen Zeit jeden Tag die Toilette aufzusuchen, um eine Routine zu entwickeln.
Es ist wichtig, dass du weiterhin proaktiv bist und verschiedene Optionen ausprobierst, um eine Verbesserung deiner Situation zu erzielen. Auch wenn sechs Monate nach der OP eine gewisse Heilungszeit vergangen ist, kann es manchmal länger dauern, bis sich der Körper vollständig erholt hat und sich die Sensibilitätsstörungen zurückbilden. Gib nicht auf und suche weiterhin nach Lösungen, die dir helfen können, deine Lebensqualität zu verbessern.
Ich wünsche dir viel Kraft und hoffe, dass du die Unterstützung findest, die du benötigst.
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