Frage neurogene Harn.- und Stuhlinkontinentz
- Kasimir001
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1 Monat 2 Wochen her #52478 von Kasimir001
neurogene Harn.- und Stuhlinkontinentz wurde erstellt von Kasimir001
Hallo, ich sitze seit 2023 durch eine Entzündung im Rückenmark im Rollstuhl und bin Querschnitsgelähmt. Seit dem kann ich ab Bauchnabel nichts mehr kontrollieren. Ich habe einen Bauchkatheter für den Urin und einen Stoma- Beutel, der laufend ab geht. Mitlerweile bin ich 100 % schwerbehindert, habe Merkzeichen G,aG, B, und H, Habe den Pflegegrad 4 und eine 24 Stunden Pflege. Ich lag fast ein Jahr in der Klinik und ein viertel Jahr in einer privaten Reha für Querschnitsgelähmte. Aufgewacht bin ich auf der Intensivstation mit einem Beutel an meinem Bauch und meine Beine konnte ich nicht mehr bewegen, da wollte ich sterben, da ich alleine lebe und keinen Verwandten mehr habe.
Mit meinem Stoma bzw. mit dem Beutel komme ich absolut nicht klar. Die Kasse zahlt ja nur die Grundausstatung, meine Schwester die mich pflegt hatte mir andere Sachen mitgebracht, Spray und Chreme. Das geht ganz gut, aber ist richtig teuer. Vielleicht gibt es etwas anderes billigeres? Der Beutel lößt sich ja meistens unangekündigt, da ist es aber schon zu spät.
Mit meinem Stoma bzw. mit dem Beutel komme ich absolut nicht klar. Die Kasse zahlt ja nur die Grundausstatung, meine Schwester die mich pflegt hatte mir andere Sachen mitgebracht, Spray und Chreme. Das geht ganz gut, aber ist richtig teuer. Vielleicht gibt es etwas anderes billigeres? Der Beutel lößt sich ja meistens unangekündigt, da ist es aber schon zu spät.
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1 Monat 2 Wochen her #52480 von Matti
Matti antwortete auf neurogene Harn.- und Stuhlinkontinentz
Hallo Kasimir,
in vielen Punkten, die du beschreibst und angibst, ähneln wir uns, insbesondere was den Grad der Behinderung, die Nachteilsausgleiche (Merkzeichen) und den Pflegegrad betrifft. Auch ich bin Rollstuhlfahrer. Ein Stoma habe ich jedoch nicht.
Dennoch habe ich durch meine fast zwanzigjährige Tätigkeit in diesem Verein kontinuierlichen Kontakt und Berührungspunkte mit Selbsthilfeorganisationen aus diesem Bereich (wie ILCO, Stoma Welt oder Beuteltier e. V.) und Betroffenen. Einige unserer Fördermitglieder sind sowohl im Bereich der ableitenden Hilfsmittel als auch im Stomabereich aktiv. Die von dir geschilderte Problematik ist mir daher zumindest aus Berichten und der Theorie vertraut.
Versorgungsprobleme und Schwierigkeiten bei der Abrechnung sind vielen Betroffenen beziehungsweise Anwendern bekannt. Daher ist es sehr ratsam, sich professionelle Unterstützung zu sichern.
Das Stichwort lautet hier: Homecare.
Die meisten Hersteller bieten diesen Service sowie die Betreuung selbst an, aber es existieren auch überregionale und meist herstellerunabhängige Homecare-Dienstleister.
Gerne möchte ich erläutern, was diese Anbieter leisten: Sie übernehmen sowohl die Anpassung und Hilfestellung bei Problemen als auch die komplette Kostenabwicklung. Außerdem sind sie Ansprechpartner, wenn es zu Versorgungsproblemen kommt. Für dich entstehen dadurch keine Kosten. Sie besuchen dich bei dir zu Hause. Die Dienstleistung finanziert sich dadurch, dass diese Anbieter auch die Versorgung auf Rezept übernehmen.
Unter unseren Fördermitgliedern (Banner unten in der Forenübersicht) findest du bereits einige dieser Homecare-Unternehmen beziehungsweise Hersteller, die solche Angebote bereitstellen. Überdies gibt es jedoch noch weitere Anbieter.
Ich würde dir bei Versorgungsproblemen, sei es eine passgenaue Versorgungslösung oder Abrechnungs- bzw. Kostenprobleme, zu einem Kontakt mit einem Homecare-Dienstleister raten. Dann hast du einen Profi an der Hand.
Herzliche Grüße
Matti
in vielen Punkten, die du beschreibst und angibst, ähneln wir uns, insbesondere was den Grad der Behinderung, die Nachteilsausgleiche (Merkzeichen) und den Pflegegrad betrifft. Auch ich bin Rollstuhlfahrer. Ein Stoma habe ich jedoch nicht.
Dennoch habe ich durch meine fast zwanzigjährige Tätigkeit in diesem Verein kontinuierlichen Kontakt und Berührungspunkte mit Selbsthilfeorganisationen aus diesem Bereich (wie ILCO, Stoma Welt oder Beuteltier e. V.) und Betroffenen. Einige unserer Fördermitglieder sind sowohl im Bereich der ableitenden Hilfsmittel als auch im Stomabereich aktiv. Die von dir geschilderte Problematik ist mir daher zumindest aus Berichten und der Theorie vertraut.
Versorgungsprobleme und Schwierigkeiten bei der Abrechnung sind vielen Betroffenen beziehungsweise Anwendern bekannt. Daher ist es sehr ratsam, sich professionelle Unterstützung zu sichern.
Das Stichwort lautet hier: Homecare.
Die meisten Hersteller bieten diesen Service sowie die Betreuung selbst an, aber es existieren auch überregionale und meist herstellerunabhängige Homecare-Dienstleister.
Gerne möchte ich erläutern, was diese Anbieter leisten: Sie übernehmen sowohl die Anpassung und Hilfestellung bei Problemen als auch die komplette Kostenabwicklung. Außerdem sind sie Ansprechpartner, wenn es zu Versorgungsproblemen kommt. Für dich entstehen dadurch keine Kosten. Sie besuchen dich bei dir zu Hause. Die Dienstleistung finanziert sich dadurch, dass diese Anbieter auch die Versorgung auf Rezept übernehmen.
Unter unseren Fördermitgliedern (Banner unten in der Forenübersicht) findest du bereits einige dieser Homecare-Unternehmen beziehungsweise Hersteller, die solche Angebote bereitstellen. Überdies gibt es jedoch noch weitere Anbieter.
Ich würde dir bei Versorgungsproblemen, sei es eine passgenaue Versorgungslösung oder Abrechnungs- bzw. Kostenprobleme, zu einem Kontakt mit einem Homecare-Dienstleister raten. Dann hast du einen Profi an der Hand.
Herzliche Grüße
Matti
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