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Tagung der Internationalen Gesellschaft für Kontinenz in Wien

01 Sep 2022 08:33 #1 von Johannes1956
Tagung der International Continence Society in Wien

Derzeit tagt die internationale Kontinenz Gesellschaft in Wien. Dazu gab es eine Presseaussendung. Interessanter Beitrag, bei dem jedoch aus der Begrifflichkeit Kontinenz ein Inkontinenz-Kongress wurde, was ich jetzt für nicht so glücklich halte.

science.orf.at/stories/3214863

Johannes
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14 Nov 2022 11:54 #2 von wolan55
Hallo Johannes,
ich bin neu hier. Habe, nach deiner Beschreibung zu beurteilen, auch das Problem, das Du 2014 hattest.
Nun möchte ich dringend zu dir Kontakt aufnehmen. Habe dir sogar eine Nachricht auf FB gesendet.
Es geht um die Elektrotherapie, die Du damals gemacht hast.
In deinem Profil finde ich nicht die Möglichkeit dir eine Privatnachricht zu senden.
Wie kommt man zusammen?
Viele Grüße
Anton

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14 Nov 2022 14:37 #3 von Johannes1956
Lieber Anton!

Erst einmal Willkommen hier bei uns am Forum. Wir helfen einander, indem wir unsere Erfahrungen austauschen. Insofern macht es Sinn, wenn du deine Fragen zur Elektrostimulation hier stellst. Vielleicht kannst du auch kurz beschreiben, welche Situation du hast und was alles schon gemacht wurde, um Besserung zu erreichen.

Ich habe eine neurogene Blasenentleerungsstörung, mir hat ives sehr geholfen, das ist eine Art der Elektrostimulation, die man direkt in der Blase (intravesikal) durchführt. Ich mache aber auch ISK und bin damit sehr zufrieden.

Johannes
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15 Nov 2022 11:00 #4 von wolan55
Am 23.06.2022 hatte ich TUR-P. Alles lief normal, wurde aufgrund zu hohem Restharn mit SPK entlassen. Da niemand eine Losung für die Situation parat hatte, sprach ich einen chinesischen im TCM-Centrum praktizierenden Arzt an. Er sagte Hilfe zu und schlug für Blasenmuskulatur aktivierende Akupunktur vor. Nach 5-wöchingen Anwendungen reduzierte sich die Restharnmenge auf 40-60 ml, der SPK wurde entfernt.
Leider kam es nach ein paar Tagen danach zu einer Blasenenzündung. Es folgte Einnahme von Antibiotika. Nach dem Abklingen der Entzündung kam es ein paar Tage später zu einer noch heftigeren Entzündung. Das Wasserlassen wurde immer problematischer. Am 20. Oktober war absoluter "Wasserstop" und ich "landete" nachs mit einem enormen Harnverhalt in der Notambulanz. Das Einführen des Cystofixes war nicht möglich, ich bekam wieder einen SPK. Bei der darauffolgenden Urethrozystoskopie durch meinen Urologen wurde eine starke Vernarbung des Blasenhalses festgestellt.
Am 03.11.2022 folgte die OP. Am 07.11. wurde ich wieder mit einem SPK entlassen. Erneut ist der Restharn zu hoch. Allerdings habe ich mich vor der OP intensiv mit der Thematik Blasenentzündung beschäftigt und habe noch vor der OP angefangen Angocin einzunehmen. Da ich stellenweise ziemlich starkes Missempfinden in der Blase ind Genitalien habe, vermute ich die Anwesenheit der Bakterien in Blasenwand. Seit 3 Tagen nehme ich Forskolin und D-Mannose. Und ich merke schon eine deutliche Besserung. Habe noch vor die Therapie mit dem kolloidalen Silber anzugehen.
Mein großes Problem ist aber der zu hohe Restharn (der durch enorm ausgedehnte Blasenmuskulatur nicht rausgepresst wird) und die Gefühllosigkeit meiner Blase. Ich habe mich mit dem Thema Terapiemöglichkeiten des Harnverhaltes beschäftigt. Leider gibt es nur wenige. Mit großem Interesse habe deinen Bericht zu IVES gelesen. Johannes, unsere Symptome sind absolut gleich.
Leider bekomme ich von meinem behandelnden Urologen keine Unterstützung bezüglich IVES (wird belächelt). Habe inzwischen zu 2 Firmen in Deutschland, die IVES-Geräte und Zubehör liefern, Kontakt aufgenommen. Aber beide Firmen dürfen die Geräte ohne ärztlicher Verordnung nicht verkaufen.
Johannes, wie könnte man einen persönlichen Kontakt zu dir herstellen, Mail, Telefon?
Wie kann man hier eine Privatnachricht senden?
Anton

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15 Nov 2022 13:25 #5 von Johannes1956
Lieber Anton, danke für die Schilderung deiner Situation. Jede dieser Situationen ist sehr individuell und muss daher individuell angegangen werden. Ich hatte nie eine klassische Harnwegsinfektion, bei mir war es eine Neuroborreliose, die meine Blase gelähmt hatte. Mit speziellen Antibiotika wurde ich erfolgreich behandelt und meinen Restharn entleeren ich heute mit Einmalkatheter, das funktioniert bei mir sehr gut.

Einige Anmerkungen zu deinen Schilderungen. TCM hat mir sehr geholfen, da gehe ich auch noch immer regelmäßig hin zur Akupunktur.

Finger weg von colloidalem Silber! Eigenbehandlung mit diesem Mittel ist sehr gefährlich, ein Freund von mir liegt infolgedessen mit einem Hirnschlag seither im Pflegeheim. Hingegen muss bei wiederkehrenden Harnwegsinfektion zwingend ein Antibiogramm gemacht werden. Welcher Keim oder welche Keime sind es, welches Antibiotikum hilft, welches nicht. Das zu klären ist wichtig.

Besteht ein längeres Problem mit Restharn, ist die Anwendung von intermittierende Selbstkatheterismus das Mittel der Wahl. Nach anfänglichen Hürden funktioniert das zumeist recht gut. Wenn du Fragen dazu hast, hier gibt es ausreichend Erfahrungen.

Persönlichen Kontakt können wir gerne bei der jährlich in Berlin stattfindenden Vereinssammlung haben, nach Corona-Pause findet sie nächstes Jahr wieder statt, ich plane aus Wien zu kommen, ist immer sehr nett und wenn man sich persönlich kennt, ist der Erfahrungsaustausch hier noch leichter.

Zur ives: das Verfahren wurde von Dr. Kiss in Innsbruck entwickelt, es ist nicht sehr bekannt und die meisten Urologen lehnen es ab. Alternativ kannst du Biofeedback und Elektrostimulation von aussen machen. Ives selbst anwenden kann man nur, wenn man längere Zeit ISK macht und damit gut zurecht kommt, ansonsten wird das nur ambulant gemacht und das ist mühsam, weil man täglich über längere Zeit für jeweils eine Stunde hin muss, den Aufwand macht niemand.

Bevor man ives überhaupt macht, muss mit einem evozierten Potential erst einmal geprüft werden, ob Schäden an der Nervenleitung bestehen.

In deinem Fall scheint mir als erster Schritt ein Antibiogramm sinnvoll. Solange der Harnwegstrakt eine Entzündung hat, ist eine vollständige Blasenentleerung schwer.

Noch etwas, niemals pressen, das schädigt die Blase nur noch zusätzlich bis hin zu einer Balkenblase. Das ist dann irreversibel.

Für weitere Fragen und Diskussionen, gerne hier weiter schreiben.

Die Kommentare sind auf Basis meiner persönlichen Erfahrungen geschrieben. Für evidenzbasierte Behandlung ist der Urologe zuständig.

Alles Gute

Johannes

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