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Bericht: Danish Life Science Days 2022 - Dänische Botschaft Berlin

12 Okt 2022 18:15 - 12 Okt 2022 18:55 #1 von matti
Hallo,

die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. nahm am 12. Oktober 2022 an den "Danish Life Science Days" in der Königlich Dänischen Botschaft teil. Die Veranstaltung war ganztägig und untergliedert.

Nach einleitenden und begrüßenden Worten der Botschafterin des Königreichs Dänemark Frau Susanne Hyldelund, folgten interessante Key Notes & Statements der Präsidentin der Dänischen Handelskammer Frau Bech, Herrn Stefan Schwartze ( Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patienten ) und Prof. Dr. Amelung.

Es folgte eine Podiumsdiskussion mit Dr. Ozegowski ( Bundesministerium für Gesundheit ), Dr. Richard (Geschäftsführerin AOK - Bereich Versorgung ), Eric Jylling ( Direktor Gesundheitspolitik DK ) u.a.

Abschließend fand ein Workshop mit ausgiebiger Diskussionsrunde zum Thema "Patient Reportet Outcomes" statt. Dabei ging es um die Möglichkeiten der Digitalisierung und deren Nutzen. Es wurden aber auch Hindernisse und Bedenken diskutiert.
Am Workshop nahmen u.a. Vertreter diverser Selbsthilfeorganisationen und deren Verbände, Ärzte, Vertreter der Krankenkassen, Leistungserbringer und Wirtschaftsunternehmen aus der Hilfsmittelbranche teil.

Viel Input. Gelungene Veranstaltung. Viele Einzelgepräche mit unterschiedlichen Akteuren geführt.

Gruß
Matthias Zeisberger


Eindrücke:




Herrn Stefan Schwartze ( Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patienten )



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12 Okt 2022 18:39 - 12 Okt 2022 18:51 #2 von MichaelDah
Hi Matti,

erstmal danke für den Bericht. Sag mal kann man sich die Präsentationen irgendwo runter laden? Das würde mich auch interessieren…

VG
Michael

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12 Okt 2022 18:50 #3 von matti
Hallo Michael,

eine Zusammenfassung ist angekündigt, liegt mir aber noch nicht vor. Ich müsste dann allerdings zunächst klären, wie "öffentlich" die Weitergabe erfolgen kann.

Liebe Grüße
Matti

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12 Okt 2022 19:01 #4 von MichaelDah
Hi Matti,

super - danke, vielleicht kannst du das ja auch hier auf der Site veröffentlichen (wenn erlaubt). Das finden bestimmt noch andere Interessant. Die Dänen sind ja da schon sehr weit und es währe vielleicht interessant den einen oder anderen Impuls auch für die weitere Diskussion in Deutschland aufzugreifen…

VG
Michael

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12 Okt 2022 19:33 - 12 Okt 2022 19:39 #5 von matti
Hallo Michael,

da kann ich dir nur zustimmen und dies wurde auf den beiden Veranstaltungen (die erste war ja bereits am 28. September) deutlich.

Das Dänische Gesundheitssystem ist dem Deutschen in vielen Bereichen überlegen, kann in einzelnen Bereichen aber auch kritisch gesehen werden (Stichwort: gläserner Patient).
Ein großer Unterschied besteht schon einmal darin, dass es ein steuerfinanziertes System ist. ALLE zahlen ein. Es gibt keine Krankenkassen wie bei uns. Das System finanziert sich staatlich bzw. durch die Regionen und Gemeinden.
Zudem setzt Dänemark seit zwei Jahrzehnten auf E-Health. Wir fangen damit gerade einmal an und sind vor allem Bedenkenträger bei diesem Thema. Von der Wiege bis zur Bahre wird der Mensch medizinisch erfasst und begleitet.
Zu Coronazeiten war das Dänische Gesundheitssystem deutlich effektiver als das Unsere. Hier haben wir mit Faxen gewerkelt, in Dänemark wusste man auf "Knopfdruck" welche Personengruppen besonders gefährdet waren bzw. sind und geht und ging proaktiv auf diese Menschen zu. Hier in Deutschland weiß man nicht einmal wer überhaupt geeimpft ist. Wir diskutieren...

Eine gute Übersicht:

wise.com/de/blog/gesundheitssystem-daenemark

Weiterführende Informationen was man unter "Patient Reportet Outcomes" versteht, findest du beispielsweise auch hier:

www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikati...ted-outcome-measures

Gruß
Matti
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13 Okt 2022 20:56 #6 von MichaelDah
Naja - die besseren Zeiten in Dt. sind definitiv vorbei… Looks like it goes the english way…

Das mit dem „gläsernen Patienten“ ist sicher ein valider Punkt - aber ich persönlich hätte erstmal überhaupt nichts dagegen wenn meine Diagnosen für meine Ärzte verfügbar sind.

Aber das fängt ja schon bei unserer tollen E-Krankenakte an… Support für DICOM Daten: Fehlanzeige - man darf seine MRT‘s & Co. immer noch per CD von Doktor zu Doktor schleppen. Wenn man die Diagnosen selber hochgeladen hat, sieht der Doc einen an wie ein Alien aus der Zukunft: „Entschuldigung - haben sie das auch zum Kopieren…?“ E-Rezept…? Ups - da fehlt wohl immer noch die Infrastruktur - und Arzt und Apotheker sagen: „Was hab ich denn davon - bezahlt mir doch keiner…“ (Ok - der Versand mal ausgeschlossen…)

Das ganze System ist hier in Dt komplett an den Ärzten und Apothekern vorbei entwickelt worden - selbst die Krankenkassen mögen es nicht wirklich weil es sie z.Z. in erster Linie Geld kostet und keines bringt. Die Patienten verstehen es nicht oder wissen garnicht das es so etwas schon gibt.

Ich denke da kann man den politisch Verantwortlichen nur ein komplett versagen - wie bei vielen anderen Themen auch attestieren…

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17 Okt 2022 13:10 #7 von MichaelDah
Noch eine Anmerkung - damit das hier vielleicht nicht ganz so „polterig“ rüber kommt:

Der Hartmannbund hat zusammen mit dem Brangenverband Bitkom eine Umfrage zum Thema Digitalisierung des Gesundheitswesens durchgeführt und wieder 500 MedizinerInnen zu dem Thema befragt.

www.hartmannbund.de/presse-media/presse/...atie-bremst-sie-aus/

Neben vielen (aus Bitkom sicht) positiven Entwicklungen - hier die Highlights der Umfrage:

- Das Fax wird nach wie vor am häufigsten zur Kommunikation genutzt (83% in Praxen, 80% in Kliniken)
- Rezepte werden überwiegend auf Papier ausgestellt - gerade mal 1 von 100 Ärzten stellt regelmäßig elektronische Rezepte aus
- lediglich 6% der befragten ÄrztInnen haben schon mal die ePA genutzt
- 54% fordern weniger strenge Auslegung des Datenschutzes - aber 74% glauben das sie nicht ausreichend vor Cyberangriffen geschützt sind…
- 9 von 10 ÄrztInnen kritisieren die hohe Komplexität des Gesundheitssystems

Die umfangreiche Beitrag zu der Studie von Malte Fritsche ist derzeit leider nur für Bitkom Mitglieder einsehbar - deshalb hab ich das oben mal zusammengefasst.

VG
Michael

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