Frage Sollte man in meinem Fall Windeln tragen???
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13 Jahre 8 Monate her #14826 von StM1
Sollte man in meinem Fall Windeln tragen??? wurde erstellt von StM1
Hallo,
ich bin neu hier,
meine Frage ist ob man in meinem Windeln tragen sollte?
Ich versuche meinen Fall zu beschreiben:
Ich bin 16 Jahre alt, sitze im Rollstuhl und bin Spastiker.
Pulan tue ich in eine Ente, Groß machen tue ich auf eine Pflichtunterlage im Bett.
Mein Problem ist das ich zu schwer für meine Mutter geworden bin, zum Glück lebt bei uns noch mein älterer Bruder der mich heben und richtig hinsetzen kann.
Es leider nur oft bei Freunden und dann muss ich immer versuchen so wenig zu pulan und wenn es mal doch nicht anders geht, hat meine Mutter große Schmerzen beim richtig hinsetzen und beim Groß machen ist es genauso.
Meint Ihr es wäre besser, wenn ich Windeln tragen würde?
Und wenn ja könnt ihr mir welche empfehlen?
MfG
Steffen Müller
ich bin neu hier,
meine Frage ist ob man in meinem Windeln tragen sollte?
Ich versuche meinen Fall zu beschreiben:
Ich bin 16 Jahre alt, sitze im Rollstuhl und bin Spastiker.
Pulan tue ich in eine Ente, Groß machen tue ich auf eine Pflichtunterlage im Bett.
Mein Problem ist das ich zu schwer für meine Mutter geworden bin, zum Glück lebt bei uns noch mein älterer Bruder der mich heben und richtig hinsetzen kann.
Es leider nur oft bei Freunden und dann muss ich immer versuchen so wenig zu pulan und wenn es mal doch nicht anders geht, hat meine Mutter große Schmerzen beim richtig hinsetzen und beim Groß machen ist es genauso.
Meint Ihr es wäre besser, wenn ich Windeln tragen würde?
Und wenn ja könnt ihr mir welche empfehlen?
MfG
Steffen Müller
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13 Jahre 8 Monate her - 13 Jahre 8 Monate her #14827 von Matti
Matti antwortete auf Aw: Sollte man in meinem Fall Windeln tragen???
Hallo Steffen,
ich würde deine Fragestellung mit einem ganz klaren NEIN beantworten!
Grundsätzlich sollte es bei dir darum gehen Lebensqualität und Sebstbewusstsein/Selbstständigkeit zu erhalten bzw. zu stärken.
Mit Windeln kommst du aus einer dauerhaften (zusätzlichen) Pflegeabhängigkeit nicht raus bzw. erhöhst diese sogar.
Für die Urinausscheidung ist eine Urinflasche (Ente) mit Sicherheit schon einmal die bessere Alternative zur Windel, zumindest dann wenn deine Kontinenz grundsätzlich erhalten ist. Auch eine Windel müsste gewechselt werden.
Alternativ zur Urinflasche könnte dir auch ein Kondomurinal helfen. Dies würde nur eine Versorgung alle 24 Stunden notwendig machen (+ zwischenzeitliches leeren des Urinbeutels).
Für die Darmentleerung könntest du über die Irrigation nachdenken. Dies ist mit Sicherheit "würdiger" als eine Entleerung im bzw. ins Bett. Zudem würde sich auch hier dein Hilfebedarf auf einmal täglich reduzieren.
Ich weiß nicht wie stark deine Behinderung ist. Grundsätzlich stellt sich für einen Menschen in deinem Alter natürlich auch die Frage der beruflichen Ausbildung bzw. Beschäftigung. Ich kenne schwerst Mehrfachbehinderte junge Menschen die diesen Weg gehen (können).
Auch hier wäre ja eine möglichst niedrigschwellige Hilfebedürftigkeit anzustreben.
Gruß
Matti
ich würde deine Fragestellung mit einem ganz klaren NEIN beantworten!
Grundsätzlich sollte es bei dir darum gehen Lebensqualität und Sebstbewusstsein/Selbstständigkeit zu erhalten bzw. zu stärken.
Mit Windeln kommst du aus einer dauerhaften (zusätzlichen) Pflegeabhängigkeit nicht raus bzw. erhöhst diese sogar.
Für die Urinausscheidung ist eine Urinflasche (Ente) mit Sicherheit schon einmal die bessere Alternative zur Windel, zumindest dann wenn deine Kontinenz grundsätzlich erhalten ist. Auch eine Windel müsste gewechselt werden.
Alternativ zur Urinflasche könnte dir auch ein Kondomurinal helfen. Dies würde nur eine Versorgung alle 24 Stunden notwendig machen (+ zwischenzeitliches leeren des Urinbeutels).
Für die Darmentleerung könntest du über die Irrigation nachdenken. Dies ist mit Sicherheit "würdiger" als eine Entleerung im bzw. ins Bett. Zudem würde sich auch hier dein Hilfebedarf auf einmal täglich reduzieren.
Ich weiß nicht wie stark deine Behinderung ist. Grundsätzlich stellt sich für einen Menschen in deinem Alter natürlich auch die Frage der beruflichen Ausbildung bzw. Beschäftigung. Ich kenne schwerst Mehrfachbehinderte junge Menschen die diesen Weg gehen (können).
Auch hier wäre ja eine möglichst niedrigschwellige Hilfebedürftigkeit anzustreben.
Gruß
Matti
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- Struppi
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13 Jahre 8 Monate her #14828 von Struppi
Struppi antwortete auf Aw: Sollte man in meinem Fall Windeln tragen???
Hallo Steffen,
ich kann mich nur Mattis Worten anschließen: Versuche, Deine Selbständigkeit und vor allem Unabhängigkeit um jeden Preis zu erhalten u. ggf. sogar auszuweiten.
Bezüglich der Blasenentleerung hat Matti Dir schon wertvolle Tipps gegeben; Stichwort Kondomurinal bzw. für die Darmentleerung die Irrigation.
Meine Frage wäre eher, ob Du in der Lage bist, eine Bettpfanne zu benutzen? Dies wäre wohl angenehmer, als seine Notdurft auf einer Unterlage zu erledigen.
Ferner wäre evtl. ein Pflegedienst a) eine Entlastung für Deine Mutter und b) könnte er Dich ebenfalls etwas weiter Abstand zu der familiären Pflege finden lassen.
Gruß
Hannes
ich kann mich nur Mattis Worten anschließen: Versuche, Deine Selbständigkeit und vor allem Unabhängigkeit um jeden Preis zu erhalten u. ggf. sogar auszuweiten.
Bezüglich der Blasenentleerung hat Matti Dir schon wertvolle Tipps gegeben; Stichwort Kondomurinal bzw. für die Darmentleerung die Irrigation.
Meine Frage wäre eher, ob Du in der Lage bist, eine Bettpfanne zu benutzen? Dies wäre wohl angenehmer, als seine Notdurft auf einer Unterlage zu erledigen.
Ferner wäre evtl. ein Pflegedienst a) eine Entlastung für Deine Mutter und b) könnte er Dich ebenfalls etwas weiter Abstand zu der familiären Pflege finden lassen.
Gruß
Hannes
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- Buchenblatt
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11 Jahre 1 Monat her #21985 von Buchenblatt
Buchenblatt antwortete auf Sollte man in meinem Fall Windeln tragen???
Hallo Steffen,
Ich denke der wichtigste Faktor deiner Mobility-Situation wäre die Tatsache dass diese wohl langzeitig unverändert bleibt.
Es geht dir bestimmt mehr darum unabhängig und ohne Hilfe dritter Personen die Dinge selbst verrichten zu können oder, in Anwesenheit deiner körperlich zu schwachen Mutter, dies dennoch bequem tun zu können.
Nötig wird wohl früher oder später ein mechanisches Hilfsgerät dass die Funktion des Hebens und Platzierens des Körpers vornimmt. Natürlich gibt es solche Geräte im Handel für Schwerbehinderte, die aber sehr, sehr teuer sein dürften.
Hier muss einfach jemand der sich mechanisch auskennt, kreativ werden und ein Eigenbau-Design entwickeln dass deinen
architektonischen und persönlichen Umständen entsprechen kann. Das Ganze dürfte sich gleichzeitig als einfach und ziemlich preiswert herausstellen.
MfG
Buchenblatt
Ich denke der wichtigste Faktor deiner Mobility-Situation wäre die Tatsache dass diese wohl langzeitig unverändert bleibt.
Es geht dir bestimmt mehr darum unabhängig und ohne Hilfe dritter Personen die Dinge selbst verrichten zu können oder, in Anwesenheit deiner körperlich zu schwachen Mutter, dies dennoch bequem tun zu können.
Nötig wird wohl früher oder später ein mechanisches Hilfsgerät dass die Funktion des Hebens und Platzierens des Körpers vornimmt. Natürlich gibt es solche Geräte im Handel für Schwerbehinderte, die aber sehr, sehr teuer sein dürften.
Hier muss einfach jemand der sich mechanisch auskennt, kreativ werden und ein Eigenbau-Design entwickeln dass deinen
architektonischen und persönlichen Umständen entsprechen kann. Das Ganze dürfte sich gleichzeitig als einfach und ziemlich preiswert herausstellen.
MfG
Buchenblatt
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11 Jahre 1 Monat her #21987 von Matti
Matti antwortete auf Sollte man in meinem Fall Windeln tragen???
Hallo,
einmal abgesehen davon, dass der Fragesteller seit drei Jahren hier nicht mehr gesehen wurde, möchte ich darauf hinweisen das ein Bettlifter eine Leistung der Krankenkasse ist und vom Arzt verordnet werden kann.
Es kommen also keine Kosten auf den Antragsteller zu!
Matti
einmal abgesehen davon, dass der Fragesteller seit drei Jahren hier nicht mehr gesehen wurde, möchte ich darauf hinweisen das ein Bettlifter eine Leistung der Krankenkasse ist und vom Arzt verordnet werden kann.
Es kommen also keine Kosten auf den Antragsteller zu!
Matti
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