Anmeldung / Registrierung

Registrieren

Es wird schnell zur Windel gegriffen

30 Aug 2016 21:45 #21 von Johannes1956
Lieber Gregor!

In meinem Fall würde eine Windel, gleich welcher Art, gar nicht helfen, denn ich kann meine Blase nicht (vollständig) entleeren. In diesem Fall ist ISK Mittel der Wahl.

Es ist auch nicht besonders dienlich, dieses Hilfsmittel, nur weil es für Dich nicht das passende ist, mit abschätzigen Worten wie "herumgefriemeln" oder "niemals würde ich mir irgendwelche Schläuche...in mein Genital" herunterzumachen, genauso, wie das für Dich nicht geeignete Kondomurinale als Scheiße zu bezeichnen, nur weil es für Dich nicht geeignet ist.

Für Dich war es Scheiße, für andere ist es ein Segen.

Ich kann Dir auch vergewissern, dass es sich bei den modernen ISK Produkten nicht um irgendwelche Röhrchen oder Schläuche handelt, sondern spezielle Medizinprodukte, die dafür gemacht sind, durch die Harnröhre in die Blase eingebracht zu werden. Wie gesagt, bei Blasenetleerungsstörung für viele Menschen Mittel der Wahl, denn in diesen Fällen ist es ja nicht sinnvoll, zu warten, bis die Blase überläuft und dafür dann Deine vielgpriesene Stoffwindel zu nehmen.

Jeder muss für sich das für ihn geeignete Hilfsmittel finden und vielfach mangelt es an Wissen und Aufkärung. Auch Deine geäußerte Aussicht auf Harnwegsinfektion durch ISK ist bei Fällen wie bei mir genau das Gegenteil. Dauernder Restharn begünstigt chronische Harnwegsinfekte. Dauerhafte Ableitungen wie mit einem Bauchkatheter haben sich bei mir und bei vielen anderen Betroffenen nachteilig mit Infektionen erwiesen. ISK beugt chronischen Harnwegsinfekten vor, wenn man es richtig anwendet. Ich mache seit 2 1/2 Jahren ISK und hatte seither noch nie einen Harnwegsinfekt.

Das muss einmal gesagt werden, um andere Anwender und solche, die vor der Entscheidung stehen, ISK durchführen zu müssen (wir machen das alle nicht des Spaßes wegen), nicht unnötig zu verunsichern.

Johannes
Folgende Benutzer bedankten sich: Jens Schriever, matti, hippo80, Günti, Martl, Bezzera

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

31 Aug 2016 08:27 #22 von Lotta Gregor

Matti schrieb: Lieber Gregor,

es ist ganz sicher nicht ausschließlich eine Geschmackssache, welches Hilfsmittel zum Einsatz kommt, sondern nicht selten eine medizinische Notwendigkeit.


Ganz so einfach sollte man sich es deshalb nicht machen.

Ich persönlich würde es eh einmal begrüßen, wenn du ein wenig über deine Ursachen und eure Situation berichten würdest. Wir tauschen uns hier natürlich auch über Hilfsmittel aus, aber dein Engagement bzw. die Beiträge auf die du antwortest bzw. selbst thematisierst, sind schon sehr (Windel-) Hilfsmittel geprägt.

Gruß

Matti


Ich habe es nicht so anklingen lassen wollen, dass es einfach ist!
Ich habe nur geschildert, wie es bei uns ist.

Warum meine / unsere Beiträge Hilfsmittel-geprägt sind?
Weil es neben der Schwimmtherapie das akuteste Problem ist!

Zudem ist da natürlich die frage, wieviel gibt man von sich und seiner Familie im Internet preis?
(nachvollziehbar?)
Ich habe im Vorstellungs-Forum nocheinmal deutlich mehr geschrieben. ;-)

LG Gregor

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

31 Aug 2016 09:13 - 31 Aug 2016 09:13 #23 von Bezzera
Hallo Waldemar69,

mit meinem Kommentar wollte ich nicht die Vereins- oder Gruppenarbeit schmälern und in Frage stellen. Ich finde das ebenfalls sehr wichtig, weil man viel erreichen kann.
Vielmehr sollte mein Kommentar als ein Grund für die Aussage "Es wird schnell zu Windel gegriffen" gelten, weil eben beim Urologen oder Hausarzt meisten nur über diese eine Hilfsmittel gesprochen und entschieden wird, neben der Gabe von Medikamenten.

LG
Gregor
Folgende Benutzer bedankten sich: Waldemar69

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

31 Aug 2016 09:44 #24 von Waldemar69
Hallo Gregor,

deinen Kommentar zu meinem Kommentar hatte ich auch nicht so als Kritikpunkt verstanden. Das bei Hausärzten und Urologen überwiegend auf Vorlagen und Windeln hingewiesen wird, ist im Grunde auch das eigentliche Problem. Es spielt für viele behandelnde Ärzte keine Rolle, aus welchen sozialem oder beruflichen Umfeld du kommst. Er zählt nur die „notwendigste Versorgung“. Nach meiner Prostataektomie 2007 wollte ich mich nicht „verberenten“ lassen, sondern in meinem angestammten Beruf als IT Lehrer einer Hochschule zurückkehren. Das hätte ich kaum mit Vorlagen geschafft. Stehend über Stunden in einem Seminarraum. Da das scheinbar immer noch so ist, mache ich auf diesem Umstand in meinen Selbsthilfe-Vorträgen immer wieder darauf aufmerksam.

Gruß an dich, Waldemar
Folgende Benutzer bedankten sich: Bezzera

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

31 Aug 2016 10:22 #25 von Tankeddi
Lieber Waldemar,

wir hatten es schon mal miteinander und ich fand es sehr lehrreich und informativ.
Du schreibst, dass du ein Verfechter von Urinalkondomen bist (wie ich selbst!)
Wie hältst du es über 24 Stunden damit aus? Und was ist in der 25. Stunde?
Nimmst du zwischenzeitlich Vorlagen, um deinem Körperteil ein wenig "Entspannung"
und Ausgleich zu gewähren? Was sagt deine KK wegen " Doppelversorgung" dazu.
Deren Standpunkt ist ja: Entweder Kondome oder Vorlagen. Doppelt genäht halt zwar besser
und ist angebracht, aber wohl auf Eigeninitiative! Oder?

Liebe Grüße auch an alle Mitglieder und Leser

Tankeddi

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

31 Aug 2016 11:18 #26 von Waldemar69
Hallo Tankeddi,

was ich dafür tue? - Nun ich schrieb es ja bereits, kein Kondom hält 24 Stunden. Aber Kondome brauche ich hauptsächlich in stehenden und laufenden Positionen. Im Sitzen geht das auch schon einmal mit Vorlagen (***** Level) Im Liegen und kurzfristigen Ausruhen auch. Da du in der Regel von der Kasse nur 30! im Monat erhältst, musst du eben erfinderisch werden. (Falls sie sich querstellen.) Ja, es stimmt auch, alles was ich bisher getan habe ist aus Eigeninitiative entstanden. Dafür gehe ich mittlerweile „jeden Weg“. - Aber das ist nur die Versorgung in eigener Sache. Ich habe bisher sehr viele andere Erkrankungen gehabt und alle überlebt. Vielleicht ist das auch der Grund der Gemeinschaft etwas zurück zu geben.

Zudem ich stelle verstärkt „Offentlichkeit“ auch mit anderen her. Auch das in jeglicher Form. - Lebe seit Jahren „Selbsthilfe“ in Reinkultur, weil ich diese mittlerweile verinnerlicht habe. Kommuniziere mit allen Institutionen die bereit sind „Verbesserungen“ für die Inkontinenz mit auf dem Weg zu bringen. Auch auf unserer Webseite (Wie hier auch) zu werben, wenn Healtcare-Firmen, Kliniken, bereit sind Kooperationen mit uns als Selbsthilfegruppe einzugehen, ohne irgendwelche Vorleistungen zu verlangen. Ich muss meine KK auch nicht mit Doppelbelastungen bemühen. Wir kooperieren in unserer Selbsthilfegruppe auch seit über einem Jahrzehnt untereinander. Tauschen nicht nur Mustervorlagen aus, um diese „einmal“ auszutesten. Hinzu kommen die Angebote von Firmen, denen wir im Rahmen einer „Take it – Give it“ Werbung (Gib etwas und nimm etwas dafür. Kein Geld) auf unserer Webseite ihre Links dafür platzieren. - Zudem betreibe ich noch zwei andere Netzwerke im Internet, um öffentliche Aufmerksamkeit zu bekommen. Also regelrechte Freundschaftliche Vernetzung in Sachlagen für die welche das möchten. Es gibt viele Möglichkeiten mit seiner Sache weiter zu kommen. Auch wenn dieser Weg manchmal steinig sein kann. Die Frage, die mir immer wieder gestellt wird, weshalb ich das alles mache, mag ich nicht mehr beantworten. Es ist ganz einfach. Wer es tun möchte kann es auch. So wie hier.

Vergiss dabei nicht: „Steter Tropfen höhlt auf Dauer jeden Stein!“ - Und was die Selbsthilfe angeht: „Immer am Menschen bleiben. - Nie aufgeben!“ Dann stellt sich auch irgendwann der Erfolg ein. Das dies kein einfacher sein muss, weiß wohl jeder.


Lieben Gruß an dich, Waldemar

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

31 Aug 2016 16:24 #27 von Lotta Gregor

Lotta Gregor schrieb:

Johannes1956 schrieb: Lieber Waldemar!
Ich denke, es ist hauptsächlich Unwissen gepaart mit Unwilligkeit.
Dem Patienten zu sagen, da, nehmen sie eine Windel ist einfacher und geht schneller, als ihn im richtigen Umgang mit Kondomurinale zu unterrichten.

Johannes




Anfangs dachte ich Kondomurinale wären etwas, aber es hat sich doch als arg Sch****e erwiesen.

Das Liebesleben hat in der Zeit extrem gelitten und die Dinger wanderten nach einer Woche in den Müll!


Katheter kommen uns auch nicht ins Haus, das herumgefriemel mit Aussicht auf Harnwegsinfektion hat uns nicht überzeugt.
Und auch wenn ich im Gegensatz zur Tochter und Frau mit einer Drang-Inkontinenz relativ gut davorstehe,
würde ich niemals irgendwelche Röhrchen oder Schläuche in mein Genital schieben wollen! ;-)

Letzten Endes ist das aber alles auch eine Geschmackssache und eine Sache der Handhabung und des Geldes.


Immerhin haben sich saugende Hilfsmittel doch zu wahren Hightech-Saugwundern entwickelt, oder nicht?

LG Gregor


Ja, unglücklich ausgedrückt! :-)

Natürlich ist es keine Geschmackssache!

Wir haben beim Arzt halt eine vollkommen andere Behandlung erfahren.


LG Lotta

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

02 Sep 2016 08:28 #28 von Sebald
Hallo Gregor,

deine kleine Korrektur ist hochwillkommen.

Wie Johannes schon sagte, handelt es sich eben nicht um irgendson'en Schlauch, sondern um hochentwickeltes Material.

Und aus meiner Sicht heraus: Hätte dieses ISK-Material bereits vor 25 Jahren zur Verfügung gestanden, wäre ich um einige Streßerfahrungen ärmer...

Was ich übrigens ungewöhnlich finde, ist, dass ihr alle drei, also tutta famiglia von Inkontinenz betroffen seid. Sind das alles unterschiedliche Formen?

Es wäre nett, wenn du hier kurz erzählen könntest.

Beste Grüße,
Sebald

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Ladezeit der Seite: 0.324 Sekunden

Besucher: Sie sind nicht allein!

Heute 5083

Gestern 8131

Woche 38074

Monat 145365

Insgesamt 5993043

Aktuell sind 85 Gäste und ein Mitglied online

Der Verein

Die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. ist ein gemeinsames Anliegen vieler Menschen. Der Verein versteht sich als ein offenes Angebot. Unsere Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Den Verein bewegt, was auch seine Mitglieder antreibt: Wir möchten aktiv zur Verbesserung der krankheitsbedingten Lebensumstände beitragen.

 

Impressum        Kontakt       Datenschutzerklärung

Spendenkonto:
Volksbank Mittelhessen eG
Inkontinenz Selbsthilfe e.V.
IBAN: DE30 5139 0000 0046 2244 00
BIC: VBMHDE5FXXX

Stuhlinkontinenz