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Windeln oder Mehrweghosen ?

26 Apr 2017 05:18 #1 von feldmann
Hallo

Seit einiger Zeit ist meine 84 jährige Mutter inkontinent, tagsüber passiert eigentlich nur selten was aber nachts kann sie es überhaupt nicht mehr kontrollieren. Nach dem sie mehrere verschiedene Windeln getestet hat, hat sie auch eine Marke gefunden die gut sitzen und in der Regel dicht ist. Irgendwie scheinen alle Sorten hin und wieder mal undicht zu sein.
Vor kurzen habe ich gehört das es auch Mehrweghosen gibt, die man einfach nur auswaschen muss um sie dann wieder zu benutzen. Hat damit jemand Erfahrung ? Lohnt es sich diese statt Windeln zu kaufen ?
Meine Mutter hat eine mittlere bis starke Blasenschwäche und da sie starke Probleme mit der Hüfte hat geht sie nur noch selten nach draußen. Die Windeln, oder besser Mehrweghosen, würden also nicht stark beansprucht werden.

mfg

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26 Apr 2017 18:51 #2 von Sydney
So, so.... Wenn deine Mutter inkontinent ist bekommt sie vom Arzt ein Rezept. Habt ihr das schon ? Danach hilft die Krankenkasse oder ein Sanitätshaus weiter. In der Regel mit Einwegprodukten. Ich habe einige ältere Menschen in der Verwandtschaft da wurde es so gemacht. Ich verstehe deine Frage nicht wirklich....

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27 Apr 2017 09:44 #3 von feldmann

Sydney schrieb: So, so.....

?

Ein Rezept will meine Mutter nicht, da ist sie sehr eigen. Sie ist ihr Leben lang ungern zum Arzt gegangen. Da sie immer gut verdient hat bekommt sie eine sehr gute Rente. Das Geld ist also kein Problem denn die Windeln kann sie sich locker leisten.
Bei uns in der nähe gibt es nichts wo ich die Windeln kaufen kann und ich muss immer eine ziemlich strecke mit den Fahrrad fahren um die teile zu holen. Da die Drogerie in einer Richtung liegt in die ich nur selten komme ist das oft sehr umständlich. Und nun dachte ich, falls die Mehrweghosen was taugen könnte ich mir den Weg sparen. Und dazu wollte ich einfach von Leuten mit Erfahrung wissen ob sie überhaupt brauchbar sind und ob es sich lohnt sie zu holen.

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27 Apr 2017 09:51 #4 von Sebald
Guten Morgen,

es gibt solche Hosen - die Firma tex-a-med in München bietet diese an. Die kosten dann ca. 75 € das Stück.

Natürlich kann man die waschen und vielfach wieder verwenden. Allein: Man muss mit mindestens, denke ich, fünf Stück einsteigen, weil sich ja ständig etwas davon in der Wäsche befinden wird.

Zu bedenken ist ferner der Rücknässe-Faktor: Es ist halt Stoff und kein Gel-Kern, der den Urin bindet.

Dass ganze ist aus vielerlei Gründen ein Nischenprodukt.

Könntet ihr das Inkontenzmaterial nicht bei einem der vielen Lieferanten bestellen? Die freuen sich über Privatzahler (ebenfalls aus vielerlei Gründen)!

Beste Grüße,
Sebald

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27 Apr 2017 10:52 #5 von matti
Hallo,

es kann und darf ja jeder halten wie er mag.

Sinnvoll und aus der Perspektive eines Selbsthilfevereins, scheint mir euer Vorgehen allerdings nicht. Inkontinenz ist in keinem Alter eine Situation die einfach hingenommen werden sollte.

Ich weiß nicht, ob deine Mutter jetzt noch in der Lage ist, sich selbst zu versorgen. Mit zunehmenden Alter wird diese Möglichkeit aber sicherlich schwieriger. Was daraus folgt ist Pflegeabhängigkeit.

Deshab ist es ganz sicher sinnvoll, sich in jedem Alter für sich selbst zu interessieren und solche Symptome keinesfalls zu ignorieren. Windel um und alles ist geregelt, scheint mir sehr kurzsichtig.

Matti

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27 Apr 2017 11:20 #6 von feldmann
Sebald

Ich hatte eigentlich so an 7, für eine Woche, gedacht.
Ich habe mal auf der Seite tex-a-med nachgesehen und da gibt es eine Windelhose die angeblich 3000 ml aufsaugen kann. Preis, 87 Euro bei Größe L.
Aber das mit der Rücknässe hört sich logisch an, wie soll so wenig Stoff 3 Liter Flüssigkeit aufnehmen. Nischenprodukt hört sich auch nicht gerade an als wenn es viele Fans davon gibt.
Bestellen, darauf bin ich allerdings noch gar nicht gekommen.

Matti

Sich selbst versorgen kann sie noch teilweise. Zu hause kommt sie noch alleine klar, Wäsche waschen oder auch Essen machen ist kein Problem. Einkaufen oder ähnliches kann sie allerdings nicht mehr da längere Wege wegen der Hüfte nicht mehr gehen. Das erledige ich aber alles. Da es ihr körperlich, außer der Hüfte, ansonsten noch gut geht brauch sie keine Pflegehilfe.
Was meinst du mir kurzsichtig ? Meine Mutter wird sicherlich wegen ihres alters inkontinent sein, kann man dagegen was machen ?

Danke erst mal euch beiden.

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27 Apr 2017 15:55 #7 von annehanne
Hallo,

es KANN eine Inkontinenz mit dem Alter zusammenhängen. Muss aber nicht.
Und das heißt noch lange nicht, das dagegen nichts zu machen ist.

Was Matti hier sicher mit kurzsichtig meint - das empfinde ich übrigens genau so:

- Ursache ist nicht abgeklärt
- Behandlung erfolgt nicht
- von allein wirds nicht besser!
- Deine Mutter ist Mitte 80
- sie braucht schon Hilfe, um ihr tägliches leben zu meistern
- jünger wird sie auch nicht
- die Hüfte ist auch zu beachten - es ist abzusehen, das sie in Zukunft noch mehr Hilfe braucht


Kurzsichtig ist es hier, einfach die Windeln zu nehmen, und den Rest auszublenden.
Ehrlich, das gehört ärztlich untersucht und abgeklärt, egal ob sie jetzt gern zum Arzt geht.
Überleg mal, wie wie das weitergeht:
- sie schafft es nicht mehr sich selber mit Windeln zu versorgen, dann kommt in Abständen der Pflegedienst und und und....

Das stell ich mir dann auch nicht so toll vor.
Liebe Grüße
Hanne
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02 Mai 2017 12:02 #8 von Christin
Hallo Zusammen!
Ich habe mich hier gerade angemeldet, um auf Deine Fragen einzugehen! :cheer:
Die Flüssigkeitsaufnahme liegt bei 3,- ltr/m² - umgerechnet auf die kleine Einlage sind das dann sicher nur so ca. 100,- ml!
Dass die Hosen rücknässen halte ich allerdings für weniger wahrscheinlich. Es ist ein spezielles Saugvlies in den Unterhosen, welches dafür sorgt, dass die Flüssigkeit - in vielen Fällen auch der Geruch - genau da bleibt und nicht zurücknässt.

Bezüglich der Anwendung im höheren Alter und der Alltagstauglichkeit kann ich nicht so viel sagen. Aus ökologischer Sicht machen Mehrwegunterhosen aber sicherlich Sinn - besonders für aktive Menschen...!

So, das war's auch schon von mir! :P
schöne Grüße!!

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