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Kostenübernahme Windeln (Pants)

02 Apr 2019 09:08 #1 von MA2307
Hallo liebe Mitglieder :)

Vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen, vielleicht habt ihr das selbe durch gemacht oder wisst wo man sich da noch melden kann...

Durch die Inkontinenz brauche ich nachts Windeln... Ich brauche von Molicare die Pants mit 10 Tropfen also schon ziemlich starke und teure...

Ich hatte vor ein paar Wochen einen Antrag auf Kostenübernahme der Windeln gestellt, bei der AOK. Der wurde leider abgelehnt mit der Begründung, dass ich mit der Vertragsfirma genug finanzielle Unterstützung habe.

Die Pants Kosten mit versand knapp 60€ die muss ich einmal im Monat bestellen, bei der Vertragsfirma kosten die 70€ und ich muss 55€ bezahlen..
Ist eigentlich der größte Witz von der Krankenkasse
Durch meine Erkrankung lebe ich zur Zeit von Arbeitslosengeld und kann mir die Windeln eigentlich nie leisten... Entweder ich habe die Windeln oder weniger zu essen und das kann es ja nicht sein :(

Kennt jemand die Situation oder kennt sich mit dem Thema aus?

Ich wäre um jeden Rat dankbar :)

Liebe Grüße
Maria :)

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02 Apr 2019 17:07 #2 von Chico
Hallo Maria,

Leider ist das der Alltag. Ich kenne das wirklich nur zu gut. Ich bin auch ziemlich krank und deswegen Arbeitsunfähig. Ich habe auch kaum geld und muss sehen wie ich alles auf die Reihe bekomme. Ich kenne auch die kassenprodukte, ich habe alle Anbieter, die mir die Kasse vorgeschlagen hat durch, keine „Kassen Windel“ konnte mich im Alltag geschweige denn Nachts überzeugen. Ich habe also privat angefangen verschiedene Firmen zu probieren und habe meine „Windel“ gefunden. Ich nehme die Betterdry.
Ich habe ebenfalls versucht dieses Hilfsmittel über die Kasse zu bekommen. Ich habe alle Tipps von hier(alles genau aufs Rezept) versucht. Trotzdem wurde mit der Begründung das die Medizinische Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit bei den kassenprodukten vorhanden sei und mein Produkt diese weit übersteigt abgelehnt.
Ich habe Widerspruch eingelegt und ein Attest vom Arzt bekommen das ich genau dieses Produkt benötige.
Ach das wurde mit einer ähnlichen Begründung abgelehnt.
Nun habe ich wieder wieserspruch eingelegt mit der Bitte mir den Betrag von 17€ ( das ist das was meine Kasse zahlt um eine monatliche Versorgung zu gewährleisten) an mich zu überweisen.
Dieses wurde auch abgelehnt. Die Kasse sagte mir das es aus Buchhalterischen Gründen nicht möglich ist.
Gerne würde ich einen Anwalt nehmen oder zum Sozialdienst gehen aber das kann ich mir nicht leisten.
Ich weiß auch das man, wenn man die Produkte bekommt die man braucht, ordentlich was draufzahlen muss(wirtschaftlichen Aufschlag) wird das immer so schön genannt.
Ich persönlich rege mich auch richtig drüber auf, ich suche mir das ja nicht aus. Ich bin noch jung und mobil, ich habe andere Ansprüche als jemand der zb. Im Bett liegt.
Ich würde aber nicht aufgeben, ich kann dich nur ermutigen weiter zu probieren ob es nicht doch einen Weg gibt um wenigstens ein bisschen was zu bekommen.
Ich weiß das manche hier irgendwie das bekommen was sie auch benötigen und manche sogar Premium Produkte wie Tena oder ähnliches. Ich habe aber noch nicht rausgefunden wie das gehen soll. Ist vielleicht auch von Kasse zu Kasse unterschiedlich.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen und trotz meiner negativen Erfahrung ein wenig Mut machen nicht aufzugeben.

Danke fürs lesen;)

Liebe Grüße

Chico

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03 Apr 2019 17:26 #3 von Elkide
Hallo liebe Maria,

es ist wirklich ätzend, dass man bei den zu benötigten Windeln soviel dazu bezahlen soll.

Weiß von einer ehemaligen Klientin, die auch Arbeitslosengeld bekommen hat, dass sie bei der Arbeitsagentur einen Härtefallausgleich für Inkontinenzmittel gestellt und auch bewilligt bekommen hat.

Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Liebe Grüße
Elke

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06 Apr 2019 10:20 - 06 Apr 2019 10:22 #4 von Sebald
Hallo!

Man kann auch mal über den Wechsel der Krankenkasse nachdenken, wenn deren Bewilligungs- bzw. Ablehnungspolitik einen nervt. Geht bei den Gesetzlichen problemlos.

Und aus eigene Erfahrung kann ich sagen, dass man dann - auch bei bestehender Grunderkrankung, Hilfsmittelversorgung, diversen Medikamenten, Physio- und Ergotherapie - nicht alles von vorne erklären und erneut genehmigen lassen muss.

Ich bin damals von der DAK weg zu einer kleineren BKK und habe das eigentlich nicht bereut. Zumal deren Inkontinenzsätze erheblich höher waren und man dort nicht an einen einzigen Anbieter verwiesen wurde.

Beste Grüße,
Sebald

P.S. an Chico
Die Betterdry ist allerdings auch eine sehr saugstarke, also dicke und daher auffällige Windelhose. Weil sie Folie hat, hat sie es sowieso mit der Hilfsmittelanerkennung schwer.

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06 Apr 2019 10:36 - 06 Apr 2019 10:37 #5 von matti
Hallo Sebald,

zur Hilfsmittelnutzung bei Krankenkassenwechsel habe ich auch mal eine Frage. Ich habe einen Aktivrollstuhl, einen E-Rolli, ein Pflegebett, Duschrolli und CAPD Gerät (meist von unterschiedlichen Leistungserbringern). Alles befindet sich im Eigentum meiner jetzigen Krankenkasse. Übernimmt eine neue Krankenkasse den diese Hilfsmittel von der alten Kasse?

Ich kann mir dies nur schwer vorstellen, wäre aber positiv überrascht.

Gruß
Matti

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06 Apr 2019 10:55 #6 von Elkide
Hallo lieber Sebald,

da schließe ich mich gleich an die Frage von Matti an.

Meine Hausärztin schimpft sehr auf die DAK, die homöopathische Behandlungen wie Akupunktur nicht bezahlen. Auch bei Heil- und Hilfsmitteln würden andere Kassen - vor allem AOK - ohne großen Aufwand Erstattungen vornehmen.

Ich habe zwei Rollatoren, bei denen die Krankenkasse jeweils 86,00 € dazu bezahlt hat und die daher Eigentum der KK sind, unerheblich ist angeblich dabei, wieviel ich selbst noch dazu bezahlt habe.

Liebe Grüße
Elke

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06 Apr 2019 11:39 #7 von Sebald
Hallo ihr beiden,

ähm, ich gebe zu, ich hatte kein "schweres Gerät".

Meinen Rollator von der DAK (geleast) musste ich wieder abgeben. Ein anderes, von der DAK ganz bezahltes Hilfsmittel nicht.

Bei teureren Anschaffungen kann man das aber sicher im Vorfeld mit der angepeilten Kasse besprechen, denke ich.

Ich hatte der neuen Kasse gegenüber auch kein wirklich schlechtes Gewissen, dass ich bei ihr nun unterkommen will: Es gibt den Risikostrukturausgleich (RSA), aus dem die Kassen für bestimmte Krankheitsfälle recht hohe Zuzahlungen bekommen.

Beste Grüße, Sebald

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06 Apr 2019 14:00 #8 von Chico
Hallo Sebald,

Ja das stimmt, dieses Hilfsmittel ist etwas dicker als andere Produkte, dafür ist das preis-Leistungsverhältnis meiner Meinung nach perfekt.
Was die Kassen gegen Folie haben weiß ich nicht. Ich hatte in Folie genau so oft Ausschlag/Reizung wie in dem atmungsaktiven Produkten. Somit ist das für mich kein Argument.
Ich fühle mich auch sicherer wenn eine Folie vorhanden ist. Das „knistern“, was viele als störend empfinden, kann ich nicht teilen.
Das Produkt hat eine Hilfsmittelnummer und eine PZN. Somit ist es zugelassen. Somit ist das für mich nicht nachvollziehbar.
Bei den pants ist es ja ähnlich, da wird auch immer gesagt das diese den Zweck überschreiten. Und die sind bei weitem nicht so saugstark.
Ich hoffe das, dass neue Gesetz etwas positiver ausfällt und wir als betroffene/Angehörige etwas Entlastung bekommen.

Zu dem Wechsel der Kasseen:

Meine Frau ist zu meiner Kasse Gewechselt da sie zu mir gezogen ist und wir hier eine Niederlassung der Kasse haben.
Sie hatte ein Tensgerät( ich glaube so heißt das) das musste sie zurück senden an den alten Vertragspartner. Dann ein neues Rezept ausstellen lassen, dies musste von Ihrer neuen Kasse wieder genehmigt werden, diese haben dann die Vertragspartner genannt wo sie das neue Gerät bekommen kann.
Ich denke bei anderen Hilfsmittel verhält sich es ähnlich.

Liebe Grüße

Chico

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06 Apr 2019 14:21 #9 von hippo80
Hallo ihr Lieben.
Möchte mich kurz zu Thema Kassenwechsel äußern. Der Umgang mit Hilfsmitteln etc ist völlig verschieden. Man kann nicht mal sagen der Eine ist von Kasse A zu Kasse B und alle Geräte wurden von der neuen Kasse übernommen (Eigentumsübergang wird unter den Kassen geklärt). Wenn dann jemand von Kasse C zu Kasse B wechselt, selbge Hilfsmittel hast, kann es trotzdem sein, dass bei der Kasse B alle Hilfsmittel neu beantragt und genehmigt werden müssen. Das liegt immer daran, ob die Kassen sich über die Preise einigen. Von daher gibt es da keine Sicherheit.

Was die Ausgangsfrage angeht, ist es aus Sicht der Kasse sicher nicht ganz so logisch, warum man bei So starkem Urinverlust Panta wählt, die bekanntermaßen von der Aufnahmemenge bekanntermaßen nicht so gut sind. Natürlich gibt es Erkrankungen die den Einsatz dieser notwendig machen. Dies sollte in meinen Augen vom Arzt bestätigt werden. Als ich vor einiger Zeit bei der TK die Seni durchgesetzt habe, gelang dies auch erst mit ärztlicher Bestätigung und Termin beim MDK. Vielleicht wäre das noch ein möglicher Weg.

Ich weiß, dass diese Kämpfe nervig und kräftezehrend sind und wünsche allen dafür starke Nerven. Dani
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11 Apr 2019 13:05 - 11 Apr 2019 13:06 #10 von Sebald
Hallo!

...also gut, ob und welche Hilfsmittel zurückgefordert werden, scheint also Kassenlaune zu sein.

Ich denke aber noch immer, dass man solche Szenarien schon mal im Vorfeld erfragen kann.

Und nochmal kurz zur Betterdry, also @ Chico:

Klar hat die eine Hilfsmittelnummer. Fragt sich nur wie lange noch. Die Fleece-Oberfläche gilt ja inzwischen als Grundkriterium. Da mag man zu stehen, wie man will. Ich persönlich hatte mit Folie auch nie ein Problem. - Aber die Betterdry ist halt wirklich sehr voluminös. Damit kommt sie - was sicher beruhigt - nie an ihre Aufnahmegrenzen. Aber ich könnte die am Tage nicht tragen.

Beste Grüße,
Sebald

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