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Pflaster zur Befestigung des Katheters

10 Dez 2020 15:10 #1 von avocado1232
Hallo zusammen,

ich wollte mal kurz berichten, dass ich seit kurzem ein Pflaster (Transafix No. 3) benutze, welches eine Woche auf der Haut bleibt. Ich mache da den Schlauch vom Urinkatheter rein. Ich finde das echt gut, weil ich ihn darin festmachen und wieder rausmachen kann, immer wenn ich es möchte, aber der Schlauch bleibt da wo ich ihn haben will. Vielleicht hilft das ja jemanden von euch? Oder wie macht ihr das?

Danke euch.

LG avocado1232

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20 Jan 2021 11:41 #2 von delta
Hallo Avocado1232,

danke für den Tipp.
Bisher (über 2 Jahre) befestige ich den Schlauch des SPK mit Pflasterstreifen von MaimedPore.
Die sind sehr hautfreundlich, halten aber nicht länger als 1 Tag!

LG
Reinhard

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26 Apr 2021 12:46 #3 von avocado1232
Hi Reinhard,

hast du die Transafix No. 3 mal ausprobiert? Welche findest du praktischer? Die von MaiMed müssen ja täglich gewechselt werden oder halten die auch mal länger? Wo kaufst du deine Pflaster?

Danke dir.

LG avocado1232

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26 Apr 2021 17:08 #4 von delta
Hallo avocado1232,

ich benutze immer noch Maimed pore und klebe sie halt jeden Morgen neu.
Die Austrittsstelle bepflastere ich mit einem 10x15 cm Curapore-Pflaster und bin damit sehr zufrieden.
Darüberhinaus halte ich den Katheter am Bein der Unterhose noch mit einer zugeschnittenen Wäscheklammer fest.
Das erscheint mir notwendig, weil sich häufig beim Wechsel alle 5-6 Wochen herausstellt, daß der Ballon in der Zwischenzeit
leer ist, sodaß der Katheter jederzeit hätte herausrutschen können.

Viele Grüße
Reinhard

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29 Apr 2021 15:54 #5 von bienchen123
Hallo avocado1232 und hallo Reinhard,

das Thema interessiert mich jetzt auch sehr:
Aus welchem Material ist das Transafix No.3 genau hergestellt? Ich habe im Netz herumgesucht und "nur" (auf Werbeseiten der Herstellerfirma) gefunden, dass es sehr hautfreundlich sein soll...

Ich selbst bin sehr mobil, habe aber eine mega-empfindliche Haut. Ich habe einen SPK (einen von UROMED) , dessen dünnen Schlauch ich nur wenige Zentimeter von der Einstichstelle entfernt auf der Bauchdecke mit einem "Brüggli" befestigt habe, damit der Schlauch sich nicht ständig in der Blase bewegt und dreht (das schmerzt nämlich und beschädigt die Blase auf Dauer auch), und damit er möglichst wenig Zug erfährt. Das Brüggli habe ich mir bisher immer selbst "gebastelt" - einfach aus einem selbstklebenden, hautfreundlichen Stretch-Verband-Material.
Das ging auch lange Zeit gut.
Hielt aber immer nur einen Tag bzw. ein Duschbad aus.

Im Laufe der Zeit litt die Haut irgendwann sicht- und spürbar unter dem Schlauch und dem Pflaster.

Mein Urologe empfahl mir, den Schlauch - wie ich es früher schon über lange Zeit praktiziert habe - in ein Stück Schlauchverband zu hüllen (damals verwendete ich immer TG Schlauchverband in der dünnsten/ kleinsten Version, eigentlich ein Verband für Finger und Zehen...). Das war aber immer eine ziemlich aufwändige Sache und der Schlauch musste auch nach jedem Duschen erneuert werden.
Das Stück Schlauchverband musste in etwa so lang sein, wie die Strecke des Katheterschlauchs war, die Kontakt mit der Haut bekommen konnte. Ich umwickelte den übergezogenen Schlauchverband dann ganz nahe an der Einstichstelle sowie kurz hinter dem Ende des Anschlussstücks, welches ich immer noch mit einhüllte, mit z,B, Leukosilk-Pflaster, damit sich weder die Enden des Schlauchverbands aufrollten noch der Verband vom Schlauch rutschen konnte.
Und dann kam die spannendste Sache:
In einigen, wenigen Zentimetern Entfernung zur Einstichstelle schnitt ich ein kleines Loch in den Schlauchverband. Genau auf dieses Loch kam dann der Klebestreifen, (= das Brüggli) und wurde auf der Haut fixiert. So konnte ich sicherstellen, dass der Schlauch keinen direkten Kontakt mehr mit der Haut bekam.
Das funktionierte gut - aber es ist soooooooo fürchterlich umständlich, dass ich manchmal wirklich keine Lust mehr auf ein Duschbad hatte, weil mich die Anlage des Verbandes ziemlich nervte...

Seit diesem Februar habe ich daher auch (von einem anderen Urologen) einen angeblich hautfreundlicheren Katheter (Typ Uromed Silucent) eingelegt bekommen. Erst ging es gut . Allerdings habe ich ganz aktuell wieder eine Phase, in der meine Haut extrem empfindlich reagiert. Und jetzt habe ich auch schon wieder das Problem mit dem entzündeten "Katheter-Graben"! Denn der dünne und eigentlich/ angeblich sehr hautfreundliche Schlauch "gräbt sich" im Laufe eines Tages förmlich in die Haut und hinterlässt dort arge Reizungen bis hin zu oberflächlich beschädigter und manchmal sogar blutender Haut.


Vorgestern meinte mein Urologe, ich solle unbedingt auch wieder die Schlauchverband-Hülle basteln... - und er möchte demnächst wieder einen einfacheren Katheterschlauch legen, der erstens leichter zu bekommen und zweitens auch kostengünstiger ist.

Ich hoffe, ich konnte euch die "Fixier-Situation" bei mir ein bisschen verdeutlichen - ist leider etwas speziell (oder wie mein Arzt sagt: eine harte Nuss...).

Aber: Ich finde die Idee im Sinne von "einmal aufkleben - mehrere Tage kleben lassen können" einfach großartig!!!
Avocado, hast Du denn die Erfahrung gemacht, dass die Haut wegen des Pflasters an der Klebestelle nicht oder nur sehr wenig leidet? Kann man sich darauf verlassen, dass das Fixier-Pflaster auch noch nach einem Duschbad sicher hält?

Liebe Grüße
Monika

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30 Apr 2021 17:32 #6 von delta
Hallo Monika,

die Reizung der (in meinem Falle z.T. bestrahlten) Haut unter dem Katheterschlauch bleibt wohl für den Rest meines Lebens eine
unangenehme, ständige Herausforderung. Es gibt Tage, wo ich kurzer Zeit nach der "Neuverlegung" merke, es entwickelt sich schlecht.
Es beginnt meist mit einem Juckreiz neben der Öffnung, also unter dem zentralen Pflaster, geht aber von (Silicon-) Katheter aus. Im Laufe des Tages wird das dann immer unangenehmer, sodaß ich dann vor der unangenehmen Entscheidung stehe: aushalten oder neu verlegen. Oft führt das dazu, daß ich mich unwillkürlich wenig bewege.
An anderen Tagen spüre ich, das geht gut heute. Dann habe ich den ganzen Tag (und mehr) Ruhe.
Es muss u.a. daran liegen, daß bestimmte Hautareale weniger reizbar sind; sie sind aber leider nicht markiert. ;-)
Ich kann mir nur damit helfen, daß ich bei Beginn des Juckens den Katheter etwas verlege, oft nur wenige mm.
Auch sollte der Schlauch nicht zu stramm sitzen; wenn er sich etwas bewegen kann, wird die Reizung etwas verteilt.
Früher habe ich manchmal keine andere Lösung gesehen, als den Beutel ans andere Bein zu legen, und damit auch den Schlauch.
Nachteil: ich muss das Bett mit meiner Frau tauschen, damit der Nachtbeutel an der richtigen Seite "raushängt".
Um die Öffnungsstelle lege ich eine kleingeschnitte Kompresse (~5x5 cm; mittig zur Hälfte eingeschnitten) bevor ich das zentrale Pflaster aufklebe.
Im Bereich der Leiste klebe ich dann das "Maimed"-Pflaster (etwa 1cm breit; sehr "papierig", aber trotzdem ausreichend "klebrig") kreuzweise, sozusagen
als Umlenkstelle nach unten. Der Beutel (sofern Du überhaupt einen hast) sollte natürlich nicht ziehen.
Wenn Du keinen Beutel, und möglicherweise auch kein Pflaster über der Austrittsstelle hast, müßte es alles eigentlich einfacher sein.
Dann würde ich es auch mit einer kleinen Kompresse um die Katheterwurzel versuchen und dann könntest Du doch den Schlauch jede Stunde ein bisschen
weiterschieben.
Der Schlauch darf halt keine Zeit bekommen, einen "Graben" zu bilden.

Viele Grüße
Reinhard
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19 Mai 2021 18:12 #7 von bienchen123
Hallo avocado 1232,

ich möchte Dir kurz Rückmeldung geben, dass ich mich nun auch nach dem Transafix Fixierstreifen erkundigt habe. Dein Tipp erschien mir einfach großartig!

In meiner Apotheke vor Ort konnte man mir nicht weiterhelfen: Sie kannten diese Fixierstreifen nicht und hatten angeblich auch keine Möglichkeit, über einen ihrer Großhändler daran zu kommen.
Ich habe daraufhin die Herstellerfirma kontaktiert, die mir die Zusendung eines Musters versprochen hat.
Dies ist - denke ich - fürs Ausprobieren sowieso das Allerbeste! Das fand ich auch seitens der Firma ausgesprochen entgegenkommend!

Aber ich möchte Dich mal fragen, wie Du das eigentlich machst:
Lässt Du Dir diese Fixierstreifen als Hilfsmittel von Arzt verordnen?
Und woher beziehst Du sie dann - hast Du ein Sanitätshaus oder direkt vom Hersteller oder doch aus einer Apotheke???

Denn die Streifen sind ja relativ teuer, wenn ich die immer selbst bezahlen müsste....:huh:
Ich würde mich über eine kurze Antwort von Dir sehr freuen!

Viele Grüße!
Monika

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19 Mai 2021 23:05 #8 von herirein
Hallo all,

die beste Erfahrung mit selbstklebenden, wasserfesten Folien habe ich mit OPSITE Flexofix gemacht. Es ist äußerst hautschonend und für mehrere Tage auch duschfest. Mit der Breite von 5cm und der Länge von 10m sicher sparsamer als Fertigfixierer. Es ist sowohl als Katheterunterlage als auch als dessen Fixateur geeignet.
Ob es allerdings als Hilfsmittel verordnet werden kann, ist mir nicht bekannt. PZN: 07478012

Gruß Heribert

Menschen sind wie Engel mit nur einem Flügel,
um fliegen zu können müssen wir uns umarmen
(Luciano de Crescenzo)
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21 Mai 2021 18:23 #9 von bienchen123
Hallo Reinhard,

du schriebst am 30.04.2021:

"(...) Es gibt Tage, wo ich kurzer Zeit nach der "Neuverlegung" merke, es entwickelt sich schlecht.
Es beginnt meist mit einem Juckreiz neben der Öffnung, also unter dem zentralen Pflaster, geht aber von (Silicon-) Katheter aus. Im Laufe des Tages wird das dann immer unangenehmer, sodaß ich dann vor der unangenehmen Entscheidung stehe: aushalten oder neu verlegen. Oft führt das dazu, daß ich mich unwillkürlich wenig bewege.
An anderen Tagen spüre ich, das geht gut heute. (...)"

Ich danke dir insbesondere für deine treffende Schilderung einer Erfahrung, die ich auch schon gemacht habe.
Da dieses Thema bei mir zurzeit wieder sehr aktuell ist (...wobei ich für mich ganz persönlich annehme, dass es auch mit einer Gräserpollen-Allergie zusammenhängt, dass die Haut insgesamt noch etwas empfindlicher reagiert - bewiesen ist das aber nicht!), und weil ich wegen des Schlauchs auch irgendwie überhaupt nicht zur Ruhe komme, versucht inzwischen auch mein Urologe, mit Veränderungen und Ausprobieren mir zu helfen.
Gestatte mir die Frage, welches Kahetersystem du verwendest.
Ich nehme mal sehr vorsichtig an, dass auch die Art des Katheters mit der Reaktion der Haut zu tun hat.

Viele Grüße
Monika

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24 Jun 2021 11:55 #10 von avocado1232
Hallo Monika,

sorry, für die späte Rückmeldung. Ich bin nicht so regelmäßig online.

Das mit den Apotheken finde ich immer etwas schade, da lt. Hersteller-Webseite alle Produkte über eine PZN verfügen. Selbst wenn die Apotheken die Pflaster nicht über einen Großhändler beziehen können, dann sollten diese es doch zumindest direkt über den Hersteller beziehen können, oder?

Hast du denn die Muster bereits erhalten und ausprobiert? Helfen dir die Pflaster im Alltag?

Ich kenne mich mit den "Abrechnungssachen" leider nicht so gut aus, aber aufgrund der vorhandenen PZN sollte es eigentlich möglich sein, dass dir dein Arzt die Pflaster auf Rezept verordnet. Ansonsten habe ich herausgefunden, dass wenn du ein Rezept mit der Hilfsmittelpositions-Nummer 15.99.99.0001 verordnet bekommst, die Abrechnung als "Ersatzteile zur Inkontinenzversorgung" möglich sein müsste. Das wird wohl im Einzelfall zwar auch immer von jeder Krankenkasse nochmal entschieden, aber das sollte ebenfalls möglich sein. Damit habe ich allerdings keine Erfahrung.

Es gibt in Dresden die uroSax GmbH, welche auf die Abrechnung von Inkontinenzartikeln mit Rezepten spezialisiert sind. Dort könntest du es bspw. mal mit der Hilfsmittelpositions-Nummer probieren. Frag aber vielleicht vorher mal, ob die schon mal etwas von den Pflastern gehört haben oder diese besorgen können.

Hallo Heribert,

danke dir für deine Erfahrung. Je nachdem in welcher Größe man die Folie vom Band abschneidet, kann es durchaus sparsamer sein. Wobei mich bei den Transafix-Pflastern die "Flexibilität" fasziniert. Einerseits der Klettverschluss (ähnlich bei einem Klettschuh) oder andererseits die Möglichkeit den Schlauch auch fest mit dem Kleber zu fixieren.

VG avocado1232

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