file Frage Frage zu Edelstahl-Kathetern

  • ute
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14 Jahre 6 Monate her #13906 von ute
Frage zu Edelstahl-Kathetern wurde erstellt von ute
Hallo in die Runde.

ich habe davon gehört, daß in England die ISK-Patienten sich selbst mit Kathetern aus Edelstahl versorgen.
In Deutschland scheint es unüblich.
Habt ihr Erfahrungen mit dieser Möglichkeit, gibt es da etwas zu beachten, etc ...
Vielen Dank schon mal im Voraus, Ute

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  • Matti
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14 Jahre 6 Monate her #13907 von Matti
Matti antwortete auf Frage zu Edelstahl-Kathetern
Hallo Ute,

ich kenne bestimmt einige hundert Anwender des intermittierden Selbstkatheterismus, keiner benutzt dafür einen Katheter aus Edelstahl. Dennoch gibt es solche Katheter. Die Frage ist, für welche Zielgruppe bzw. in welchen Fällen dieses Material sinnvoll ist bzw. die Anwendung rechtfertigt.

Mir scheint, dass Katheter aus Edelstahl ausschließlich Nachtteile gegenüber den marktüblichen Einmalkathetern aus Silikon oder Latex haben. Edelstahl Katheter sind von Natur aus nicht flexibel. Gerade bei der männlichen Anatomie schon einmal eine denkbar schlechte Voraussetzung. Zudem muss ein separates Gleitgel verwendet werden, welches ein steriles Arbeiten zumindest erschwert. Die gleichmässige Verteilung des Gleitgels in der gesamten Harnröhre ist ebenfalls fraglich. Ob man die Katheteraugen (Ablusslöcher) ähnlich "stumpf" bei einem Edelstahlkatheter hinbekommt, wei bei einem Silikon Katheter scheint mir zumindest fraglich.
Der Aufwand nach dem Katheterisieren ist wesenlich aufwendiger. So muss der Edelstahlkatheter nach dem Katheterisieren desinfiziert und sterilisiert werden. Selbst die Ökobilanz dürfte somit negativ ausfallen.

Vieleicht verräts du uns, was dein Interesse an diesen Kathetern geweckt hat.

Gruss

Matti

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  • Struppi
  • Struppis Avatar
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14 Jahre 6 Monate her #13908 von Struppi
Struppi antwortete auf Frage zu Edelstahl-Kathetern
Hallo Ute,

ich schließe mich Mattis Meinung an; für mich persönlich wäre das Risiko von Verletzungen mir auch einfach zu hoch, ich würde weder eine Penetration der Harnröhre noch anderen Gewebes spüren und würde mich damit größerer Gefahr aussetzen. Ebenso hätte ich Bedenken, den "Knick" bei der Prostata nicht ohne Probleme bewältigen zu können.

In privater Hand habe ich bislang noch nicht von der Verwendung solcher Katheter gehört - würde mich mal interessieren, wie da die ordnungsgemäße Sterilität geschaffen werden soll? Es hat ja nicht jeder die Möglichkeit, den Katheter zu sterelisieren und auch steril für den nächsten Gebrauch zu verpacken/aufzubewahren.

Gruß

Hannes

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