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Ist der Einsatz eines Blasen-Darmschrittmachers sinnvoll

03 Jan 2016 23:07 #1 von Datrehlein
Vorweg möchte ich allen hier anwesenden ein gesundes neues Jahr wünschen. Wie ihr in früheren Beiträgen von mir schon lesen konntet ist mein Problem eine kombinierte Harninkontinenz bei Blasenhalsinsuffizienz und hyposensitiver Harnblase. Hierzu kombiniert seit einem Jahr eine Stuhlinkontinenz bei ständigen Durchfällen und sehr unregelmäßigem Stuhlabgang. Sexualanamnesisch besteht eine erektile Dysfunktion. Weiter habe ich ständig Druck in der Magengegend und das Gefühl ich habe einen Kloß im Hals.
Eine Magenspiegelung hat nichts ergeben aber mein Peristaltik funktioniert wohl nicht richtig (in allen Bereichen)
Jetzt kam die Nachricht aus der Uniklinik Greifswald das sie mir einen kombinierten Schrittmacher für Blase und Darm einsetzen wollen.

Ich habe seit 2009 die zehnte OP hinter mir und bei allen ging irgendetwas schief. Septische Wundentzündungen und Abstoßung von Fremdkörpern. Mein Ohr mußte viermal operiert werden nachdem ich mich mit multiresistenten Keimen infiziert hatte. Am Ende ist das rechte Ohr jetzt fast taub.

Nun soll also im Februar die nächste OP und ich habe große Angst das es wider Probleme gibt und am Ende alles wie immer nichts bringt. Ich habe viel im Internet gelesen und von sehr vielen Problemen gehört.

Hat einer von Euch Erfahrungen mit so einem Schrittmacher, so schreibt es mir bitte. Vielleicht hilft es mir bei meiner Entscheidung.

Liebe Grüße...Dat Rehlein

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04 Jan 2016 10:18 #2 von Bernhardine
Hallo "Rehlein " ( sollte es nicht eigentlich " Hirschlein" heißen?? ;-) ,

ich kann deine Ängste gut nachempfinden. Auch ich hatte etliche OPs, die eigentlich als harmlose Routinesachen abgetan wurden von den Ärzten, bei denen dann gründlich was schief gelaufen ist. Zweimal sogar kunstfehlerhafte Behandlungen, die dann im Nachhinein vor Gericht landeten.

Auch mit multiresistenten Keimen kenne ich mich leider aus.
Als mir dann ein Arzt den Vorschlag gemacht hat, wegen meiner ständigen Harnwegsinfekte ( wahrscheinlich bei mir aufgrund einer besonderen Empfindlichkeit auf das Kathetern ) einen Blasenschrittmacher in Erwägung zu ziehen, habe ich das erst mal ganz weit von mir gewiesen.

Ich hatte eine höllische Angst vor einer ( oder besser tatsächlich vor DREI!) weiteren OPs. Weil ich mir sicher war, dass wieder was schiefgehen würde!
Es hat fast ein Jahr gedauert, in dem ich versucht habe, mich umfassend zu informieren, ehe ich mich überhaupt überwinden konnte, mich in der Neurourologie vorzustellen , um Infos von den Ärzten einzuholen.

Mittlerweile war aber bei mir der Leidensdruck durch die ständigen Infekte und die Angst vor weiteren Resistenzen auf Antibiotika auch so groß, dass ich etwas unternehmen musste!
Ich habe mir dann vor etwas mehr als einem Jahr zwei Schrittmacher für die Blase implantieren lassen ( zwei Testphasen von je zwei Wochen sind im Verlauf eines halben Jahres davor notwendig gewesen, mit jeweils einer OP unter Vollnarkose) und ich bereue es nicht !!! Es ist alles gut gegangen, meine Lebensqualität ist enorm gestiegen und ich habe fast keine INfekte mehr! Und ich denke, dass es noch besser werden wird, wenn mein Körper sich nach und nach von den vielen Antibiotikagaben erholt hat.

Zwar kann ich nur für mich selber sprechen, und natürlich kann immer was schiefgehen, aber grundsätzlich halte ich die Implantation von Schrittmachern für eine gute Möglichkeit, eine Inkontinenz zu behandeln.
Leider hilft es nicht bei jedem, deshalb gibt es ja auch immer die Testphasen vor der endgültigen Implantation.

Schildere den Ärzten deine Ängste, ich denke, sie verstehen sie und werden besonders sorgfältig vorgehen. Jedenfalls hatte ich den Eindruck, nachdem ich von meinen misslungenen OPs erzählt hatte.

Ich wünsche dir alles Gute!!

Liebe Grüße

Bernhardine

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04 Jan 2016 21:21 #3 von Datrehlein
Vielen Dank Bernhardine das du so offen sprichst. Mit meinen 1,90m Höhe und der dazu angemessenen Breite passt das Rehlein doch ganz gut ;) . Ich wurde ebenfalls mit Antibiotika und dazu noch Kortison in allen Variationen vollgepummt . Es gibt für mich nur noch ein Präparat Antibiotika wogegen ich nicht resistent bin, was da ja heißt, wenn ich mich wieder infiziere wird es eng mit Hilfe. Darf ich mal fragen, brauchst du jetzt keine Vorlagen oder Windeln mehr oder sind diese trotzdem notwendig? Ich habe bis jetzt nur ein telefonisches Gespräch mit meiner Urologin gehabt, die das alles organisiert hat. Ich weiß aber nur aus dem Internet worum es geht.
Das schlimme für mich ist halt das immer noch keine Ursache gefunden ist und alles nach meiner ersten OP anfing. Das ist jetzt ziemlich genau sechs Jahre her.
Naja ich muß wohl noch ein oder zwei Nächte drüber grübeln. LG Dat Rehlein

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05 Jan 2016 08:00 #4 von Uschu
Hallo Rehlein,
ich halte die Schrittmacher für einen sinnvollen Therapieversuch.
Bevor man endgültig implantiert, wird im Vorfeld eine Testphase durchgemacht.
Da kann man dann schon einschätzen, ob es was bringt oder nicht.
Schlimmstenfalls wird der Schrittmacher wieder entfernt und dann ist alles wie gehabt.
Viel Glück !

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