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Blasenkatheter bei benigner Prostatahyperplasie (BPH).

04 Feb 2017 18:33 #1 von naja_nicht_so_lustig
Bisher fand ich kein besser passendes forum im www.
Hoffe dass ich hier trotzdem einige Antworten bekomme.
Möchte mich mit meinem Problem kurz vorstellen..
Bin 67 Jahre alt.
Nach Diagnose einer ... benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine gutartige Vergrößerung ... habe ich erst mal einen Transurethralen Blasenkatheder bekommen.
Diagnose am Dienstag 31. Januar 2017.
Weiterhin nehmen ich nun Finural 5mg.
Das alles hat mich arg erschrocken, war bei Euch gewiss auch so.
Am Donnerstag 09. Februar 2017 bin ich wieder beim Urologen.
Ich gehe davon aus dass wir dann das weitere Vorgehen absprechen.
Dienstag war quasi ein Notfall.
Ich habe gelernt dass:
a) Katheder als schnelle Massnahme verwendet wird um die Urinausscheidung zu ermöglichen.
b) Finural zur längerfristigen Behandlung eingesetzt wird um die Prostata zurückzubilden.

Meine laienhafte Fragen sind nun.
c) Bleibt durch den Katheder die Öffnung im Blasengang längerfristig etwas größer, auch wenn der Katheder wieder raus kommt?
d) Verkleinert sich der Blasengang direkt wieder auf den zu kleinen Ursprungsdurchmesser wenn der Katheder raus kommt?
e) Ist es eine realistische Möglichkeit durch c) und Verwendung von Finural den Blasengang offen zu halten?

Möchte nicht der Beratung durch den Arzt vorgreifen, aber Fragen hier und beim Arzt können ja nicht schaden.

Dann geht es noch um Trinken und da „weiss" ich das 2 - 3 ltr. täglich nicht verkehrt sind.
f) Was ist empfehlenswert um Komplikationen mit dem Katheder zu vermeiden.

Jetzt langt es erst mal.

Euch einen schönen Tag.

Jochen

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04 Feb 2017 22:17 - 04 Feb 2017 22:21 #2 von Ano
Moin Jochen!

Du schreibst, Du hast einen transurethralen Katheter gelegt bekommen (also durch die Harnröhre).
Ein transurethraler Katheter sollte nie dauerhaft verwendet werden!
Du hast ihn am 31.01. als Akutfall gelegt bekommen und hast den nächsten Arzttermin erst am 09.02.2017! Das sind 10 Tage! Länger sollte er auch nicht verbleiben! Solltest Du danach noch immer einen Katheter benötigen, dann wäre auf jeden Fall ein suprapubischer Katheter indiziert. Besprich das bitte unbedingt mit Deinem behandelnden Arzt.

Ich zitiere hier mal unseren Admin Matti aus einem anderen Posting:

Ein liegender transurethraler Katheter sorgt zu nahezu 100% zu einer Bakteriurie (Bakterien im Urin) der Blase, mit gefürchteten und mitunter gefährlichen Folgen.

Blasenkatheter sind so bald wie möglich zu entfernen, um eine Harnröhrenstriktur und andere Komplikationen, wie Urethritis (Schleimhaut-Entzündung der Harnröhre) zu vermeiden. Eine sekundäre Bakteriämie (Bakterien im Blutkreislauf), d. h. ausgehend von einem bestehenden Infektionsherd, ist die häufigste Ursache für septische Episoden. Etwa die Hälfte aller sekundären Bakteriämien wird durch Harnwegsinfektionen hervorgerufen. Aufsteigende Infektionen können die Nieren schädigen.

Stellen sich keine Versorgungsalternativen zur Katheter-Versorgung ist der suprapubische Katheter immer vorzuziehen.

Ein suprapubischer Katheter liegt in der geringeren Keimbesiedelung der Bauchhaut im Vergleich zum Meatus urethrae (Harnröhrenöffnung). Zwar kommt es bei längerer Liegedauer auch hier zu einer Bakteriurie, jedoch ist das Keimspektrum in der Regel das der Hautflora und nicht, wie beim transurethralen Katheter, das der problembehafteten Perianalflora (in der Umgebung des Afters).

Der suprapubische Katheter ist im Prinzip für eine kurzzeitige Anlage nicht geeignet und der Aufwand und die Risiken stehen in keinem Verhältnis. Schließlich werden mit einer Hohlnadel die Haut, die Muskulatur und die Blase von außen durchstochen. Dies macht man nicht für eine Ableitung über 2-3 Tage.


Bitte beachte, dass durch den transurethralen Katheter eine erhöhte Gefahr einer Blaseninfektion besteht. Daher solltest Du auf jeden Fall auch genug trinken, mindestens 2-2,5 Liter pro Tag, damit alles gut durchgespült wird und sich so wenig Keime wie möglich ansiedeln können.

LG, Ano

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04 Feb 2017 22:49 #3 von naja_nicht_so_lustig
Danke für Feedback.

Was bedeutet liegender transurethraler Katheder?

Auf meine laienhaften Fragen erhielt ich noch keine Antwort, sorry.

Jochen

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05 Feb 2017 08:48 - 05 Feb 2017 08:49 #4 von Johannes1956
Hallo, Jochen!

Ano hat es bereits beschrieben: "Du hast einen transurethralen Katheter gelegt bekommen (also durch die Harnröhre)"

Transurethraler Katheter beschreibt den Katheter, der durch die Harnröhre eingeführt wird.
Liegend heißt soviel, dass er gelegt wurde, also sich durch die Harnröhre in der Blase befindet.

Ano schreibt auch, dass diese Form der Harnableitung nicht allzulange verwendet werden soll, da es Infektionsgefahr bedeutet. Eine Alternative ist der suprabubische Katheter bis zur Durchführung einer geeigneten Therapie.

Der Katheter selbst hat gar keine positive Wirkung auf die Öffnung in der Harnröhre, die durch die vergrößerte Prostata verengt ist.

Medikamentös, so wie das jetzt bei Dir probiert wird, kann eine Verbesserung erzielt werden, aber in vielen Fällen ist dann doch eine Operation notwendig.

Jedenfalls sollte der Katheter durch die Harnröhre möglichst bald wegkommen.

Besprich das alles in Ruhe mit Deinem Arzt, es ist jedenfalls ein lösbares Problem.

Alles Gute,

Johannes
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