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Psyche-Wie gehe ich mit der Krankheit um??

09 Sep 2007 16:42 #1 von Anonymous
Liebe Forumsmitglieder,

ich habe hier viel gelesen und einige mediz. schicksale!!

mir geht es aber mal um was anderes:

ich hatte - siehe blasenspiegelung - mit matti eine diskussion und das bringt mich zum anlass mal anzuregen, uns hier zu unterhalten, wie wir mit der krankheit umgehen.

naja wenn ihr dort nachlesen werdet ist schon richtig ich bin nicht so der geduldsmensch! nur wenn man krank ist, ändert sich vieles und man muß lernen, damit umzugehen. und hierüber möchte ich mal mit euch reden!

wie ergeht es euch?

z.b. ich krieg oft die wut, wenn ich ewig und drei tage warten soll ( was ja nicht alle so sehen mögen ), aber im grunde ist es eigentlich die ohnmacht, das heft des handelns nicht mehr in der hand zu haben.

man soll fremden menschen ( ärzten ) vertrauen, die ich nicht kenne und die vermeintlich alles besser wissen. aber tun sie das immer?
oder sollen nur die medikamente unter das volk gebracht werden?
wissen die ärzte immer alles oder vertuschen sie ihr unwissen mit immer mehr notwendigen (?) untersuchungen. wo finde ich den richtigen arzt?

wie ist es im alltag? viele von uns vertuschen es doch und nur ein sehr kleiner personenkreis weiß etwas oder ahnt etwas!?? wie geht ihr mit der krankheit um? outet ihr euch?

habt ihr nicht auch manchmal einfach nur die wut, daß der körper nicht so "funktioniert" wie früher, kotzt euch der ständige slip, windelwechsel u.ä. nicht an und wie macht ihr es z.b. auf der arbeit, damit es keiner merkt??

wie geht ihr damit um, euch zuweilen eklig zu fühlen und ein häufigeres waschbedürfnis zu haben als früher, als noch alles in ordnung war ( und man es nicht schätzte )??


schreibt was ihr fühlt, schreibt wut, freude über verbesserungen, habt ihr mehr gelassenheit erreicht, schreibt möglicherweise komische geschichten!

mir geht es jetzt HIER mal nicht um diagnosen und was kann ich besser machen, sondern um das gefühl um die krankheit herum - die psyche also. auch gesunde können mal schreiben, wie sie heute leben ( bewußter oder in der angst es könne wiederkommen ).

ich glaube geteiltes leid ist halbes leid und von daher würde ich mich sehr freuen, wenn ihr viel schreibt. ich hoffe, die klaviatur eurer seele getroffen zu haben und hoffe auf viele einträge!!

also greift in die tasten! ich bin noch relativ neu hier und vielleicht kann man das eine oder andere mitnehmen und vielleicht ist es für den einen oder anderen leichter, wenn er liest, daß andere auch nicht perfekt sind im umgang mit ihrer krankheit.

max

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09 Sep 2007 18:49 #2 von klaro
grüss dich Max

nicht so einfach, hier einfach auf alles zu antworten.

Also erstens, ich WAR auch so eine Kandidatin, die nie warten mochte. Heute weiss ich, dass die Mühlen allgemein langsam mahlen. So sind für mich neu Tage, Wochen, je nach Fall des Wartens, nicht mehr gleich *Die EWIGKEIT, die kein ENDE hat*.

Also, erstmals musste ich diese Einstellung ändern. Das braucht bisschen übung.
Gelingt immer wie besser, was aber nicht heissen soll, immer.
--
Wie mit der Krankheit umgehen. Dies ist sehr different. Wenn jemand einen Krebs operieren liess, kann es sein, dass eine nachfolgende inkontinenz ( wenns der Fall wäre), weniger im Vordergrund liegt, als die Krebserkrankung an und für sich.

Selber erlebe ich dies, mit meinen doch verschiedenen handicaps und Krankheitsleiden. Meist ist max. das das problem, das am heftigsten mich derangiert im Alltagsleben.

Wichtig finde ich, dass man nicht dauernd fragt, WIESO AUSGERECHNET ICH??

Das JA sagen, zu seinem neuen Zustand, auch das ist ein Reifeprozess. Erst hat man ein Leiden, bald mal eine Diagnose.

Den ersten Schrecken, daraufhin fasst sich schon mal manch einer und sucht nach weiteren Infos zur Krankheit.
Gut informiert, gründlich studiert, hilft doch schon zum finden der positiven Einstellung.... Lernprozess halt auch.
--

Austausch, wie hier im Forum, sich mit -TEILEN können, sich nicht allein fühlen, sich auch als normal angenommen fühlen,
trotz einer Erkrankung.. sind sehr wichtig.

Zu lesen, erfahren, zu hören, dass es andere Betroffene auch gibt, die die Situation gemeistert haben, oder sich jeden Tag
am * es meistern und bewältigen sind*. ist ein weiterer Hoffnungspunkt.

Mit jeder Erkrankung läuft doch irgendwie fast dasselbe ab.. wichtig ist doch, das ja sagen dazu.

ICH SCHAFFE das, TROTZ..... all den widerwärtigen Umständen!!!!

Mut, Hoffnung, Wille, positivees Denken... Durchhaltewille, umfallen und wieder aufstehen, Rat suchen, Hilfe annehmen
durch Erfahrungen lernen am eigenen Körper...

... ist das nicht auch *Leben*??

Wut , Frust... erleben das nicht auch gesunde Menschen??

Wier mögen es jetzt auf die Inkontinenz beziehen. Klar, auch ich hatte diese Wut, den Frust, ich hatte auch Phasen, wo
ich es einfach... auch nicht akzeptieren konnte.

Den häufigeren Waschzwaang, na ja, das geht. Ich finde Hygiene schon wichtig, und dabei hat sich mit der Inko eigentlich nichts geändert. Ausser nach der Nacht.
--

Fremden Menschen zu vertrauen?? ne... einem Arzt musst du nicht vertrauen, du musst ihm lediglich dein LEIDEN

AN-VER_trauen. Das ist ne grosse Differenz. Kommt es im Laufe der Behandlung zu einem Vertrauensverhältnis,
dann ist das tollste geschehen, was einem geschehen kann.

Aber Vertrauen baut sich langsam auf... also reicht es zu Beginn.. mit sich an-ver-trauen. Somit gibst du dich ja nicht völlig dem Arzt hin.
Du kanst Rückmeldungen machen, worüber die Aerzte ja froh sind. Und dies auch erwarten. So kommen sie schneller ans Ziel.

WEnn du bei einem Arzt bist und du dir nur die Frage stellst.. * geht es ihm nur darum, Medikamente in Umlauf zu bringen*

also da hätt ich Zweifel.. diese Medikamente einzunehmen. Da stimmt Arzt Patient Verhältinis wohl nicht.
Dem fall würde ich MEHR FRagen stellen dazu.. wieso???? iich dieses Medikament nehmen sollte und was er sich davon denn verspreche, inwiefern es mir helfen könne.. etc.

--

Krankheit vertuschen? Es geht nicht immer ums Vertuschen, es gibt schlichtweg Menschen, die damit nicht umgehen könnten, würde man es ihnen anvertrauen.
Also ich geh nicht hausieren damit. Es reicht, wenn wer per Gelegenheit mitbekommt, dass ich inkontinent bin.

wobei ich aber auch kein Versteckspiel mache. Wohl aber versuche, diskret umzugehen damit.

---
Ja, Gelassenheit habe ihc gelernt. Mit dem sich selber arrangieren, mit der Zeit zu wissen, welche Situationen WIE zu meistern oder bewältigen sind. Das gibt Sicherheit. Und Sicherheit, führt dann wieder zur Gelassenheit.Man lernt sich zu arrangieren. Es wird zur Routine, es gehört zu mir, zum Alltag.. zu allem, denn

DAS BIN ICH !! mit diesem Leiden, mit jenem Leiden.. egal.. DAS BIN ICH !!

Und hat man den Punkt dann erreicht... kann man locker drüber reden, wie ich nun hier. Und andere auch.

ES IST EIN LERNPROZESS.. MAX.... UND DU BIST MITTENDRIN.

MACH WEITER UND BLEIB DRAN.

das mal soweit von meiner Seite. klaro :?

ps: deine Signatur.. wäre auch ein Anfang.. an dir zu arbeiten.. dich für wichtiger zu nehmen... mach dich nicht selber klein.
Klar gibt es immer einen Menschen, der alles besser weiss...

.. ABER.. weiss ER ( egal wer ) es wirklich besser.. als du selber? als ich selber ???

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09 Sep 2007 23:51 #3 von klaro
ich möchte mal diesen Satz rausnehmen von Max:
wissen die ärzte immer alles oder vertuschen sie ihr unwissen mit immer mehr notwendigen (?) untersuchungen

Anfang August dies Jahr, habe ich eine extrem aufstellende Situation erlebt, die genau das wieder einmal ,widerlegt.

Ich hatte ein dermatologisches problem. DA ich aber zu spät reagierte, waren die Hautarzt Praxen geschlossen, Wochenende.
Auf Hinweis meiner Mutter hin, mich auf die Notfallstation zu begeben, tat ich dies dann am Sonntag Morgen
5.August um 8 uhr.
Ne, ich meldete mich NICHT an, weil ich wollte keine Absage einstecken, die Sache war ECHT dringend, ich hätte eine Absage eingesteckt, das war klar, denn mein Problem brauchte einen Dermatologen auf sicher. doch mein Problem, war fällig oder schon zu lange...
wenn nicht schon lange überfällig.

Erst guckte sich die Krankenschwester die Haut an, danach der zuständige Arzt. Selber kenne ich ganz eine Reihe von hauterkrankungen, die ich oder meine Kinder schon hinter uns haben,

doch sowas (nenne es mal nicht), so und in dem Ausmaas, echt noch nie.

Der Arzt sagte mir, offen und ehrlich;
" ich habe sowas noch NIE gesehen und muss eingestehen, ich habe absolut KEINE AHNUNG, was das sein könnte.
Bitte bleiben Sie mal hier liegen, ich werde mal über s Internet forschen, und in 1 1 /2 Stunden kommt die Oberärztin. Dann sehen wir weiter".

Dadurch, dass der Arzt zugab, er hätte absolut keine Ahnung, hat er mein VOLLSTES Vertrauen gewonnen. Ich sagte ihm," RICHTIG. DAS hab ich erwartet, darum bin ich auch hier. Ich hab damit gerechnet, dass ihr das nicht kennt oder nicht einstufen könnt, dennoch bin ich hier, in der Hoffnung, ihr könnt mir trotzdem weiterhelfen."

Ich lag also gute 2 Stunden da. Dann kam Oberärztin und hatte einen Tip. Sie wage zu behaupten, zu 95 % handle es sich um.... ( dann Diagnose).

Als ich ihr *auch nochmals *was anderes dazu erwähnte, wo ich fand, das gehört zusammen, dass sie es weiss. Die anderen Aerzte hatten es wohl nicht ausgerichtet... sagte sie:

"na super, dann ist es zu 100 % sicher,dies bestätigt nun nochmals die Diagnose. Also dann behandeln wir gleich sofort.. der Arzt wird ihnen
die Verordnung bereitstellen".

Was ich damit sagen will? Es sind heute längst nicht mehr alle Aerzte dazu geneigt, den Allwissenden zu
repräsentieren.( wie man früher immer glaubte)
Ich selber finde in den Aerzten, serh viel mehr Vertrauen, die zugeben, damit ¨überfordert zu sein, oder noch nicht zu wissen, worum es sich handelt... mit anderen Worten hörte ich auch schon von einem Arzt,
"ich bin am Ende von meinem Latein angekommen, wir versuchen es wieder von vorne, diesmal aber anders... DANN HAT es geklappt."

ICh fühle mich in so Situationen auch nicht als *ausgeliefert*, vielmehr als Hilfesuchender, und vom Arzt
erwarte ich die Haltung der Beratenden Stütze. In erster Linie mal. Und weiterer Vorschläge, wie behandeln. Oder erwägen, wie weiter, zusammen.

Die Halbgötter in Weiss.. sollte doch allmählich aus unserem Kopf verschwinden.

Ebenso geben sich sehr viele Aerzte grosse Mühe, dass sich der Patient nicht entmündigt vorkommt,
oder eben sogar *ausgeliefert*.

Meine Frage steht somit im Raum, stressen nicht wir Patienten oft den Arzt, weil wir am liebsten,
wenn wir krank rein gehen in die Praxis, dann gesund wieder raushüpfen, weil wir ja so ungeduldig sind?

Wir sehen meist nur unsere Seite des Patienten,

Versetzen wir uns mal nur in Gedanken, in die Welt und die Verantwortung eines Arztes....
dann wird sich unsere Perspektive ändern.

Und auf einmal... werden wir Geduld haben... und geduldig sein. Weil auch die Aerzte, sind nur Menschen, auch die Medizin, alles braucht seine Zeit zum gesund werden.

Und es gibt Zustände, momente, die einfach nicht mehr gesund gemacht werden können,

aber die man noch so gesund erhalten kann, wie es geht... akzeptieren wir dies?

oder rebellieren wir gegen unser Schicksaal?

Ist nicht jedes leben geprägt, von einem einzigartigen, einmaligen, Weg?

Trägt nicht jedes Menschenleben, sein eigenes Schicksaal mit sich??


PSYCHE-WIE GEHE ICH MIT DER KRANKHEIT UM???

Fängt dies nicht in den Grundgedanken IN UNS an?
können wir dies nicht doch beeinflussen, positiv wie auch negativ?
können wir negative pole, auch in positive umwandeln? Und Nutzen daraus ziehen?
können wir durch selber durchlittenes, nicht auch *Verstehende werden, für andere Betroffene"?
versuchen wir einmal, den Umgang mit unserer Erkrankung, als einen Lernprozess anzusehen,
haben wir nicht sehr viel mehr Wissensvorsprung, als nicht Betroffene?
ERfüllt uns das durchstehen gewisser, schwerwiegender punkte, nicht wiederum auch NEUE KRAFT,
Stärke??
Gibt uns das, was wir durchgemacht haben, nicht auch Ansporn, weiterzukämpfen, statt nun aufzugeben?
statt alles hinzuschmeissen, und als ausweglos zu bezeichnen?

Der Beitrag von Max, hat in mir sehr viele Gedanken angeregt.
Mit DAnkbarkeit sehe ich auf all dies zurück, was ich in meinem leben , Leiden, schon alles ertragen habe und durchstehen musste.

Hat nicht auch GERADE das, mich gestärkt?? Dass ich es überhaupt ausgehalten habe, bis heute
und weiter..???

Wie oft bin ich immer wieder am äussersten Rand der Kraft und wie Max schrieb.. an der Grenze der Ohnmacht. Man sieht nicht mehr weiter.

Und doch hab ich auch gelernt.. dass gerade Zeiten der Ohnmacht sich bei mir ( in meinem Fall) nicht vermeiden lassen.

Wohl aber weiss ich im Innern, es handelt sich NUR UMS DURCHHALTEN, es ist wie ein Wolkenhimmel.
Es gilt abzuwarten, bis alle Wolken wieder vorbeigezogen sind. Dann geht es wieder.

Hätte ich dies je gelernt, wenn ich nie krank geworden wäre????

NEIN!! Bestimmt nie hätte ich dies gelernt. Es ist noch heut schwierig, es so anzunehmen, abzuwarten in schlechten Tagn, bis die Wolken v0rübergehen.... aber es ist ertragbar so.



EIN JEDER LEBT SEIN EIGENES LEBEN

EIN JEDER PRÄGT SEIN EIGENES LEBEN

EIN JEDER TRÄGT SEIN EIGENES LEBEN

EIN JEDER ENTSCHEIDET, ÜBER SEIN EIGENES LEBEN

LEBEN WIR ES WIRKLICH, ODER ÜBERLEBEN WIR ES BLOSS ????

(GEDANKEN ZUM ANREGEN)

klaro :?

lasst uns hier im Forum, und im Verein zusammenhalten, dass jede(r) hier Anwesende,
Beistand findet, im Durchleben seiner schweren Zeiten und Begleitung findet auf dem Weg
der Verarbeitung.. und Hilfestellung bieten, denen, die um Rat suchen.

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10 Sep 2007 14:39 #4 von welute
Hallo zusammen,

wir haben hier schön öfter über unser "Empfinden" gesprochen.

Darum wiederhole ich mich vielleicht. Aber die eigene Krankheit muss man erst mal annehmen. Da ich mehrere Erkrankungen habe die nicht selbstverständlich sind, habe ich Ärzte kennengelernt die angeblich alles kennen und doch nichts wussen. Aber ich habe auch Ärzte kennengelernt, die sich erst schlau gemacht haben und sogar Ärzte, die meine ungewöhnlichen Diagnosen kannten.
Also erst mal nicht alle über "einen Kamm" scheren. Dann habe ich festgestellt, dass die Ärzte mit einem geduldigen Patienten gduldiger mgegangen sind als mit einem ungeduldigen.

Und noch mal: Inkontinenz mag eine sehr unangenehme Erkrankung sein, mit Sicherheit ist sie auch stigmatisiert, aber es liegt an uns, sie aus der "Schmuddelecke" zu holen.

In den letzten Jahren hatte ich 9 OP´s. Jetzt bekomme ich ein Sauerstoffgerät für die Nacht und im nächsten Jahr muss ich an meinem Schrittmacher ein Nach-OP einplanen.

Manchmal depressiert mich mein "Nichtkönnen", aber die Inkontinenz ist das wenigste dabei!

Und ich verheimliche sie auch nicht. Zwar hänge ich mir kein Schild um den Hals "Seht her ich bin inkontinent!" aber wenn es sich ergibt, spreche ich darüber. Sei es im Sportverein, wegen meiner Kleidung, oder auf der Arbeit, wo ich einen großen Hygiene-Eimer brauchte. Ich sag einfach warum und mich hat noch keiner stehen lassen.

Niemand kann etwas für meine Erkrankungen, und ich kann niemanden dafür bestrafen. Aber es tut gut, wenn der Schmerzarzt sagt: "Ich bin immer froh, wenn Sie kommen. Sie haben bei alldem Ihren Humor nicht verloren und bemittleiden sich nicht!"
Ja - dann freu ich mich und mache in meinem eingeschränkten Leben weiter. Mir geht es doch gut, oder?

Ich mag nicht mehr als 200 m schmerzfrei gehen können, aber andere können gar nicht gehen. Auch meine Arme und mein Nacken sind eingeschränkt, aber ich kann sie noch bewegen. Mein Atem setzt nachts aus, aber er kommt wieder, usw, usw.

Man muss das Leben nehmen, dass wir haben, es gibt nur dieses Eine!!

Nicht immer kann man das positive sehen, muss lernen sich anzunehmen. Und dazu gehören leider auch unsere Krankheiten.

Und dabei spreche ich nicht von einer Inkontinenz, die vielleicht noch therapiert werden kann wenn man nur auf einen Termin wartet!

:monkey:

Liebe Grüße

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21 Sep 2007 12:12 #5 von Lilli
Hallo Max,
damit umzugehen ist sicher nicht einfach, aber wenn man sich einmal geoutet hat ist es gar nicht mehr so schlimm.
Allerdings würde ich jetzt trotzdem nicht durch die Welt laufen und allen erzählen was ich habe, interessiert ja auch nicht jeden.
Aber seitdem ich offen darüber rede, ist es für mich auch nicht mehr ganz so schlimm.
Mit dem ständigen Waschbedürfnis, ja das habe ich auch.
Von den Ärzten her kann ich eigentlich nichts wirklich negatives sagen, sie können ja auch nur verschiedene Therapien versuchen, nicht alles schlägt bei jedem gleich gut an.
Ich habe Medikamente (Anticholinergika) bekommen, halfen alle gar nicht,
dann hat man eine TVTO gemacht, half auch nicht (wo ich allerdings im Nachhinein sagen muss, das haben die Ärzte wirklich verpfuscht, weil ich ja niemals Probleme mit dem Beckenboden hatte, sondern lediglich eine Drangsymptomatik), danach wurde Botox gespritzt, was sehr gut half, aber andere Problematiken mit sich brachte.
ja undjetzt bin ich im Grunde wieder am Anfang.
Aber ich denke nicht, dass man da den Ärzten die SChuld geben sollte, denn die können ja nichts dafür, dass mir das nicht hilft.
Früher habe ich psychisch seeeeeeeeeeeeeeehr gelitten, es hat mich wahnsinnig gemacht und war mir immer so wahnsinnig peinlich, ständig zur Toilette rennen zu müssen, aber heute wissen es die meisten und es wird nicht mehr diskutiert, dass ich weniger trinken soll usw., es ist halt so und basta.
allerdings wünsche ich mir natürlich sehr, dass es für mich auch mal was gibt, was wirklich hilft und ich bleibe immer am Ball und stelle mich regelmäßig in der Klinik vor und es wird halt immer was neues ausprobiert.
Von wegen, Ärzte wollen Medikamente unters Volk bringen...
das kann ich nicht bestätigen,s ie wollen einem helfen oder versuchen es zumindest.
Es ist ja bei jeder Krankheit so, dass man evtl. verschiedene Therapien ausprobieren muss um zu einem befriedigenden Resultat zu gelangen.
Deshalb gib nicht auf und wenn du das Gefühl hast, der eine ARzt ist nicht der Richtige, dann wende dich an einen anderen Fachkollegen.
Denn das Menschliche ist genauso wichtig wie die fachliche Diagnostik finde ich.

Viele Grüße
Lilli

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