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Aw: Vaginalfistel - Blasen Scheiden Fistel

26 Apr 2012 20:04 #1 von Monja85
Hallo zusammen,

die letzten Monate habe ich damit verbracht das Internet nach Erfahrungsberichten bei Blasen-Scheiden-Fisteln zu durchforsten oder mir irgendwo positiven Beistand zu suchen, um meine Zeit zu überstehen...
Mittlerweile bin ich fast selbst ein Urologe - und leider ist es so das man zu diesem unangenehmen Thema nicht wirklich etwas positives liest - eher im Gegenteil. Nachdem man die Erfahrungsberichte etlicher leidenden Frauen gelesen hat fühlt man sich noch schlechter & verliert jeglichen Mut das alles wieder "in Ordnung" kommt, positiv an die Sache ranzugehen ist fasst ausgeschlossen...
Bei mir ist es leider noch so, dass alle Berichte die ich gelesen habe die Frauen um einiges älter sind als ich, als ob ich mit Mitte 20 allein auf weiter Flur mit meinem Problem wäre - ich schreibe meinen Beitrag vor allem für die Frauen und Mädels meinen Alters - versucht den Kopf nicht hängen zu lassen!!!
Wenn ihr Lust habt, MEINE Erfahrung zu lesen, nehmt euch ein bisschen Zeit - ich habe eine lange Geschichte zu erzählen...

Hier mein Weg der letzten Monate:

Ich hatte seit Oktober letzten Jahres Blasenschmerzen - wie bei einer extremen Blasenentzündung. Da ich eh ein Kandidat bin, der locker zwei mal im Jahr mit einer Blasenentzündung zu kämpfen hat, habe ich mir keine großartigen Gedanken gemacht. Irgendwann wurden die Schmerzen so schlimm (und das natürlich, wie soll es anders sein - am Wochenende) das ich kaum noch laufen konnte und am liebsten den ganzen Tag auf Toilette sitzen geblieben wäre. Also habe ich versucht mich mit Wärmflaschen und Tee über Wasser zu halten und bin Montag direkt zum Frauenarzt. Nach dem Urincheck hieß es, ich hätte keine Entzündung, es wäre alles in Ordnung. Vorsichtshalber habe ich mich noch untersuchen lassen um etwas anderes auszuschließen & nachdem ich Entwarnung bekommen hatte habe ich mir gedacht, ich hätte durch meine Teetrinkerei die Entzündung "rausgespühlt". Im November fing alles wieder von vorne an - so ging ich nach der Arbeit zum Hausarzt um mir mal wieder meinen Urin untersuchen zu lassen. Auch hier bekam ich gesagt, es wäre alles in Ordnung - meine Güte ich weiß ja wohl wie sich eine Blasenentzündung anfühlt!!! Ich fing an an mir zu zweifeln. Genau DAS sagte ich auch meinem Arzt, worauf ich ein Kurzzeitantibiotikum verschrieben bekam mit den Worten "wenn Sie meinen Sie hätten eine Blasenentzündung, versuchen wir's mal damit". Nach dem Antibiotikum waren meine Schmerzen einigermaßen weg & nachdem ich beruflich auch ziemlich eingespannt & im Stress bin hab ich die verblieben Schmerzen einfach ignoriert - wie viele andere das wahrscheinlich auch tun. Im Nachhinein war das wahrscheinlich mein größter Fehler...
Meine Schmerzen zogen sich also Woche um Woche weiter, mal mehr und mal weniger schlimm - bis in den Januar. Anfang Januar bekam ich Probleme auf Toilette zu gehen - hatte kaum noch Druck auf der Blase, was immer schlimmer wurde. Irgendwann "tröpfelte" es nur noch vor sich hin - auch das überging ich mit einem "das gibt sich schon wieder". An einem Montag Mitte Januar stand ich morgens ganz normal auf um mich für die Arbeit fertig zu machen, musste dringend auf die Toilette und - es kam NICHTS. Ich konnte Drücken wie ein Weltmeister, ich konnte kein Wasser mehr lassen. Nun bekam ich Panik!!! Der Urin muss ja irgendwo hin - und mit Panik das es zurück in die Nieren gepumpt wird - habe ich mich von meinem Freund dann zum Urologen fahren lassen.
Da ich keinen Termin hatte, wurde ich hier schon recht mürrisch empfangen. Ich schilderte mein Problem und so wurde mir mit einem Einwegskatheter der Urin abgezapft - unter höllischen Schmerzen stocherte mir die Arzthelferin in meiner Harnröhre rum, ziemlich ungläubig das sie den Weg wohl nicht fand bis sie wohl endlich da war wo sie hinwollte und mir dieser enorme Druck auf der Blase genommen wurde. Der Urologe rief mir kurz darauf ins Besprechungszimmer und wollte mir erklären ich hätte eine normale Blasenentzündung und solche Symptome die ich beschreiben würde, gäbe es bei Frauen nicht?!?!?! Kurzer Ultraschall der Nieren, Rezept für Antibiotika und - die Nächste bitte! Auf all meine Fragen und Hinweise bekam ich keine Antwort und wurde aus seinem Behandlungszimmer buchsiert.
Mein Freund, der mittlerweile auch gehörig die Schnauze voll hatte fuhr mich daraufhin ins Krankenhaus, weil er genauso wenig wie ich an eine Blasenentzündung glaubte. Eine halte Stunde später in der Notaufnahme wurde mir wieder unter höllischen Schmerzen ein Einmalkatheter gesetzt & auch hier wurde wieder in mir herumgestochert, bis man in meiner Blase war. Kurz darauf bekam ich gesagt, mit meinem Urin wäre alles in Ordnung. HALLO?! Vor einer halben Stunde meinte man noch zu mir ich hätte eine Blasenentzündung?! Nachdem wir mittlerweile knapp 4 Stunden wg. diesem Thema am rumrennen und warten waren, konnte ich nur noch lachen, obwohl mir eigentlich aufgrund der Schmerzen die ich mittlerweile hatte zum weinen zu Mute war.
Der Urologe der Notaufnahme, ein junger Arzt der sich ENDLICH mal Zeit für mich nahm und mir ZUHÖRTE - schickte mich in die Gynäkologie zum Check. Denn irgendwas muss ja sein wenn ich nicht auf's Klo kann.
Hier wurde ein Vaginal-Ultraschall gemacht & gerade als die Ärztin dabei war das Ultraschallgerät wieder herauszuziehen, entdeckte sie einen enormen Schatten Oberhalb der Scheidenwand. Als sie mir dann mit dem Ultraschallgerät auf diese Stelle drückte wäre ich am liebsten die Wände hochgegangen. Genau DA saß der Schmerz der mich quälte & mir mittlerweile in Blase und den kompletten Unterlaib zog - es wurde auf die Schnelle eine Zyste diagnostiziert die operativ entfernt werden musste.
Sooo, mit den Ergebnissen wieder in die Urologie denn die wollten operieren & die schoben mich ins MRT um zu wissen mit was sie es zu tun haben. Danach wieder warten... mittlerweile waren wir 9 Stunden unterwegs, total fertig - aber eine Zyste ist ja im eigentlichen nichts Schlimmes. Dann kam der Doc, der mich frühs in der Notaufnahme behandelt hatte. Es handelte sich nicht um eine Zyste - sondern um einen golfballgroßen (!!!) Abzess zwischen Harnröhre und Scheidenwand bei dem man nicht genau sagen konnte was drin ist, geschweige denn wie sich sowas bildet oder woher dieses riesen Ding kommen könnte. Auf jeden Fall drückte mir dieser Abzess die Harnröhre ab, und das war der Grund warum ich nicht mehr richtig pinkeln konnte und der Grund warum mir die Einwegkatheter solche Schmerzen bereiteten, da meine Harnröhre durch den Abzess die Form eines "S" hatte - kein Wunder das die alle so in mir herumstochern mussten!

Knaller - da wächst also seit Monaten so ein Abzess in mir heran und weder mein Gynäkologe, mein Hausarzt noch der Urologe waren in der Lage das zu erkennen - super!!! Mittlerweile bin ich bei keinem der genannten Ärzte mehr und habe in allen Bereichen gewechselt.
Nichts desto trotz musste ich operiert werden - und wurde das dann auch drei Tage später über vaginal, obwohl die Ärzte mir nicht sagen konnten mit was der Abzess gefüllt war bzw. um was es sich genau handelte. Aufklärung der üblichen Probleme bei einer OP - gerade in diesem Bereich, eben von einer zeitweiligen Inkontinenz weil der Blasenschließmuskel verletzt werden könnte (was ganz, ganz selten passieren kann) bis hin zur Entzündungsgefahr, wie bei allen Operationen eben.
Ich wachte nach der OP auf mit höllischen Schmerzen in der Blase und der Harnröhre was auch seinen Grund hatte, wie Wochen später rauskam - aber dazu gleich. Nach der OP musste ich für 5 Tage einen Dauerkatheter über die Harnröhre tragen & liegen. Ich bin ein Kandidat mir sehr kleiner Blase, sodass mir der Katheter ordentlich zu schaffen machte, aber Zähne zusammenbeißen - die 5 Tage packte ich auch!! Lt. der Ärzte ging die OP soweit problemlos - der Abzess der im Ganzen rausgenommen werden sollte ist allerdings während der OP geplatzt und war mit Eiter gefüllt in dem ein Pilz enthalten war, aber dagegen gibt es ja Tabletten.
Nach eineinhalb Wochen wurde ich aus dem KH entlassen mit Wund- und Blasenschmerzen aber vollständiger Kontinenz, was aber nicht lange halten sollte.

Ich, die einen sehr verantwortungsvollem Beruf hat, hat es natürlich kaum abwarten können wieder Arbeiten zu gehen - ich habe gedacht ich halte die Verordnete Ruhephase von 2 Wochen ein und bin dann wieder ganz die Alte - leider sollte ich eines besseren belehrt werden. 4 Tage nachdem ich aus dem KH entlassen wurde, verlor ich auf einmal Urin in kleinen Mengen. Immer wenn ich aus der liegenden oder sitzenden Position aufstand, verlor ich ein bisschen Urin, was mir natürlich Bedenken machte - ein paar Tage später fuhr ich wieder ins KH um mich untersuchen zu lassen. Und wieder rückte der Arzt mit einem Einwegkatheter an, der bei mir das pure Grauen auslöste - mit dem Versprechen vorsichtig zu sein ließ ich dieses ätzende Procedere zu - aber vergebens - der Doc kam mit dem Katheter nicht in die Harnröhre weil alles zugeschwollen war?!?!

Nachdem ich -OHNE BETÄUBUNG- eine Blasenspiegelung über mich ergehen lassen musste, was ich nie wieder erleben wollte - wurde mir über die Harnröhre ein Dauerkatheter gesetzt (ohne mit mir vorher darüber zu sprechen) und mir nachdem er gesetzt wurde offenbart, dass ich diesen jetzt für drei Wochen tragen müsste weil sich eine "Verbindung gebildet hätte" und entzündetes Gewebe nicht abgeklungen wäre. Es müsse jetzt getestet werden ob es so abheilt und wenn nicht müsse ich nochmal unter's Messer! Mit einem Termin drei Wochen später zum Katheter ziehen wurde ich nach Hause geschickt. Ich war fertig.... da saß ich nun, konnte nicht mehr unterdrücken zu weinen & dachte an die 5 Tage im Krankenhaus mit Katheter - die ich nur mit viel Zähne zusammenbeißen hinter mich gebracht hatte. Wie sollte ich 3 Wochen mit so einem Ding aushalten?!?! Wie sollte ich damit arbeiten gehen? Im Job Kunden empfangen? So ein Ding gehört nicht an meinen Körper - gehört überhaupt nicht an den Körper einer Mitte 20-jährigen!!! Nachdem ich zu Hause war, fiel mir auf, dass ich Urin verlor!!! Trotz Katheter? Ich fiel fast vom Glauben ab. Wo gibts denn sowas? Und jede Frau, die dieses Problem kennt, die weiß wie schwer es ist mit diesem sch... Schlauch der aus einem rausschaut mit einer Binde alles auffangen zu können - es ging natürlich immer wieder was daneben. 4 Tage hielt ich es aus mit Schmerzen die mich fast haben die Wände hoch gehen lassen, von meinem Selbstwertgefühl ganz zu schweigen. Mein bester Freund wurde das gute alte "Tramal" mit dem ich versuchte meine Tage und Nächte zu überstehen. Nachdem ich am 5. Tag kaum noch alleine aufstehen konnte, geschweige denn alleine laufen oder überhaupt sitzen fuhren wir zum Urologen. Der schaute sich ungläubig die Krankenhausberichte & mich bemitleidenswert an & versprach mir mich ganz vorsichtig zu untersuchen. Bei der Scheidenspiegelung hörte ich immer mal wieder ein "Owww" und ein "Mhhmmm" und ein "nicht gut" und "du liebe Zeit" bis er mich irgendwann anschaute und meinte er zieht mir jetzt den Katheter, denn ich hätte in der Scheide eine extreme Entzündung die mittlerweile bis hoch zum Blasenschließmuskel geht und weiter in Richtung Gebärmutter wandern würde. Für eine Frau natürlich die Horrorvorstellung - ich will ja schließlich auch mal Kinder! Aber ich war froh, wie ich von diesem Mistding befreit wurde. Zwei Tage später waren meine Untersuchungsergebnisse da & ich erfuhr das das Antibiotikum was ich vom KH bekam nicht wirkte, meine komplette Scheide voller Coli-Bakterien saß und total verpilzt war. Ich bekam neue Medikamente und solle meinen Blasenschließmuskel trainieren, der von der Entzündung in Mitleidenschaft gezogen wurde & auch Grund meiner immer schlimmer werdenden Inkontinenz sein sollte.

So, da saß ich nun - 4 Wochen nach der angeblich problemlos verlaufenen OP, mit Schmerzen die mich Nachts wach hielten und mir meine Tage zur Hölle machten, und inkontinent - mit 27 Jahren!!! Mal abgesehen von den Schmerzen fühle ich mich einfach grauenhaft. Ich war doch gar keine richtige Frau mehr. Mit meinem Freund konnte ich schon wochenlang nicht mehr intim werden, noch konnte oder wollte ich mich von ihm anfassen lassen, weil ich mich durchgehend unsauber fühlte und Angst hatte das ich mir wieder einmal eine Hose trotz Einlagen "nass" zu machen. Dann konnte ich immer noch nicht Arbeiten gehen, weil ich nicht richtig sitzen oder laufen konnte - mein schlechtes Gewissen und mein Selbstwertgefühl zogen sich wie ein roter Faden immer schlimmer, Tag für Tag. Vor die Tür traute ich mich gar nicht mehr & versuchte mit Beckenbodentraining irgendwie die Sache zu verbessern. Es gab Tage, da schaffte ich es wirklich mir einzureden das es besser wurde, das ich den Urin besser halten konnte und wurde doch eines besseren belehrt. Es tat sich die folgenden zwei Wochen nichts - es wurde eher schlimmer. Ich saß oft da und versuchte zu schauen wo und wie der Urin rausfloss, als Leihe ist es allerdings schwer zu erkennen & irgendwann konnte ich auch die Schmerzen nicht mehr zuordnen, der ganze Unterbauch tat mir einfach nur noch höllisch weh...

Dann kam mein Termin im Krankenhaus zum eigentlichen Katheter ziehen - aber von diesem wurde ich ja schon befreit. Hier saß ich nun, vor einem Arzt der meinen Fall gar nicht kannte & nachdem er von mir unterrichtet wurde überrascht feststellte, dass ich den Katheter ja schon los bin. Er müsse sich mit seinen Kollegen beraten, ich sollte 2 Stunden warten. Mir wurde erneut Blut und Urin abgenommen und ich wartete...

Nachdem wir dann 3 Stunden Wartezeit hinter uns hatten & ich in dieser Zeit gute 3 mal meine Einlage wechseln musste kamen wir endlich ran. Zu dieser Zeit trug ich nur noch Leggins und lange Oberteile, um es - wenn was daneben ging- wie es mir die letzten Wochen oft passiert ist, verstecken zu können.

In dem Zweigespräch wurde mir dann offenbart das ich einen Fistelgang hätte. Diesen Ausdruck hörte ich da zum ersten mal. Es hätte sich ein Gang gebildet von Harnröhe zur Scheide aus dem unkontrolliert Urin austreten würde & deshalb hätte man mir auch den Katheter gesetzt vor drei Wochen. Auf die Fragen warum man mir diesen Umstand nicht schon vor drei Wochen erklärt hätte und woher das auf einmal kommt, bekam ich keine Antwort. Ich bin also die ganze Zeit davon ausgegangen, das mein Schließmuskel einen Datsch weg hat und nun bekomme ich gesagt das es seit drei Wochen bekannt wäre das es sich um eine Fistel handelt. Als ich fragte, warum mein Urologe das nicht wusste trotz Krankenhausbericht, bekam ich eine kurze Entschuldigung, das es wohl vergessen wurde auf dem Bericht zu erwähnen. Ich wusste nicht mehr was ich sagen sollte, mein Kopf war leer - die Hilflosigkeit nahm in mir die absolute Überhand.
Mit dem Katheter sollte die Fistel eben stillgelegt werden & von alleine wieder zugehen. Da ich mir diesen ja habe ziehen lassen, was ja total unklug gewesen wäre (ich wäre dem Arzt fast ins Gesicht gesprungen) hätte ich jetzt die Möglichkeit mir einen Katheter über die Bauchdecke legen zu lassen, mich einer OP zu unterziehen oder noch drei Wochen abzuwarten ob sich das Ding wieder von alleine schließt. Das ich bereits vor drei Wochen gesagt bekam, dass ich wenn sich nichts tut unters Messer muss, und nun nochmal drei Wochen warten sollte wurde mit betretenem Schweigen zur Kenntnis genommen. Das ich mit diesen Schmerzen und diesem Urinverlust nicht in der Lage war zu Arbeiten, darauf bekam ich auch keine Reaktion. Nun ja und für was entscheidet sich der gesunde Menschenverstand bei diesen drei oben genannten Optionen? Ich entschied mich eben noch drei Wochen zu warten in der Hoffnung das sich dieser Gang alleine schließt und verließ mehr oder weniger ohne Antworten das Klinikum.
Zu Hause kam ich auf die Idee mir mit Tampons zu helfen. Wenn mir ja Urin aus der Scheide läuft, dann könnte ich das mit OB's ja stoppen dachte ich mir & probierte das auch gleich aus. Das dies keine wirkliche Lösung war, da ich ja vaginal operiert wurde und mir dort immer noch die frische Narbe incl. Fäden Probleme machte, wurde mir klar als ich das OB drin hatte und Schmerzen bekam. Da ich allerdings seit Januar keinen Tag hatte an dem ich schmerzfrei war und immer noch versuchte mit Tramal entgegen zu wirken, entschied ich mich dafür die OB Variante zu benutzen wenn ich vor die Tür musste wg. Arztbesuchen und Ähnlichem, ansonsten verschanze ich mich ja nur noch zu Hause. Mittlerweile verlor ich so viel Urin dass das OB max. 15 Min. hielt und der Urin dann auch daran vorbeilief. Ich dachte schlimmer kann es nicht mehr kommen.

Zwei Tage später rief auf einmal das Krankenhaus bei mir an, ich müsse sofort kommen, man hätte mir falsche Informationen zukommen lassen. Der Bauchdeckenkatheter wäre ein MUSS & ich solle am nächsten Tag kommen um mir dieses Ding setzen zu lassen. Ich brach, wie so oft in den letzten Wochen in Tränen aus, wollte nicht mehr, wäre am liebsten einfach abgehauen - warum muss so eine Sch... ausgerechnet MIR passieren? Was hab ich gemacht, dass ICH auf einmal mit so einer Situation klarkommen muss? Einen Tag später fuhr ich mit familiärer Unterstützung wieder in KH. Dort wurde ich dann wieder von einem anderen Arzt empfangen, der wieder nichts über meine Vorgeschichte wusste & mir platzte fast der Kragen. Nachdem sich auch dieser Doc halbwegs mit meinem Fall vertraut machte, wurde mir erklärt der Katheter sei für 6 (!!!!) Wochen notwendig um den Fistelgang zu entlasten, sprich das nichts mehr über die Fistel abfließt, damit diese sich wieder von alleine schließt.
Da kam mir doch eine Frage in den Sinn, die den guten Onkel Doc doch ziemlich ins straucheln brachte.
Wenn ich doch ein Loch in der Harnröhe habe, was direkt in die Scheide mündet warum hab ich dann noch Urin verloren, als ich den ersten Dauerkatheter hatte? Irgendwie passte doch da was nicht. Bei einem Katheter durch die Harnröhre müsste doch durch den Schlauch dieser Gang abgedichtet sein? Dem war ja aber nicht so. Und wer kann mir garantieren, dass ich durch den Bauchdeckenkatheter (dessen Vorstellung mir eh nicht gefiel) ich komplett trockengelegt wäre? Wie stehen außerdem die Chancen, dass dieser Gang von alleine zu geht, wenn ich mir für 6 Wochen diesen Katheter geben darf?
Es können immer ein paar Tropfen durchfließen bekam ich als Antwort & die Chancen könne man mir nicht nennen. Auf die Frage warum ich nicht gleich operiert werde, bekam ich mal wieder keine richtige Antwort. Als es dem Arzt zu viel wurde und er sich von meinen Fragen in die Ecke gedrängt fühlte, meinte nun auch er das er das erst in dem Gremium besprechen müsse und ich sollte 2 Stunden warten - der Selbe Käse wie zwei Tage zuvor. NIX DA! Ich habe daraufhin den leitenden Oberarzt verlangt der mich operiert und mir die Blasenspieglung sowie den ersten Dauerkatheter verpasste. 1 1/2 Stunden später war dieser dann auch für mich zu sprechen.

Er hätte die Fistel extra nicht erwähnt vor 3 Wochen, da die meisten Patienten mit diesem Ausdruck nichts anfangen können & es würde ihm leid tuten das dieses Tatsache beim Brief für meinen Urologen nicht erwähnt wurde. Ihm tut der ganze Fall furchtbar leid, ich wäre ein Fall der alle 10 Jahre mal vorkommen würde und er könne Nachts nicht mehr schlafen weil er sich so Kopf um die Sache machen würde. Die Chancen würden gut stehen das dieser Fistelgang wieder von alleine zu geht wenn wir den Bauchdeckenkatheter setzen & eine OP wäre eh erst drei Monate nach der ersten OP möglich, weil das Gewebe noch zu strapaziert wäre. Auch diese Aussage hörte ich da zum ersten mal. Der Eingriff würde am darauffolgenden Tag unter Narkose gemacht incl. einer Blasenspiegelung um den tatsächlichen Sitz dieser Fistel zu bestimmen. Unter Tränen willigte ich ein, auch weil ich dem Arzt anmerkte das er ebenfalls an der Sache zu knabbern hatte, aber der eigentliche Verdacht, dass etwas bei der OP nicht richtig verlief machte sich immer mehr in mir breit. Ich fuhr also nach Hause und packte meine Sachen für einen erneuten KH-Aufenthalt & stand am nächsten Morgen auf der Matte um mich wieder in Narkose legen zu lassen.
Als ich aufwachte war ich tatsächlich einigermaßen Schmerzfrei & dachte mir wenn das so bleibt würde ich irgendwie die 6 Wochen überstehen & vielleicht sogar Arbeiten gehen können. Es gibt ja viele Menschen die einen Bauchdeckenkatheter haben und damit ihr Leben meistern, dann werde ich die 6 Wochen ja überstehen.
Gott sei Dank stand meine Firma weiterhin hinter mir - weil sie wussten das ich an dieser Situation nicht Schuld war - trotzdem fühlte mich mich unglaublich schlecht... Wie sich leider herausstellte war ich nach der Narkose so mit Schmerzmitteln vollgepumpt, dass ich nichts von den Schmerzen mitbekam, einen Tag später viel ich fast vom Glauben ab. Meine Blase fing ununterbrochen an zu krampfen, ich war vor Schmerz nur noch am weinen, an Schlaf war wieder nicht zu denken. Da lag ich also & kam mir auf einmal vor wie ein Privatpatient. Jeder Doc der Urologie kam zu mir ans Bett und stellte sich persönlich bei mir vor. Wenn ich Hilfe brauchen würde oder Fragen hätte könne ich jederzeit zu Ihnen kommen - und ich kam mir immer mehr vor wie ein Ärztefehler den man nun versuchen würde auszubügeln.
Die Schmerzen wurden immer schlimmer, von Tag zu Tag konnte ich weniger laufen, selbst im Liegen entkrampfte sich meine Blase nicht mehr - und nun kam der Knaller - ich lief immer noch aus. Es verging keine Nacht in der ich länger als 2 Stunden schlief & als ich aufwachte lag ich grundsätzlich im Nassen. Mittlerweile war ich so fertig von der ganzen Situation, dass ich so gut wie keine Nerven mehr hatte. Man bekam mich einfach nicht schmerzfrei - jeden Morgen bei der Visite schaute ich in mehr und mehr ratlose Gesichter. Ich konnte teilweise trotz Katheter normal auf Toilette & musste anfangen Liste zu führen & meine Einlagen zu wiegen wie viel Urin ich noch über die Fistel verlor - und das war über ein Drittel am Tag. Nachdem ich eine knappe Woche wie ein Haufen Elend im Krankenhaus lag, baten wir um einen Termin beim ltd. Oberarzt und Einsicht in alle Berichte, sowie Bilder ect... der Doc war nett und hilfsbereit, nahm sich Zeit uns alles zu erklären und bei diesem Gespräch kamen viele, viele Dinge raus die nie an- oder ausgesprochen wurden.

Zum ersten Mal sah ich die Aufnahmen von MRT und bin zu Tode erschrocken. Dieser Abszess hatte fast die Größe meiner Blase & lt. Aussage des Arztes war die Tatsache das ich eine sehr kleine Blase habe auch Grund für die Schmerzen wenn ich einen Katheter trug. Des Weiteren kam bei dem Gespräch raus, dass mir wahrscheinlich beim rumstochern mit dem Einwegkatheter meine Harnröhre verletzt wurde (was natürlich niemand wirklich zugeben würde). Im OP Bericht stand dann plötzlich, dass ich einen 2 cm Riss in der Harnröhre hatte der genäht werden musste (das erklärte meine höllischen Schmerzen nach der OP), dass man durch das Platzen des Abszesses zeitweise recht orientierungslos gewesen sei. Das der Abszess meinen Schließmuskel cm- weit verschoben hätte, das mein Gewebe durch den Abszess die Konsistenz von Rasierschaum gehabt hätte und so ein nähen sehr problematisch gewesen sei usw... soviel zu einem problemlosen Ablauf der OP... Ich wäre ein Fall der so noch nie in diesem Krankenhaus da gewesen wäre - diese Aussage tröstete mich über nichts mehr hinweg...

Man entschied sich dafür mir den Katheter am darauffolgenden Tag ein Stück zu ziehen, weil er wohl am meiner Blasenwand rieb (teilweise hatte mein Urin eine schaumartige Konsistenz). Auch das lies ich machen unter extremen Schmerzen. Als dann die Aussage kam, dass man selbst kaum daran glaubte das die Fistel von alleine zu geht, und ich eh den ganzen Tag nur mit Schmerzen da lag, entschied ich mich dafür mich auf eigene Verantwortung zu entlassen & mir in einer anderen Klinik eine zweite Meinung zu holen.

Zum Glück musste ich nur 4 Tage warten bis ich mich in der Uni Klinik vorstellen durfte. Froh, ein paar Tage zu Hause zu sein versuchte ich das Beste draus zu machen. Mein Zustand wurde nur von Std. zu Std. schlimmer.
Die Nächte verbrachte ich in der heißen Badewanne, weil ich versuchte mit Wärme den Schmerzen entgegen zu wirken und mir nicht mehr anders zu helfen wusste, die Tage verbrachte ich eingepackt mit Wärmekissen und Wärmflasche, zugedröhnt mit Schmerzmitteln im Bett.

Alle lieb gemeinten Ratschläge von Arbeitskollegen, Freunden und Familie zogen einfach nur an mir vorbei. Ich konnte die Sätze "hab Geduld" und "denke positiv" nicht mehr hören - sie machten mich schier aggressiv.
Ich wusste, dass es alle nur gut meinten, aber keiner konnte sich auch nur annähernd in meine Situation versetzen, keiner konnte sich vorstellen was ich seit nun über 1 1/2 Monate für Schmerzen hatte. Ich konnte nicht mehr positiv denken - ich hätte den ganzen Tag vor Wut und Schmerz nur noch heulen können. Für meine Lieben versuchte ich stark zu sein, nicht zu klagen - weil sie sich alle Mühe gaben mir Gutes zu tun. Mein Freund stand bedingungslos hinter mir, meine Familie umsorgte mich den ganzen Tag. Ich wollte nicht mehr gefragt werden wie es mir geht weil ich es leid war und es mir irgendwo auch leid tat sagen zu müssen "es wird nicht besser" mein Kopf war fix und alle - ich wollte einfach nur noch schlafen und Ruhe vor meinem Kopf und meinem Seelenleben haben...

Ich steckte so viel Hoffnung in diesen Termin an der Uni-Klinik und versuchte mich daran hochzuziehen. An dem besagten Vorstellungstag stand ich frühs auf und erschrak vor dem Inhalt meines Katheterbeutels. Mein Urin hatte die Farbe von schwarzem Tee - ich kam vor Schmerz nicht mal mehr alleine aus dem Bett. In der Klinik nahm man meinen Fall auf und bat mich nach Entnahme von Urin und Blut auf die Ergebnisse zu warten. Als diese dann da waren stellte sich der Oberarzt der Urologie bei mir vor & nahm sich Zeit um meinen Leidensweg zu erfahren. Ich hatte eine schwere Blasenentzündung die bereits auf die Nieren ging & hohe Entzündungswerte im Blut. Zum ersten Mal seit dem alles anfing hatte ich das Gefühl das mich ein Arzt versteht und mir zuhört, meiner Familie ging es ebenso. Der Doc schlug mir vor mich stationär aufzunehmen um mich mit Antibiotika zu versorgen & mich nach einem Kontrastmittel- und Farbtest bzgl. der Fistel von dem Bauchdeckenkatheter zu befreien. Diese Tests hörte ich zum ersten Mal - und da ich eh davon ausging dort bleiben zu müssen willigte ich natürlich ein. Nachdem ich den Röntgentest mit Kontrastmittel hinter mir hatte & man darauf nicht viel erkennen konnte, als das die Fistel recht groß und recht tief sitzen müsse, wurde ein Farbtest in Verbindung mit einer Scheidenspiegelung gemacht. Da ich so eine starke Entzündung hatte, konnte noch keine Blasenspiegelung gemacht werden, da das Risiko einer Blutvergiftung zu hoch gewesen wäre. Nach dem Farbtest und dem erkennen der Fistel wurde mir der Bauchdeckenkatheter entfernt und ich konnte das erste Mal nach 2 Wochen wieder aufrecht stehen - das war ein tolles Gefühl! Mit dem Gefühl, das mir endlich geholfen wird ging ich seit langem mal wieder positiv ins Bett auch mit dem Wissen, mich im Bett drehen zu können was mir mit dem Katheter die letzten Wochen nicht möglich war.

Am nächsten Morgen stand ich auf und hatte fürchterliche Schmerzen in der Blase. Ich humpelte ins Bad, ging auf die Toilette und hatte das Gefühl das mir Säure aus der Harnröhre floss - augenblicklich bekam ich Bauch- und Unterleibskrämpfe während ich auf Toilette saß. Just in diesem Moment schaute die Visite bei mir im Zimmer vorbei - und ging wieder weil ich mich ja auf dem Klo befand. Ich versuchte mich wieder ins Bett zu schleppen, merkte aber das es keinen Sinn hatte von der Toilette zu gehen - als ich mich wieder hinsetze, sah ich das mir Blut aus der Harnröhre kam. Nun war es mir auch nicht mehr möglich ohne Hilfe wieder ins Bett zu kommen - was war auf einmal nur los? Die Schmerzen wurden immer schlimmer - die erste Schmerzinfusion kam - ohne Erfolg. Nun fing ich auch noch an mich im 5-Minuten-Takt zu übergeben. Die Schwestern dachten anfangs wahrscheinlich ich versuche sie zu ärgern. Der zweite Schmerztropf kam - ohne Erfolg. Danach irgendwelche Tropfen & zu guter Letzt eine Spritze in den Oberschenkel - nichts half mir gegen die Schmerzen es wurde immer schlimmer. Wenn ich bis zu diesem Moment dachte ich hatte die letzten Wochen Schmerzen, wurde ich eines Besseren belehrt - solche Schmerzen hatte ich in meinem Leben noch nicht, ich hab mir gewünscht einfach umzufallen. Die Schwestern mittlerweile ratlos weil nichts half, warteten wie ich auf einen Arzt. Dieser stürmte dann direkt vom OP zu mir und verstand die Welt nicht mehr - ich war doch nur zur Behandlung der Entzündung, bis man die Blase spiegeln konnte im KH und nun passiert sowas?! Sofort wurde ich in den Ultraschall gefahren, dort stellte man fest das ich Flüssigkeit im Bauch hatte, setzte mir sofort einen Katheter durch die Harnröhre & hing mich bis zum CT an den sogenannten "Würzburger Schmerztropf" der mir zum ersten Mal an diesem Tag ein bisschen die Schmerzen nahm. Da ich mich immer noch im Minutentakt übergab, musste mit der Dosierung allerdings höllisch aufgepasst werden. Mit der Zeit wanderten meine Bauchschmerzen bis in den Rücken hoch, ich konnte mir nicht mal mehr über die Haut fassen, das war ein Gefühl als steht mir alles offen. Gegen Nachmittag kam ich endlich ins CT.

Dort stellte man mit Kontrastmittel fest das die linke Niere auf einmal spinnt - ich hatte noch nie Probleme mit der Niere - was ist auf einmal nur los?!?! Da man meine Schmerzen mit der Zeit auf ein erträgliches Level brachte, entschied man sich dafür bis zum nächsten Morgen abzuwarten & mich noch einmal ins CT zu schieben. Dort lag ich dann ca. 30 Min. und eine leichte Unruhe brach aus. Man brachte mich auf's Zimmer & ein paar Minuten später standen der Oberarzt, der Stationsarzt und der Leiter der Urologie vor meinem Bett und erklärten mir das beide Nieren am Versagen wären und das man mich sofort in Narkose legen müsse um mir sogenannte Doppel J Katheter zu setzen & zu schauen wie groß die Baustelle sei. In dem Moment hatte ich das erste Mal richtig, richtig Angst das ich da nicht mehr unbeschadet rauskomme - in meiner Panik rief ich noch meine Familie und meinen Freund an & dann war ich auch schon auf dem Weg in den OP.

Als ich wieder aufwachte, saßen mein Vater und mein Freund bei mir am Bett - beide leichenblass. Die Sache hat uns alle ziemlich in Panik versetzt. In beiden Nieren und Harnleitern, sowie in der Blase hatte ich nun Katheter sitzen. Als der Arzt kam erklärte man uns, dass durch das Ziehen des Bauchdeckenkatheters & wahrscheinlich schon durch das Stückchen ziehen vor einer Woche Urin & Eiter in die Bauchdecke gelaufen ist - das es bei mir zu einer Urosepsis gekommen sei & ich eine Bauchfellentzündung hätte. Halleluja! Man erklärte mir das ich mehr wie nur einen Schutzengel gehabt hätte & riesiges Glück hatte das ich zu dem Zeitpunkt bereits in einem Krankenhaus lag. Dank des "Würzburger Schmerztropfs" ging es mir den Umständen entsprechend & da ich eh nicht mehr machen konnte wie Liegen, versuchte ich die ganze Sache zu verarbeiten - entschied mich aber dann doch für das "wegschrieben" und die Tatsache einfach mal zu verdrängen - ging mit meinem Kopf zur dieser Zeit einfach nicht anders. Da mein eigentliches Problem ja die Fistel war folgte ein paar Tage später das Gespräch mit dem Oberarzt. Der Fistelgang würde nicht an der Harnröhre sondern in der Blase bzw. in der Gegend des Blasenhalses sitzen. Ziemlich nah am Muttermund - ziemlich nah am Blasenschließmuskel mit einem Durchmesser von einem Cent-Stück. Die OP wäre sehr kompliziert und problematisch, allerdings hätte die Klinik eine Koryphäe auf diesem Gebiet, und dieser Arzt würde sich die OP zum Verschließen der Fistel zutrauen. Es hätte zwar noch nie eine Frau in meinem Alter dieses Problem an dieser Klinik gehabt aber man will es natürlich versuchen - machte mir aber nicht viel Hoffnung auf "Heilung".

Zwei Wochen später wurde ich mit einem Folgetermin für die OP und auszuhaltenden Blasen- und Flanken-schmerzen entlassen. Ich solle mich schonen, in zwei Wochen würde man dann operieren und schauen ob man die Nierenkatheter mit einem Aufwasch entfernen könnte. Das schonen fiel mir natürlich schwer. Mein Freund nennen mich Flummi, was auf mich wohl ziemlich zutrifft. Im fitten Zustand hab ich Hummeln im Arsch, brauche einen gewissen Grad an Stress und Hektik (vorallem auf der Arbeit) und kann einfach schwer auf meinem Arsch sitzen bleiben - und da ich nun zwei Monate nicht ICH SELBST bin & mir bereits nach zwei Wochen die Decke auf den Kopf fiel, hab ich eben auch versucht immer ein bisschen was zu tun. Sei es zu Hause aufräumen oder sonst irgendwas - ich wollte mich einfach nur Nützlich fühlen. Meine Nieren, sowie meine Blase und mein Bauch bedankten sich allerdings regelmäßig bei mir wenn ich "zu viel" gemacht hatte. Nachts konnte ich mal wieder nicht schlafen, weil ich mich wg. den Schmerzen in den Nieren und meinem Bauch weder auf die Seiten noch auf den Rücken noch auf den Bauch drehen konnte. Also wechselte ich minütlich die Position & griff aus Verzweiflung immer wieder zu meinem Gläschen Tramal. Ab und zu hab ich mich aus Verzweiflung so überdosiert, einfach nur mit dem Wunsch schlafen zu können, dass ich Angst hatte mir bleibt das Herz stehen. Einfach nur leichtsinnig und dumm - aber was sollte ich auch machen? Einen Tag vor der nächsten Einweisung packte ich mürrisch meine Sachen - ich wollte nicht wieder ins Krankenhaus!!! Hatte keinen Bock mehr wieder von zu Hause weg zu sein - selbst die Hoffnung das die OP alles besser macht konnte mich nicht trösten - ich hatte einfach nur Angst mich nach der OP wieder besch... zu fühlen und fand mich damit ab. Alle Sachen gepackt, moralisch auf die OP vorbereitet klingelt auf einmal Abends das Telefon & ich habe den Oberarzt am Hörer. Es würde ihm leid tun, sie hätte mir für Freitag den Termin gegeben, nun sei der Operateur aber ab Freitag für zwei Wochen nicht mehr im Haus. OMG!!!! Ihnen allen wäre die Situation total unangenehm, auch weil man wisse das ich mich darauf vorbereitet hätte. Man könne mir anbieten das ich jemand anders operiert, wenn ich verständlicherweise darauf bestehe, aber das wollte ich nicht. Nach kurzer RS mit meinem Dad entschied ich mich dafür weitere zwei Wochen zu warten, was blieb mir anderes übrig - weil ich wollte das mich der Arzt operierte der meinte er würde sich das zutrauen. Und wieder zwei Wochen zu Hause rumliegen, und weitere zwei Wochen verlieren in denen ich wieder arbeiten gehen kann - meine Güte es war einfach nur der Wurm drin - warum kann mir nicht einmal was Positives passieren, er war nicht zu glauben...
Aber auch diese zwei Wochen würde ich packen, ich musste sie ja packen ob ich wollte oder nicht. Das mit dem Packen hielt aber nur eine Woche an...
Ich lag mit meinem Freund auf der Couch und bekam Samstags mal wieder extreme Schmerzen in der rechten Niere. Die Niere rechts machte mir eh mehr Probleme wie die Linke, allerdings bekam ich sie nicht mehr richtig in den Griff an diesem Tag. Ich nahm mein Schmerzmittel wieder ab morgens & war entsprechend tot & geschlaucht. Das ich mich nicht gut fühlte sagte ich zwar meinem Freund, wie schlimm es wieder ist verschwieg ich, in der Hoffnung es sei normal weil ich ja einen Fremdkörper in der Niere hätte & es gibt sich wieder. Das ich Mittags einschlief aufgrund meines Erhöhten Schmerzmittelkonsums fiel ihm zum Glück nicht auf - und er machte sich keine Sorgen. Die Schmerzen wurden Sonntag & Montag nicht besser - bei meiner Familie und meinem Schatz machte ich allerdings den Mund nicht auf weil ich einfach nicht wollte das sich wieder alles Sorgen um mich macht! Verdammt, die hatten sich die letzten Wochen und Monate genug um mich gesorgt ich wollte einfach nicht wieder die Welle machen. Dienstags nahmen meine Schmerzen dann Überhand. Ich saß auf Toilette und bekam die selben Bauchkrämpfe wie an dem Tag, an dem mir die Nieren versagten. "Das kann doch alles nicht sein" - ich hatte die Katheter drin, das kann nicht passieren - versuchte ich mir einzureden - nahm Schmerzmittel und wollte mich hinlegen - aber mit ruhig liegen war wieder nichts mehr. Ich kauerte auf der Couch vor Schmerz als beim Bruder plötzlich vor mir stand und (jetzt sag ich zum Glück) sah wie es mir geht. Ich versuchte es herunter zu spielen und schickte ihn weg - er sagte allerdings meiner Mum Bescheid die heim kam und mich augenblicklich zum Arzt brachte - mittlerweile war es mir wieder nicht mehr möglich ohne Hilfe zu laufen. Der Hausarzt stellte fest, dass die rechte Niere staute, das komplette Nierenbecken voller Urin war. Er gab mir Schmerzmittel was alles minimal beruhigte und schickte mich sofort wieder ins Krankenhaus - da war ich dann wohl wieder, eine Woche vor meinem eigentlichen OP Termin. Der Doppel J Rechts wurde sofort entfernt um den Nierenstau aufzugeben - die Schmerzen wurden aber nicht besser. Nachts bekam ich dann fürchterliche Bauchschmerzen und fing wieder an mich zu übergeben - bis in die Morgenstunden. Man erklärte mir, dass meine Niere so geschwollen sei, dass sie mir auf Magen und Darm drücken würde, und ich deshalb die halbe Nacht am brechen sei. Am darauffolgenden morgen wurde festgestellt das die rechte Niere keine Besserung zeigt und das links ebenfalls zu stauen beginnt. Also kam der Doppel J links ebenfalls raus. Wieder hatte ich - trotz Antibiotikum eine starke Entzündung mit der man mich eh nicht operieren könne & wurde medikamentös umstellt. Nachdem man immer noch keine Verbesserung der Nierenfunktion feststellen konnte zog man den Leiter der Urologie hinzu - und wieder einmal sorgte ich in meiner Krankheitslaufbahn für Ratlosigkeit! Wenn man einen Doppel J zieht, ist der Harnleiter im Eigentlichen geweitet, sodass der Urin normal besser ablaufen müsse - das war bei mir aber gerade nicht der Fall - im Gegenteil. Man vermutete das der Katheter verstopft sei, dieser war aber in Ordnung & man hatte keine Erklärung für meinen Stau. Meine Schmerzen wurden zwar besser, die werte wohl nicht. Da ich Montags meinen eigentlichen OP Termin hatte, hoffte ich das ich über's Wochenende nochmal heim dürfe - dem war dann auch so - allerdings hatte ich Freitag Mittag noch ein nicht so erfreuliches Gespräch mit dem Arzt. Meine OP wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, da man sich einig wäre, dass meine Nierenprobleme nichts mit der Fistel zu tun hätten. Ich verstand das alles nicht - ich hatte noch nie, nie, nie bevor das mit der Sepsis passiert ist Probleme mit den Nieren - warum auf einmal jetzt? Der Doc erklärte mir, dass ich am Montag wieder kommen solle, und das man dann anfängt die Nierenchecks zu machen, die noch ausstehen würden um Klarheit zu bekommen.

Das Wochenende durfte ich heim, trank wie ein Weltmeister & die Schmerzen wurden auch wirklich besser so dass ich Montag beim Nierenfunktionstest guter Dinge war. Mir wurde radioaktives Mittel gespritzt und dann über eine Stunde getestet wie gut die Nieren abfließen. Die Niere rechts arbeitete nicht so gut wie die links, aber nach Gabe eines Harntreibenden Mittels hatten beide eine Funktion von 90% - was ein super Wert sei. Danach sollte ich Mittags noch ins CT und Nachmittags ins MRT. Ich hasse diese Röhre, wie viele andere wahrscheinlich auch, meine Platzangst machte mir im Voraus schon zu schaffen. Mittags kam dann der Doc und meinte er hat die weiteren Untersuchungen abgesagt, meine Nieren würden anhand der Testergebnisse super laufen. Er macht noch Ultraschallaufnahmen und Mittags würde eh wieder eine große Runde bzgl. meines Falles beraten. Beim Ultraschall kam allerdings nichts Gutes raus. Immer noch 2 gradiger Nierenstau rechts - Doc meinte meine Funktionswerte würden nicht mit dem eigentlichen Verhalten der Niere zusammenpassen. Ich wartete ab.
Gegen Abend bekam ich von der Visite Besuch. Mit einem Lachen wurde mir offenbart das ich bei Professor und Kollegen für schlaflose Nächte und Sorgenfalten verantwortlich wäre & das man nicht mehr weiter wüsste. Ich müsse doch noch mal in die Röhre um etwas Schlimmes ausschließen zu können. Auch nach dem MRT einen Tag später kam nicht wirklich etwas Aussagekräftiges raus. Man vermutet nun, dass eine Vene die meinen Eierstock mit Blut versorgt meinen rechten Harnleiter kreuzt. Das hätte in der Vergangenheit immer gepasst, allerdings scheint man nach Einlage des rechten Doppel J Katheters etwas verschoben zu haben, sodass die Vene nun meinen Harnleiter etwas abdrückt und der Urin schwerer durchfließt. Das würde die Transportstörung verursachen. Mhmmm.... würde sich hoffentlich wieder geben, könne man jetzt nichts dran machen & einer OP würde nichts im Wege stehen - JUHU!! Es kann nun also endlich los gehen, nach 3 endlosen Monaten!!!

Der Arzt kam und klärte mich über die OP auf. Er meinte das er nicht genau sagen könne, was gemacht werden müsse. Er ist aber leider nicht ganz so optimistisch was die Erfolgschancen angeht. Unter Umständen müsse man einen Schnitt über die Bauchdecke machen um mir Muskelstränge aus der Bauchdecke zu entnehmen und mit diesen die Blase und die Harnröhre etwas anzuheben, außerdem müsse man wahrscheinlich aus den Schamlippen Gewebe entnehmen um dieses an der Stelle des Fistelgangs zu transplantieren. Allerdings kann man das erst sagen wenn ich auf dem OP Tisch liege und man sehen würde in welchem Zustand mein Gewebe sei. Das es eben sein kann, dass ich künftig Probleme mit dem Schließmuskel bekomme, weil dieser Gang eben extrem nahe am Blasenschließmuskel sitzt. Da man noch dazu recht nah am Muttermund wäre, könnte es künftig zu Problemen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kommen oder gar zum Libidoverlust. Ach man, ich konnte nur noch an die Nebenwirkungen und Probleme denken die auf mich zukommen können, anstatt auf den positiven Verlauf der Operation. Während mein Schatz und meine Familie hoffnungsvoll waren, hab ich nur noch dagelegen und daran gedacht, wie sch... ich mich nach der OP fühlen würde und das alles wahrscheinlich in die Hose geht. Jede Frau der es so geht, die wird das Gefühl nachempfinden können. Ich hatte nur noch Grauen davor aufzuwachen und so viele Baustellen und Nähte zu haben, das ich nicht mehr weiß wo ich mir zu erst hinfassen soll. Der OP Tag kam & ich war aufgeregt ohne Ende.

Als ich aus der Narkose aufwachte - SCHMERZ!!! Aber da war mein alter bekannter Schmerztropf aus Würzburg und nahm mir diese auch nach einer Weile. Mein erster Griff als ich wieder bei mir war, war an meinen Bauch - und !!! da war KEIN Schnitt! Zweiter Griff in Richtung Schamlippen vorbei am Katheter - da war auch alles beisammen!! Und als ich ins Zimmer geschoben wurde schaute ich in die Gesichter meiner Eltern und meines Freundes und es machte sich ein ganz unbekanntes Gefühl in mir breit - FREUDE!!!
Abends kam der Oberarzt der mit operiert hatte und erzählte mir auch sichtlich erleichtert, dass die OP besser verlaufen sei als gedacht. Mein Gewebe war in einem erstaunlich guten Zustand - mit dem niemand gerechnet hätte. Man hatte halt auch keine vergleichbaren Fälle da die Frauen die vor mir das Problem hatten eine ganz andere Vorgeschichte und ein ganz anderes Alter hatten als ich. Man hätte mir künstliches Gewebe transplantiert, mein Blasenschließmuskel wäre soweit in Ordnung und man müsse die nächsten Tage abwarten. Ich konnte es kaum glauben - es ist doch tatsächlich was gut gegangen? Ich bin vom Schlimmsten ausgegangen und habe das bestmögliche bekommen - unfassbar. Für 5 Tage müsse ich noch einen Katheter tragen & das war nun nach meiner Vorgeschichte mein kleinstes Problem. Der Wundschmerz war auszuhalten & zwei Tage später hab ich das erste mal versucht selbstständig aufzustehen & mich im Bad etwas frisch zu machen.
Es hat mich viel Anstrengung gekostet, und viel Zeit - ich bin danach fix und fertig im Bett gelegen aber ich hab es geschafft und war total stolz auf mich! Jeden Tag fühlte ich mich ein bisschen besser - brauchte immer weniger Schmerzmittel und hab meinen Mut wiedergefunden. Die Doc's klangen durchweg positiv und am 5. Tag stand der Operateur vor meinem Bett und wollte mich kennenlernen. Ein sehr sympathischer Arzt, der lt. seiner Aussage "endlich mal die junge Dame kennenlernen wollte, die ihm schlaflose Nächte bereitet hat".

Letztendlich wurde mir gesagt, dass ich viel Glück hatte das ich mir eine zweite Meinung eingeholt habe. Der Fistelgang wäre auf keinen Fall von alleine zugegangen, sondern ist in den vergangenen Wochen bis zur OP sogar noch einen halben cm größer geworden. Wenn man noch länger gewartet hätte, hätte das unter Umständen richtig Probleme bekommen was meinen Kinderwunsch angeht. Ich darf zwar wenn ich mal schwanger bin keine normale Geburt erleben, sondern bin auf einen Kaiserschnitt angewiesen, aber das ist das kleinste Problem. Ich habe mich bei ihm bedankt das er mir mein Leben zurückgegeben hat & ihm gesagt, dass ich hoffe das er mich nie wieder sieht.
Einen Tag später wurde ein Dichtigkeitstest gemacht - wieder mit Kontrastmittel über die Blase - und siehe da - ich bin 100% dicht - es geht nichts daneben. Kurz darauf wurde ich auch vom Katheter befreit. Alle Nachfolgeuntersuchungen sind 100% positiv gelaufen, meine Wundheilung ist bis jetzt einwandfrei.

Was die Tatsache betrifft, wie die erste OP verlaufen ist, warum das passiert ist und ob es sich einfach nur um einen 6-er im Lotto oder um einen Ärztefehler handelt werden wir natürlich prüfen lassen...

Seit zwei Tagen bin ich nun zu Hause.

Das Gefühl auf die Toilette zu müssen hatte ich ja die letzten Monate so gut wie gar nicht - kannte das überhaupt nicht mehr. Meine Blase hat aufgrund der Tatsache, dass ich ja andauernd ausgelaufen bin und sie sich nicht mehr füllen konnte noch ein Fassungsvermögen von süßen 300 ml. Ich renne alle Stunde auf Toilette, aber das ist Übungssache. Beim Toilettengang tut es noch weh & meine Blase macht mir auch noch ein wenig zu schaffen. Gegen Abend brauche ich immer noch mein starkes Schmerzmittel weil mir der Tag in den Knochen sitzt, aber das ist kein Wunder. Ich hatte nun über 3 Monate durchgehend Blasenentzündungen oder irgendwelche Fremdkörper in der Blase, das diese auch einfach Zeit braucht um sich zu erholen. Meine rechte Niere zwickt mich noch über den Tag verteilt, aber ich trinke für meine Verhältnisse unglaublich viel und hoffe das sich alles wieder gibt. In Zukunft muss ich zum regelmäßigen Nierentest & brauche auch noch ein paar Wochen bis ich wieder voll einsatzfähig und die Alte bin. Soll nach wie vor noch viel liegen und wenig laufen oder sitzen.

Ich hatte dieses Jahr noch keinen Tag ohne Einlage hinter mir, oder konnte laufen ohne mich zu verkrampfen und sogenannte x-Beine zu machen, weil ich regelrecht "davongelaufen" bin - nun bin ich zu 100% kontinent.
Ich kann halbwegs normal laufen ohne Schmerzen, ich kann in Zukunft wieder meine heiß geliebten Jeans tragen ohne Angst haben zu müssen, ich kann mich einfach allgemein wieder bewegen ohne Angst haben zu müssen, dass mir ein Missgeschick passiert. Ich habe keine Nächte mehr in denen ich aufwache und im Nassen liege.

Ich kann euch das Gefühl nicht beschreiben, wie es ist - ohne x-tra dicken Einlagen in meiner Wäsche zu laufen, wie ist, überhaupt wieder die Unterwäsche zu tragen, die ich tragen möchte! Oder einfach nur neben meinem Schatz zu liegen und zu kuscheln ohne mich unwohl zu fühlen wenn er mich anfasst...

Die nächsten Wochen werden nochmal anstrengend bis ich wieder ganz die Alte bin - und sie werden mich noch mal ordentlich Geduld kosten - aber dann ist gut & ich hab meinen Neustart ins 2012.

Alle die sich bis hier hin die Zeit genommen haben meinen kleinen Roman zu lesen, und vielleicht an alle Mädels die in meinem Alter sind & dieses Problem haben - ich weiß wie das ist und ich weiß wie schwer das ist - und es ist euch auch keine Sau böse wenn ihr irgendwann einfach nicht mehr positiv Denken könnt - aber ich hoffe und ich weiß das euch auch geholfen werden kann, so wie mir und das das positive Gefühl so unglaublich schnell wieder kommen kann - spätestens wenn euch der Doc angrinst und meint "auch er ist erleichtert und es ist geschafft" :-)

So, das war's von meiner Seite aus - eure Monja85

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26 Apr 2012 22:08 #2 von katzen
Hallo Monja!
Da hast du ja einiges mitgemacht ich hab mitgelitten beim lesen.
Schön das es dir jetzt besser geht und das du wieder ganz die "Alte" wirst.
LG
Gaby

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27 Apr 2012 00:31 #3 von eckhard11
Guten Abend, Monja,

ich denke, Du weisst selbst, welch ein enormes Glück Du gehabt hast.

Für alle anderen Frauen, welche das Schicksal mit einer Fistel schlägt :
Die Chance, dass sich eine Fistel von selbst schliesst, beträgt etwa 1 : 1000.
In einem solchen Fall unbedingt, sofort, unverzüglich, die Urologie einer renommierten Universitätsklinik aufsuchen.
Ein Gynäkologe ist hier die falsche Wahl. Wenn schon, dann einen Uro-Gynäkologen.

Glaubt es mir einfach, wenn ich aus der Erfahrung von weit über acht Jahren Blasenkrebs behaupte, dass es viel mehr schlecht ausgebildete Urologen gibt als gute.

Und Monjas Fall zeigt auch - wieder einmal - die Notwendigkeit, unbedingt sofort eine zweite Meinung einzuholen, wenn der behandelnde Urologe unsicher ist oder keine eindeutige Diagnose stellen kann oder will.
Hier wäre ein Kontinenzzentrum anzuraten, Adressen findet ihr auf unserer Homepage.

Und er zeigt auch, dass es selbstmörderisch sein kann, wegen Rücksichtnahme auf Verwandte etc. seine Probleme zu verschweigen.
Es ist euer Körper, um den es geht, ihr habt nur den einen.
Da ist falsche Rücksichtnahme absolut fehl am Platze.

Monja hat sehr viel Glück gehabt, Ihre - eventuelle - Gesundung ist nicht Usus, sondern die Ausnahme.

Gruß
Eck :sleep: hard

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27 Apr 2012 22:05 #4 von Ano
Mensch Monja !

Was hast Du durchgemacht !!! Hut ab und toll, dass Deine Familie und Dein Freund Dich so unterstützt haben.
Mir ist es beim Lesen selber schon richtig schlecht gegangen, ich habe regelrecht mitgelitten und dachte immer: Na, eine Steigerung kann es jetzt doch eigentlich garnicht mehr geben - und es wurde trotzdem noch schlimmer.

Wie gut, dass Du Dir eine zweite Meinung eingeholt hast, dass Du dazu überhaupt noch die Energie aufwenden konntest.
Noch bist Du ja nicht über'n Berg - aber es hört sich gut an - DU HÖRST DICH GUT AN - und ich drücke Dir die Daumen, dass Du weiterhin so positiv bleiben kannst und wieder ganz gesund wirst.

Alles Gute für Dich - und Danke für den ausführlichen und sehr offenen Bericht !!!
Ano

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05 Dez 2019 13:05 #5 von cmr
Hallo Monja,
es sieht aus als hätte ich ein ähnliches Problem - in welcher Klinik fand Deine rettende OP statt?
Gruß
Cordula

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11 Jan 2020 21:57 #6 von DaniStier
Hallo

melde dich mal bei mir, gerne auch per PN
nach GM Entfernung aus heiteren Himmel nach 2 Wochen selbes Problem. Vesikovaginale Fistel ... Diagnose war 04/2018 nach Blautest

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