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Neu hier!! Atone Blase, 2. HWI beim ISK

05 Sep 2018 19:43 #1 von Luna59
Liebe Alle,

ich suche dringenden Erfahrungsaustausch!

Letzte Woche wurde bei mir eine "atone Blase" diagnostiziert und ich bin in den Anfängen des ISK´s. Ich wurde in das Katheterisieren sozusagen reingeworfen, und hatte nach ein paar Tagen schon eine HWI mit ziemlich resistenten Bakterien, die dann stationär i.V. behandelt werden mussten. Freitag wurde ich entlassen und habe alle Hilfen was die Hygienemaßnahmen betrifft, angezapft. Leider habe ich wohl schon wieder eine HWI (Stäbchentest) und werde wohl morgen gleich eine Urinprobe abgeben müssen. Erst gestern war zusätzlich ein Herr von GHD bei mir, der 2 Stunden alle Fragen beantwortet hat. Seines Erachtens müsste ich nicht solch einen Aufwand mit den Hygienemaßnahmen ergreifen. Ich bin mir sicher, dass ich seit Freitag keinen Fehler gemacht habe. Er wies mich aber darauf hin, dass die Katherter, Coloplast SpeediCath Compact sehr kurz seien. Die Katheter wurden mir sozusagen einfach von der Urologie-Praxis zugewiesen. Nun überlege ich ob dies die Ursache sein kann, da hier eventuell immer noch Restharn in der Blase zurückbleibt.

Hat hier jemand Erfahrung?? Das würde mir sehr weiterhelfen.

Sicherlich komme ich hier noch mit gaaaanz vielen anderen Fragen aber dies ist erst mal das Dringenste was mir sehr helfen würde.

Liebe Grüße
Luna

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06 Sep 2018 08:18 #2 von Sebald
Guten Morgen!

Ich könnte mir vorstellen, dass der erste HWI eventuell eine Folge der Untersuchung war. Wurde eine Urodynamic gemacht? Danach vielleicht auch wenig getrunken? (Das war bei mir letztens auch so.)

Generell sind die Katheter für die weibliche Harnröhre (natürlich) kürzer. Also gerade im Vergleich zu den Kathetern für Männer. Restharn dürfte da aber 'trotzdem' nicht vorkommen, weil Harn ja kurz über dem Blasenaustritt durch die Augen des Katheters abfliesst. Der Katheter muss also nicht mitten in der Blase liegen, um effektiv zu sein.

Keimbefall lässt sich beim ISK auf Dauer nicht verhindern. Leider. Es gibt aber diverse Mittel, ihn zu minimieren.

Beste Grüße,
Sebald

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06 Sep 2018 18:13 #3 von kleines-engelchen
Liebe Luna,

du hast ja die Möglichkeit verschiedene ISK auszuprobieren. Es gibt ja auch verschiedene Längen. Ich würde mir an deiner Stelle einfach mal verschiedene Muster zukommen lassen.
Und ich hatte am Anfang auch gleich ne HWI. Habe dann FEMANNOSE genommen, das hilft bei mir super und ist kein Antibiotika. Seither toi,toi,toi habe ich keine mehr gehabt.
Vielleicht versuchst du es auch mal damit(klar jeder Körper ist anders und reagiert auch anders). Aber ein Versuch wäre es wert...

Ganz lieber Gruss Simone

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07 Sep 2018 11:24 #4 von Elkide
Hallo liebe Luna,

auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum des Inkontinenz-Selbsthilfe-Vereins e.V.

Mir ging es vor drei Jahren genauso wie dir. Von einem Tag zum anderen musste ich auch wegen einer atonen Blase den ISK anwenden. Habe mich zu Anfang sehr schwer damit getan, da ich leider keine Einführung bekommen hatte. Hier im Forum habe ich dann große Unterstützung bekommen und seitdem ist der ISK genauso einfach und schnell wie eine normale Entleerung.

Infekte der Blase habe ich inzwischen chronisch. Da sie mir keine Beschwerden verursachen, wird auch keine Behandlung mehr durchgeführt. Ein Arzt hat mir gesagt, dass die meisten Patienten die durch ISK die Blase entleeren ständige HWIs haben.
Er hat mir auch davon abgeraten zuviel zu desinfizieren, da dadurch die natürliche Schleimhaut angegriffen wird.

Wir Frauen haben ja nur eine kurze Harnröhre, so dass die Katheter nicht sehr lang sein müssen. Es gibt die Katheter meist in zwei unterschiedlichen Längen, das musst du einfach mal ausprobieren. Bevor ich den Katheter nach Beendigung der Entleerung ganz herausziehe, verändere ich die Richtung etwas um auch noch den letzten Restharn herauszubekommen.

Wenn du dir unsicher bist, kannst du jederzeit deine Fragen hier im Forum stellen.

Liebe Grüße
Elke

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07 Sep 2018 12:10 #5 von Luna59
Liebe alle,

vielen Dank für die Antworten! Inzwischen war ich beim Urologen und es sind wieder Bakterien und jede Menge Leukozyten im Urin. Jetzt warte ich bis Montag auf das Ergebnis. Natürlich zweifele ich zuerst an mir selbst ob ich was falsch gemacht habe und hinterfrage alles. Letzte Woche musste ich wegen massiven Beschwerden durch Bakterien (Klebsiella pneumoniae) stationär i.V. behandelt werden, das schon zwei andere Antibiotika (oral) nicht zum Erfolg geführt haben. Nun bleibt mir nur das Ergebnis abzuwarten ob die Infektion wieder aufgeblüht ist oder ob es ein anderer Keim ist. Im der Klinik letzte Woche wurde auch am Mittwoch eine Urodynamik, Blasenspiegelung und Vaginoskopie vorgenommen was natürlich auch für die Bakterien verantwortlich sein kann.
Ist mühsam darüber nachzudenken, ich muss da jetzt einfach durch.
Bzgl. der Katheter bleibe ich jetzt erst mal bei dem Coloplast Speedycath compact, ich komme ja damit klar und auch die CH10 meinte der Urologe reicht bei Frauen aus. Muss hier jetzt erst mal eine Routine bekommen um dann mit anderen zu probieren.
Nun aber noch ein paar Fragen ...
Meine Blase fasste ja ein Volumen von über einem Liter und das wohl schon lange, lange Zeit. Gelesen habe ich, dass man das eine "Fernfahrerblase" nennt. Habe ich deshalb oft ziemliche Schmerzen im Nieren- und Eierstockbereich, so dass ich kaum gerade stehen kann und mich immer erst mal hinlegen muss? Wie lange hält so etwa an? Hört dies mit der Zeit auf wenn sich die Blase wieder verkleinert, was mir gesagt wurde?

Vielen Dank schon im Vorraus und so gut, dass es dieses Forum gibt.
Liebe Grüße

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07 Sep 2018 12:15 #6 von Luna59
Lieber Sebald,

vielen Dank für Deine Antwort. Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir die "diversen Mittel" zur Minimierung von Keimen auflisten könntest?

Vielen Dank!!

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07 Sep 2018 16:12 #7 von Sebald
Hallo!

Na ja, eine "Liste" kann ich jetzt nicht direkt bieten.
Aber:
'Mannose' wurde ja bereits genannt. 'Methionin' ist eine andere Möglichkeit: dient der Harnansäuerung (nutze ich selbst). Als Antibiose-Ersatz kann man auch mal Angocin verwenden...

Aber da gibt es bestimmt noch weitere Mittel.

Beste Grüße,
Sebald

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07 Sep 2018 20:35 #8 von M.Blue
Hallo Luna59,

das gleiche Problem habe ich alle 4-6 Wochen mit die Katheter auch das ich eine Blasenentzündung hole, halte mich an die Hygiene und wasche mir auch ziemlich oft die Hände.

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07 Sep 2018 21:00 #9 von Maulwurf
Guten Abend,

Die Mittel zur Infektionsreduktion sind vielfältig und die Erprobung langwierig.
Generell sollte man möglichst eins nach dem anderen ausprobieren, nicht alles auf einmal.
Auch eine enge Abstimmung mit den Ärzten ist unbedingt notwendig.
Hier im Forum finden sich viele Tipps.

Neben den erwähnten pflanzlichen Mitteln methionin, mannose, angocin gibt es u.a. noch canephron, cystinol, cranberry, ...
Angocin ist sehr gut anerkannt.
Bei der antibiose immer drauf achten dass Keim und resistenzprofil bestimmt werden.

Während und nach Antibiotika empfiehlt sich was für den Darm zu nehmen, ich nehme orthomol und enterobact.

Wenn es ganz schlimm ist, kann man für 3-6 Monate eine dauerantibiotikum ausprobieren, zb nitrofurantoin oder trimetophrim um Ruhe reinzukriegen.
Ich lasse mir nach UD, Botox, Spiegelungen auch ein one shot Antibiotika geben- cefuroxim.

Auch nach GV nutze ich eins, nitroxolin forte; Wirksamkeit ist allerdings umstritten.

Auch Impfungen wie strovac sind am Markt, allerdings ebenfalls umstritten.
Wichtig vor allem trinkmenge und Hygiene beachten.

Das sind die Dinge die mir spontan einfallen-
Bei fragen fragen und einfach hier im Forum stöbern.
Maulwurf

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