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Blasenentleerungsstörung unklarer Genese

05 Mai 2019 21:31 #11 von kaefer
Hallo!

Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten! Das hat mir wieder sehr geholfen!
Leider hatte ich die letzte Zeit etwas Stress und komme erst jetzt dazu ein kurzes Update zu geben.

Das mit der Bestellung funktioniert nun über den Hausarzt recht gut. Ich gehe dort hin, sage der Sprechstundenhilfe wieviel ich benötige und sie schickt die Bestellung weg. Spätestens 3 Tage danach hab ich das Paket. Das nimmt schon mal etwas Stress raus.

Ich hatte Anfang April einen Termin bei meinem Urologen. Leider verlief er - für mich persönlich - etwas enttäuschend. Ich wurde auf die Toilette geschickt und konnte nicht spontan urinieren. Restharn lag dann bei 250 ml und die Blase sieht im Ultraschall schlaff aus. Der Urologe meinte ich sollte jetzt mal so weitermachen aber wenn sich in 3-4 Monaten nichts bessert dann müssen wir über SNS sprechen. Für mich kam das jetzt etwas schnell da im Krankenhaus noch die Rede davon war mal mindestens ein gutes halbes Jahr abzuwarten.

Ich hab ihn dann auch bezüglich IVES angesprochen. Er meinte bei mir hätte das keinen Sinn, da es nur dann zum Einsatz kommt wenn Probleme mit dem Beckenboden bestehen, was bei mir nicht der Fall ist. Ich werde ihn beim nächsten Mal allerdings nochmals darauf ansprechen da ich es trotzdem versuchen möchte. Wie Simone schon geschrieben hat, ich hab ja nix zu verlieren.

Was mir allerdings riesige Sorgen macht ist der SNS. Ich hab im Forum einiges durchgelesen und auch im Internet recherchiert. Warum mir das Sorgen bereitet ist, dass wir die Familienplanung noch nicht abgeschlossen haben. Auf den Herstellerseiten hab ich gelesen, dass es bezüglich SNS und Schwangerschaften noch keine bzw. zu wenig Erfahrungen gibt und dieser dann ausgeschaltet werden muss. Bedeutet für mich allerdings, dass es mir dann momentan ja auch nix bringt bzw. erst wenn ich die Familienplanung abgeschlossen habe. Konnte leider auch hier im Forum noch nix dazu finden.
Gibt es vielleicht mittlerweile jemanden der damit Erfahrung hat?
Auch darüber muss ich mit meinem Arzt nochmal in Ruhe sprechen.

Zur Katheterfrequenz. Der Urologe hat mir nahegelegt das Gesamtvolumen keinesfalls über 500 ml kommen zu lassen. Da sich sonst die Blase erneut überdehnt und nicht wirklich eine Chance hat sich zu regenerieren. Momentan mache ich es so, dass ich auf die Toilette gehe wenn ich die Blase spüre. Dann versuche ich zu urinieren, klappt leider sehr selten und wenn es nicht funktioniert katheter ich aus. Meistens konnte ich spontan urinieren wenn ca. 500 ml in der Blase waren. Darunter hats leider erst ein paar Mal geklappt. Das heißt ich katheter im Moment so ca. 7-8 Mal täglich aus um nicht über die 500 ml zu kommen. Ich hoffe das bewirkt auch was.

Ich habe nun auch die erste Akupunktursitzung hinter mir. Seither habe ich das Gefühl ich spüre die Blase noch etwas besser. Ich habe nun meist einen, wenn auch leichten, Harndrang und gehe dann zur Toilette. Es kommt nach wie vor selten spontan etwas. Was allerdings auffällt ist, dass ich nun selten mehr als 300 ml Gesamtvolumen habe. Meine Blase meldet sich meistens zwischen 200 und 250 ml. Ich sehe das mal als positiven Fortschritt - auch wenn nur ganz selten spontan etwas kommt.
Mir fällt allerdings auch auf, wenn ich z.B. meine kleine Tochter zu Mittag hinlege und etwas liegen bleibe, dass sich die Blase rasend schnell füllt. Da kann dann sein, dass sie innerhalb von einer Stunde mit 400 ml gefüllt ist und ich die Blase erst dann spüre. Ist das normal?

Hätte noch eine ganz blöde Frage. Wenn ich einen Harndrang spüre müsste ich dann nicht urinieren können? Oder liegt genau hier das Problem einer schlaffen Blase? Leider hab ich seit ein paar Tagen ein Brennen in der Harnröhre und werde morgen zum Arzt gehen um zu schauen ob ich nicht einen Harnröhrenentzündung habe. Der Urin ist bisher unauffällig mal schauen.

Ich halte euch weiter auf dem Laufenden und hoffe ich kann mich mit positiven Entwicklungen wieder melden.

Bis dahin alles, alles Liebe

Käfer

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06 Mai 2019 20:47 #12 von kleines-engelchen
Hallo Käfer,

es freut mich total zu lesen, wie du Fortschritte machst. Das ist doch super...weiter so!!!
Bezüglich dem IVES kann ich der Aussage, welche du bekommen hast (Beckenboden)nicht viel dazu sagen.
Ich habe das IVES nicht wegen dem Beckenboden bekommen(wusste gar nicht, dass es dafür dienen sollte) Sondern mir wurde es so erklärt:
Dass dies der Heilungsprozess beschleunigen könnte und die Nervenbahnen ankurbeln könnte. Somit soll auch erreicht werden, dass man die Blasenfüllung besser spüren kann. Aber Auswirkungen auf den Beckenboden oder für den Beckenboden ist mir neu?!
Schau mal, da ist es ganz gut erklärt....

www.kup.at/kup/pdf/5939.pdf

Dann mit dem Gesamtvolumen hat man mir gesagt, dass es gut wäre nicht über 500 ml zu kommen, aber wenn dann mal 800 ml in der Blase wären, dann ist es auch ok. es sollte halt nicht dauerhaft und über einen längern Zeitraum sein. Denn ich finde dies ganze schon ein wenig "unter Druck" gesetzt.
Aber wenn du darunter liegst ist doch alles TIP TOP :)

Zu Deiner Frage mit dem SNS, kann ich leider keine Auskunft geben, da ich der Blase die Chance geben möchte so zu heilen bevor ich mich wieder einer OP unterziehe.....

Ich wünsche Dir auf diesem Wege weiterhin, alles Liebe und Gute......und mach weiter so.....

Lieber Gruss Simone

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16 Jun 2019 21:32 #13 von kaefer
Hallo meine Lieben!

Mittlerweile ist wieder etwas Zeit vergangen und ich wollte euch auf den neuesten Stand bringen.

Ich hatte ja mit Akupunktur begonnen. Die Arztin hat mir zusätzlich TCM Tee verschrieben den ich dann eingenommen habe. Bereits nach der zweiten Sitzung war eine wesentliche Verbesserung zu spüren. Und zwar kam jedes Mal etwas Spontanurin. Wenn auch nicht immer viel, aber immerhin. Das machte mir riesen Hoffnung, dass es nun endlich nur mehr bergauf geht. Leider kam es dann doch wieder anders.
Nach einem Spaziergang bei dem ich mir den Rücken ordentlich verkühlte wurde es wieder viel schlechter. Es kam wieder sehr selten Spontanurin. Zusätzlich viel mir auf, dass es auch schlechter wurde wenn ich viel sitzen musste. Das erzählte ich dann meiner Akupunkturärztin und sie meinte ich sollte mich doch noch mal von einem Orthopäden bzw. Neurologen untersuchen lassen, da es sich anhört, als würde es eventuell doch von der Wirbesäule her rühren.

Ich war nun beim Orthopäden. Dieser war fest davon überzeugt, dass es vom minimalen Bandscheibenvorfall zwischen L5 und S1 kommt. Er meinte es müsste zumindest mal behoben werden damit man diese Ursache fix ausschließen könnte. Bin momenten dabei mich behandeln zu lassen. Nach der ersten Behandlung war es wieder kurzzeitig besser und verschlechterte sich leider wieder. Bin mal gespannt wie es sich noch entwickelt.
Habe zusätzlich noch einen Termin bei einem Neurologen und bin mal sehr gespannt was dieser Termin bringt.

Zur derzeitigen Situation sieht es so aus. Normalerweise habe ich einen Harndrang ab 250 ml. Ganz selten kommt dann spontan etwas, eher jedoch nicht. Was mir neuerdings aber auffällt ist, dass wenn ich einen Harndrang habe und dann katheterisiere, der Harnstrahl durch den Katheter sehr stark ist. Ist das normal? Oder darf ich mir vielleicht eine winzige Hoffnung machen, dass meine Blase wieder kräftiger wird?
Ich weiß das kling jetzt vielleicht ziemlich doof, hab das mal versucht mit einem Luftballon mit Wasser gefüllt nachzustellen. Ich musste den Luftballon richtig fest zusammendrücken damit der Strahl gleich stark rauskommt wie beim katheterisieren.

Leider hat mir dieser Rückschlag jetzt wieder viel Hoffnung genommen um eine OP herumzukommen... Habe im Juli einen Termin bei einer Neurourologin vereinbart um mir grundsätzlich auch eine zweite Meinung einzuholen, da ich irgendwie noch die winzige Hoffnung hege es könnte mit konservativen Therapien noch irgendwie behoben werden.

Ganz liebe Grüße und einen schönen Start in die neue Woche, kaefer

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17 Jun 2019 21:38 #14 von kleines-engelchen
Liebe Käfer,

schön, von Dir zu lesen. Das hört sich doch toll an. Es sind zwar kleine Schritte, aber Schritte in die richtige Richtung.
Es ist viel Geduld angesagt. Aber nicht aufgeben!!!Du hast ja schon gemerkt, dass die Akupunktur dir gut tut, deshalb würde ich da dran bleiben.
Faszinierend finde ich , dass du noch wenigen Sitzungen schon etwas/Verbesserung gemerkt hast. DAS IST TOLL.
Ich kann es auch nachvollziehen, dass wenn man kleine Rückschläge erlebt, man gleich am Boden zerstört ist(so ging es mir auch). Aber dennoch muss
man auch sehen was man bis jetzt geschafft hat und dass es doch noch vorne geht.
Und eine 2te Meinung ist immer sinnvoll.

Ich wünsche DIR ganz VIEL Glück, Hoffnung und MUT dran zu bleiben.
Du schaffst das....
Simone

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