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Probleme mit der Blase

01 Jan 2021 02:08 - 01 Jan 2021 02:09 #1 von Reili
Hallo,

Ich bin neu hier und hoffe hier Hilfe zu finden und mich auszutauschen.

Zu meiner Problematik:
Ich bin 22 Jahre alt/Männlich und habe mittlerweile seit 1 Jahr Probleme mit der Blase.
Mein Problem ist, dass ich je nach dem sehr oft pinkeln muss. Meist ist es mindestens einmal die Stunde.
Es kommt auch mal vor das ich alle 20 Minuten die Toilette aufsuchen muss.
Auch beim wasserlassen habe ich Probleme. Der Start ist meiner Meinung nach erschwert. auch das ende ist meist auf einmal und danach tröpfelt es noch etwas weiter. Im stehen kann ich manchmal gar nicht wasserlassen. (Was unterwegs echt nicht angenehm ist.)
Das macht mir seit einem Jahr das Leben zur Hölle. Ich komme kaum im Alltag klar und auch die Ausbildung leidet drunter.
Was eventuell noch wichtig zu erwähnen ist, Nachts kann ich ohne Probleme durchschlafen. Aber auch nach dem langem schlaff lasse ich nur ca 250ml Urin ab.

Ich habe schon 3 Urologen besucht. // Bei allen Urologen ergaben Urinproben keine Auffälligkeiten.
Der erste sagte mir nur abwarten. Beim nächsten besuch hieß es da ist nichts (Keine Bakterien, keine Anomalien im Ultraschall)

Der zweite Urologe hat mich und mein Problem schon ernst genommen. Bei ihm wurde ich gut beraten. Meine Beckenniere wurde auch untersucht. (Laut ihm funktioniert und Liegt die Niere gut. Es ist die Linke Niere. Nach dem ich mehrmals die Niere angesprochen habe wurde diese auch noch mal untersucht. Habe ein Kontrastmittel bekommen. Laut den Bildern Laufen Beide Nieren gleich gut leer (hoffe das war die richtige Formulierung dafür.))
Auch Blutproben habe ich abgegeben, Wiedermal ohne Auffälligkeiten. Auch hatte er mich mal untersucht während ich pinkeln musste, hier sagte er mir aber, dass die Blase nicht voll sei, obwohl ich das Gefühl habe das die Blase drückt.
Verschiedenste Medikamente habe ich ausprobiert: Mictonorm, Opipram, Gabapentin, Vesikur (bei der Reihenfolge bin ich mir nicht mehr sicher)
Als nichts davon geholfen hat, hieß es das es psychisch sein muss. Daraufhin wurde ich zu einem Neuropsychologen überwiesen.
Dieser hat mir MirtaLich aufgeschrieben (Antidepressiva) Darauf kam ich gar nicht klar und hab auch generell daran gezweifelt das es psychischer Natur ist.
Mir geht es an sich gut und mein leben läuft soweit so gut bis auf die Blase.

Darauf hin habe den Urologen gewechselt. Dieser hat mich wieder gut beraten.
An erster stelle wurde ich zum CT für die Nieren gebeten, Auch hier konnte nichts festgestellt werden.
Danach sollte ich wieder Medikamente nehmen (Spasmex und entzündungslindernde Schmerzmittel) Leider wieder ohne Erfolg. darauf hin habe ich ein Tagebuch geführt.
Ich lasse beim Pinkel ca 200- allerhöchstens 300ml urin ab.
Darauf hin wurde eine Blasenspiegelung Durchgeführt. Hier sah der Urologe Rötungen. Ich habe 2 verschieden Antibiotika genommen. Ohne Erfolg.
Auch mein Sperma wurde auf Bakterien untersucht, da konnte auch nichts festgestellt werden.
Als nächstes sagte er mir, dass er versuchen will die Blase zu beruhigen. Hierzu habe ich Schmerzmittel, welche die Durchblutung anregen soll gespritzt bekommen. Beim ersten Termin ins Steißbein, beim nächsten Termin eine spritze unter den Bauchnabel und 3 Spritzen an der Blase entlang sage ich mal.
Leider war dieser versuch auch ohne Erfolg.
Meinen nächsten Termin habe ich die Tage.

Ich hoffe ich habe nichts vergessen.

Ich würde mal gerne eure Meinung zu meiner Problematik hören, vll findet sich hier ja auch jemand der die selben Probleme hat wie ich.

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03 Jan 2021 14:27 - 03 Jan 2021 14:37 #2 von Akira
Hallo Reili,
ich bin 27 und habe auch so ein Problem. Ich lese hier ab und zu und habe mich jetzt auch angemeldet. Vorallem wenn ich nicht sitzen kann, muss ich alle 20 minuten auf toilette mal schaffe ich es auch länger. Im sitzen ist es besser auszuhalten! Da schaffe ich auch mal 2 stunden.

Ich habe spasmex, elmslex und Betmiga probiert. Wobei Betmiga bei mir am besten funktioniert hat, nach betmiga musste ich nicht mehr nachts auf toilette. Jedoch ist es tagsüber nicht besser geworden. An manchen tagen ist es besser und an manchen schlechter.
Ich hatte eine blasenspiegelung, der arzt hat festgestellt das alles ok ist. Dann hatte ich eine urodynamik im krankenhaus. Dort wurde auch nichts auffälliges festgestellt bis auf die tatsache dass der erste harndrang bei 80ml kam.
Nun habe ich ein Gerät zum Biofeedback vom krankenhaus. Da auch mein miktionsprotokoll zeigt, dass man was tun muss und es sehr belastend ist. Das gerät gibt stromimpulse. Ich soll es 6 monate täglich benutzen. Erst nach 3 monaten soll sich merklich Besserung einstellen. Ich merke zumindest, dass ich direkt nach dem biofeedback sehr gut auf Toilette gehen kann, also eher das gefühl habe dass die blase leer ist. Aber ansonsten ist es nicht besser.
Die blase fühlt sich öfter an als würde sie brennen und teilweise auch verkrampft. Dann hilft mir wärme.
Beim wasserlassen selbst aber keine schmerzen. Der start ist bei mir auch schwierig und das es dann plötzlich aufhört aber noch etwas da ist. Als wäre einfach nicht genug druck drauf, aber man hat das gefühl zu müssen.

Ich gehe alle 3 monate zum uro um die nieren checken zu lassen. er hat festgestellt, dass ich manchmal restharn habe. Letztes mal waren es 120ml. Betmiga habe ich aber schon länger abgesetzt, ich sollte es nur 3 monate nehmen. Ich habe auch probleme im alltag damit und meinen urologen darauf angesprochen. Er hat gesagt ich solle mir keine sorgen machen, es gibt noch weitere Möglichkeiten. Botox wäre für mich aber momentan nix, wegen dem restharn. Also bin ich gespannt was er mir nächstes mal vorschlägt, falls das biofeedback nicht hilft.

Ich kann dir raten bei einem anderen urologen einen termin zu machen, wenn du das gefühl hast, dass er es nur als rein psychisches problem ansieht. Es gibt unterschiedliche Ärzte. Ich habe da auch schon erfahrungen gemacht. Der bei dem ich jetzt bin ist aber super.

Es gibt einen blog von pinkelbelle. Sie ist um die 30 und hat auch das problem.
Mir hat es schon geholfen zu wissen, dass es auch andere jüngere gibt die eine überaktive blase haben.

Liebe Grüße

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05 Jan 2021 22:30 #3 von Reili
Hey danke dir erstmal für deine Antwort.
Wie kommst du denn im Alltag zurecht ? Ich finde unterwegs wird es gleich viel schlimmer für mich. Bin jetzt deswegen auch leider schon länger krankgeschrieben.

Was ich tatsächlich vergessen habe zu erwähnen ist, dass bei der Blasenspiegelung Rötungen an der Prostata aufgefallen sind.
Gestern hatte ich meinen Termin bei meinem uro. Dieses mal hat er mir durch die Bauchwand eine Spritze in bzw um die Prostata gegeben.
Hoffe ich erzähle grad auch alles richtig :D Er sagte diese Art der Therapie nennt sich Heil Anästhesie, womit versucht wird die Infektion direkt zu bekämpfen.
Die Spritze war zwar nicht wirklich ein schönes Gefühl, habs mir aber echt schlimmer vorgestellt.

Übermorgen habe ich meinen nächsten Termin, mal gucken was dann versucht wird :/

Darf ich dich mal fragen wie viel Urin du abgibst beim wasserlassen ?

Das Problem mit der Psyche hatte ich beim 2. Urologen. Dieser hatte mir eig nur Medikamente aufgeschrieben und meinte dann da sich nichts ändert müsse es psychisch sein... Der Urologe bei dem ich jetzt bin hat mich wie ich finde besser untersucht und behandelt.

Liebe Grüße :)

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10 Jan 2021 17:12 - 10 Jan 2021 17:19 #4 von Akira
Kommt drauf an, manchmal nur 50 ml manchmal sogar 400 ml. Aber bis 400ml halte ich es nur im sitzen aus und habe dann starke Blasenschmerzen. Egal wie lange ich es aushalte 15 minuten später habe ich wieder das gefühl ich muss.

Im Alltag komme ich so zurecht, dass ich umgezogen bin und alles in der Nähe ist!
Anders würde es nicht gehen. Am Anfang war es sehr schlimm. Mittlerweile weiß ich besser damit zugehen. Aber es ist trotzdem nicht einfach, da man sich sozial öfter mal zurückzieht. Was mir auch geholfen hat ist auf die ernährung zu achten, eine gute verdauung und viel sport und entspannung.

Ich hoffe dass es bei dir nur eine vorrübergehende sache ist:) wegen der Prostata kenne ich mich nicht so gut aus. Als es bei mir ganz schlimm war, war ich studentin, da musste ich mich nicht krankschreiben lassen.
Jetzt wo es ein wenig besser ist und ich alles in der nähe habe und alleine erledigen kann, arbeite ich normal, das lenkt einen ab. Aber je nach beruf ist das natürlich nicht so einfach möglich bzw habe ich mich auch angepasst und kann nicht jede stelle machen.

Ich passe mich im alltag danach an, dass es Toiletten in der nähe gibt, was in meinem alter schon traurig ist. Aber es gibt immer schlimmeres. Ich habe die Hoffnung dass es entweder von alleine verschwindet oder der arzt mir dann helfen kann. Habe das ganze jetzt zwei Jahre. Bin aber erst seit einem jahr beim arzt deswegen weil es da erst aufgefallen ist als es schlimm wurde.

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