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PSA-Test - Lebensrettend oder überflüssig?

27 Apr 2006 22:37 #1 von matti
Lebensrettend oder überflüssig?

Neue Studien wecken Zweifel am PSA-Test

Männer, die vor der Krebsdiagnose einen PSA-Test gemacht hatten, lebten nicht länger als Patienten, die auf Früherkennungsuntersuchungen verzichteten. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Studie der Universität Yale, in der Mediziner die Krankenakten von 1000 Prostatakrebspatienten analysierten. Die Zeitschrift test informiert in der Mai-Ausgabe über die Ergebnisse, erläutert Nutzen und Risiken des PSA-Tests, sowie verfeinerte Diagnosemöglichkeiten, um Prostatakrebs zu entdecken.

Der PSA-Test kann einen Tumor in einem sehr frühen Stadium aufspüren - er weist erhöhte Werte des prostataspezifischen Antigens im Blut nach. Wenn ein Mann Prostataprobleme hat, ist der Test anerkannt und Krankenkassen bezahlen ihn. Doch seit Jahren wird gestritten, ob es sinnvoll ist, dass gesunde Männer ohne Beschwerden einen PSA-Test machen. Sie müssen die Untersuchung deshalb als individuelle Gesundheitsleistung (IGel) selbst bezahlen.

Doch nicht jeder gefundene Krebs muss behandelt werden. Es besteht die Gefahr der Übertherapie - die Behandlung hilft nicht, sie schadet dem Patienten eventuell sogar. Impotenz und INKONTINENZ können die Folge sein.

Männer, die vor einer Entscheidung für oder gegen einen PSA-Test stehen, sind in einem Dilemma. Ein erhöhter PSA-Wert kann eine Kettenreaktion diagnostischer Eingriffe auslösen und eventuell überflüssige, risikoreiche Therapien nach sich ziehen - bei einem mikroskopisch kleinen Tumor, der sich möglicherweise nie zu einer ernsthaften Erkrankung entwickelt.

Andererseits: Wenn der Prostatakrebs erst in einem späten Stadium entdeckt wird, ist er meist lebensbedrohlich und nicht mehr heilbar. Experten arbeiten deshalb an der Verfeinerung der diagnostischen Methoden, vor allem um überflüssige Biopsien bei gesunden Männern zu vermeiden.

Gruß

Matti

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01 Mai 2006 16:42 #2 von eckhard11
Hallo Leute,

hier liegt Matti nicht ganz richtig :

Über den PSA-Test wird nach bestimmten, entarteten Eiweißenzymen gesucht,
welche nur und ausschliesslich in der Prostata entwickelt werden.

Daher kann - bei positivem Nachweis - über den Test erkannt werden,
dass etwas mit der Prostata nicht in Ordnung ist.

Keinesfalls ist es möglich, über diesen Test die Art der Prostataerkrankung festzustellen.

Der PSA - Test ( bzw. der PSA-Wert ) ist ausschliesslich eine Hilfe für den untersuchenden Arzt,
weil er eben nur aussagt, dass etwas die Prostata beeinflusst.
Daher wird der Urologe daraufhin eine richtige Untersuchung durchführen.

Der PSA - Test ist ergo zu vergleichen mit einem Fieberthermometer, aber eben nur und
ausschliesslich geeignet für die Prostata.

Auf jeden Fall kann der PSA - Test lebensrettend sein, da verschiedene Erkrankungen der Prostata
keinesfalls Beschwerden verursachen.
Wenn dann aber - irgendwann - die Beschwerden bemerkt werden, kann es in vielen Fällen zu spät sein.
Durch einen PSA-Test wäre dem Urologen eine Erkrankung der Prostata aufgefallen,
auch wenn der Patient gar keine Beschwerden hatte.


Ich leg mich jetzt wieder hin :sleep:
Eckhard

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23 Sep 2008 11:27 #3 von Novalis
Nach meiner persönlichen Erfahrung ist der PSA-Wert nicht allein maßgebend für die Krebsdiagnose. Im Gegenteil wiegte ich mich mit guten PSA-Werten stets in Sicherheit. Eine Stanzbiopsie brachte bei einem PSA-Wert von 3,24 ng/ml einen Befund mit Gleason 9 zu Tage. Der pathologische Befund nach radikaler Ektomie bestätigte den Gleasonwert und ergab eine Ausbreitung von T3.

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23 Sep 2008 13:02 #4 von eckhard11
Völlig richtig, Novalis,

durch einen PSA-Test, ( Prostata Spezifisches Antigen ), kann kein Krebsbefall der Prostata diagnostiziert werden.

Und wie Du ausführst, ist dieser Test mit großer Vorsicht zu geniessen !!
Eine kürzlich veröffentlichte Studie, ( ich meine, von Stiftung Warentest ? ), ergab, dass von den sich auf dem Markt befindlichen krebsspezifischen Test´s eigentlich nur zwei Test´s relativ (!!) sicher wären.
Der PSA-Test war nicht unter diesen beiden !

Aber dieser ist ja auch kein “Krebstest”.
Er soll, ( und kann eventuell ), nur eine “Unstimmigkeit” in der Prostata erkennen, um dadurch den Urologen zu weiterführenden Untersuchungen zu animieren.

Die sicherste Methode, eine Prostataerkrankung festzustellen, ist immer noch die “Stadtrundfahrt”, aber auch hier kann der Urologe nur eine Veränderung der Drüse bemerken, aber nicht, welche Ursache vorliegt.

Mindestens 30% aller Prostatektomien, ( Entfernungen ), sind überflüssig, da die Betroffenen übertherapiert werden.

Bei Dir allerdings war es genau andersherum, Du hattest das Glück, dass der Prostatakrebs trotz der “guten” Werte erkannt wurde.
Bei mir war es ähnlich. Ich wurde auf Blasenentzündung behandelt, bis ich einen pT3aG3N1 hatte, allerdings in der Blase.
Gott sei Dank hatte DC Schacht dies bemerkt, sonst wäre ich längst in der Kiste.....

Gruß
Eckhard
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12 Nov 2008 06:54 #5 von Ahrweiler
Hallo zusammen.
Ich kann nur bestätigen,dass der PSA Test wichtig ist egal ob man bezahlen muß oder nicht.Bei mir war der PSA-Wert ein Grenzwert und zwar statt 4,5 hatte ich 4,65.Die Ultraschalluntersuchung und die Fingeruntersuchung erbrachte überhaupt nichts.Um die Gewißheit zu haben entschloß ich mich,nach dem Anraten meines Urologen, zu einer Biopsie,die dann den Befund erbrachte es ist ein Karzinom vorhanden.Man entschloß sich daher zu einer radikalen entfernung der Prostata.Es war ja zuerst angedacht nur die kranke Hälfte zu entfernen,aber das hätte das Problem Karzinom nur weiter hinausgeschoben.In meinem Bekanntenkreis sind 2 Fälle die nur einmal die eine Hälfte und später die 2.Hälfte operiert bekamen.Der eine starb dann an Blasenkrebs der andere bekam einen künstlichen Schließmuskel und dieser gab leider seine Arbeit nach ca.6 Jahren auf.Er kann nicht mehr operiert werden,da alles so verwachsen ist,dass sich die Ärzte nicht mehr heranwagen ihn nochmals zu operieren.Jetzt muß er Windelhosen tragen um überhaupt noch auf die Strasse gehen zu können da er den Urin nicht mehr halten kann.
LG
Franz Josef

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28 Apr 2017 01:58 #6 von MoonbendersWing
Hallo,

Ich denke jeder sollte selbst für sich entscheiden, ob der PSA-Test sinnvoll ist oder eben nicht. Wie hier bereits erwähnt gibt es gute Argumente für beide Seiten.
Persönlich habe ich bereits jemanden im Bekanntenkreis, dem der Test vermutlich das Leben gerettet hat und halte den Test dementsprechend für sinnvoll.

Ich wollte hier aber eigentlich nur einmal erwähnen, dass es durchaus Untersuchungsmethoden gibt um dem erhöhten Wert auf die Schliche zu kommen, welche kein zusätzliches Risiko bergen. Zum Beispiel ist eine MRT-Untersuchung der Prostata möglich. Diese macht zwar eine zusätzliche Biopsie notwendig, sofern verdächtiges Gewebe gefunden wird, kann aber auch unnötige Biopsien vermeiden.
Ich bin aber leider selbst kein Fachmann, von daher kann ich nur empfehlen mal bei einem eben solchen mehr Informationen einzuholen. Die MRT-Untersuchung betreffend kann man beispielsweise hier www.alta-klinik.de/de/prostata-mrt/ fündig werden.

Schöne Grüße

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02 Mai 2017 11:33 - 02 Mai 2017 11:36 #7 von Mike66
So dann will ich auch mal meinen Senf dazu geben. Ohne diesen Test wäre ich mit großer Sicherheit einer dieser Kandidaten gewesen wo man den Krebs zu spät bemerkt hätte. Natürlich kann ein erhöhter Wert auch ander Ursachen haben, aber dafür gibt es dann eben die Möglichkeit das zu differenzieren durch nachfolgende Untersuchungen. Die von den Kassen angebotene Früherkennung der "großen Hafenrundfahrt" ist so genau wie das lesen aus einer Glaskugel. Bei mir, mit einem Gleason Score von 3+4 und einem Krebs in gut zwei drittel der Prostata, hat keiner was ertasten können.
Das Problem ist, ist der Krebs im Anfangsstadium wird er kaum im Ultraschall oder MRT sichtbar sein. Auch bei der Biopsie ist die Warscheinlichkeit gering etwas zu finden. Aber er ist in diesem frühem Stadium auch meist noch relativ ungefährlich. Wenn ich also einen erhöhten PSA Wert habe und alles andere wie eine Entzündung ausschliessen kann hab ich die Chance die Sache zu beobachten. Keiner operiert wegen einem erhöhtem PSA Wert. Die andere Sache ist doch auch das Alter des Betroffenen. Klar macht es in vielen Fällen keinen Sinn einen 80 Jährigen zu operieren. Aber jüngere Leute die unter dem durchschnitts Alter von 65 Jahren bei einer Neuerkrankung liegen, haben dann die Chance auf Krebsfreiheit (ich sage absichtlich nicht Heilung) und noch etliche Jahre zu leben auch wenn die Nebenwirkungen sicher heftig sind. Leider weis ich wo von ich rede da meine OP jetzt gerade mal 6 Wochen her ist.
Sich behandeln zu lassen oder nicht, diese Entscheidung muss jeder selber treffen. Aber dank diesem Test hatte ich noch die Wahl....

CU M.

P.S. MRT ist ne feine Sache, hatte ich auch, aber gesehen hat man nur 3 große Herde. Der Rest ist dann erst bei der Biopsie und nach der Laboruntersuchung des entnommenen Organs aufgetaucht.....
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