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botox für die blase?!

26 Dez 2014 15:24 #1 von mera86
Hallo ihr lieben.
Ich bin neu hier und wollte mich kurz vorstellen.
Ich bin weiblich und bald 29 Jahre alt.
Seit einigen Jahren hat man bei mir nach vermehrter Nykturie, kindliche Blase mit Reflux festgestellt und eine Schrumpfniere die 17 % noch funktioniert.
Mit Spasmex 30 täg geht das inzwischen schon aber sobald ich die Spasmex vergesse bekomme ich vermehrte Probleme. Ich muss dann plötzlich auf Toilette und das muss wirklich sofort sein sonst uriniere ich ein :( wenn ich es krampfhaft unterdrücken bekomme ich sehr starke nierenschmerzen ( an der kranken Niere).
Ich habe nicht mal Kinder geboren weil viele sagen dann ist es wohl noch schlimmer.
Meine Urologien schlug mir vor paar Tagen die Botox für die Blase.
Habt ihr in meinem Fall ähnliche Erfahrungen oder Ratschläge.

Liebe Grüße Mera :)

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26 Dez 2014 21:40 #2 von Ano
Hallo Mera!

Herzlich willkommen hier in unserem Forum.
Ich bin von der Stuhlinkontinenz-Abteilung ( ;) ) und kann zu Deinen Problemen nicht viel sagen.

Aber wenigstens möchte ich Dir einen Link schicken - es ist ein Thread hier im Forum, in dem schon ausführlich über Botox bei Blasenproblemen geschrieben wurde - vor allem von Annabelle.

Lies Dir die Beiträge in Ruhe durch - scrolle auch weiter runter und lies die folgende Diskussion dazu. Vielleicht ist Dir damit schon einmal etwas weitergeholfen. Schau mal hier: Klick

LG, Ano

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19 Feb 2015 16:13 #3 von Sabine76
Hallo,
ich hatte aufgrund meiner Behinderung von klein an eine kleiner Niere links die auch nicht so viel Funktion hatte. 1991 musste sie entfernt werden - es war eine Schrumpfniere. Hab somit seit ich 15 bin nur noch eine Niere. 1993 bekam ich dann in Mainz den Mainz Pouch 1 und es war mein 2. Lebens. Schön ist auch, dass ich nun Kontinent bin.

Botox wurde bei mir wohl auch überlegt zwischen 1991 und 1993 - aber ich hab mich geweigert - man weiß nicht was das auf lange Sicht für eine Wirkung hat und es nicht dem Körper schadet. Es ist immer hin ein Schlangengift.

Bin froh dass ich nun mit dem Mainz Pouch 1 das nicht mehr brauche - die Niere hat sich nun auch super erholt.

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20 Feb 2015 00:44 - 20 Feb 2015 00:46 #4 von Annabelle
Hallo,

das ist Botox:

BOTOX ist weder ein „Schlangengift“ noch ein „Nervengift“. Es wurde zuerst als Stoffwechselprodukt bestimmter Bakterien entdeckt, die in Lebensmitteln vorkommen können und diese verdarben. Es handelt sich also um eine rein biologische Substanz, ein Protein (Eiweißmolekül).

BOTOX ist bereits in sehr geringen Mengen hochgradig biologisch wirksam und muss daher in sehr starker Verdünnung angewendet werden. Dann allerdings ist keinesfalls mit „Vergiftungserscheinungen“ zu rechnen, auch nicht bei zahlreichen Wiederholungen.

Botulinumtoxin ist ein Eiweiß (Protein) und kann daher vollständig vom Körper abgebaut werden. Gründliche wissenschaftliche Untersuchungen konnten nachweisen, dass es nach seinem Abbau durch den Körper restlos über die Niere ausgeschieden wird. Es bleibt also nichts im Körper zurück.

Der große Vorteil von BOTOX ist, dass es genau in die Problemzonen injiziert werden kann, die stören. Dort bleibt es und wirkt es, bis es abgebaut wird.

Ich habe nächsten Monat so ungefähr die 20. Behandlung vor mir. Mittlerweile bekomme ich die Höchstdosis von 1000 Einheiten gespritzt. Das muss in einer neurourologischen Fachklinik stattfinden, mein behandelnder Urologe darf nur 300 Einheiten spritzen. Bis auf die Tatsache, dass sich das Botox bei mir schnell wieder abbaut, tut es mir nichts außer Gutes!

Es ist immer gut, sich zu informieren, bevor man sich behandeln lässt. So können auch solche "Ammenmärchen" aus der Welt geschafft werden. Ich kann das Botox uneingeschränkt empfehlen.

Lieben Gruß, Anna
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20 Feb 2015 08:15 #5 von Account auf eigenen Wunsch gelöscht
Guten Morgen,
mir wurde ebenso Botox bei meiner überaktiven Blase angeboten. In einer Uniklinik wurde mir aber davon abgeraten, mir wurde erklärt, bei einer Botox Behandlung wird die Blase gelämt.Nicht jeder sollte deshalb ohne genaue Abklärung einer Botoxbehandlung zusagen, die Krankenkassen übernehmen jetzt die Behandlung, also mit Vorsicht an die Sache rangehen.
Das ist meine Meinung zu Botox.
Grüße Euch Dezember

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20 Feb 2015 09:03 #6 von matti
Hallo,

Nicht jeder sollte deshalb ohne genaue Abklärung einer Botoxbehandlung zusagen


Ganz ehrlich, welche Behandlung bzw. Therapieoption sollte ohne vorheriger genauer Abklärung und vor allem nicht passender Indiaktion durchgeführt werden? Keine!

Dies bedeutet aber ja nicht, das es nicht unzählige positive Behandlungserfolge mit Botox gibt. Eine Hemmung der Nervenleitung ist der gewünschte Effekt, wenn man es in der Blase anwendet. Die Angst vor einer "Blasenlähmung" ist deshalb vergleichbar mit einem Topf Suppe auf höchster Stufe auf dem Herd, der aber nicht heiß werden soll.

Matti
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20 Feb 2015 09:13 #7 von Johannes1956
Hallo,

Wie hier schon mehrfach zitiert:

Paracelsus: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“

Und weiter: "Wer meint, alle Früchte würden gleichzeitig mit den Erdbeeren reif, versteht nichts von den Trauben"

Es liegt in der Natur der Dinge, dass es keine Therapie gibt, die bei allen Menschen gleich wirkt. Immer ist das Nutzen/Risiko abzuwägen und gegebenfalls muss man den Mut haben, auch etwas auszuprobieren.

LG

Johannes
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20 Feb 2015 09:44 #8 von Annabelle
Botox wird direkt in die Harnblase gespritzt und bewirkt eine partielle Lähmung der Blasenmuskulatur, was den Druck in der Blase verringert und Symptome wie häufigen und unwillkürlichen Harndrang über mehrere Monate reduziert oder völlig unterbindet. Wissenschaftliche Studien konnten darlegen und beweisen, dass es durch den Einsatz von Botox im Bereich der überaktiven Blase zu einer Reduktion der Aktivität des Blasenmuskels und -druckes und damit verbunden zur Steigerung der Blasenkapazität kommt. Die Wirkungsdauer beträgt zwischen 9 und 15 Monaten, somit ist eine deutliche Verbesserung des Lebensqualität gegeben. Es werden "gezielt" bestimmte Muskelpartien gelähmt. Sollte es zum sehr seltenen Effekt der Blasenlähmung kommen, wird katheterisiert, bis sich das Botox wieder abbaut.

Das gehört - wie bei allen Medikamenten oder Behandlungen - zu den unerwünschten Nebenwirkungen. Jeder gewissenhafte Arzt weist beim Aufklärungsgespräch darauf hin. Das ist aber etwas anderes, als deswegen von einer Botoxbehandlung abzuraten. Es sei denn, man möchte genau das hinein interpretieren.
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20 Feb 2015 10:03 - 20 Feb 2015 10:17 #9 von Account auf eigenen Wunsch gelöscht
Hallo,
habe meinen Text gelöscht, jeder ist für sich selbst verantwortlich.
Botox ja oder nein, abklären.
LG
Dezember

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20 Feb 2015 11:14 - 20 Feb 2015 11:16 #10 von matti
Liebe Dezember,

die hier an der Diskussion bereits beteiligten User erhalten ja eine Benachrichtigung per Mail, dass ein neuer Beitrag verfasst wurde. In diesem steht auch der Inhalt des Beitrages als Kopie. Es macht also doch wenig Sinn, hier im Forum immer wieder seine verfassten Beiträge zu ändern oder gar unkenntlich zu machen. Vielleicht hilft es dir, nicht immer ganz so emotional und spontan gleich nach dem lesen einer Antwort in die Tasten zu hauen, sondern einmal 2-3 Stunden später darauf zu antworten.

Dein ursprünglicher Beitragsinhalt wäre doch einer Diskussion wert. Es ist halt dein Informationsstand und darauf basiert deine Meinung. Von Diskussionen lebt ein solches Forum. Wir müssen nicht immer einer Meinung sein. Wenn etwas falsch dargestellt wird, kann man dem wiedersprechen. Dies machen die User dann ja auch. Dies ist aber doch kein persönlicher Angriff. Es bleiben zwei Statement, ohne immer den Anspruch zu haben der Eine hat ausschließlich recht.

Matti
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