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Facharbeit

11 Nov 2015 19:39 #1 von eckhard11
Guten Abend, Leute,

vor einiger Zeit erhielt ich die Anfrage eines Auszubildenden hinsichtlich einer Themenarbeit.
Er hatte mich gefragt, ob ich ihm die Fragen beantworten könne.
Ich sagte ihm, es wäre sicherlich besser, die Fragen im Forum zu stellen, da er dann mehr Antworten erhalten würde.

Heute kam die Mail mit den Fragen.

Liebes Forum,
ich heiße Marc und bin 20 Jahre alt. Ich mache eine Ausbildung zum Altenpfleger und bin im zweiten Lehrjahr. Im Rahmen der Ausbildung ist auch veränderte Ausscheidung ein wichtiges Thema, um ein professionelles Verständnis für das Thema zu entwickeln. Um diesen Themenschwerpunkt zu vertiefen, schreibe ich eine umfangreiche Facharbeit, welche vor allem das Erleben und die Perspektive der Betroffenen widerspiegeln soll.
Es ist allerdings unglaublich schwer das Erleben von Betroffenen zu verstehen oder sich in diese reinzuversetzen, wenn man selbst nicht betroffen ist. Deswegen bitte ich euch um Hilfe.
Ich habe ein paar Fragen zusammengestellt, die ich gerne (natürlich anonym) in meine Facharbeit einbinden würde.
Ich würde mich freuen, wenn ihr diese beantworten würdet.

Viele liebe Grüße
Marc

1. Welche Auswirkungen hat die Inkontinenz auf euer Leben? Was ist anders, als vorher?

2. Habt Ihr im Alltag Vorurteile oder Benachteiligungen erlebt? (Arbeitgeber, privates Umfeld)

3. Was glaubt Ihr als Betroffene: Wie kann man das Thema enttabuisieren? Braucht es eine Lobby?

4. Welche Unterstützung erwartet Ihr von professioneller Seite? (ggf. Ärzte, Pflegepersonal, Apotheken, Sanitätshäusern)

5. Werdet Ihr von euern Ärzten unterstützt? Wenn ja, wie? (genaue Diagnostik? Vorschläge zur Kompensation? Behandlungsmöglichkeiten?)

6. Ist die Unterstützung, die Ihr erhaltet ausreichend oder würdet Ihr euch mehr wünschen?

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11 Nov 2015 22:52 #2 von Bubi-Nora
Moin, Mangels einer Mail antworte ich mal hier mit der Bitte das eckhart11 diese weiterleitet.

zu 1.
So gut wie keine, ich ziehe Pants an und gut ist es.

zu 2
Eine Arbeitskollegin weiß auch das ich Pants Trage und meinte nur: Wenn die Dinger dir mal ausgehen sag bescheid ich habe noch genug und kann dir welche geben.

zu 3
ganz einfach damit umgehen und kein allzu großes Geheimnis machen. Die Behinderten Kinder / Jugendlichen gehen viel offener damit um.
Rutscht bei denen mal die Hose und man sieht den Windelrand dann wird nicht Gelästert oder abfällig geredet
Da ist es natürlich das offen ein Paket Windeln mit in die Schule genommen wird. In einer Betreuung für behinderte hat man mich auch schon gebeten für den Behinderten Windeln mitzunehmen. Ein ab Hüfte Gelähmtes Kind 11 Jahre sagte mal: Dietmar kannste die Windel in die Schultasche stecken.

zu 4
Ich erwarte keine Unterstützung von den Sanitätshäusern, ich erwarte das die Behinderten Betroffenen nicht abgezockt werden.

zu 6
das die Krankenkassen mit den Lieferanten endlich nicht auf die Billigen schrott Windeln setzt sondern auf Qualität.

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12 Nov 2015 06:57 #3 von Michi
Guten Moregn Eckhard
Antworten auf die Fragen:
1. Die erst Zeit war es schon ein wenig Unangenehm da brauchte ich bis zu 20 Einlagen am Tag. Jetzt habe ich mich damit abgefunden bruche höchstens noch 5 Stück und wenn ich längere Zeit aus dem Haus gehe trage ich ein Urinalkondom. Habe es auch schon 10 Stunden getragen ohne das es mich störte oder wie früher Schmerzen verursachte.

2. Als Rentner kann ich dazu nicht allzuviel sagen. Ich kann ja selbst bestimmen was ich mache.

3. Alles so nehmen wie es ist nicht irgendjemand etwas verheimlichen, geht ja nicht anders.

4. Mit dem Sanitätshaus bin in sehr zufrieden, ich wurde gut Beraten und konnte mir die Einlagen aussuchen die mir persönlich am angenehmsten zu tragen waren und auch mit der Stückzahl hatte ich noch kein Problem.

5. Auch mit dem Urologen war ich bis jetzt sehr zufrieden er hat bis jetzt auch alle Rezepte so ausgefüllt wie mir das Sanitätshaus es gesagt hat., mich über alles Aufgeklärt und mir sofort wieder einen Termin aufgeschrieben das ich vierteljährlich meinen Termin einhalte.

6. Ein Problem hab ich noch mit der Krankenkasse. Es gibt alle viertel Jahr entweder ab- oder einleitende Sachen. Also entweder Einlagen oder Urinalkondome. Das man das Kondom nicht 24 Stünden am Stück tragen kann muss ich mir für den Rest das Tages oder für die Nacht meine Einlagen selber kaufen. Das mache ich dann übers Internet da sie da billiger sind.Das ich billigen Schrot anstelle von Qualität bekomme kann ich nicht sagen da sind halt die Rezeptgebühren ein wenig höher.

Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen.

Michael

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12 Nov 2015 07:14 #4 von Annabelle
Wenn Marc so sehr daran interessiert ist, Informationen für eine Facharbeit als Altenpfleger zu sammeln, frage ich mich, warum er sich nicht direkt mit den alten Herrschaften in seinem Heim zusammen setzt und sie fragt, was er wissen möchte. An der Quelle zu sitzen und sich dort nicht zu bedienen bringt mich auf den Gedanken, dass die Anfrage fingiert ist, welchen Zwecken das auch immer dienen soll. Ein weiteres Indiz für diese subjektive Annahme ist es, dass sich nur die allerwenigsten 20jährigen so ausdrücken können.

Ich helfe gerne, aber hier habe ich das Gefühl, ausgenutzt zu werden von jemandem, den ich nicht kenne, weil er sich hinter einer Fake-Identität verbirgt.

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12 Nov 2015 09:05 - 12 Nov 2015 09:21 #5 von matti
Liebe Annabelle,

wenn ein Mitglied des Vereinsvorstandes einen solchen Beitrag einstellt, bitte ich ganz herzlich darum, nicht primär den Hintergrund in Frage zu stellen. In der Regel verfügt der Vorstand über zusätzliche Hintergrundinformationen und hat diese zuvor geprüft.

Manchmal gehen tagelange Vorgespräche vorraus und da wäre es nicht unbedingt in meinem Sinne, wenn ein einzelner Beitrag diese Tätigkeiten im Hintergrund gleich wieder "zerstört".

Unabhängig davon, Frage ich mich welche dieser Fragen du einem Bewohner eines Alten- und/ oder Pflegeheimes den stellen würdest? Warst du schon einmal in einem solchen Heim?

Meinung äußern ist natürlich erwünscht!

Danke.

Matti
Folgende Benutzer bedankten sich: Michi

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12 Nov 2015 11:38 #6 von Horsty
Lieber Matti,

na dann will ich mal –zu einer für mich ungewöhnlichen Zeit als schöpferische Pause- mich zwischendurch natürlich äußern.
Die Vermutung die Annabelle andeutete, ist mir zwar nicht in den Sinn gekommen, aber doch durchaus denkbar.

Dass der Vorstand in der Regel über zusätzliche Hintergrundinformationen verfügt war mir bisher nicht bekannt. Diese Möglichkeit sollte aber auf jeden Fall weiterbestehen. Und weil es in der Regel so möglich ist, könnte es auch Ausnahmen geben, oder?

Beim weiteren Nachdenken ist mir eingefallen, dass es auch junge Leute gibt, die vor ihrem Medizinstudium eine praktische Ausbildung absolvieren; dies sind dann oft die besseren Ärzte.

Da ich auch ziemlich oft mit Altenheimen Kontakt habe –ich zähle ja selbst als junger Alter zu den potentiellen Kandidaten- treffe ich oft sehr alte Bewohner eines Alten- und/ oder Pflegeheimes an, die mir geistig deutlich überlegen sind. Deshalb würde ich diese Personengruppe bei der Befragung nicht ausschließen wollen. Ich denke so hast du es auch gemeint, wollte nur verhindern, dass das falsch ankommt.

Ansonsten bin ich der Meinung, dass dieser Fragespiegel so aufgebaut ist, dass er uns selbst auch weiterhelfen wird.

Momentan bereite ich das Mittagessen vor und melde mich dazu später.

Es grüßt Horsty

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12 Nov 2015 14:16 #7 von eckhard11
Hmm,

es ist also bereits verdächtig, wenn ein Heranwachsender eine gewisse Schreibkultur aufweist.
Also ich, ( ich persönlich ), konnte mich bereits mit 14 Jahren sowohl schriftlich als auch verbal hervorragend ausdrücken.
Gut, dass es damals noch keine Computer gab, sonst wären meine Aufsätze wohl immer als "Fake" angesehen worden.....

Man kann unter diesem Thread weiterschreiben, der Marc liest mit.

Marc, wenn Du Dich anmelden und etwas schreiben willst :
Du solltest einige dämliche Fehler einstreuen, z.B "mier" mit "ie" sowie "unt" mit "t".
Dann wirkst Du auf einige Menschen glaubwürdiger.
Folgende Benutzer bedankten sich: matti, Michi

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12 Nov 2015 15:35 #8 von Günti
Hallo Marc,

dann will auch ich einmal Deine Fragen beantworten. Bin nicht selber betroffen, habe aber einen Mann
der nach einem schweren Schlaganfall sowohl Harn- als auch Stuhlinkontinent ist und den ich pflege.

1.die Harninkontinenz war durch einen suprapubischen Katheter unter Kontrolle, allerdings mit ständigen
Infekten bis zu resistenten Keimen die nur durch Infusionen und mehrtägigen Krankenhausaufenthalten
in den Griff zu bekommen waren. Also schon eine enorme Belastung des bis dahin normalen Lebens.
Heute ist unsere Lösung, dank dieses Forums, das Urinalkondom mit dem Katheterbeutel und alles ist in Ordnung.
Schwieriger, das Leben mit Stuhlinkontinenz. Da mein Mann weder stehen noch laufen kann, nutzen mir uns behinder-
tengerechte Toiletten eigentlich gar nichts, da ich dort keine Pants oder Vorlagen wechseln kann. Desweiteren kann ich
nie sicher sein, wann er sich entleert. Mal einmal, manchmal bis zu dreimal täglich oder auch tagelang gar nicht. Da
ist man zu Hause immer am Besten aufgehoben. Von daher schon ein sehr großer Einschnitt zum früheren Leben.

2.Vor- oder Nachteile allein durch die Inkontinenz könnte ich Dir jetzt keine nennen.

3. Für uns ist die Inkontinenz kein Tabu-Thema. Wir haben offen mit unseren Verwandten und Freunden darüber
gesprochen und es wird so akzeptiert wie es eben ist.

4. Ja und jetzt zur professionellen Seite. Da würde ich mir viel mehr erhoffen. Vielleicht hatte ich auch nur die "falschen"
Professionellen? Keiner hat sich mal Gedanken gemacht, warum der Katheter überhaupt liegt. Ich bin von keiner Seite
auch nur im entferntesten über irgendwelche anderen Möglichkeiten als den SPK aufgeklärt worden. Von Urinalkondomen
habe ich hier im Forum gelesen und der Urologe, den ich daraufhin angesprochen habe, hat mir davon abgeraten.
Untersuchung, ob die Blase noch funktioniert, nur auf meinen besonderen Wunsch hin.
Versorger mit Urinalkondomen: auch da habe ich die zu uns passenden Kondome letztendlich durch Informationen aus
dem Forum erhalten und nicht durch die Firma, die uns jetzt versorgt.Tipps um diese anzulegen, hier aus dem Forum! Also
für mich sitzen die professionellen hier im Forum. Tarurig, aber wahr. Vielleicht bin ich ja ein Einzelfall.

5.Die Unterstützung der Ärzte besteht bei uns darin, die monatlich notwendigen Verordnungen auszustellen.

6. Hier würde ich mir mehr Unterstützung dahingehend wünschen, dass man nicht um jedes Teil kämpfen muss, was die
Versorgung angeht. Momentan mal wieder die Beinbeutel einer bestimmten Firma, die zu teuer für die gezahlte Pauschale
der Krankenkasse ist. Letztendlich, konnten wir bis jetzt alles durchsetzen, was benötigt wurde, nach einer guten Begründung,
aber diese ewigen Widersprüche gegenüber der Krankenkasse sind schon sehr lästig.

So, lieber Marc, jetzt hoffe ich, dass ich Dir ein wenig weiterhelfen konnte und wünsche Dir für Deine Facharbeit viel Erfolg und
für Deine Zukunft alles Gute.

Liebe Grüße
Petra

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12 Nov 2015 16:10 #9 von Horsty
@all,

na, dann bin ich hier richtig, denn mit 14 Jahren habe ich mir selbst schon das deutsche Alphabet beigebracht. Meine Mutter war dazu nicht in der Lage.
Und wenn ich Fehler im Diktat machte, musste ich immer mit der Berichtigung eine Begründung abgeben. Die sah dann in der Regel so aus: „ Wer nämlich mit „h“ schreibt ist dähmlich!“
Prompt kam die Aufforderung zur erneuten Korrektur, der ich auch wutentbrannt nachkam:
„Wer dämlich mit „h“ schreibt ist nähmlich dämlich!“Ich weiß heute noch immer nicht warum man eine dritte Berichtigung verlangte.
Eines konnte ich mir noch merken, nämlich wie man „Verkäuferin“ schreibt.
Eine wahre Begebenheit!
Eine ebenso begabte Mitschülerin (Abgang 7. Klasse) schrieb eine Bewerbung um Ferkäuferin zu werden. Der Lehrer, eigentlich der Musiklehrer, sagte ihr, dass man Verkäuferin mit „V“ schreibt.
Geflissentlich korrigierte Rita Busanni, so hieß das Mädchen wirklich, und schrieb Ferkäuverin. Das arme Ding war damit so überfordert und gab auf, Verkäuferin zu werden.
Einige Jahre später traf ich Rita wieder. Sie schnitt mir die schütteren Haare. Brav, wie ich nun mal bin, habe ich sie nicht gefragt wie sie „Vrisörin“ bei der Bewerbung geschrieben hatte.
Erst vor kurzen stand in unserer Heimatzeitung ein Artikel über Rita, der erfolgreichen Frisörin (Friseurin) die bereits 1945 allein mit ihrer Oma, bei der sie auch aufwuchs, vom damaligen Ostpreußen flüchtete.

Lieber Marc, du kannst dich darauf verlassen auch von mir bekommst du den Fragespeigel beantwortet. Es wird kein Fake sein!

Es grüßt Horsty

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12 Nov 2015 17:35 - 12 Nov 2015 18:40 #10 von matti
Hallo Marc,

auch ich möchte gerne deine Fragen beantworten:


1. Welche Auswirkungen hat die Inkontinenz auf euer Leben? Was ist anders, als vorher?

Bei mir ist es vor allem die dadurch entstehende Abhängigkeit. Ich benötige immer eine dritte Person die mir bei der Hygiene hilft. Nicht selten spielt auch ein Zeitkorridor eine Rolle. Da meine Versorgung nur im liegen durchgeführt werden kann, diese Möglichkeit aber so gut wie nirgends gegeben ist, stellt mich dies in der Planung ausserhäuslicher Aktivitäten häufig vor Probleme.

2. Habt Ihr im Alltag Vorurteile oder Benachteiligungen erlebt? (Arbeitgeber, privates Umfeld)

Niemals! Ich sehe die Tabuisierung auch nicht als das viel beschriebene gesellschaftliche Verhalten an. Vielmehr findet die Tabuisierung bei den Betroffenen selbst statt.

3. Was glaubt Ihr als Betroffene: Wie kann man das Thema enttabuisieren? Braucht es eine Lobby?

Dieser Verein bemüht sich beispielsweise durch die Bereitstellung eines Online-Forums, durch Informationsmaterial und Informationsveranstaltungen aktiv an der Entabuisierung mitzuwirken.
Ebenso haben wir versucht auf politicher Ebene gehör zu finden. Der Grad der organisierten Selbsthilfe ist in Deutschland zu diesem Thema aber sehr gering. Bei 8 Millionen Betroffenen, sind nicht mehr als ca. 3000 Menschen in der Selbsthilfe organisiert.
Zieht man einmal einen Vergleich zum Organisationsgrad bei Multiple Sklerose, kann man feststellen, dass bei ca. 140000 Betroffenen die (aktive) Teilnahme an Selbsthilfeangeboten nach meiner Einschätzung bei 70 - 80% der Betroffenen liegt.

Beim Thema Inkontinenz halte ich die schon angespochene Tabuisierung und Scham für das größte Hindernis eines hohen Organisationsgrades der spezifischen Selbsthilfe.
Die Betroffenen stehen sich bei ihrer Interessenwahrnehmung und Vertretung durch Dritte nicht selten selbst im Weg, weil eine starke Lobby so nicht entstehen kann.

4. Welche Unterstützung erwartet Ihr von professioneller Seite? (ggf. Ärzte, Pflegepersonal, Apotheken, Sanitätshäusern)

Dieses Forum ist voll von Berichten, was Betroffene alles an negativen Erfahrungen gemacht haben. Nicht selten werden Betroffene nicht ernst genommen. Die Beratungen in Apotheken und Sanitätshäusern sind zumeist nicht schlecht. Hier zeichnen sich vor allem Homecareunternehmen in der Beratung aus. In der Regel finden diese Beratungen aber nun gar nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt statt, weil der Gesetzgeber durch das unsägliche Hilfsmittelwettbewerbsstärkungsgesetz den Kassen die Möglichkeit fläschendeckender Ausschreibungen gibt. Dies führt dazu, dass Betroffenen von ihrer Krankenkasse den Leistungsträger (Versorger) vorgeschrieben erhalten. Dieser wiederrum ist der Gewinner der Ausschreibung, er liefert also zum günstigsten Preis. Hohe wirtschaftliche Aufzahlungen, für eine angemessene und dem Bedarf entsprechende Versorgung sind dadurch zur Regel geworden.

5. Werdet Ihr von euern Ärzten unterstützt? Wenn ja, wie? (genaue Diagnostik? Vorschläge zur Kompensation? Behandlungsmöglichkeiten?)

Mittlerweile etablieren sich immer mehr zertifizierte Beckenboden- oder Kontinenzzentren in Deutschland. Man kann bereits von einer fläschendeckenden Versorgung dieser interdisziplinär arbeitenden Zentren sprechen. Ganz sicher sind diese der richtige Ansprechpartner, wenn es sich um eine komplizierte Ursache handelt und /oder es sinnvoll ist unterschiedliche Fachdisziplinen in der Diagnostik und Therapie einzubeziehen.
Aus vielen persönlichen Gesprächen und Berichten hier im Forum, ist zu erkennen, dass nicht wenige Betroffene in ihrer Problematik und Versorgung von ärztlicher Seite ziemlich im Regen stehen gelassen werden. Unzählige Betroffene berichten hier, dass ihnen erstmals durch die Informationen und dem Erfahrungsaustaustausch in diesem Forum Alternativen bekannt wurden.

6. Ist die Unterstützung, die Ihr erhaltet ausreichend oder würdet Ihr euch mehr wünschen?

Wer sie aktiv sucht, findet eine ganze Reihe an Unterstützungsangeboten. Ob diese dann allerdings immer die gewünschte Unterstützung erfüllen ist sehr individuell und kann aus meiner Sicht auch nur so beantwortet werden.


Ich würde mich freuen, wenn du deine Facharbeit uns, oder im Zweifelsfall dem Vorstand dann einmal vorstellen würdest.

Grüße

Matti

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