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Neue Erkenntnisse Entstehungsursachen der Multiplen Sklerose

14 Jun 2016 22:18 #1 von Johannes1956
Liebe Leser!

In einem am 18. Mai 2016 publizierten Artikel in nature communications

www.nature.com/ncomms/2016/160518/ncomms...ull/ncomms11626.html

konnten Forscher aus der Uni Münster und Uni Duisburg-Essen einen Zusammenhang zwischen dem Blutgerinnungssystem und der Entstehung von Multipler Sklerose nachweisen.

Der Blutgerinnungsfaktor XII, von dem bereits länger bekannt ist, mit Blutgerinnsel im Gehirn nach einem Schlaganfall in Zusammenhang zu stehen, spielt über die Aktivierung der Dentrischicchen Zellen eine besondere Rolle.

Im Tiermodell konnte der Faktor XII durch das Protein Infestin-4 gehemmt werden. Dieser Eiweißstoff wurde ursprünglich aus blutsaugenden Raubwanzen gewonnen und es lässt sich ein neuer therapeutischen Ansatz vermuten. Allerdings muss wie bei allen diesen Entwicklungen vor falschen Hoffnungen gewarnt werden, da die Entwicklung zu einem wirksamen, zugelassenen Medikament ein weiter Weg ist.

Eine schöne Zusammenfassung findet sich hier:

www.amsel.de/multiple-sklerose-news/medi...nungsfaktor-XII_6461

Einen anderen interessanten Artikel fand ich in der Ärzte Zeitung online, in dem berichtet wird, dass bei vielen Patienten fälschlicherweise und vorschnell Multiple Sklerose diagnostiziert wird. Die Ergebnisse der vorgelegten Studie sind erschreckend, sie stammen aus den USA.

www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten...iagnosen-falsch.html

Johannes

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15 Jun 2016 07:29 #2 von Karlchen
Als ich den Bericht in der Ärztezeitung gelesen hatte war ich erschrocken, aber nicht verwundert. Ähnliches hatte ich auch erlebt..

Als ich nach erfolgter Bandscheiben-OP noch mit Lähmungen und extremen Missempfindungen auf der Station lag, kam auch ein Arzt zu mir und wollte mir erzählen, dass das bei mir auch MS sein könnte. Ich schätze mal dass er einfach meine Vorgeschichte ignoriert hatte. MS bis zum Endstadium innerhalb weniger Wochen???? Ich habe ihn zum Glück nie wiedergesehen.

Einige Wochen später lag ich dann wieder auf Intensiv mit kaputter Milz und Pleuraerguss. Ca. 3 Liter Eiter hatten sie mir schon abgezapft, aber die Blutkultur war wohl noch nicht fertiggebacken. Kam nen Doc und wollte allen Ernstes Bauchspeicheldrüsen-Entzündung bzw. evtl. -Krebs entdeckt haben. Einen Tag später waren es dann doch Salmonellen.

Mit solchen Fehldiagnosen kann man zartbesaitete Patienten doch wohl in den Wahnsinn treiben. Wundert mich aber trotzdem nicht bei der komischen Ausbildung der Mediziner.

Hoffen wir mal alle, dass die guten Ärzte in der Mehrheit bleiben und noch viel Gutes tun!

Gruß vom Karlchen

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15 Jun 2016 10:46 - 15 Jun 2016 10:51 #3 von matti
Hallo,

jeder seriöse Neurolge wird bestätigen, dass eine 100% Sicherung der Diagnose MS erst nach dem Tod durch sezieren des Gehirns möglich ist.

Was in den Berichten zu lesen ist, sind aber schlichtweg Versäumnisse und Fehler, die wenn sie so nicht gemacht worden wären, auch nicht zur Diagnose MS geführt hätten. Es gibt schon erhebliche Ansatzpunkte die eine Diagnose mehr als Wahrscheinlich machen und meiner Meinung nach auch sicher bestätigen. Ein einzelnes Symptom, was auch bei MS vorkommen kann, rechtfertigt dies allerdings nicht, ganz klar.

Die Meldungen über den Durchbruch ignoriere ich völlig. Diese gibt es seit mehreren Jahrzehnten, ohne das jemals der wirklich bahnbrechende Erfolg stattgefunden hätte. In der Neurologie selbst (nicht verwechseln mit Neurochirurgie) wird ja eigentlich nicht operiert, sondern ausschließlich Therapiert, zumeist medikamentös. Alle in diesen Bereich tätigen Kliniken, Ärzte und auch Selbsthilfeorgansisationen haben eine extreme Nähe zur Pharmaindustrie. Dies mag nicht immer die Unabhängigkeit in Frage stellen, aber es werden beispielsweise den Pharmakonzernen auch durch die Selbsthilfe Plattformen geboten (Selbsthilfetage, Vorträge, Programme) die zumindest den direkten Kontakt zwichen Pharma und Betroffenen ermöglichen.

Es gibt da sehr viel Geld zu verdienen. Deshalb engagieren sich die Firmen hier auch mit Millionenbudgets.

Die Ursachen von MS sind nicht erforscht! Punkt. Fakt. Man beginnt zu verstehen, welche Abläufe und Umstände im Körper ablaufen und was Einfluss auf einen Verlauf nehmen kann. Jeder der etwas anderes behauptet, sagt nicht die Wahrheit.

Ich habe bereits zwei Freunde, darunter auch ein Vereinsmitglied, zu Grabe getragen, weil sie angeblich "das Wundermittel" für die Behandlung von MS erhalten hatten. Hier wird nicht selten der Griff zum Strohalm der Betroffenen (aus. genutzt) um Geld zu verdienen, viel, viel Geld.

Gruß

Matti
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