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Bandscheibenvorfall und Blasen- und Stuhlprobleme.

08 Mär 2021 13:22 #11 von König
Danke für den Tipp. Aber sehe das bzgl. OP etwas anders. Wenn noch die Möglichkeit besteht den Nerv dazu zu entlasten denke ich es doch schon, dass es Sinnvoll ist.

LG

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08 Mär 2021 13:30 #12 von herirein
Hallo,
die manuelle Therapie ist lediglich zur Mobilisierung erforderlich. Begleitend wird jeder Physiotherapeut krankengymnastische Übungen mit dem Bertroffenen durchführen um neue Blockaden oder Einengungen von Nerven zu verhindern. Wenn bestimmte Yogaübungen diesen Zweck auch erfüllen, ist das um so besser.

Durch übertriebene manuelle Therapie ( vor allen Dingen Chirotherapie) können Gleitwirbel entstehen. Es geht also nur um die Lösung von Blockaden und Stenosen. Ein gezielter Aufbau des gesamten Halteapparates ist die sinnvolle Ergänzung.

LG Heribert

Menschen sind wie Engel mit nur einem Flügel,
um fliegen zu können müssen wir uns umarmen
(Luciano de Crescenzo)

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08 Mär 2021 14:17 - 08 Mär 2021 14:32 #13 von matti
Hallo,

Heribert hat dies ja bereits sehr anschaulich dargestellt und richtig beschrieben.

Neben den Sakralnerven kann bereits eine Schädigung der Wirbel ab TH12 (12. Brustwirbel) eine so genannte Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie auslösen. Meine Schädigung befindet sich vor allem in TH10 - TH12. Bei fehlender zentralen Steuerung durch das Gehirn, übernimmt ein Reflexzentrum die Funktion. Die Signale kommen dabei aber "durcheinander". Blase und Schließmuskel arbeiten dann gegeneinander.

Ich teile die Meinung sehr, dass konservative Methoden vor operativen Methoden stehen. Natürlich ist dies immer vom Einzelfall abhängig.

Gruß
Matti


Foto: Nutzungsrecht durch die Inkontinenz Selbsthilfe e.V.
Anhang:

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09 Mär 2021 12:34 #14 von Ciajaeg
Super Grafik, das erklärt auch, wo meine diversen Probleme herkommen, bei mir ist alles ab L2 bis S1 verschieden schwer betroffen, es ist also kein Zufall, dass mein Darm keine Probleme macht. So was hätte einer der Ärzte ruhig auch mal zeigen können, finde ich.

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09 Mär 2021 13:47 #15 von matti
Hallo Ciajaeg,

finde die Grafik auch sehr gut dargestellt. Man muss sie richtig herum lesen. Immer von oben nach unten. Alle sich unter dem geschädigten Segment genannten Zonen können betroffen sein.

Gruß
Matti

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10 Mär 2021 07:42 #16 von martinK
Hallo zusammen

Matti, danke für die interessante Graphik. Etwas verwirrend finde ich die Bezeichnung im sakralen Bereich. Neurologisch betrachtet ist der S2-„Wirbel“ meines Wissens nach ein Teil des Kreuzbeins (d.h. das Kreuzbein wird in die fünf verwachsenen „degenerierten Wirbel“ S1-S5 aufgeteilt). Mir war auch nicht bewusst, dass vom Steissbein aus der Anus kontrolliert wird; ich dachte immer, dass dies durch Nerven erfolgt, welche vom Kreuzbein ausgehen (d.h. von Nerven, welche zum Parasympathikus gehören). Aber da fehlt mir wohl einfach das Detailwissen im Bereich Anatomie und Physiologie...

Ciajeg, wie ich Matti verstanden habe, ist die Graphik wiefolgt zu lesen: Tritt an einer Stelle der Wirbelsäule eine Läsion auf, so ist nicht nur der an der betroffenen Stelle bezeichnete Bereich potentiell neurologisch betroffen, sondern auch alle bei den darunter liegenden Stellen bezeichneten Bereiche. D.h. mit einer Verletzung im L2-S1-Bereich kann man durchaus auch Stuhlprobleme haben.
Insgesamt gibt eine solche Zusammenfassung meiner Meinung nach einen sehr schönen Überblick, gerade die Blasensteuerung zum Beispiel ist aber viel zu komplex als dass man sie mit Hilfe einer solchen Graphik erklären könnte. Wenn ein kompletter Querschnitt vorliegt, können Ärzte damit vermutlich ziemlich schnell und gut beurteilen, welche neurologischen Beeinträchtigungen aus der Verletzung folgen. Bei einem Bandscheibenvorfall ist dies viel schwieriger, zumal die Art und das Ausmass des Schadens viel weniger klar ist. Bei der Blasenkontrolle kommt hinzu, dass unterschiedliche Nervensysteme daran beteiligt sind, so dass ein neurologisches Problem nicht ohne weiteres lokalisiert werden kann. Ich kann Deine Ärzte also gut verstehen, dass sie nicht mit einer vereinfachenden Graphik daherkommen, um den Patienten die neurologische Situation zu erklären. Wir als Laien müssen aber auch aufpassen, dass wir aus solch vereinfachenden Darstellungen keine falschen Schlüsse über unsere Krankheit ziehen. Das heisst aber nicht, dass solche Darstellungen nicht nützlich und hilfreich sind.

Herzliche Grüsse
Martin

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10 Mär 2021 08:05 #17 von matti
Lieber Martin,

du hast es passend beschrieben. Die Grafik ersetzt keine Fachdiagnose, kann aber einen ersten Anhalt geben und komplexe Vorgänge etwas verständlicher werden lassen. Einen höheren Anspruch kann man an ein Laienforum nicht stellen. Dies wollen wir ja auch nicht.

Gruß
Matti

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10 Mär 2021 10:47 #18 von Ciajaeg
Bis jetzt hat sich ja niemand mir gegenüber zu einer richtigen Diagnose hinreißen lassen. :unsure:

Bis dahin versuche ich selber Lösungsansätze zu finden. Nächsten Monat wollte ich mit meiner Ärztin über einen Besuch in einem Kontinenz-Zentrum sprechen, der Urologe hat sich dahingehend, auch nach dem sehr eindrucksvollen MRT-Bericht, nicht mehr mehr geäußert: "Orthopädisches Problem".

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10 Mär 2021 13:07 #19 von martinK
Hallo zusammen

Die Grafik ersetzt keine Fachdiagnose, kann aber einen ersten Anhalt geben und komplexe Vorgänge etwas verständlicher werden lassen. Einen höheren Anspruch kann man an ein Laienforum nicht stellen. Dies wollen wir ja auch nicht.


Matti, da hast Du völlig recht. Dennoch kann ich mich manchmal nicht zurückhalten, meinen Laiensenf hinzuzufügen....:P

Bis jetzt hat sich ja niemand mir gegenüber zu einer richtigen Diagnose hinreißen lassen. :unsure:


Ciajeg, vielleicht ist es für einen Spezialisten manchmal gar nicht so einfach, eine Diagnose zu erstellen. Vergiss nicht, dass Du „nur“ die Sichtweise des Patienten hast, die Ärzte verfügen über ein viel breiteres Wissen als Du und auch über viel mehr Erfahrung, so dass vermeintlich klare Situationen gar nicht so eindeutig sind. Und wenn ein Arzt eine Diagnose stellt, so setzt er seine Unterschrift darunter. In den Berichten meiner Ärzte stehen oft wage Aussagen wie „...dies ist vereinbar mit...“ oder „...differentialdiagnostisch passt dies zu...“.; ich kann nachvollziehen, dass sich Ärzte zu keiner klaren Diagnose hinreisen lassen, wenn sie sich nicht sicher sind. Allerdings hätte ich nach Deiner Schilderung von Deinem Urologen schon etwas mehr erwartet....

Bis dahin versuche ich selber Lösungsansätze zu finden


Daran ist an sich nichts vorzuwerfen, und basierend auf Deinen Beiträgen habe ich den Eindruck, dass Du vieles richtig machst. Nur...habe etwas mehr Vertrauen in die Ärzte; ohne sie hast Du als Laie wenig Chance. Ich bin Physiker, habe lange in der Industrie gearbeitet und bin nun Professor an einer Hochschule. Aus dieser Perspektive sehe ich den Segen und den Fluch der „Laieninformationsquelle Internet“: Jeder kann arg vereinfachte Artkel und Videos zu komplizierten physikalischen Themen konsumieren und so einen Einblick in die weite Welt der Physik erlangen. Auf der einen Seite ist dies super, weil es das Interesse der Menschen für unbekannte Phänomene weckt und die Allgemeinbildung fördert. Aber es gaukelt einem auch ein Verständnis für komplexe Vorgänge vor (ein Teil meiner Studenten realisiert dies dann schmerzhaft an den Prüfungen...). Aus diesem Grund habe ich mir übrigens Bücher über Neurologie, Anatomie und Urologie des menschlichen Körpers gekauft und versuche mein Wissen im Bereich Inkontinenz mit Hilfe von Fachbüchern zu vermehren, statt Vereinfachungen aus dem Internet zu übernehmen. Natürlich werde ich da aber nie den Wissensstand eines Arztes oder einer Ärztin erreichen und vertraue weiterhin auf deren Meinung.

Nächsten Monat wollte ich mit meiner Ärztin über einen Besuch in einem Kontinenz-Zentrum sprechen


Ich denke, dass dies sehr sinnvoll ist. Ich wünsche Dir viel Erfolg, dass dies Dich weiterbringt!

Herzliche Grüsse
Martin

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10 Mär 2021 17:06 - 10 Mär 2021 17:09 #20 von Ciajaeg
Da ich von den Urologen sehr enttäuscht bin, habe ich begonnen die Lehrmaterialien der Universitäten zu diesen Themenbereichen zu lesen. Das macht mich sicher nicht zum Arzt, so lernt man jedoch die Vorgehensweise recht gut kennen, die beiden Fachärzte sind genau nach Leitfaden vorgegangen, bis zu dem Punkt, wo mir der erste Tabletten aufgeschrieben und raus geworfen hat und der Zweite mich zum Psychiater schicken wollte und nach dem MRT meinte ich solle zum Orthopäden.

Ich hatte Bio und Chemie im Abi und sollte eigentlich mal Apotheker werden, Familientradition. ;)

Für meine Hausärztin war das MRT eindeutig und die Ursache recht klar. Warum der Urologe da nicht weiter machen will, keine Ahnung.

Allerdings ist mir auch klar, dass es nicht wirklich eine tolle Behandlungsmethode gibt, die das Problem löst, bestenfalls wird es nicht schlimmer.
Heute ist z.B. guter Tag, letzten Sonntag war dafür schlimm. Für mich ist die Sache recht eindeutig, welcher Nerv da nun genau zickt, ist mir eigentlich auch egal, ob es der Bandscheibenvorfall ist, ein anderer Lendenwirbel oder die Spinalkanalstenose, am Ende ändert es nichts, die Behandlung bleibt dafür gleich.
Alles andere ist soweit ausgeschlossen worden.

Ich will hier aber nicht den Thread klauen, ich habe ja meinen eigenen. ;)

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