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8 jähriges mädchen nässt ein, brauche hilfe!

16 Feb 2010 13:35 #1 von merlenelly
Hallo,
ich lebe seit 2 wochen bei einer australischen familie und arbeite hier als au pair.
das fast 8 jährige mädchen nässt nachts manchmal ein, was ein schwieriges thema hier in der familie ist.
angefangen hat es wohl vor ein paar jahren, dann hörte es auf und nun seit einigen monaten ist das problem wieder da.
ich habe die mutter gefragt, ob zu dem zeitpunkt in irgendeiner form etwas vorgefallen ist, was sie aber verneinte.
danielle (das kind) hat als sie jünger war, nie den gang allein zur toilette gemacht, jedes mal, wenn sie musste, stand sie mit zusammengekniffenen beinen da und ihre eltern mussten ihr erst sagen, dass sie auf klo gehen soll.
heute ist es so, dass sie selbstständig zur toilette geht.
sie entleert anscheinend nachts auch nicht ihre ganze blase, sondern verliert nur etwas urin, aber eben doch so viel, dass man es in ihrem zimmer riechen kann und auch tagsüber riecht sie manchmal danach.
sie versteckt ihre durchnässte unterwäsche in ihrem zimmer. der vater findet sie dann immer im kleiderschrank oder sonstwo.
die eltern gehen damit so um, dass wenn das zimmer nach urin riecht, sie in einem etwas vorwurfsvollen ton fragen ob sie schon wieder ins bett gemacht hat.
dies war die einzige reaktion der eltern die ich bis jetzt in dem zusammenhang mitbekommen habe. sie verneint dies dann schüchtern und sagt sie wisse nicht warum das so riecht. ihr ist es anscheinend sehr unangenehm.
also sie scheinen sie nicht zu unterstützen oder ihre hilfe zu geben soweit ich das sehe. sie sagten, wenn sie weiter einnässt, müssten sie ihr wohl windeln anziehen.
ich habe gefragt, ob sie vielleicht probleme mit der blase haben könnte, was aber verneint wurde.
ihre mutter beschreibt sie so: she is intelligent, but acts stupid. sie hört nicht auf das, was man sagt, sie ist aber nicht patzig oder ungezogen, sondern scheint es einfach manchmal gar nicht mitzubekommen wenn man ihr etwas sagt. ihr fehlt eine klare routine und struktur im alltag, zb wenn sie sich morgens für die schule fertig machen soll, muss man ihr immer sagen, was sie zu tun hat, sprich zähne putzen, dann haare kämmen, dann anziehen usw. dies kann sie aber dann nicht in einem durchziehen, sondern muss nach jeder aufgabe die nächste gesagt bekommen. dies bekommt sie auch nach jahren einfach nicht hin. als kleinkind waren ihre eltern oft beruflich unterwegs, weshalb sie und ihre schwester oft zu freunden oder verwandten geschoben worden, die aufpassen können.
ich möchte gerne helfen, weiß aber nicht genau was ich der familie sagen kann, vielleicht könnt ihr mir ja tips geben!
vielen dank, merle

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17 Feb 2010 13:39 #2 von Struppi
Hallo Merlenelly,

zunächst einmal wünsche ich dich herzlich willkommen hier im Forum.

Zu deinen Fragen kann ich nur Mutmaßungen anstellen. Hier überlagern sich offenbar mehrere Probleme. So ist die abweisende bzw. verleugnende Haltung der Eltern bei der Gesamtsituation sicherlich nicht förderlich. Eine gründliche ärztliche Diagnostik des Kindes ist unabdingbar um körperliche Defizite/Schäden ausschließen zu können. Mit 8 Jahren ist das Mädchen in einer Grauzone des "das kann mal vorkommens", andere Beschreibungen von dir wie z.B., dass sie Harnverlust überhaupt nicht mitbekommt sind da schon etwas besorgniserregender.

Schlußendlich aber hilft wirklich nur der Gang zu einem Arzt, ggf. - sollte die Untersuchung fruchtlos verlaufen - ein Besuch bei einem Kinder- und Jugendpsychologen. So oder so, jedenfalls wird sich das Problem vermutlich nicht von allein geben und Druck zu machen mit der Drohung, es werde dann wieder Windeln eben, verschäft die Situation eher als das es helfen wird.

Gruß

Hannes

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29 Jun 2010 22:52 #3 von Ilse
Hallo Merlenelly,

als au pair hast Du sicher kaum eine Möglichkeiten das Kind zum Arzt zu bringen. Wenn Sie aber schon mal trocken war und keine Schmerzen hatte, dann haben die Eltern villeicht recht, dass mit der Blase nichts ist. Unabhängig, ob mit der Blase was ist oder nicht, ist das ganze dem Kind sehr unangenehm und deswegen auch wieder ein Problem, dass zu weiteren Problemen führen kann.

Was mir als Kind gut getan hat, war die Möglichkeit, meine Unterhose selber waschen zu dürfen und das ganze selbst in Ordnung bringen zu dürfen, ohne Ärger zu bekommen.
Also sprich, wenn man Ihr zeigt, was sie machen kann, anstatt die Wäsche zu verstecken, wäre sie vielleicht erleichtert, weil es dann in Ihrem Zimmer nicht mehr so stinkt.
Auch tagsüber könnte sie ja vielleicht sofort die Wäsche wechseln oder irgendwelche Einlagen tragen und dann sofrt zur Toilette gehen und sie wechseln. Wenn es ja nicht viel ist, reichen vielleicht ganz normale Slipeinlagen, die sie sofort wechseln kann.
Dann riecht es auch nicht mehr so, und der Umgang mit anderen Kindern ist einfacher.

Wenn es ihr selbst unangenehm ist, wird sie sowieso tuen was sie kann, damit es nicht passiert.

Meine Oma war immer der Auffassung, dass Kinder ins Bett machen, wenn sie nachts frieren. Sie hat uns einen Woll-Polunder über den Schlafanzug angezogen - ohne uns zu erzählen, warum sie das tut.
Mein Neffe hat immer keine neue Bettdecke bekommen, weil er noch manchmal einbullerte. Als ich seine Bettdecke sah, fiel mir auf, dass sie doch sehr dünn und nicht sehr warm war. Ich schenkte Ihm eine wünderschöne, warme, teure, dicke Dauenendecke und das Einbullern hörte auf. Warum (Alter, Wärme, Freude über die Decke, Mahnungen der Eltern) - keine Ahnung?

Für die morgendliche Prozedur: Mein Schwager hat seinem Sohn eine Zettel geschrieben, was er morgens alles nacheinander machen muss, damit er es schafft. Das ist vielleicht einfacher als es jedes Mal zu sagen. Vielleicht prägt es sich dann auch besser ein. Auch hilft es ihr, eine Methode zu lernen, wie sie mit sich umgehen kann, falls sie wirklich so zerstreut und unkonznetrtiert ist.

Ok, das ist jetzt keine Ursachenbekämpfung aber vielleicht ein paar Ideen, dass nicht alles noch schlimmer wird.
Vielleicht hat sich aber inzwischen auch schon viel geändert und Du bist gar nicht mehr dort. Ist ja alles schon eine Zeit her

Viele Grüße
Ilse
Ilse

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04 Jul 2010 10:55 #4 von webbi
Hallo Merlenelly,

das ganze, so wie du das schilderst, ist m.E. ein pädagogisch-psychologisches Problem. Du solltest mit den Eltern sprechen, den Schulpsychologen aufzusuchen und - erst einmal ohne das Kind - den Sachverhalt schildern. Es geht ja nicht nur um das Einnässen, sondern auch um einfache Dinge des Alltags, die dein Schützling offenbar nicht in die Reihe bekommt. Mit 8 Jahren müsste das Mädchen das aber.. In solchen Fällen kann sicher der Psychologe der beste Ratgeber sein - und du wie die Eltern des Kindes müssen dann an einem Strang ziehen. Hier ist Erziehung gefragt, nicht der Urologe!

Viel Erfolg!
webbi

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