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- Matti

13 Aug. 2026 20:18
Matti antwortete auf weiblich - Anfang 40 - extraurethrale Inkontinenz nach Divertikel OP
Hallo Mosaik,
eine konkrete Einschätzung ist natürlich nur durch das behandelnde Spezialteam möglich. Nach deiner Schilderung klingt es aber nach einer komplexen postoperativen Verletzung im Bereich von Blase, Harnröhre und Scheide – möglicherweise mit einer oder mehreren Fisteln. Dass du dafür in einer spezialisierten Klinik behandelt wirst und eine Rekonstruktions-OP geplant ist, erscheint sehr sinnvoll. Das ist keine „normale“ Inkontinenz und vermutlich auch nichts, was sich allein durch Zeit, Beckenbodentraining oder Ernährung beheben lässt.
Konkrete Dinge, die bis zur OP hilfreich sein können:
Sofort ärztlich abklären lassen: Fieber oder Schüttelfrost, Flanken- oder starke Unterbauchschmerzen, Erbrechen, zunehmende Blutungen, plötzlich deutlich weniger oder kein Urin, Verschlechterung des Allgemeinzustands.
Mein Eindruck wäre außerdem: Du hast bereits sehr viel Sinnvolles getan – Gewichtsreduktion, Krafttraining, Physiotherapie und psychologische Unterstützung.
Wichtig ist jetzt, nicht die Verantwortung für die Heilung komplett bei dir selbst zu suchen. Bei einer solchen strukturellen Komplikation liegt die entscheidende Behandlung in der sorgfältigen Planung und Durchführung der Rekonstruktion.
Bedenke: Ich bin kein Arzt. Die ist meine persönliche Einschätzung als medizinischer Laie.
Gruß
Matti
eine konkrete Einschätzung ist natürlich nur durch das behandelnde Spezialteam möglich. Nach deiner Schilderung klingt es aber nach einer komplexen postoperativen Verletzung im Bereich von Blase, Harnröhre und Scheide – möglicherweise mit einer oder mehreren Fisteln. Dass du dafür in einer spezialisierten Klinik behandelt wirst und eine Rekonstruktions-OP geplant ist, erscheint sehr sinnvoll. Das ist keine „normale“ Inkontinenz und vermutlich auch nichts, was sich allein durch Zeit, Beckenbodentraining oder Ernährung beheben lässt.
Konkrete Dinge, die bis zur OP hilfreich sein können:
- Alle Befunde sammeln: OP-Bericht, Zystoskopien, MRT/CT, Arztbriefe, Urinkulturen und Medikamentenplan in einem Ordner oder digital.
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Fragen für den nächsten Termin notieren:
- Welche Fistel ist sicher nachgewiesen, welche nur vermutet?
- Wo genau soll rekonstruiert werden?
- Was ist das Ziel der OP: Kontinenz, Verschluss der Fistel oder zunächst nur ein stabiler Harnabfluss?
- Wie wird die Harnröhre beziehungsweise der Blasenhals behandelt?
- Wie lange sind Katheter, körperliche Schonung und Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich nötig?
- Was passiert, falls die OP nicht vollständig erfolgreich ist?
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Blasen- und Infektionstagebuch führen: Trinkmenge, Leckagen, Schmerzen, Harndrang, Temperatur, Medikamente und Ergebnisse von Urinkulturen.
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Bei Verdacht auf Blasenentzündung möglichst vor Antibiotika eine Urinkultur abnehmen lassen. Wiederkehrende Beschwerden sollten nicht automatisch nur aufgrund von Brennen oder Geruch behandelt werden.
- D-Mannose realistisch beurteilen: Sie kann manchen Menschen helfen, ist aber kein sicherer Schutz vor wiederkehrenden Harnwegsinfekten und behandelt keine Fistel oder anatomische Ursache. Die Anwendung am besten mit dem behandelnden Team abstimmen.
- Hautschutz ernst nehmen: Häufig nasse Einlagen können die Haut reizen. Regelmäßig wechseln, vorsichtig mit Wasser reinigen, trocken tupfen.
- Beckenbodentraining nur nach Anweisung: Bei einer bestehenden Fistel oder kurz vor einer Rekonstruktion ist „mehr anspannen“ nicht automatisch sinnvoll. Physiotherapie sollte mit der Spezialklinik abgestimmt sein.
- Nicht eigenständig weniger trinken. Zu wenig Flüssigkeit kann konzentrierten Urin und Beschwerden begünstigen. Die passende Trinkmenge sollte das Team festlegen.
- Vaginale Manipulationen, Geschlechtsverkehr, Tampons oder Spülungen nur nach Freigabe der behandelnden Ärztinnen und Ärzte.
Sofort ärztlich abklären lassen: Fieber oder Schüttelfrost, Flanken- oder starke Unterbauchschmerzen, Erbrechen, zunehmende Blutungen, plötzlich deutlich weniger oder kein Urin, Verschlechterung des Allgemeinzustands.
Mein Eindruck wäre außerdem: Du hast bereits sehr viel Sinnvolles getan – Gewichtsreduktion, Krafttraining, Physiotherapie und psychologische Unterstützung.
Wichtig ist jetzt, nicht die Verantwortung für die Heilung komplett bei dir selbst zu suchen. Bei einer solchen strukturellen Komplikation liegt die entscheidende Behandlung in der sorgfältigen Planung und Durchführung der Rekonstruktion.
Bedenke: Ich bin kein Arzt. Die ist meine persönliche Einschätzung als medizinischer Laie.
Gruß
Matti
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