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Gemeinsam stark: Warum und mit wem sich die Inkontinenz Selbsthilfe vernetzt

Inkontinenz betrifft Millionen Menschen in Deutschland. Doch viele Betroffene fühlen sich mit ihren Problemen allein gelassen – deshalb ist der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfe, Fachgesellschaften und anderen Organisationen wichtiger denn je. Die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. setzt deshalb gezielt auf Vernetzung und Kooperation, um die Versorgung, Aufklärung und gesellschaftliche Teilhabe zu verbessern.

Vernetzung und Kooperation: Gemeinsam für Menschen mit Inkontinenz

Mit Inkontinenz zu leben, kann sich oft einsam anfühlen. Viele Betroffene müssen sich mit medizinischen Fragen, passenden Hilfsmitteln, Vorurteilen und Einschränkungen im Alltag auseinandersetzen. Gleichzeitig fehlt häufig die Möglichkeit, die eigenen Erfahrungen sichtbar zu machen und gemeinsam für Verbesserungen einzutreten.

Inkontinenz betrifft Millionen Menschen in Deutschland. Trotzdem wird das Thema noch immer häufig verschwiegen oder verharmlost. Eine gute Versorgung, verständliche Informationen und gesellschaftliche Teilhabe sind jedoch keine Nebensachen. Sie beeinflussen unmittelbar die Sicherheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität der Betroffenen.

Die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. setzt deshalb auf Vernetzung und Kooperation. Gemeinsam mit Fachgesellschaften, Organisationen, Aktivist*innen und Betroffenenvertreter*innen sollen Versorgung, Aufklärung und politische Teilhabe verbessert werden.

Was Vernetzung und Kooperation bewirken können

Die Herausforderungen rund um Inkontinenz sind vielfältig. Es geht um medizinische Behandlung, die Auswahl passender Hilfsmittel, Beratung, Pflege, gesellschaftliche Anerkennung und die Möglichkeit, trotz der Beschwerden aktiv am Leben teilzunehmen.

Keine einzelne Organisation kann all diese Aufgaben allein bewältigen. Selbsthilfeorganisationen kennen die Erfahrungen und Bedürfnisse der Betroffenen. Fachgesellschaften bringen medizinisches Wissen ein. Andere Partner verfügen über Erfahrung in Politik, Öffentlichkeitsarbeit, Inklusion oder der Entwicklung von Versorgungsangeboten.

Wenn diese Perspektiven zusammenkommen, können Erfahrungen gebündelt, Wissen geteilt und gemeinsame Forderungen deutlicher vertreten werden.

Erfahrungen sichtbar machen

Betroffene wissen aus eigener Erfahrung, wo Versorgungslücken bestehen und welche Unterstützung im Alltag wirklich gebraucht wird.

Wissen teilen

Der Austausch zwischen Selbsthilfe und Fachgesellschaften kann medizinische Informationen verständlicher und praxisnäher machen.

Gemeinsam stärker auftreten

Gemeinsame Projekte, Petitionen und Kampagnen können mehr Aufmerksamkeit erreichen und politischen Forderungen Nachdruck verleihen.

Vernetzung ist kein Selbstzweck. Sie soll dazu beitragen, dass Betroffene gehört werden und konkrete Verbesserungen entstehen.
Mit wem die Inkontinenz Selbsthilfe kooperiert

Die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. arbeitet mit unterschiedlichen Organisationen, Fachgesellschaften und engagierten Einzelpersonen zusammen. Jede Kooperation bringt eigene Erfahrungen, Kompetenzen und Perspektiven ein.

Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V.

Als medizinische Fachgesellschaft setzt sie sich für Aufklärung, Prävention und eine bessere Versorgung von Menschen mit Inkontinenz und Beckenboden-Erkrankungen ein. Gemeinsam werden Initiativen und Kampagnen umgesetzt, um die Versorgungslage zu verbessern und das Thema in die Politik zu tragen.

Selbsthilfe Stoma-Welt e.V.

Gemeinsam werden Petitionen und Aktionen gestartet, um die Rechte und die Versorgung von Menschen mit Stoma und Inkontinenz zu schützen.

Fachgesellschaft Stoma, Kontinenz, Wunde e.V. (FgSKW)

Die Zusammenarbeit bringt fachliche Perspektiven aus den Bereichen Stoma, Kontinenz und Wundversorgung zusammen.

Initiative Faktor Lebensqualität des BVMed

Die Initiative setzt sich mit Fragen der Versorgung und Lebensqualität von Menschen auseinander, die auf Hilfsmittel angewiesen sind.

Engagement von Betroffenen und Aktivist*innen

Auch Aktivist*innen, Betroffenenvertreter*innen und Influencer*innen tragen dazu bei, Inkontinenz sichtbarer zu machen und politische Forderungen in die Öffentlichkeit zu bringen.

  • Paolo Häckl: Betroffener und Content Creator
  • Jana Sophie Gottert: Betroffene, Peer und Aktivistin
  • Jo Maxim: Aktivist*in und Journalist*in
  • Raúl Krauthausen: Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit
Betroffene sind nicht nur Empfänger*innen von Unterstützung. Ihre Erfahrungen sind ein wichtiger Teil der politischen und gesellschaftlichen Veränderung.

Als Fördermitglied: Fördermitglieder

Was die Zusammenarbeit konkret bringt

Kooperationen können dann besonders viel bewirken, wenn aus unterschiedlichen Erfahrungen gemeinsame Ziele entstehen. Für Menschen mit Inkontinenz geht es dabei nicht nur um Aufmerksamkeit, sondern um konkrete Verbesserungen im Alltag.

Eine stärkere politische Stimme

Gemeinsame Petitionen und Kampagnen, wie aktuell gegen das geplante Preis-Diktat bei Hilfsmitteln, erhöhen den Druck auf Politik und Krankenkassen, die Versorgung nicht weiter zu verschlechtern.

Mehr Sichtbarkeit

Gebündelte Öffentlichkeitsarbeit kann die Anliegen von Betroffenen stärker in Gesellschaft und Medien sichtbar machen.

Bessere Versorgung und Beratung

Der Austausch mit Fachgesellschaften kann dazu beitragen, dass aktuelle medizinische Erkenntnisse und die Bedürfnisse der Betroffenen in die Versorgung einfließen.

Gemeinsame Projekte und Materialien

Durch Kooperationen können praxisnahe Informationsangebote, Broschüren und Aktionen entstehen, von denen Betroffene direkt profitieren.

Hinter jeder politischen Forderung stehen Menschen, deren Alltag durch Inkontinenz und eine unzureichende Versorgung erschwert wird.
Gemeinsam für eine sichere Hilfsmittelversorgung

Hilfsmittel können für Menschen mit Inkontinenz entscheidend sein. Sie geben Sicherheit im Alltag, ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und helfen dabei, die eigene Selbstständigkeit zu erhalten.

Wenn der Zugang zu passenden Hilfsmitteln schwieriger wird oder die Versorgung nicht ausreichend auf die individuellen Bedürfnisse eingeht, kann das erhebliche Folgen haben. Betroffene dürfen nicht das Gefühl bekommen, mit ihren Sorgen allein gelassen zu werden.

Petition „Kein Sparen auf Kosten unserer Lebensqualität!“

Gemeinsam mit Selbsthilfe Stoma-Welt e.V. wurden Petitionen und Aktionen gestartet, um die Rechte und die Versorgung von Menschen mit Stoma und Inkontinenz zu schützen.

Ein Beispiel war die Petition im Jahr 2026 gegen geplante Einschränkungen bei der Hilfsmittelversorgung. Sie wurde von 4166 Menschen gezeichnet.

Eine gute Hilfsmittelversorgung ist ein wichtiger Bestandteil von Lebensqualität, Sicherheit und gesellschaftlicher Teilhabe.
Beispielprojekt: „10 Millionen Gründe zu handeln – Politik beginnt im Briefkasten“

Ein aktuelles Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit ist die bundesweite Kampagne „10 Millionen Gründe zu handeln – Politik beginnt im Briefkasten“.

Initiiert wurde die Kampagne von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e.V. und unterstützt durch die Inkontinenz Selbsthilfe e.V..

Ziel ist es, die Situation für Menschen mit Inkontinenz zu verbessern. Dafür soll frühzeitige Behandlung gefordert, die Politik sensibilisiert und eine nationale Strategie für Prävention und Versorgung angestoßen werden.

Die Selbsthilfe bringt dabei die Perspektive der Betroffenen ein. Erfahrungen aus dem Alltag und konkrete Forderungen sollen sichtbar werden und Gehör finden.

Frühzeitige Behandlung

Beschwerden sollen früher erkannt und gezielt behandelt werden können.

Politische Aufmerksamkeit

Die Situation von Menschen mit Inkontinenz soll stärker in politische Entscheidungen einfließen.

Nationale Strategie

Eine gemeinsame Strategie für Prävention und Versorgung soll angestoßen werden.

Projektbeschreibung
Gemeinsam für Teilhabe und Lebensqualität

Die Vernetzung der Inkontinenz Selbsthilfe e.V. mit anderen Organisationen ist kein Selbstzweck. Sie ist ein wichtiger Hebel, um die Versorgung und Teilhabe von Menschen mit Inkontinenz nachhaltig zu verbessern.

Nur gemeinsam können politische Veränderungen angestoßen, Versorgung gesichert und Betroffene gestärkt werden. Dabei zählt jede Perspektive: die Erfahrung von Betroffenen, das Wissen von Fachgesellschaften und das Engagement von Organisationen und Einzelpersonen.

Was Teilhabe bedeutet
  • sich trotz Inkontinenz sicher im Alltag bewegen zu können
  • Zugang zu passenden Hilfsmitteln und Beratung zu erhalten
  • medizinische Unterstützung ohne Scham und Vorurteile zu bekommen
  • eigene Erfahrungen und Forderungen einbringen zu können
  • nicht wegen einer gesundheitlichen Einschränkung ausgeschlossen zu werden
Lebensqualität entsteht dort, wo Menschen gesehen, ernst genommen und beteiligt werden.
Häufige Fragen zu Vernetzung und Kooperation
  • Warum ist Vernetzung bei Inkontinenz so wichtig?

    Inkontinenz betrifft viele Lebensbereiche. Durch die Zusammenarbeit von Selbsthilfe, Fachgesellschaften und anderen Organisationen können Erfahrungen gebündelt, Informationen geteilt und gemeinsame politische Forderungen entwickelt werden.

  • Mit welchen Organisationen arbeitet die Inkontinenz Selbsthilfe zusammen?

    Zu den genannten Kooperationspartnern gehören die Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V., Selbsthilfe Stoma-Welt e.V., die Fachgesellschaft Stoma, Kontinenz, Wunde e.V. (FgSKW) und die Initiative Faktor Lebensqualität des BVMed. Außerdem gibt es Zusammenarbeit mit Aktivist*innen, Betroffenenvertreter*innen und Influencer*innen.

  • Was bringt die Zusammenarbeit Betroffenen?

    Kooperationen können mehr Sichtbarkeit, bessere Beratung, gemeinsame Informationsangebote und eine stärkere politische Stimme schaffen. Ziel ist es, die Versorgung und die Lebensqualität von Menschen mit Inkontinenz zu verbessern.

  • Worum ging es bei der Petition im Jahr 2026?

    Die Petition „Kein Sparen auf Kosten unserer Lebensqualität!“ richtete sich gegen geplante Einschränkungen bei der Hilfsmittelversorgung. Sie wurde von 4166 Menschen gezeichnet und gemeinsam mit Selbsthilfe Stoma-Welt e.V. unterstützt.

  • Was ist das Ziel der Kampagne „10 Millionen Gründe zu handeln“?

    Die bundesweite Kampagne „10 Millionen Gründe zu handeln – Politik beginnt im Briefkasten“ setzt sich dafür ein, die Situation von Menschen mit Inkontinenz zu verbessern. Sie fordert frühzeitige Behandlung, möchte die Politik sensibilisieren und eine nationale Strategie für Prävention und Versorgung anstoßen.

Zusammengefasst

Inkontinenz betrifft Millionen Menschen in Deutschland und kann den Alltag, die Selbstständigkeit und die gesellschaftliche Teilhabe stark beeinflussen.

Die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. setzt deshalb auf Vernetzung und Kooperation mit Fachgesellschaften, Selbsthilfeorganisationen, Aktivist*innen, Betroffenenvertreter*innen und weiteren Partnern.

Gemeinsame Petitionen, Kampagnen und Projekte können dazu beitragen, die Versorgung zu sichern, politische Aufmerksamkeit zu schaffen und die Bedürfnisse der Betroffenen sichtbarer zu machen.

Beispiele dafür sind die Petition im Jahr 2026 „Kein Sparen auf Kosten unserer Lebensqualität!“ und die bundesweite Kampagne „10 Millionen Gründe zu handeln – Politik beginnt im Briefkasten“.

Eine gute Versorgung und echte Teilhabe können nur gelingen, wenn Betroffene gehört und ernst genommen werden. Ihre Erfahrungen sind ein wichtiger Teil der Veränderung.

Gemeinsam können wir dafür eintreten, dass Menschen mit Inkontinenz nicht allein gelassen werden, sondern die Unterstützung, Versorgung und Anerkennung erhalten, die sie brauchen.
Sie möchten sich austauschen? Im Selbsthilfeforum können Sie Erfahrungen teilen, Fragen stellen und Unterstützung von anderen Betroffenen finden.

Zum Selbsthilfeforum
Quellen:
[1] innn.it — Petition „Kein Sparen auf Kosten unserer Lebensqualität!“ (2026)
[2] Inkontinenz Selbsthilfe e.V. — Engagement für Inkontinenz-Betroffene/Projekt mit der Deutschen Kontinenz Gesellschaft (2025) —www.inkontinenz-selbsthilfe.com/engagement-fuer-inkontinenz-betroffene