Inkontinenz betrifft Millionen Menschen in Deutschland. Doch viele Betroffene fühlen sich mit ihren Problemen allein gelassen – deshalb ist der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfe, Fachgesellschaften und anderen Organisationen wichtiger denn je. Die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. setzt deshalb gezielt auf Vernetzung und Kooperation, um die Versorgung, Aufklärung und gesellschaftliche Teilhabe zu verbessern.
Vernetzung & Kooperation
Inkontinenz betrifft Millionen Menschen in Deutschland. Doch viele Betroffene fühlen sich mit ihren Problemen allein gelassen – deshalb ist der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfe, Fachgesellschaften und anderen Organisationen wichtiger denn je. Die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. setzt deshalb gezielt auf Vernetzung und Kooperation, um die Versorgung, Aufklärung und gesellschaftliche Teilhabe zu verbessern.
Warum Vernetzung?
Die Herausforderungen in der Inkontinenzversorgung sind vielfältig: Von medizinischen Fragen über die Wahl passender Hilfsmittel bis hin zu sozialer Teilhabe und politischer Anerkennung. Einzelne Akteure stoßen hier schnell an Grenzen. Durch Vernetzung und Kooperation entstehen Synergien: Erfahrungen werden gebündelt, Wissen geteilt und politische Forderungen gemeinsam stärker vertreten. So können wirksame Kampagnen und Projekte entstehen, die Betroffene wirklich erreichen und unterstützen.
Mit wem kooperiert die Inkontinenz Selbsthilfe?
- Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V.: Als medizinische Fachgesellschaft setzt sie sich für Aufklärung, Prävention und eine bessere Versorgung von Menschen mit Inkontinenz und Beckenboden-Erkrankungen ein. Gemeinsam werden Initiativen und Kampagnen umgesetzt, um die Versorgungslage zu verbessern und das Thema in die Politik zu tragen.
- Selbsthilfe Stoma-Welt e.V.: Gemeinsam werden Petitionen und Aktionen gestartet, um die Rechte und die Versorgung von Menschen mit Stoma und Inkontinenz zu schützen. Ein Beispiel ist die Petition: „Kein Sparen auf Kosten unserer Lebensqualität!“ gegen geplante Einschränkungen bei der Hilfsmittelversorgung.
- Fachgesellschaft Stoma, Kontinenz, Wunde e.V. (FgSKW), Initiative Faktor Lebensqualität des BVMed, sowie Aktivist*innen, Betroffenenvertreter*innen und Influencer*innen wie beispielsweise in der aktuellen Petition: Paolo Häckl (Betroffener und Content Creator), Jana Sophie Gottert (Betroffene, Peer und Aktivistin), Jo Maxim (Aktivist*in und Journalist*in) und Raúl Krauthausen (Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit).
- Als Fördermitglied: Fördermitglieder
Was bringt die Zusammenarbeit?
- Stärkere politische Stimme: Gemeinsame Petitionen und Kampagnen, wie aktuell gegen das geplante Preis-Diktat bei Hilfsmitteln, erhöhen den Druck auf Politik und Krankenkassen, die Versorgung nicht weiter zu verschlechtern.
- Mehr Sichtbarkeit: Durch gebündelte Öffentlichkeitsarbeit erreichen die Anliegen der Betroffenen mehr Aufmerksamkeit in Gesellschaft und Medien.
- Bessere Versorgung und Beratung: Der Austausch mit Fachgesellschaften sorgt dafür, dass aktuelle medizinische Erkenntnisse und die Bedürfnisse der Betroffenen in die Versorgung einfließen.
- Gemeinsame Projekte und Materialien: So entstehen praxisnahe Informationsangebote, Broschüren und Aktionen, von denen Betroffene direkt profitieren.
Beispielprojekt: „10 Millionen Gründe zu handeln – Politik beginnt im Briefkasten“
Ein aktuelles Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit ist die bundesweite Kampagne „10 Millionen Gründe zu handeln – Politik beginnt im Briefkasten“, initiiert von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e.V. und unterstützt durch die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. . Ziel ist es, die Situation für Menschen mit Inkontinenz zu verbessern, indem frühzeitige Behandlung gefordert, die Politik sensibilisiert und eine nationale Strategie für Prävention und Versorgung angestoßen wird. Die Selbsthilfe bringt hier die Perspektive der Betroffenen ein und sorgt dafür, dass deren Erfahrungen und Forderungen Gehör finden.
ProjektbeschreibungGemeinsam für Teilhabe und Lebensqualität
Die Vernetzung der Inkontinenz Selbsthilfe e.V. mit anderen Organisationen ist kein Selbstzweck, sondern ein entscheidender Hebel, um die Versorgung und Teilhabe von Menschen mit Inkontinenz nachhaltig zu verbessern. Nur gemeinsam können wir politische Veränderungen anstoßen, Versorgung sichern und Betroffene stärken.
[1] innn.it — Petition „Kein Sparen auf Kosten unserer Lebensqualität!“ (2026) — www.innn.it/hilfsmittel
[2] Inkontinenz Selbsthilfe e.V. — Engagement für Inkontinenz-Betroffene/Projekt mit der Deutschen Kontinenz Gesellschaft (2025) — www.inkontinenz-selbsthilfe.com/engagement-fuer-inkontinenz-betroffene