Frage (Copaxone®) Glatirameracetat (GLT)
20 Jahre 3 Monate her #382 von Matti
(Copaxone®) Glatirameracetat (GLT) wurde erstellt von Matti
Glatirameracetat (GLT) (Entwicklungsname: Copolymer-1, Handelsname: Copaxone®) ist ein immunmodulatorischer Arzneistoff, der zur Therapie der schubförmigen Multiple Sklerose eingesetzt wird. GLT ist das Salz eines synthetischen Polypeptides, das aus 4 natürlichen Aminosäuren besteht.
Entwicklung und Zulassung
1977 Erste offene Studien am Weizmann-Institut in Israel
1996 Zulassung von Copaxone® in den USA durch Teva/Aventis
2001 Zulassung von Copaxone® in Deutschland durch Teva/Aventis
Das Medikament ist derzeit in 44 Ländern zugelassen.
Wirkprinzip
Der chemisch Aufbau von GLT ist dem des Myelin-Basischen-Protein (MBP), einem Hauptbestandteil der Myelinschicht sehr ähnlich. Immunzellen, welche bei MS normalerweise die Myelinschicht angreifen würden binden sich an den Wirkstoff und können so entschärft werden.
Darüber hinaus bewirkt GLT eine Verschiebung des Verhältnisses von entzündungsfördernden zu entzündungshemmenden Immunzellen.
Wirksamkeit
Durch große Studien, über einen Zeitraum von ca. einem Jahr, konnte eine Reduktion der Schubrate von ca. 30% gegenüber Plazebo nachgewiesen werden.
Langzeitstudien haben gezeigt, daß die Schubrate über einen längeren Beobachtungszeitraum hinweg weiter kontinuierlich sinkt. Die im moment aktuellen 8-Jahres Daten schreiben diese Entwicklung weiter fort und zeigen eine druchschnittliche Schubrate von nurnoch 0,2 Schüben pro Jahr.
Darüber hinaus konnte in einer MRT-basierenden Studie eine neuroprotektive Wirkung von GLT gezeigt werden. Die Anzahl der Läsionen, die von vernarbten Entzündungsherden zu irreversibelen axonalen Schäden - sog. "Black Holes" - übergehen konnte unter der Gabe von GLT halbiert werden.
Die schützende Wirkung von GLT tritt allerdings erst nach einer Behandlungsdauer von ca. 6 Monaten ein.
Anwendung
GLT wird ist in Form von Fertigspitzen erhältlich und wird einmal täglich in einer Dosis von 20mg unter die Haut injiziert.
Verglichen mit Interferonen hat GLT nur geringe Nebenwirkungen. Am häufigsten kommt es zu lokalen Hautreaktionen an der Einstichstelle,
wie Rötungen, Juckreiz oder Verhärtungen. Diese können durch direkte Kühlung gemildert werden.
Kosten
Die Kosten für das Medikament belaufen sich auf ca. 15.000 EUR pro Jahr.
Entwicklung und Zulassung
1977 Erste offene Studien am Weizmann-Institut in Israel
1996 Zulassung von Copaxone® in den USA durch Teva/Aventis
2001 Zulassung von Copaxone® in Deutschland durch Teva/Aventis
Das Medikament ist derzeit in 44 Ländern zugelassen.
Wirkprinzip
Der chemisch Aufbau von GLT ist dem des Myelin-Basischen-Protein (MBP), einem Hauptbestandteil der Myelinschicht sehr ähnlich. Immunzellen, welche bei MS normalerweise die Myelinschicht angreifen würden binden sich an den Wirkstoff und können so entschärft werden.
Darüber hinaus bewirkt GLT eine Verschiebung des Verhältnisses von entzündungsfördernden zu entzündungshemmenden Immunzellen.
Wirksamkeit
Durch große Studien, über einen Zeitraum von ca. einem Jahr, konnte eine Reduktion der Schubrate von ca. 30% gegenüber Plazebo nachgewiesen werden.
Langzeitstudien haben gezeigt, daß die Schubrate über einen längeren Beobachtungszeitraum hinweg weiter kontinuierlich sinkt. Die im moment aktuellen 8-Jahres Daten schreiben diese Entwicklung weiter fort und zeigen eine druchschnittliche Schubrate von nurnoch 0,2 Schüben pro Jahr.
Darüber hinaus konnte in einer MRT-basierenden Studie eine neuroprotektive Wirkung von GLT gezeigt werden. Die Anzahl der Läsionen, die von vernarbten Entzündungsherden zu irreversibelen axonalen Schäden - sog. "Black Holes" - übergehen konnte unter der Gabe von GLT halbiert werden.
Die schützende Wirkung von GLT tritt allerdings erst nach einer Behandlungsdauer von ca. 6 Monaten ein.
Anwendung
GLT wird ist in Form von Fertigspitzen erhältlich und wird einmal täglich in einer Dosis von 20mg unter die Haut injiziert.
Verglichen mit Interferonen hat GLT nur geringe Nebenwirkungen. Am häufigsten kommt es zu lokalen Hautreaktionen an der Einstichstelle,
wie Rötungen, Juckreiz oder Verhärtungen. Diese können durch direkte Kühlung gemildert werden.
Kosten
Die Kosten für das Medikament belaufen sich auf ca. 15.000 EUR pro Jahr.
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Moderatoren: MichaelDah
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