Frage Reha
- kleines-engelchen
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1 Monat 3 Tage her - 1 Monat 3 Tage her #53194 von kleines-engelchen
Reha wurde erstellt von kleines-engelchen
Einen schönen guten Morgen zusammen,
da ich mich gerade mit dem Reha befasse, dachte ich, kann mir bestimme auch der/die eine oder andere hier im Forum auch behilflich sein.
Ich habe über zwei unterschiedliche Häuser/Kliniken gelesen.
Einmal die Naturheilkunde & Integrative Medizin in Essen(ganzheitlicher Therapieansatz) sowie die Neuro Urologie Reha Bad Wildungen.
Kennt jemand diese Zentren? Ich habe wohl schon die Bewertungen gelesen, jedoch, dachte ich, vielleicht war jemand schon dort und kann seine Erfahrung mit mir teilen?
Es sind ja ganz unterschiedliche Einrichtungen...
Natürlich stehen hier noch Gespräche mit meinen Ärzten aus...
Aktuell sieht es bei mir so aus, ich habe ja zwei Schrittmacher (rechts & links). Ich benutze noch, je nach Bedarf, den ISK(durch die Blasenentleerungsstörung immer mal wieder). Die Entleerung funktioniert an manchen Tagen sehr gut und an anderen wieder nicht so. Restharn und Entzündungen habe ich, Gott sei Dank keine mehr. Da ich dennoch weiterhin die Funktion der Blase zurückgewinnen möchte, kam der Gedanke zur Reha.
Ich freue mich über eure Rückmeldung.
Habe einen ganz guten Start in den Tag.
Grüße Simone
da ich mich gerade mit dem Reha befasse, dachte ich, kann mir bestimme auch der/die eine oder andere hier im Forum auch behilflich sein.
Ich habe über zwei unterschiedliche Häuser/Kliniken gelesen.
Einmal die Naturheilkunde & Integrative Medizin in Essen(ganzheitlicher Therapieansatz) sowie die Neuro Urologie Reha Bad Wildungen.
Kennt jemand diese Zentren? Ich habe wohl schon die Bewertungen gelesen, jedoch, dachte ich, vielleicht war jemand schon dort und kann seine Erfahrung mit mir teilen?
Es sind ja ganz unterschiedliche Einrichtungen...
Natürlich stehen hier noch Gespräche mit meinen Ärzten aus...
Aktuell sieht es bei mir so aus, ich habe ja zwei Schrittmacher (rechts & links). Ich benutze noch, je nach Bedarf, den ISK(durch die Blasenentleerungsstörung immer mal wieder). Die Entleerung funktioniert an manchen Tagen sehr gut und an anderen wieder nicht so. Restharn und Entzündungen habe ich, Gott sei Dank keine mehr. Da ich dennoch weiterhin die Funktion der Blase zurückgewinnen möchte, kam der Gedanke zur Reha.
Ich freue mich über eure Rückmeldung.
Habe einen ganz guten Start in den Tag.
Grüße Simone
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- MichaelDah
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1 Monat 3 Tage her #53195 von MichaelDah
MichaelDah antwortete auf Reha
Hallo Simone,
eine Reha zu machen ist bestimmt eine gute Idee und mich hat das definitiv an einigen Baustellen weiter gebracht. Ich war im UKR in Bad Wildungen, weil es eine der wenigen Kliniken ist, die sowohl eine Orthopädie als auch eine neurologische Urologie in einem Haus haben und ich ja leider in beiden Bereichen Probleme habe.
Ein paar Dinge sind allerdings wichtig - und die sollte man sich vorher klar machen / wissen.
1) Der Schwerpunkt der Urologie liegt im UKR auf der Nachbehandlung bei radikalen Prostataentfernungen, Harnblasen- und Niernenkarzinomen (wie in eigentlich den meisten anderen urologischen Kliniken auch). In der Zeit, wo ich da war, habe ich keinen einzigen Mann und etwa acht Frauen mit einem neurourologischen Problem getroffen. Das heißt aber nicht, dass die Neurourologie schlecht ist. Mein Therapieschwerpunkt lag bei der Reha auf dem orthopädischen Teil, der neurourologischen Teil bestand bei mir aus konsiliaren Untersuchungen und einigen physiotherapeutischen Anwendungen. Hier konnte ich sehr von der Erfahrung von Dr. Kutzenberger profitieren - weiß aber nicht, ob er noch dabei ist (er machte das damals schon in seiner Rentenzeit). Auch die Physio- und Sporttherapeuten habe ich als sehr kompetent erlebt und ich konnte noch einiges lernen. Die Orthopädie hatte - so wie ich das erlebt habe - den größeren Patientenanteil - allerdings fand ich das auch gut, denn es hat den Altersdurchschnitt deutlich gehoben.
2) Die Eingangsuntersuchung beim Antritt der Reha ist für vieles entscheidend. Ich hatte mich zum Glück vorher gut über die Behandlungsmöglichkeiten informiert. Dadurch konnte ich relativ gut mit der Ärztin bei der Eingangsuntersuchung abklären, ob die Behandlungen, die ich mir überlegt hatte, sinnvoll sind und mit ihr gemeinsam einen ziemlich guten Therapieplan aufstellen. Andere, die da unvorbereitet einfach „hingefahren sind“, waren mitunter manchmal nicht ganz so zufrieden. Die Klink ist ziemlich groß - und wenn der Therapieplan erstmal steht, dann ist eine Änderung oft nur noch schwer und mit Verzögerung möglich. Es geht vieles - aber man muss danach fragen - und zwar gleich zu Beginn. Dies gilt insbesondere für die Therapiemethoden, die eine umfangreichere/zusätzliche Ausbildung brauchen und daher nur begrenzt Personal zur Verfügung steht oder spezielle Geräte benötigt werden - also z.B. Osteopathie, Akupunktur/Akupressur b.z.w. z.B. Hydrojet u.ä.
3) Es hängt viel von einem selbst ab. Der Ablauf ist i.d.R. so, da du Vormittags die Anwendungen hast und am Nachmittag oft Freizeit ist. Die kann man unterschiedlich nutzen. Es gibt einen Kraftraum/Sporthalle und ein Schwimmbad. Prinzipiell kann das Schwimmbad auch außerhalb der Gruppen genutzt werden - allerdings müssen sich dafür immer mindestens drei Leute finden (damit man ggf. im Notfall Hilfe holen oder jemand gerettet werden kann). Der Kraftraum lässt sich i.d.R. immer nutzen. Vorteil ist, dass er recht groß ist und es genug Platz gibt, sich eine Matte hinzulegen und mit Eigengewicht zu trainieren - die üblichen Sachen wie Bälle, Flexi-Bar, Balance-Kissen u.s.w. kann man sich leihen. Die Geräte sind nicht mehr die neuesten - erfüllen aber ihren Zweck - wenn man nicht gerade Arnold heißt (es sind Reha-Geräte). Sonst kann man in der Halle z.B. abends auch Tischtennis spielen. Ich habe das für mich so ein bisschen als „Boot Camp“ gesehen und bin damit gut weitergekommen.
4) Das Essen fand ich OK. Es ist jetzt keine 4-Sterne Küche, aber ich hatte den Eindruck das sich das Team Mühe gibt und das Ergebnis für die Möglichkeiten und die Menge der gekochten Mahlzeiten gut ist. Ich fand es z.T. sogar besser als das, was in einigen Restaurants im Ort angeboten wird und vor allem bekömmlich. Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind auch Anpassungen möglich.
Aus meiner Sicht ist die beste Zeit in Bad Wildungen der Frühling oder der frühe Herbst (nicht zu warm und noch nicht zu dunkel und neblig). Die Kliniken selbst liegen im Ortsteil Reinhardshausen - was ich persönlich als Vorteil empfand, weil du halt nicht direkt in dem etwas abgerockten „Kurort“ Bad Wildungen bist und das alles etwas familiärer ist.
Der ziemlich große Kurpark endet quasi in der Mitte des Ortsteils Rheinhardshausen und man kann in etwa 30 Minuten nach Bad Wildungen laufen (oder mit dem Bus fahren…). Der Haushügel inklusive Aussichtsturm (zusammen ca. 300 Höhenmeter) ist eine prima Walking/Laufstrecke, an der man sich je nach Kondition abarbeiten kann. Highlight von Reinhardshausen ist definitiv Matze’s Rock Bar, wo es fast täglich kleine Konzerte gibt. Später am Abend ist der Laden meistens gerammelt voll - nicht nur von Kurgästen, sondern auch von vielen aus der Umgebung. Sonst gibt es einen kleinen Edeka, der eigentlich alles hat, was man so gebrauchen kann, und ein paar Cafés und Restaurants. Mir hat es jedenfalls gefallen und es hat auch was gebracht.
Viele Grüße
Michael
eine Reha zu machen ist bestimmt eine gute Idee und mich hat das definitiv an einigen Baustellen weiter gebracht. Ich war im UKR in Bad Wildungen, weil es eine der wenigen Kliniken ist, die sowohl eine Orthopädie als auch eine neurologische Urologie in einem Haus haben und ich ja leider in beiden Bereichen Probleme habe.
Ein paar Dinge sind allerdings wichtig - und die sollte man sich vorher klar machen / wissen.
1) Der Schwerpunkt der Urologie liegt im UKR auf der Nachbehandlung bei radikalen Prostataentfernungen, Harnblasen- und Niernenkarzinomen (wie in eigentlich den meisten anderen urologischen Kliniken auch). In der Zeit, wo ich da war, habe ich keinen einzigen Mann und etwa acht Frauen mit einem neurourologischen Problem getroffen. Das heißt aber nicht, dass die Neurourologie schlecht ist. Mein Therapieschwerpunkt lag bei der Reha auf dem orthopädischen Teil, der neurourologischen Teil bestand bei mir aus konsiliaren Untersuchungen und einigen physiotherapeutischen Anwendungen. Hier konnte ich sehr von der Erfahrung von Dr. Kutzenberger profitieren - weiß aber nicht, ob er noch dabei ist (er machte das damals schon in seiner Rentenzeit). Auch die Physio- und Sporttherapeuten habe ich als sehr kompetent erlebt und ich konnte noch einiges lernen. Die Orthopädie hatte - so wie ich das erlebt habe - den größeren Patientenanteil - allerdings fand ich das auch gut, denn es hat den Altersdurchschnitt deutlich gehoben.
2) Die Eingangsuntersuchung beim Antritt der Reha ist für vieles entscheidend. Ich hatte mich zum Glück vorher gut über die Behandlungsmöglichkeiten informiert. Dadurch konnte ich relativ gut mit der Ärztin bei der Eingangsuntersuchung abklären, ob die Behandlungen, die ich mir überlegt hatte, sinnvoll sind und mit ihr gemeinsam einen ziemlich guten Therapieplan aufstellen. Andere, die da unvorbereitet einfach „hingefahren sind“, waren mitunter manchmal nicht ganz so zufrieden. Die Klink ist ziemlich groß - und wenn der Therapieplan erstmal steht, dann ist eine Änderung oft nur noch schwer und mit Verzögerung möglich. Es geht vieles - aber man muss danach fragen - und zwar gleich zu Beginn. Dies gilt insbesondere für die Therapiemethoden, die eine umfangreichere/zusätzliche Ausbildung brauchen und daher nur begrenzt Personal zur Verfügung steht oder spezielle Geräte benötigt werden - also z.B. Osteopathie, Akupunktur/Akupressur b.z.w. z.B. Hydrojet u.ä.
3) Es hängt viel von einem selbst ab. Der Ablauf ist i.d.R. so, da du Vormittags die Anwendungen hast und am Nachmittag oft Freizeit ist. Die kann man unterschiedlich nutzen. Es gibt einen Kraftraum/Sporthalle und ein Schwimmbad. Prinzipiell kann das Schwimmbad auch außerhalb der Gruppen genutzt werden - allerdings müssen sich dafür immer mindestens drei Leute finden (damit man ggf. im Notfall Hilfe holen oder jemand gerettet werden kann). Der Kraftraum lässt sich i.d.R. immer nutzen. Vorteil ist, dass er recht groß ist und es genug Platz gibt, sich eine Matte hinzulegen und mit Eigengewicht zu trainieren - die üblichen Sachen wie Bälle, Flexi-Bar, Balance-Kissen u.s.w. kann man sich leihen. Die Geräte sind nicht mehr die neuesten - erfüllen aber ihren Zweck - wenn man nicht gerade Arnold heißt (es sind Reha-Geräte). Sonst kann man in der Halle z.B. abends auch Tischtennis spielen. Ich habe das für mich so ein bisschen als „Boot Camp“ gesehen und bin damit gut weitergekommen.
4) Das Essen fand ich OK. Es ist jetzt keine 4-Sterne Küche, aber ich hatte den Eindruck das sich das Team Mühe gibt und das Ergebnis für die Möglichkeiten und die Menge der gekochten Mahlzeiten gut ist. Ich fand es z.T. sogar besser als das, was in einigen Restaurants im Ort angeboten wird und vor allem bekömmlich. Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind auch Anpassungen möglich.
Aus meiner Sicht ist die beste Zeit in Bad Wildungen der Frühling oder der frühe Herbst (nicht zu warm und noch nicht zu dunkel und neblig). Die Kliniken selbst liegen im Ortsteil Reinhardshausen - was ich persönlich als Vorteil empfand, weil du halt nicht direkt in dem etwas abgerockten „Kurort“ Bad Wildungen bist und das alles etwas familiärer ist.
Der ziemlich große Kurpark endet quasi in der Mitte des Ortsteils Rheinhardshausen und man kann in etwa 30 Minuten nach Bad Wildungen laufen (oder mit dem Bus fahren…). Der Haushügel inklusive Aussichtsturm (zusammen ca. 300 Höhenmeter) ist eine prima Walking/Laufstrecke, an der man sich je nach Kondition abarbeiten kann. Highlight von Reinhardshausen ist definitiv Matze’s Rock Bar, wo es fast täglich kleine Konzerte gibt. Später am Abend ist der Laden meistens gerammelt voll - nicht nur von Kurgästen, sondern auch von vielen aus der Umgebung. Sonst gibt es einen kleinen Edeka, der eigentlich alles hat, was man so gebrauchen kann, und ein paar Cafés und Restaurants. Mir hat es jedenfalls gefallen und es hat auch was gebracht.
Viele Grüße
Michael
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1 Monat 3 Tage her #53197 von kleines-engelchen
kleines-engelchen antwortete auf Reha
Hallo Michael,
herzlichen Dank für deine schnelle Rückmeldung und den vielen Informationen.
Ich habe mich ja auch auf der Internetseite schlau gemacht und finde das Angebot sehr vielseitig und auch gut. Aber natürlich sind solche Erfahrungen und Tipps wie von dir total hilfreich, da es ja manchmal Abweichungen gibt bzw. doch nicht so ist wie es angeboten wird. Es liest sich auf jeden Fall echt sehr gut(so wie du geschrieben hast).
Darf ich dich fragen, wann du dort warst und wie lange?
Ich bin auf diesem Gebiet "Reha" total Neuling. (Finde es aber irgendwie auch ein wenig erschreckend, da es mir nie direkt angeboten wurde nach der großen Operation). Manchmal frage ich mich, wenn man nicht jammert(was ich gar nicht bin) oder nicht selbstständig aktiv wird, ob überhaupt etwas passieren würde?! Na, ja.....
Am Mittwoch werde ich das Gespräch mit meiner Gynäkologin suchen (da ich dort einen Termin habe). Vielleicht hat Sie noch eine Idee oder kennt einer diesen Kliniken. Ich bin auf jeden Fall für jede Rückmeldung dankbar.
Vielen, vielen lieben Dank nochmal Michael.
Grüße Simone
herzlichen Dank für deine schnelle Rückmeldung und den vielen Informationen.
Ich habe mich ja auch auf der Internetseite schlau gemacht und finde das Angebot sehr vielseitig und auch gut. Aber natürlich sind solche Erfahrungen und Tipps wie von dir total hilfreich, da es ja manchmal Abweichungen gibt bzw. doch nicht so ist wie es angeboten wird. Es liest sich auf jeden Fall echt sehr gut(so wie du geschrieben hast).
Darf ich dich fragen, wann du dort warst und wie lange?
Ich bin auf diesem Gebiet "Reha" total Neuling. (Finde es aber irgendwie auch ein wenig erschreckend, da es mir nie direkt angeboten wurde nach der großen Operation). Manchmal frage ich mich, wenn man nicht jammert(was ich gar nicht bin) oder nicht selbstständig aktiv wird, ob überhaupt etwas passieren würde?! Na, ja.....
Am Mittwoch werde ich das Gespräch mit meiner Gynäkologin suchen (da ich dort einen Termin habe). Vielleicht hat Sie noch eine Idee oder kennt einer diesen Kliniken. Ich bin auf jeden Fall für jede Rückmeldung dankbar.
Vielen, vielen lieben Dank nochmal Michael.
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1 Monat 3 Tage her - 1 Monat 3 Tage her #53199 von MichaelDah
MichaelDah antwortete auf Reha
Hallo Simone,
Also ich weiß nicht, wie das in anderen Häusern so ist (vielleicht melden sich ja noch andere), denn das war auch meine erste Reha (Ok - als Kind war ich auch schon mal auf einer - aber das zählt, glaube ich nicht…) - von daher ist das jetzt natürlich alles sehr subjektiv.
Ich war insgesamt fünf Wochen da. Vier Wochen werden normalerweise bewilligt und ich hatte während der Reha noch eine Verlängerungswoche beantragt (u.a. wegen der Neurourologie). Das ist übrigens auch noch ein wichtiger Punkt: Wenn du den Eindruck hast, es bringt dir was und die vier Wochen sind möglicherweise zu wenig, dann solltest du spätestens nach zwei Wochen mit deinem dir zugeteilten Arzt/Ärztin darüber reden.
Das Problem ist i.d.R. nicht die Rentenversicherung, sondern die verfügbaren Plätze in der Klinik. Es gibt eine Nachrücker-Liste und wer zu erst drauf steht, hat ggf. mehr Glück als der, der sich erst eine Woche vor Schluss darauf setzen lässt.
Das mit dem „ Reha anbieten“ ist vielleicht auch etwas verwirrend. Gerade nach bestimmten OP’s ist eine AHB (Anschlussheilbehandlung) vorgesehen - z.B. nach einer Prostatakrebs OP. Eine AHB ist keine Reha und wird normalerweise vom Krankenhaus veranlasst, das die OP durchgeführt hat. Sie muss auch zwingend innerhalb einer bestimmten Zeit nach der OP angetreten werden und es gibt Regeln bei welcher Art von Therapie eine AHB vorzusehen ist.
Um eine Reha muss man sich meistens selbst kümmern - es sei denn, man hat einen fürsorglichen Arzt, der das von sich aus vorschlägt. In meinem Fall musste ich auch danach fragen.
Wichtig dabei ist auch zu verstehen, worum es bei der Reha eigentlich geht und warum sie von wem bezahlt wird. Wenn du berufstätig bist, wird die Reha von der Rentenversicherung bezahlt. Ziel dabei ist immer, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten oder zu verbessern. Dazu ist es natürlich auch wichtig, dass es ein Ziel gibt, das sich erwiesener Maßen in der Zeit durch die Anwendungen auch verbessern lässt. Das ist bei manchen chronischen Erkrankungen aufgrund der ursächlichen Erkrankung nicht immer gegeben. Daher kann es manchmal Sinn machen, die Indikation anders/weiter zu stellen. Da hat deine Gynäkologin aber wahrscheinlich mehr Erfahrung, wie man das dann am besten medizinisch begründet - im Zweifelsfall hilft auch der Hausarzt. Ich hab den Antrag tatsächlich über meine Hausärztin und nicht über meinen Urologen gestellt. Allerdings auch deshalb weil sie im Rahmen des Hausärztemodels die "anderen Gewerke" mit koordiniert und damit die beste Gesamtsicht auf meine Probleme hat.
Von der Reha selbst darf man übrigends auch keine Wunder erwarten. Was sich im Rahmen von so einer Reha auf jeden Fall verbessern lässt, ist der Allgemeinzustand und die körperliche Fitness, und natürlich lassen sich bestimmte Muskelgruppen trainieren, Verspannungen lösen und Entspannungstechniken erlernen und man kann sich auch psychisch stärken lassen. Wichtig fand ich auch den Austausch untereinander. Gerade das könnte aber bei dir auch auch ein Grund gegen das UKR und für einen Klinik mit einem stärkeren gynäkologischen Schwerpunkt sein weil es da möglicherweise mehr gleichgeschlechtlich Betroffene gibt.
Es ist halt immer die Frage was man selber erwartet. Meine Überlegung war halt auch einfach mal aus dem ganzen Hamsterrad raus zu kommen und Zeit für mich haben um genauer auf mich selbst schauen und achten zu können. Das kann ich am besten da wo nicht so viel Rummel sondern schöne Natur ist. Deshalb kam eine "Stadt Reha" für mich eher nicht in Frage.
Vielleicht ist da ja für dich auch ein Ansatz, denn möglicherweise lässt sich ja herausfinden, warum es manchmal besser und manchmal schlechter funktioniert - daraus würde sich ja eventuell auch eine Strategie für eine weitere Verbesserung ableiten lassen. Für so was kann eine Reha auch gut sein - allerdings muss man sich auf das hinschauen auch einlassen können.
Viele Grüße
Michael
Also ich weiß nicht, wie das in anderen Häusern so ist (vielleicht melden sich ja noch andere), denn das war auch meine erste Reha (Ok - als Kind war ich auch schon mal auf einer - aber das zählt, glaube ich nicht…) - von daher ist das jetzt natürlich alles sehr subjektiv.
Ich war insgesamt fünf Wochen da. Vier Wochen werden normalerweise bewilligt und ich hatte während der Reha noch eine Verlängerungswoche beantragt (u.a. wegen der Neurourologie). Das ist übrigens auch noch ein wichtiger Punkt: Wenn du den Eindruck hast, es bringt dir was und die vier Wochen sind möglicherweise zu wenig, dann solltest du spätestens nach zwei Wochen mit deinem dir zugeteilten Arzt/Ärztin darüber reden.
Das Problem ist i.d.R. nicht die Rentenversicherung, sondern die verfügbaren Plätze in der Klinik. Es gibt eine Nachrücker-Liste und wer zu erst drauf steht, hat ggf. mehr Glück als der, der sich erst eine Woche vor Schluss darauf setzen lässt.
Das mit dem „ Reha anbieten“ ist vielleicht auch etwas verwirrend. Gerade nach bestimmten OP’s ist eine AHB (Anschlussheilbehandlung) vorgesehen - z.B. nach einer Prostatakrebs OP. Eine AHB ist keine Reha und wird normalerweise vom Krankenhaus veranlasst, das die OP durchgeführt hat. Sie muss auch zwingend innerhalb einer bestimmten Zeit nach der OP angetreten werden und es gibt Regeln bei welcher Art von Therapie eine AHB vorzusehen ist.
Um eine Reha muss man sich meistens selbst kümmern - es sei denn, man hat einen fürsorglichen Arzt, der das von sich aus vorschlägt. In meinem Fall musste ich auch danach fragen.
Wichtig dabei ist auch zu verstehen, worum es bei der Reha eigentlich geht und warum sie von wem bezahlt wird. Wenn du berufstätig bist, wird die Reha von der Rentenversicherung bezahlt. Ziel dabei ist immer, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten oder zu verbessern. Dazu ist es natürlich auch wichtig, dass es ein Ziel gibt, das sich erwiesener Maßen in der Zeit durch die Anwendungen auch verbessern lässt. Das ist bei manchen chronischen Erkrankungen aufgrund der ursächlichen Erkrankung nicht immer gegeben. Daher kann es manchmal Sinn machen, die Indikation anders/weiter zu stellen. Da hat deine Gynäkologin aber wahrscheinlich mehr Erfahrung, wie man das dann am besten medizinisch begründet - im Zweifelsfall hilft auch der Hausarzt. Ich hab den Antrag tatsächlich über meine Hausärztin und nicht über meinen Urologen gestellt. Allerdings auch deshalb weil sie im Rahmen des Hausärztemodels die "anderen Gewerke" mit koordiniert und damit die beste Gesamtsicht auf meine Probleme hat.
Von der Reha selbst darf man übrigends auch keine Wunder erwarten. Was sich im Rahmen von so einer Reha auf jeden Fall verbessern lässt, ist der Allgemeinzustand und die körperliche Fitness, und natürlich lassen sich bestimmte Muskelgruppen trainieren, Verspannungen lösen und Entspannungstechniken erlernen und man kann sich auch psychisch stärken lassen. Wichtig fand ich auch den Austausch untereinander. Gerade das könnte aber bei dir auch auch ein Grund gegen das UKR und für einen Klinik mit einem stärkeren gynäkologischen Schwerpunkt sein weil es da möglicherweise mehr gleichgeschlechtlich Betroffene gibt.
Es ist halt immer die Frage was man selber erwartet. Meine Überlegung war halt auch einfach mal aus dem ganzen Hamsterrad raus zu kommen und Zeit für mich haben um genauer auf mich selbst schauen und achten zu können. Das kann ich am besten da wo nicht so viel Rummel sondern schöne Natur ist. Deshalb kam eine "Stadt Reha" für mich eher nicht in Frage.
Vielleicht ist da ja für dich auch ein Ansatz, denn möglicherweise lässt sich ja herausfinden, warum es manchmal besser und manchmal schlechter funktioniert - daraus würde sich ja eventuell auch eine Strategie für eine weitere Verbesserung ableiten lassen. Für so was kann eine Reha auch gut sein - allerdings muss man sich auf das hinschauen auch einlassen können.
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Michael
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