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Mastdarmvorfall, Rektopexie, Beckenbodenschwäche

05 Okt 2019 12:18 - 05 Okt 2019 12:50 #21 von Quitte
Hallo, ich möchte mich nun endlich wieder einmal melden.
Nach meiner Untersuchung in Eschweiler bei Dr. Müller-Funogea war ich - gelinde ausgedrückt - regelrecht euphorisch.
Er hatte, nach langer Wartezeit, viel Zeit für meine Fragen, nahm mich sehr ernst und hat mir große Hoffnung gemacht.
Einem Proktologen wurde ich leider in der Klinik nicht vorgestellt, obwohl das ausdrücklich im Internet auf der Klinikseite so beworben wird.
Dr. Müller-Funogea war der Meinung, erstmal die Senkung inkl. Enterozele, Zystozele und Rektozele rein gynäkologisch zu operieren. Er machte mir recht optimistisch Hoffnung, dass damit auch meine Darmprobleme in den Griff zu bekommen seien. Der erste Eindruck war ausgesprochen nett und empathisch. Auch auf Nachfragen per Mail antwortete Dr. Müller-Funogea immer zügig und sehr optimistisch und freundlich. Die op hatte ich vor ca einem Jahr, als das Team in Eschweiler noch nicht so richtig eingespielt war. Einige meiner Probleme dort habe ich diesem Umstand zugeschrieben.

Es wurde wie folgend operiert:
Die Zystozele wurde mit einem ca. 3 cm breitem titanisierten Band spannungsfrei zusammen mit der Gebärmutter entlang der Gebärmutterbänder am Beckenboden verankert. 4 Verankerungspunkte - links und rechts in den Hüftlöchern sowie links und rechts am Kreuzbein (Sakrospinalligamente).
Die Enterozele wurde mit einem ca. 1 cm breiten titanisierten Band links und rechts am Kreuzbein ähnlich wie oben korrigiert. Zusätzlich wurde eine hintere, einfache Scheidenplastik gemacht. Diese ohne Netzeinlage.

Meine Darmproblematik blieb nach der Op leider komplett bestehen. Leider hat mir also die, als sehr schonend umschriebene, Methode nicht wirklich geholfen. Nun bin ich auf der Suche nach Lösungen. Habe nach der Operatin einige Zeit gebraucht um wieder die nötige Kraft zu finden meine Problematik angehen zu können. Es ist in jedem Fall wichtig ein Krankenhaus zu finden welches die Beckenboden-prolematik komplett angeht. In Eschweiler hatte ich im Nachhinein das Gefühl, dass die Abteilungen nicht wirklich gleichberechtigt zusammen arbeiten. Bin insgesamt sehr enttäuscht. Bei meinem Gynäkologen musste ich mich regelrecht rechtfertigen weshalb ich nach Eschweiler gefahren bin, obwohl wir hier im Rhein-Main-Gebiet etliche Fachärzte hätten. Ich habe den Frauenarzt gewechselt und auch mein neuer Gynäkologe hat wenig Verständis für die Art der OP. Das mag auch daran liegen, dass die Beckenbodenzentren häufig komplett andere Auffassungen haben. Andere Philosophien was richtig und was falsch ist. Ich als Patientin bin da völlig überfragt und auch ein stück weit ausgeliefert.

Am meisten frustriert mich allerdings, dass ich nun eine erneute Rektozele habe, weil die hintere Plastik nicht gehalten hat bzw. nur ein halbes Jahr... Ähnliches hatte ja hier schon bonny689 geschildert. Ich habe momentan einiges an Fremdmaterial in Form von Netzen oder auch Bändern im Unterleib. Jetzt eine erneute Plastik mit Mesh kann ich mir nicht vorstellen. Vielleicht habe ich aber keine andere Wahl.

Viele Grüße
Quitte

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20 Nov 2020 14:57 #22 von Fräulein_Einerlei
Hallo Quitte, ich wollte gerne fragen wie es dir weiterergangen ist. Ich bin neu hier, Mitte 30, und habe seit der Geburt meines 2. Kindes mit DR III Grades eine Darmsenkung, Rektozele und inneren Rektumprolaps. Ich habe viele Beschwerden deswegen, die es mir unmöglich machen mein altes Leben aufrecht zu erhalten und würde mich über einen Austausch mit dir - oder anderen Betroffenen - sehr freuen. Gerne in aufmunternder Weise, denn vom jammern wird unser Leben ja auch nicht besser und wir haben ja nur eins und müssen nun damit zurechtkommen, nicht wahr? Liebe Grüße das Fräulein.

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31 Mai 2021 22:50 - 31 Mai 2021 22:52 #23 von Erdbeere
Hallo an alle!

Ich wollte nur fragen wie es euch mittlerweile geht? Seit ihr operiert?

Ich habe seit meiner 2. Geburt auch massive Beschwerden mit dem BeBo!

Innerer Rektumsvorfall mit Mucosaprolaps und Rectoscele. Zudem noch eine mittelgradige Blasensenkung mit Blasenentleerungstörung.

Ich überlege halt wirklich das Darmproblem operativ korriegieren zu lassen, da ich Angst habe meinen Schließmuskel durch die Vorfälle dauerhaft zu schädigen.

Hat wer Erfahrungen? Wenn ja wie verlief die OP? Seit ihr beschwerdefrei?

Ich bin 33 und habe 2 Kinder geboren, jedoch keine schwere Geburten oder Verletzungen. Deswegen wunderts mich umso mehr, dass es mich so erwischt hat :-(

Lg Erdbeere

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01 Jun 2021 06:51 #24 von Fräulein_Einerlei
Hallo Erdbeere,

Wie ist denn die Schließmuskelqualität? Ich habe ja im Grunde das gleiche wie du. Da ich eine Schließmuskelschwäche habe kommt der Eingriff für mich derzeit nicht in Frage. Der Mucosaprolaps hat ja auch eine Kontinenz-erhaltende-funktion, die wegfällt wenn behoben. Außerdem sind Rektum-Ops nicht zu vergleichen mit einfachen Gallenblasenops (raus und Beschwerden verschwunden) oder dergleichen.

Liebe Grüße

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01 Jun 2021 09:24 - 01 Jun 2021 09:24 #25 von Erdbeere
Hallo Fräulein,

wie wird die Schließmuskelkraft gemessen? Musste beim Prokto „nur“ mal mit seinem Finger drin zusammenkneifen?!?
Allerdings hatte ich wegen des Mukosaprolaps schon eine Abindung der Schleimhaut, die nächste folgt im Juni, was mir schon zeitweise Erleichterung gebracht hat. Momentan ist halt grad wieder schlimmer, als wär was nachgerutscht.
Das Problem ist, dass durch das schlechte Abführen und Luft ablassen, mein Dickdarm an einigen Stellen schon ziemlich erweitert ist und an diesen Stellen wiederum wird dann der Stuhl nicht gut weitertransportiert. Ich muss jetzt dann zur Darmspiegelung.
Zudem hab ich durch den Vorfall ziemlich Druck auf dem After, da hab ich halt Angst, dass mir das den Schließmuskel auf Dauer schwächt.

Also irgendwas muss in der Hinsicht bei mir schon was gemacht werden und ich stell mir halt die Frage, ob da nicht gleich das ganze Konstrukt wieder aufgehängt gehört? Aber eben ich will mit so einer OP halt auch nicht noch mehr Schaden anrichten...

Lg Erdbeere

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01 Jun 2021 14:25 #26 von Erdbeere
Ich wollte auch noch fragen, ob Anna noch mitliest und wie es dir mittlerweile geht?

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23 Jun 2021 10:11 - 23 Jun 2021 10:15 #27 von Fräulein_Einerlei
Hallo Erdbeere,

also die Schließmuskelkraft wird neben dem Kneifen lassen auch mittels der Manometrie gemessen. Aber wenn dein Proktologe dich hat kneifen lassen, hat er ja schon eine Ahnung vom Muskeltonus. Und wenn er dann noch die Abbindung vorgenommen hat und es dir Linderung verschafft hat, statt das die Kontinenz abnimmt, dann klingt das nach einem guten Muskeltonus. Frag doch mal bei deinem Proktologen nach.

Ich habe eine stark reduzierte Muskelschließkraft die sich bisher auch unter Elektrostimulation und Kneifübungen nicht verbessert hat, deswegen kommt das Abbinden bei mir nicht in Frage. Dann würde die Kontinenzerhaltende Funktion des Prolaps wegfallen und mir eher noch mehr Probleme bereiten.

Wie ich in anderen Diskussionsbeiträgen von dir gelesen habe, bist du aber doch recht gut (besser als ich) informiert über deinen aktuellen Zustand und die Möglichkeiten. Ich kann dir da gerade nicht viel weiterhelfen, werde mich aber in ungefähr 12 Monaten auch um eine geeignete Diagnostik bei mir kümmern und kann dann mehr dazu beitragen.

Ja die Angst, dass der Schließmuskel noch weiter geschwächt wird und auf einmal alles rausrutscht, kenne ich... Mich macht das auch oft verrückt vor Panik und ich bin auch schon in Psychotherapie wegen meines plötzlich so schlechten Gesundheitszustandes. Ich finde, vor allem die seelischen Leiden sind in unserem Alter noch das Schlimmste. Das auch mal auszusprechen, sich ein wenig zu bedauern, sollte erlaubt sein. Aber das gehört nicht an diesen Ort.

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