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Wieder mal da...die Inko auch - immer noch... ;o)

29 Mai 2019 22:34 #1 von Greta
Hallo zusammen,

Ich war vor einigen Jahren hier schon mal unter einem anderen Namen angemeldet. Aber ich finde die Benutzerdaten nicht mehr daher habe ich mich neu angemeldet.

Ich bin weiblich 48 Jahre jung und bin (mittlerweile) Stuhlinkontinent Grad III und habe eine Belastungs-Harninkontinenz.

Erst in diesem Forum habe ich erfahren, was ich für eine Erkrankung und Möglichkeiten habe, Ärzte waren da nicht hilfreich.

Ich bin immer noch sehr dankbar dafür. Einige Zeit habe ich es mehr oder weniger erfolgreich geschafft, das "Problem" zu verdrängen und bin auch leider nicht mehr in diesem Forum gewesen.

Wie ihr selber wisst, lässt sich dieses Problem nicht verdrängen, und trara- da bin ich wieder und möchte mich gerne hier wieder beteiligen.

Ich möchte auch noch gerne ausführlicher über meinen Inko-"Werdegang" berichten, das habe ich mir für morgen vorgenommen.

Für heute Abend grüße ich alle herzlich und DANKE das es euch gibt!

Alles Gute!

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30 Mai 2019 08:06 #2 von Jens Schriever
Hallo

Willkommen zurück Greta.

Gruß Jens

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30 Mai 2019 22:36 #3 von Greta
Danke, Jens! :)

Hier, wie versprochen, die Historie meines Verdauungs-Systems. Die ersten Probleme begannen im Alter von ca. 20 Jahren. Ich habe alles aufgeschrieben, was eventuell mit dieser Problematik zusammenhängen könnte.

So eine Aufzeichnung kann ich nur jedem empfehlen, da einem, wenn man mal alles übersichtlich vor Augen hat, so einiges klar wird. Ich habe auch einige Erkenntnisse daraus. Eine davon ist, wenn ich mit 20 meine Ernährung umgestellt hätte, wäre ich heute nicht in diesem Forum. Leider bringt mir das jetzt nichts mehr. Eine weitere Erkenntnis ist, nicht einfach den Empfehlungen der Ärzten folgen, vor allem nicht wenn es um das Thema Operationen geht und dafür sorgen, das „kleinere Operationen“ wie z.B. das Veröden von Hämorrhoiden nicht ohne Nachfragen durchgeführt werden.

ca. 1993 : erster Hinweis vom Gynäkologen auf Hämorrhoiden, Termin bei einem Allgemein-Chirurgen, oberflächliche Begutachtung, Diagnose nicht bekannt. Erstes „Traumatisches“ Erlebnis bei einem Chirurgen.

Ernährung zu dieser Zeit: omnivor, „schlechte“ Esserin, Untergewicht, seltener, fester Stuhlgang (max. 1 – 2 x / Woche) ,gelegentliche Blutspuren beim Stuhlgang (Toilettenpapier)

berufsbedingtes, schweres Heben ab 1989, Stuhldrang (ohne Inkontinenz) beim Betreten von Supermärkten, starkes Magenbrennen ab ca. 1994, tägliche Einnahme von Säureblockern (Vollständige Heilung des Magenbrennens durch Sport und Meditation ca. 1998)

1995 : Bauchspiegelung und Lösung von Verwachsungen im Bauchraum

1996 : Entfernung (Not-OP) Blinddarm

1996 : Vorstellung bei Chirurg Nr. 2 wegen Schmerzen am After bei Stuhlgang, Diagnose : Analfissur, OP: Sphincterotomie (Einkerbung der Sphinctermuskulatur)

Ernährung : vegetarisch + Fisch

2004 : Bauchspiegelung und Lösung von Verwachsungen im Bauchraum

ab 2005 : Stress/Reizdarm mit übermäßigen Blähungen und weichem Stuhl

2010 : erstmaliger Verlust von festem Stuhl (kleine Menge), Belastungs-Harninkontinenz

2011 : Reisediarrhoe, 4 Tage non-stop auf dem WC

11 und 12/2012 : Chirurg Nr. 3 wegen permanentem Schleimverlust aus dem After, gelegentlicher Stuhlverlust bei Blähungen. Digitaluntersuchung, Proktoskopie, Hämorrhoiden Grad II werden verödet (bei beiden Besuchen!) Empfehlung von Analtampons, keine Benennung der Erkrankung

Ernährung : rein pflanzlich

04/2013 : Chirung Nr. 4 wegen weiterhin Schleim- und gelegentliche Stuhlverluste. Sonographie, Rektoskopie, Diagnose: Stuhlinko Grad III, Überweisung an Klinik zur Darmspiegelung und weiterer Sonographie

05/2013: Klinik, Chirurg Nr. 5 (2. traumatisches Erlebnis) : Digitaluntersuchung, Proktoskopie
06/2013: Klinik, Chirurg Nr. 6 : Videoendoskopie, Digit. Radiographie, Proktoskopie, Rektoskopie, Diagnose: Zirkuläre Intussuszeption, Hämorrhoiden Grad I bis II

07-12/2013: Beckenbodentraining unter Anleitung, Weiterführung zuhause bis heute

09/2013: Prävesikales Harnleiterkonkrement links (akute Nierenkolik), von alleine abgegangen

11/2013: Chirurg Nr. 4, erneute Vorstellung nach Klinik, Diagnose Fibroma pendulans am Anus, operative Exzision, danach keine Schleimverluste mehr.

2016: Bauchspiegelung und Lösung von Verwachsungen im Bauchraum

2017: Einsetzen von Hormonspirale (Mirena) wegen zu starker Regelblutungen (hoher Eisenverlust)

2018: Chirurg Nr. 4 wegen zunehmender Stuhlinkontinenz, Diagnose Hämorrhoiden Grad II, Gummibandligatur, danach mehrere Wochen starke Schmerzen beim Stuhlgang

Verordnung von bosana Biofeedback-Gerät, nach 3 Monaten keine Verbesserung

01/2019 : Chirurg Nr. 4, erneute Vorstellung wegen unveränderter Stuhlinkontinenz und „Geschwulst“ am After, Überweisung an Klinik zur Defäkographie

02/2019: Klinik, Chirurg Nr. 7: Diagnose: Stuhlinkontinenz Grad III, Mukosaprolaps, An-und Entspannungsdruck ist gleich, Empfohlene Therapie: Beckenboden-Schrittmacher

05/2019: Chirurg Nr. 8: Proktoskopie, Bestätigung aller bekannten Diagnosen (s.o.), Empfehlung keiner weiterer OP (im Analbereich), Empfohlene Therapie: Stimulationsbehandlung (PTNS), Beckenboden-Schrittmacher, auf meinen Wunsch erst einmal Irrigation und Einnahme von Darm Beruhigenden Mitteln wie z.B. Imodium. Weiterer Termin im Juni 2019 zur gründlichen Sonographie von Analkanal und Beckenboden.

Isch abe fertig! ;)

Jetzt habe ich mich dermaßen beim nochmaligen „durchleben“ dieser Geschichte verspannt, dass ich Kopfschmerzen bekommen habe. Geh jetzt erst mal eine Tablette suchen... :S

Alles Gute!

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02 Jun 2019 11:32 #4 von Thias
Da bekommt der Begriff „Leidensweg“ eine für alle vorstellbare Erläuterung und hat hier sicher die 100% zutreffende Bedeutung.
Wahnsinn, so etwas von jemanden über jemanden zu lesen. Darauf denke ich mir fast: „Komm, trag ich halt einfach meinen Inkoslip und sag oder mach nix mehr. Vergleichend hab ich doch nichts.“

Vor Schmerzen, Wechselwirkungen, Langzeitfolgen aufgrund von Untersuchungen, Eingriffen, Operationen, Medikamenten, Entzündungen und „Durchdringungen von außen“ (BDK/ISK/DK) hab ich Angst. Zum Teil vielleicht unbegründet, zum Teil schon auf eigenen Erfahrungen, obwohl die lange nicht so tief reichen wie hier die berichteten.
Ich hab mich oft auf verschiedene Drangblocker/Blasenmuskelberuhiger-Medis eingelassen, ohne wirklich zu wissen oder wahrzunehmen, dass sie sich negativ auf hohen Augeninnendruck niederschlagen. Und dass, obwohl sie nur schwach-mäßige Hilfe beim Inkothema gaben. Für mich bedeutete dies: „Schneller in die Glaukome, in den grünen Starr, zu Augenoperationen, Augentropfen“ und Nebenwirkungen selbiger. Wobei Sehnervprobleme auch noch gemeinsame Ursachen haben können, was sich erst auf längerer Sicht zeigen wird.
Jedenfalls ist für mich jegliche Einschränkung, jeglicher Nachlass des Sehapparates schlimmer, als die Inkothematik an sich. Wenn ich für Zeit zurückdrehen könnte, hätte ich die klassischen Blocker-Medis nie genommen.
Und egal wo am Körper: Weitere OPs nötig zu machen ist nicht mein Ding und gilt es in meiner Welt zu vermeiden, wenn auch leider nicht immer möglich.
Augen-OP: „Die wird in ihrem Leben noch ein paar mal wiederholt werden.“
Andere Eingriffe: Ich frage mich halt immer, was der Preis dafür ist / sein wird und ob es rückwirkend betrachtet dann irgendwie nicht besser gewesen wäre, bei Behelf A zu bleiben. Aus meiner Sicht, meiner Erfahrung.
Ohne Frage, ist vielleicht Medi B und Eingriff C für Patientin Y die bessere Wahl.
Meine Medis: Betmiga im Versuch. Kaum Nebenwirkungen, auch mit Augenthematik nehmbar. Ändert die Inko-Lage bisher leicht. Nur leicht. Zu leicht? Botox könnte besser sein, punktgenau zielgerichtet platziert werden, erfordere bei mir aber auch weitere Maßnahmen, Schritte, wiederholte Nachbehandlungen etc.
Tamsulosin löst Verkrampfungen, entspannt Prostata, erleichtert oder ermöglicht erst / eher bauchpressen- initiierte oder unterstütze Blasenentleerungen bzw. verringert Restharn.
Hilft ebenfalls ganz leicht.
Duokopt oder Fotil-Sine: Für Augen. Nötig um ein Risiko für Glaukomanfälle/erblinden zu reduzieren. Nebenwirkungen sind Beeinträchtigungen beim Sehen. Trockene Augen. Gewichtszunahme usw.

Wohl dem, der Risikoarm ohne etwas klar kommt, „was in der Körper rein geht“, egal ob durch Tränenkanal, Oral, Anal, Harnröhre, Bauchdecke or whatever.
Etwas äußerlich angewendetes wird dadurch nicht zwangsläufig besser oder gänzlich unbedenklich, aber für mich zunächst zum Mittel erster Wahl.

Wenn dann aber mal alles so richtig durcheinander und kaputt ist, Eingriffe schon in Gange und Notwendig sind, dann kann man nur Daumen drücken, dass es das Schicksal, Gott, Allah, Buddha oder an wen man sonst glaubt, es gut mit einem meint oder wenigstens die Ärzte die richtigen Entscheidungen treffen lässt, behutsam und einfühlsam vorzugehen und nicht mit dem Bulldozer durchzumarschieren und dabei körperliche sowie geistige Traumata auszulösen.

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