Neueste Forenbeiträge

Mehr »

Du kannst alle Bereiche des Forums kostenfrei, vertraulich und unverbindlich lesen. Wenn Du eine Frage stellen möchtest oder auf einen Beitrag antworten willst, ist es erforderlich das Du dich zuvor registrierst. Wir sind Gemeinschaft! Anmeldung / Registrierung

Registrieren

Thomas Vorstellung

06 Feb 2020 20:40 #1 von Thomas68
Hallo liebes Forum,
Ich möchte mich und mein derzeitiges und hoffentlich nur zeitweiliges Problem hier darstellen.
Ich bin 52 Jahre alt, männlich, im großen Ganzen körperlich gesund (Rheuma ist gut behandelt). Ich bin Servicetechniker im Außendienst– also den ganzen Tag im Auto unterwegs.
Nun zum Problem: Seit ca. 1 Jahr leide ich unter ständigem Harndrang und seit ca. 0,5 Jahren wird’s richtig zum Problem da ich es einfach nicht mehr halten kann. Eine Toilette ist nicht immer sofort vorhanden....man wird leider Erfinderisch. Das Ganze belastet mich sehr stark. Ich schränke das Trinken während der Arbeitszeit auf das absolut nötigste ein ohne großen Erfolg.
Vor 2 Monaten war im deswegen beim Urologen, die üblichen Untersuchungen, Diagnose vergrößerte Prostata. Ich habe aber das Problem mit dem ständigen Harnverlust nicht explizit angesprochen sondern nur den Drang. Der Arzt hat mir Tamsolosin verschrieben welches ich regelmäßig einnehme. Leider merke ich keine Besserung (Drang–Alarm–......) Ich versuche mir mit „doppelter Unterhose“ das irgendwie erträglich zu machen. Meiner Frau versuche ich schonends einzuweihen. (auch ein Riesenproblem) Der nächste Termin beim Urologen ist gemacht und ich werde diesmal alle Scham zur Seite legen. Ich habe keine Ahnung ob mein Beitrag hier in das Forum passt, da hier ja wesentlich schlimmere Probleme besprochen werde. (mir reicht es trotzdem).
Vielleicht kann jemand mir Tips geben – alleine das drüber sprechen kann schon helfen– ist einfach zu tabubehaftet.

Grüße Thomas

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

07 Feb 2020 07:55 #2 von Ayk
Hallo Thomas68
Vorab, du bist hier genau richtig!!
Auch ich bin mit dem Problem Inkontinenz erst seit einigen Monaten konfrontiert und habe eben hier in diesem Portal die größte Hilfe zu meinen Problemen gefunden, die einem Betroffenen wohl geboten werden kann!!
Ganz wichtig für dich und den zukünftigen Umgang mit dieser " Behinderung "
Inkontinenz ist eines der größten Tabuthemen unter deutschen Dächern, und kaum einer der ca. 8Mio. Betroffenen, geht offen damit um. Als erstes musst du schnellstmöglich mit deinem Urologen alle Probleme korrekt besprechen, oftmals gehört auch Impotenz zu den geheimen Folgen der Inkontinenz, aber alles das gehört beim Urologen auf den Tisch!!!! Dabei zählt jeder Tag und du hast schon viel Zeit verstreichen lassen.
Ganz wichtig ist auch die vollständige Einbeziehung deines privaten Umfeldes, wenn du offen damit umgehst, wirst du erstaunt sein, wie positiv deine Partnerin, Familie, Freunde etc. damit umgehen und vielleicht "outet" sich sogar jemand dazu.
Aufsaugende Inkontinenzhilfsmittel gibt es in vielen Ausführungen, hierbei musst du selber für dich testen, was für dich persöhnlich das Beste ist und ab mittlerer Inkontinenz steht dir auch die Versorgung über die KK zu. Willst du hier aber erreichen, ein qualitativ für dich entsprechendes Produkt zu finden, solltest du von Beginn an, deinen Anspruch auch mit Nachdruck gegenüber deiner Kasse und dem Versorger geltend machen.
Entsprechende Untersützung findest du ebenfalls hier im Forum.
Also trau dich !!
Übrigens: Ich bin auch Servicetechniker im Außendienst bzw. war es, da ich aus verschiedenen Gründen schon eine Weile Krank bin und dies wohl auch bis zum Erreichen der Rente bleiben werde.
Gruß Ayk

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

08 Feb 2020 15:22 #3 von Thomas68
Vielen Dank für die schnelle Reaktion auf meinen Beitrag.
Es ist erstaunlich das die hier diskutierten Probleme, welche ja so weit verbreitet sein sollen, so wenig öffentlich zum Thema gemacht werden.
Umso erfreulicher ist es das es dieses Forum gibt!
Kurz nochmal zu mir, mein nächster Termin beim Urologen ist leider erst in einem Monat. Dann werde ich auch dank dieses Forums gut vorbereitet und ohne Scham hingehen und alles darlegen wie es ist. Es muss ja eine Ursache haben. Kann eine vergrößerte Prostata alleine Schuld sein...usw. Jedenfalls war ich beim örtlichen Sanitätshaus und habe der Verkäuferin mein Problem geschildert, so das ich jetzt mal das mit den Einlagen testen werde. (wenn ich unterwegs bin ist es sonst unerträglich). In diesem Moment war es mir einfach egal. Hoffentlich reichen diese. (SENI)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

09 Feb 2020 08:13 - 09 Feb 2020 08:20 #4 von Ayk
Hallo Thomas
Gratuliere!!! Den Anfang zum Tabubruch hast du im Sanitätshaus erst mal gemacht.
Die Beraterin hat dich sicher auch auf die Kennzeichnung der Produkte aufmerksam gemacht, welche die Flüssigkeitsaufnahme betreffen, was hier für dich persönlich am Besten ist musst jeder für sich selber herausfinden.
Ein weiterer Schritt das Tabu zu brechen, wäre der Einkauf aufsaugender Mittel im Supermarkt, hier kannst du unter verschiedenen Produkten ( das Spektrum ist oftmals breiter als im Sanitätshaus) wählen und ausprobieren. Und wenn das Produkt im Korb liegt, weiß ja noch keiner ob es für dich oder für deine Großeltern gedacht ist. Früher oder später bist du dann selbstsicher genug um dort zu kaufen, falls deine Versorgung dann nicht doch von der KK übernommen wird.
Gerade lese ich noch in deinem Beitrag, du schränkst das Trinken ein, Etwas schlimmeres kann man eigentlich nicht tun!! Der Mensch braucht je nach Größe zwischen 1,5 und 2,5 Liter Flüssigkeit zusätzlich zu den in Nahrungsmitteln enthaltenen Flüssigkeiten um seinen Elektrolyhthaushalt aufrecht zu erhalten. Mit weniger Flüssigkeit kannst du dir nur schaden, aber nicht den Urinmenge kontrollieren.
Du schreibst, dein nächster Termin beim Urologen ist erst in einem Monat! natürlich steht es dir frei, so lange zu warten, aber jeder Urologe sollte auch dringende Fälle annehmen, was natürlich für dich Wartezeit bedeutet. Ein weiterer Weg wäre eine A-Überweisung von deinem Hausarzt, diese sind aber in den Facharztpraxen sehr unbeliebt, weil der Herr Doktor quasi gezwungen wird, dich am Tag deines Erscheinens tatsächlich aufzunehmen.
Aber auch, wenn du deine Inkontinenz schon eine Zeit vor die her schiebst, solltest du nicht warten, gerade jetzt bist du scheinbar bereit dich einem Arzt zu öffnen, was in Wochen wieder ganz anders aussehen kann. Es ist so wie Zahnschmerzen, die im Wartezimmer dann plötzlich weg sind.
Also bleib dran! Unternimm was!
Gruß
Ayk

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Ladezeit der Seite: 0.145 Sekunden

Besucher: Sie sind nicht allein!

Heute 486

Gestern 3023

Insgesamt 7565260

Aktuell sind 219 Gäste und keine Mitglieder online

Der Verein

Die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. ist ein gemeinsames Anliegen vieler Menschen. Der Verein versteht sich als ein offenes Angebot. Unsere Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich. Den Verein bewegt, was auch seine Mitglieder antreibt: Wir möchten aktiv zur Verbesserung der krankheitsbedingten Lebensumstände beitragen.

 

Impressum        Kontakt       Datenschutzerklärung

Spendenkonto:
Volksbank Mittelhessen eG
Inkontinenz Selbsthilfe e.V.
IBAN: DE30 5139 0000 0046 2244 00
BIC: VBMHDE5FXXX

Alle Bereich sind kostenfrei, vertraulich und unverbindlich. Wenn Sie eine Frage im Forum stellen möchten oder auf einen Beitrag antworten wollen, ist es erforderlich sich sich zuvor zu registrieren.

Stuhlinkontinenz