file Frage Urlaubszeit: Habt ihr schon Pläne – und gibt es Herausforderungen?

  • martinK
  • martinKs Avatar
  • Vereinsmitglied
  • Vereinsmitglied
    Registered
Mehr
4 Tage 22 Stunden her #53565 von martinK
Hallo zusammen

Matti, Michael, vielen Dank für Eure Tipps. 

Mit dem Motorboot auf der Mosel, das tönt sehr spannend. Wie geschrieben, haben wir noch keine Pläne, aber eine Schifffahrt ist durchaus eine Option. Dass die Hänge dort sehr steil sind, kann ich mir vorstellen. Wir sind sehr erfahren in dieser Beziehung und werden natürlich vorsichtig sein und uns nicht abseits von offiziellen Wegen bewegen.

Den Kaiserstuhl kenne ich aus meiner Doktorandenzeit. Ich hatte damals einen Kollegen, der aus der Region kam und uns regelmässig mit leckeren Wein versorgte und uns auch an Wochenenden zu sich nach Hause Einlud (die Schwarzwäldertorte seiner Grossmutter war bombastisch). Und in Colmar bzw. im Elsass waren wir schon einige Mal. Der Blauburgunder aus der Region Baden ist ausgezeichnet, klimatisch ist die Region ja vergleichbar mit dem Burgund und die besten Weine können auch mit einem sehr guten Pinot Noir aus dem Burgund mithalten.

Herzliche Grüsse
Martin
 

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • nikolaus
  • nikolauss Avatar
  • Elite Member
  • Elite Member
    Registered
  • Vereinsmitglied
Mehr
4 Tage 16 Stunden her #53566 von nikolaus
Hallo an Euch alle. 
Ihr habt von schönen Urlauben berichtet und auch etwas von euren Vorstellungen preisgegeben. Nun möchte ich mich da auch einklinken. Wie Ihr ja meinem Alter entnehmen könnt habe ich sehr vieles schon erlebt. Von den Urlaubsorten, ob an Nordsee
(Tönning, St. Peter Ording) Mosellandschaften und vor allem Kreuzfahrten (mittlerweile schon mehr als 40) kann ich nur gutes berichten. Wir sind allerdings bisher nur mit Aida unterwegs gewesen und waren vom Hohen Norden,( Spitzbergen) bis weit in den Süden (Kap Hoorn) schon unterwegs. Also fragt gerne auch mich direkt an, wenn Ihr näheres wissen wollt (nikki1954@web.de)
Die Landschaften in Deutschland haben natürlich ihren eigenen Reiz und speziell in meiner Gegend kann ich die Pfalz ( Pfälzer Wald, Deutsche Weinstraße) empfehlen mit den vielen kleinen Weinfesten in den Winzerdörfern.  Eine Fahrt entlang der Mosel bietet mit vielen malerischen Orten sehr schöne Erlebnisse. Baden Württemberg mit Schwarzwald oder auch dem Odenwald, Freiburg und Heidelberg einfach schön. Genießt es solange Ihr körperlich einigermaßen dazu in der Lage seid und schiebt es nicht auf die "lange Bank". 
Wir haben für dieses Jahr mehr Städtetouren geplant und wollen auf jeden Fall mal wieder nach München und Freiburg.
Vielleicht findet sich so zwischendurch auch eine nette Kreuzfahrt wie im letzten Jahr " Weihnachtsmärkte im Norden" 
Viele Grüße und wunderschöne Urlaubstage wünsche ich
Nikolaus

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Shaun
  • Shauns Avatar
  • Beständiges Forenmitglied
  • Beständiges Forenmitglied
    Registered
Mehr
2 Tage 12 Stunden her #53569 von Shaun
Hallo in die Runde, Hallo Matti,

vielen Dank für die Gedanken und Anregungen zu diesem Thema.
Zu den von Euch eher positiv geschriebenen Berichten zum Thema Urlaub schreibe ich etwas weniger über Urlaubsfreude, eher über Herausforderungen, die das Reisen für mich bedeutet.
Mir geht es körperlich nicht halb so schlecht wie sicher vielen von Euch, aber ich reiste eigentlich immer gerne mit der Bahn.
Nun habe ich das Problem, dass ich häufig schnell eine Toilette brauche, und ich begegne Bahnhöfen ohne Toiletten, Züge, in denen Toiletten kaputt sind etc. Man kann auf de Bahnseite ja vieles nachschlagen, ob es Automaten gibt usw., aber verlässlich eine Toilette zu finden, die auch benutzbar ist, finde ich äußerst problematisch. Auch auf google maps kann man ja Toiletten finden.
Dies verleidet mir das Reisen, und da ich eigentlich austherapiert bin, ist auch keine große Besserung zu erwarten... Individuell zu reisen, in Ruhezu zu starten, geht, auch mit dem Auto empfinde ich es weniger stressig, trotz der Staus. Aber z.B. auch zu einer Fortbildung zu fahren, ist schon schwierig für mich, das versuche ich immer noch alles online.
Gibt es vielleicht Tips von Euch, wie ihr auf Reisen damit umgeht.

Viele Grüße
shaun

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • MichaelDah
  • MichaelDahs Avatar
  • Moderator
  • Moderator
    Vereinsmitglied
Mehr
1 Tag 14 Stunden her #53572 von MichaelDah
Hallo Shaun,

tja - also die Bahn… In Deutschland versuche ich sie zu vermeiden… Wir waren letzten Jahr in Italien und sind da lokal oft mit Bahn und Bus unterwegs gewesen - das ging im vergleich zu Deutschland erstaunlich gut. Die Italiener und auch die Schweizer bekommen das wenigstens was Pünktlichkeit und Ausfälle angeht gefühlt besser hin als wir. Auch was die deutsche Toilettensituation angeht würde ich mit Bezug auf die Bahn sagen: meistens gruselig - auch mit Euroschlüssel. Autobahn Raststätten sind da oft besser…

Das schränkt den Reisespaß tatsächlich etwas ein. Ich kann nicht mehr lange Strecken mit dem Auto fahren weil ich da auch mit längeren Pausen Rückenschmerzen bekomme die dann meist noch länger anhalten. Bahn währe eigentlich prima - weil man da mal aufstehen und ein paar Schritte laufen kann - aber aus den von dir genannten Gründen ist das tatsächlich schwierig. Wir machen das inzwischen meistens so, dass wir Fliegen (auch innerhalb von Deutschland Strecken wie - Berlin <->Frankfurt oder Berlin <-> München, will ich inzwischen weder mit dem Auto noch mit der Bahn mehr fahren…)  Im Zweifelsfall mietet man dann ein Auto vor Ort. Das ist auch wegen dem Gepäck deutlich entspannter - denn das Ein- und Aussteigen mit viel Gepäck ist bei der Bahn halt auch nicht unbedingt einfach. Blöder weise wird das Reisen dadurch übel teuer. Das ist dann vermutlich auch einer der Gründe warum wir selten (von Wochenden mal abgesehen) in Deutschland Urlaub machen. Der Flug nach München ist halt oft ungefähr genauso so teuer wie der nach Wien, Mailand, Paris oder wohin auch immer.   

Was die Toiletten Situation angeht schaue ich tatsächlich auch oft vorher nach, wenn ich den Ort nicht kenne. Die Erfahrungen sind da unterschiedlich. In Berlin geht das recht unkompliziert per App (berliner Toilette) in andern Städten würde ich sagen: Kommt drauf an. Einige sind da rech vorbildlich und andere naja… Ich hab mittlerer weile vier „Toiletten“ Apps auf dem Handy und keine von denen funktioniert überall gleich gut - ich rede hier nur von Deutschland. Eigentlich traurig - selbst der „Lokus“ - das ultimative Standardwerk vom CBF ist halt nicht wirklich aktuell - und vor allem nicht interaktiv. Die Toilette ist vielleicht schon noch da aber wegen Sanierung oder was auch immer geschlossen... Mehr Glück hat man oft mit den Web Seiten der Städte. 

Verdriesen lasse ich mir das Reisen deshalb aber trotzdem nicht. Vieles lässt sich irgendwie arrangieren. Manchmal ist es halt etwas aufwändiger und ggf. auch teurer aber dafür in der Umsetzung auch oft deutlich entspannter.

viele Grüße
Michael 

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Dasch
  • Daschs Avatar
  • Vereinsmitglied
  • Vereinsmitglied
    Registered
Mehr
1 Tag 4 Stunden her #53573 von Dasch
Hallo zusammen,

Ich sitze gerade im Zug zur Vereinswoche nach Rheinsberg. Das ist von mir aus eine sehr weite Fahrt von ca. 8 1/2 Stunden (komme ganz aus dem Süden). 
Eigentlich habe ich alles gut durchgeplant, habe rechtzeitig die Zugfahrt rechtzeitig gebucht und dass mein Koffer nicht zu schwer wird habe ich meine Hilfsmittel in einer online Apotheke bestellt und direkt an das Hotel schicken lassen.
Jetzt kommt es für mich trotz der Planung zu großen Herausforderungen, meine Zugverbindung wurde gestrichen, heute Morgen habe ich dann erfahren, dass auch meine Alternativverbindung ausfällt und ich nochmals schnell umplanen musste. 
Die Apotheke hat mir eine Mail geschickt, das es im Moment zu Verzögerungen bei der Bearbeitung kommt (habe am 5.4 bestellt) und das Paket noch nicht versendet wurde. Ich jetzt Hilfsmittel für ca. 3 Tage eingepackt und hoffe, dass mein Paket dann ankommt. 

Für den Sommerurlaub habe wir eine Ferienwohnung in Spanien geplant. Etwas Sorge habe ich vor dem Check in am Flughafen, ob alles mit meinen Kathetern funktioniert und ob meine Hilfsmittel bei der Kontrolle auffallen.

Das Packen vor dem Urlaub stresst mich immer sehr, das war aber auch schon vor meiner Inkontinenz sehr schwierig für mich. Auch die Situation, wie es mit der Müllentsorgung (Hilfsmittel) in Hotels oder Ferienwohnung funktioniert, ob jemand etwas merkt... ist für mich  cih eine Herausforderung. 
Trotzdem Reise ich sehr gerne und freue mich sehr auf die Urlaube und der Auszeit vom Alltag. 

Barrierefreie Hotels kenne ich bisher nicht, ich bin im der Mobilität nicht eingeschränkt. 

Herzliche Grüße 
Daniela

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Helmut 60
  • Helmut 60s Avatar
  • Vereinsmitglied
  • Vereinsmitglied
    Registered
Mehr
20 Stunden 7 Minuten her #53575 von Helmut 60
Hallo Schaun (und natürlich ein Hallo in die ganze Runde!),

du fragst, wie man auf Reisen (und eigentlich immer) mit dem Stress, immer und nahezu überall eine funktionsfähige Toilette zu finden, umgehen kann. Nur zur Info: ich bin 65 Jahre alt, seit gut einem Jahr im passiven Teil meiner Altersteilzeit und seit knapp 4 Jahren harninkontinent, ansonsten voll aktiv und ohne weiter Einschränkungen.

Diesen Stress hatte ich mir selber, kurz nachdem bei mir (ausgerechnet im Urlaub...) zu der Tröpfelinkontinenz auch noch eine Dranginkontinenz hinzukam, nur eine Woche gemacht. Ich musste - wegen der Tropfelinkontinenz - zumindest eine dünne Pant tragen, die glücklicherweise beim plötzlichen Auftreten des Drangs zumindest etwas auf dem Sprint zu einer Toilette auffangen konnte. nach ein, zwei Tagen (während die Drangereignisse häufiger und heftiger wurden) musste ich dann schon zu saugfähigeren Pants greifen, nachdem ich - auch nachts - ein paar Mal auch den Sprint verloren hatte, wechselte ich zu besseren Produkten. Später, als wir wieder zu Hause waren, ärztliche Untersuchungen durch waren und soweit feststand, dass dies wohl ein längerfristiges Problem bei mir sein würde und ich maximal einer Verminderung (mit Nebenwirkungen), aber keine Heilung der Inkontinenz zu erwarten hätte,  sah ich mich vor der Wahl, entweder mein Leben um meine Inko herum zu arrangieren (heisst: möglich wenig außer Haus gehen, immer in Nähe des WC bleiben, wenn Termine außerhalb, immer vorab über Toiletten informieren, immer wieder jede Möglichkeit zum Erleichtern nutzen, usw.) oder aber alternativ angemessene Hilfsmittel zu verwenden und damit mein bisheriges, gewohntes aktives Leben weiterführen zu können.

Ich habe mich für letzteres entschieden und lebe mit dieser Entscheidung nun seit fast 4 Jahren glücklich und zufrieden. Ich mache mir keinerlei Stress, wo und wann irgendwo eine Toilette sein könnte, sondern lebe mein Leben und mache mit meiner Frau gemeinsam all die Dinge, die uns beiden Spaß machen und uns Lebensfreude geben. Wir unternehmen stundenlange Wanderungen, Fahrradtouren bis über 100 km, reisen immer wieder mit unserem Camper kreuz und quer durch Europa, besichtigen Städte, Museen, Konzerte etc.. Wenn zufälligerweise eine Toilette verfügbar ist, wenn mich ein Drang überfällt, nutze ich sie, wenn nicht - dafür trage ich meine Windeln und habe auch keine Scheu, diese auch zu benutzen; niemand anderes (außer meiner Frau natürlich) sieht meine etwas andere Unterwäsche, niemand anderes bekommt etwas davon mit. Ich selber habe mich in gewisser Weise daran gewöhnt und empfinde auch nichts negatives oder schlimmes damit; mit meiner Inkontinenz sind keinerlei Schmerzen verbunden (solange ich nicht versuche, einen Drang stark einzuhalten und daraufhin die Blase krampft), auch meine Haut zeigt keinerlei Reaktion, solange ich eine ganz normale Hygiene betreibe. Auch wenn wir hin und wieder auf Fernreise in Hotels unterwegs sind, habe ich bezüglich der Entsorgung meiner Hilfsmittel noch nie irgendetwas Negatives erfahren. Natürlich gebe ich meine benutzten Windeln jeweils in einen dann zugeknoteten kleinen Kosmetik-Abfallbeutel, bevor ich sie regulär im Bad-Mülleimer entsorge und selbstverständlich trage ich Nachts solche Windeln, bei denen ich absolut sicher sein kann, dass das Bett zuverlässig trocken bleibt! Ansonsten, falls jemals mal irgendwer fragen sollte - ich stehe zu meiner Inkontinenz (natürlich ohne sie in irgendeiner Form zu propagieren). Ich bin bei unserer letzen Flugreise am Flughafen bei der Sicherheitskontrolle nach dem Abtasten gefragt worden, was ich noch in meinen Hosentaschen hätte und antwortete wahrheitsgemäß "Nichts - aber ich bin inkontinent und trage eine Windel, vielleicht haben sie dies gespürt"; darauf kam nur ein "OK, vielen Dank und guten Flug!" Ist alles halb so wild und nichts, wofür man sich schämen müsste.

Lasst euch also bezüglich der Inkontinenz nicht vom Reisen und anderen schönen Dingen abhalten!

Liebe Grüße
Helmut

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • martinK
  • martinKs Avatar
  • Vereinsmitglied
  • Vereinsmitglied
    Registered
Mehr
3 Stunden 46 Minuten her #53578 von martinK
Hallo Shaun

Es tut mir leid zu lesen, dass Du immer noch unter der Reizblase leidest, zumal ich basierend auf Deinen Beiträgen den Eindruck hatte, dass die sakrale Neurostimulation bei Dir eine grosse Verbesserung gebracht hat. Wurde das Beruhigen der Blase mit Botox in Erwägung gezogen?

Die gesperrten Toiletten in den Zügen sind Ärgernis. Wie Helmut schrieb, könnte die Wahl der richtigen Inkontinenzhilfsmittel eine Option sein, um den Druck auf das rechtzeitige Erreichen einer sauberen und funktionierenden Toilette zu vermindern. Ich katheterisiere ich auch manchmal, wenn ich eine Zeit ohne Hilfsmittel unterwegs sein möchte, erfahrungsgemäss habe ich nach entleerter Blase ca 1 Stunde Ruhe.

Bevor ich inkontinent wurde und das Gefühl für Drang verlor, hatte ich jahrelang eine überaktive Blase ohne Harnverlust. Das war beim Reisen sehr mühsam, weil man fast ständig das Gefühl hat, entleeren zu müssen.  Oft konnte ich trotz Drang auch gar nicht entleeren, wenn ich dann endlich eine Toilette fand. Insofern weiss ich nicht, ob das Tragen eines (saugfähigeren) Hilfsmittels oder das ISK Dir so viel bringen würde.

Herzliche Grüsse 
Martin 

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • martinK
  • martinKs Avatar
  • Vereinsmitglied
  • Vereinsmitglied
    Registered
Mehr
3 Stunden 42 Minuten her #53579 von martinK
Hallo Daniela

Mach Dir wegen der Kontrolle am Flughafen keine Gedanken. Ich bin schon x-Mal kontrolliert worden, und auch wenn die Beamten merken sollten, dass ein Hilfsmittel trägst, werden sie nicht darauf reagieren, sondern ihre Arbeit mit der nötigen Diskretion erledigen.

Schöne Ferien und herzliche Grüsse 
Martin 

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Moderatoren: MichaelDah
Ladezeit der Seite: 0.586 Sekunden

Sie sind nicht allein! Besucher: Heute 2.093 | Gestern 5.565 | Monat 58.321 | Insgesamt 12.006.222