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Gemeinsam gegen Inkontinenz

26 Jan 2007 08:38 #1 von Redakteur
Hallo, in die Runde.
Nachstehende Meldung hatte ich die Tage auf dem Tisch (und schreibe eben an einer Fortsetzung). Ich denke, dass die Zusammenarbeit von Gynäkologie und Urologie ein guter Weg ist. Herzlich aus Pirmases
bico.

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Städtisches Krankenhaus Pirmasens setzt auf Zusammenarbeit mit niedergelassenen Fachärzten in der Region

„Die übergreifende Zusammenarbeit von Medizinern aus unterschiedlichen Fachbereichen ist ein Kennzeichen für die Qualität eines Krankenhauses“, sagt Martin Forster. Der Geschäftsführer des Städtischen Krankenhauses Pirmasens erklärt, dass vor allem die Patienten davon profitieren, wenn die Ergebnisse von Untersuchungen und Behandlungen durch Fachärzte unterschiedlicher medizinischer Disziplinen diskutiert und verglichen werden. Dies gilt auch auf dem Gebiet der so genannten Volkskrankheiten, von Erkrankungen, die weite Teile der Bevölkerung treffen und die immer weiter um sich greifen. Eine Diagnose, die von Männern und Frauen ab etwa 30 Jahren besonders gefürchtet wird, ist die Inkontinenz.

Das unkontrollierte Verlieren von Harn ist für viele Menschen ein Tabuthema. Weil aber verschämtes Schweigen die Folgen der Krankheit nur noch schlimmer macht, hat das Städtische Krankenhaus das Modell der interdisziplinären Zusammenarbeit um einen wesentlichen Baustein erweitert: Die gemeinsame, fachübergreifende Information von Patienten durch niedergelassene Fachärzte und Mediziner des Krankenhauses.

Für eine solchen Zusammenarbeit bietet sich die volkstümlich als „Blasenschwäche“ umschriebene Inkontinenz an: Von dem Krankheitsbild sind sowohl Männer als auch Frauen betroffen – allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Denn während Männer ihre entsprechenden Probleme normalerweise einem Facharzt anvertrauen, der sich auf die Behandlung der Harn ableitenden Organe sowie der Prostata spezialisiert hat (Urologe), wenden sich Frauen, denen die Inkontinenz-Diagnose durch die natürliche Möglichkeit zu gebären, buchstäblich in die Wiege gelegt wurde, üblicherweise an einen Facharzt für Gynäkologie (Frauenheilkunde).

„In beiden Disziplinen gibt es in der Südwestpfalz herausragende Spezialisten“, sagt Martin Forster. Das Städtische Krankenhaus in Pirmasens hat sich dabei zu einem Schwerpunkt entwickelt, dessen medizin-technische Möglichkeiten für Diagnose und Therapie sowohl niedergelassene Frauenärzte als auch Urologen aus der Region nutzen. Mit einer gemeinsamen Informationskampagne des Pirmasenser Facharztes für Urologie, Dr. Horst Brenneis, und der Leitenden Oberärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Dipl. med. Marion Baudis, trägt das Städtische Krankenhaus diesem Umstand Rechnung. Dr. Brenneis: „Urologen behandeln die Ursachen einer Inkontinenz bei Männern meist konservativ mit Arzneimitteln. Bei vielen Frauen wird das Krankheitsbild durch die Erweiterung des Beckenbodens nach einer Schwangerschaft ausgelöst. Wenn die Behandlung mit einem modernen Medikament nicht anschlägt, hilft oft ein operativer Eingriff.“

Weil aber die Ursachen und Wechselwirkungen, die zu einem unkontrollierten Harnverlust führen, vielfältig sind, ist eine umfassende Diagnose der beste Weg zu einer sinnvollen Therapie. Das bestätigt die Leitende Oberärztin der Pirmasenser Frauenklinik: „Viele Patientinnen glauben, dass die so genannte Bändchen-Technik, das operative Einlegen eines Kunststoffnetzes in den Beckenboden, ein Allheilmittel für Inkontinenz bietet. Ob ein solcher Eingriff sinnvoll ist, entscheidet sich aber erst nach einer genauen Diagnose durch den Facharzt.“ Am Städtischen Krankenhaus Pirmasens wird hierzu unter anderem die computergestützte Messung des Harnflusses von der Blase bis zur Harnröhre eingesetzt.

„Die Urodynamik liefert Gynäkologen und Urologen gleichermaßen wichtige Hinweise auf mögliche Krankheitsursachen“, sagt Dr. Brenneis. Neben den Vorteilen, die die Medizintechnik des Städtischen Krankenhauses für niedergelassene Fachärzte bietet, ergeben sich auch aus dem Austausch mit den Spezialisten der Klinik für Frauenheilkunde interessante Ansätze für den Praxisalltag. „Etwa ein Drittel unserer Patienten sind Frauen“, rechnet Dr. Brenneis. Und auch Marion Baudis freut sich über das Zusammenrücken der Fachrichtungen: „Im Zentrum unserer Arbeit steht das Wohl der Patienten. Offene Türen und ein vertrauensvolles Miteinander von Niedergelassenen und Klinikärzten bieten einen richtigen Weg für die bestmögliche Versorgung aller Menschen in der Region.“

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26 Jan 2007 11:37 #2 von eckhard11
Hallo und guten Tag, bico,

vielen Dank für den Artikel....

Du schreibst, Du würdest eine Fortsetzung schreiben.
Dann bist Du hier in unserem Forum bzw. auf unserer URL genau richtig, denn dort kannst Du Dir jede Menge Wissen aneignen,
welches weder der Urologe noch der Gynäkologe hat, hi, hi......

Wie wäre es, wenn Du einmal einige unserer Flyer in besagtem Krankenhaus auslegen würdest ?

Ich bin gern bereit, Dir diese Flyer zukommen zu lassen, wenn ich denn Deine Anschrift hätte.

Überlege es Dir bitte einmal, denn so kannst Du auch noch auf eine andere Weise direkten Einfluss auf die Hilfe bei Inkontinenz nehmen.

Und wenn wir in Deinem Artikel auch noch lobend erwähnt würden, machte dies die Sache umso besser, hi, hi.....


Bis dahin lege ich mich wieder nieder :sleep:
Eckhard

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26 Jan 2007 11:42 #3 von matti
Hallo,

zunächst erst einmal vielen Dank für den interessanten Artikel. Vielleicht ist es Ihnen möglich noch eine Quellenangabe beizufügen.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen, deckt sich mit unserem Wunsch der Vernetzung. Die fachübergreifende Vernetzung ist schon deshalb so wichtig, weil es den idealen Arzt in einer Person nicht gibt. Er müßte nämlich die urogenitale Kompetenz eines Urologen, das allgemeinmedizinische Wissen eines Internisten und die praktisch-endokrinologische Erfahrung eines Gynäkologen haben. "Diese eierlegende Wollmilchsau gibt es nun mal nicht".

Auf eines möchte ich allerdings hinweisen: Im Gegensatz zum Frauenarzt (Gynäkologen) ist der Urologe kein "Männerarzt". Sein Fachgebiet sind die inneren Organe wie Blase, Niere und die ableitenden Harnorgane.

Deshalb ist der Urologe, aus meiner Sicht, der Ansprechpartner Nummer 1 bei der Diagnostik und Therapie einer Inkontinenz. Dies schließt eine dringend benötigte interdisziplinären Zusammenarbeit ja nicht aus, weil die Ursachen wie z.B. beim Diabetes vorkommend, sowohl internistische wie auch neurologische Gründe haben können.

Gruß

Matti

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26 Jan 2007 16:31 #4 von Jens Schriever
Hallo Redakteur

Ein sehr interessanter Artikel. Bin schon auf die Fortsetzung gespannt.

Gruß Jens

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