Neueste Forenbeiträge

Mehr »

Du kannst alle Bereiche des Forums kostenfrei, vertraulich und unverbindlich lesen. Wenn Du eine Frage stellen möchtest oder auf einen Beitrag antworten willst, ist es erforderlich das Du dich zuvor registrierst. Wir sind Gemeinschaft! Anmeldung / Registrierung

Registrieren

Blasenschwäche wird aus Scham verschwiegen

15 Apr 2006 02:22 #1 von matti
Blasenschwäche wird aus Scham verschwiegen

Blasenschwäche ist ein Tabuthema. Auch deshalb gibt es keine genauen Angaben darüber, wie viele Menschen in Deutschland an HarnINKONTINENZ leiden. Schätzungen zufolge sind es vier bis acht Millionen. Nicht wenige der Betroffenen schämen sich, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Nationale Expertenstandard 'Förderung der Harnkontinenz', erarbeitet unter Beteiligung des Instituts für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke, will bei professionell Pflegenden auch die Sensibilität im Umgang mit den Patienten schärfen.

Der Standard entstand unter Federführung des Deutschen Netzwerks zur Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP). Daniela Hayder vom Wittener Institut für Pflegewissenschaft hat ihn als wissenschaftliche Mitarbeiterin betreut: 'Die Intimsphäre der Betroffenen ist unbedingt zu schützen', betont Daniela Hayder. Nur wenn ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Pflegenden und Patienten bestehe, könnten erfolgreiche Beratungs- und Unterstützungsangebote entwickelt werden. Das beginne schon bei den ersten Gesprächen, um den Grad einer möglichen INKONTINENZ einzuschätzen. 'Häufig ist es kontraproduktiv zu fragen, ob eine INKONTINENZ vorliegt, da Betroffene dieses Wort scheuen', weiß die Pflegewissenschaftlerin. Sinnvoller seien Fragen wie: 'Verlieren Sie Urin, wenn Sie husten, niesen oder lachen?' Zum Schutz der Intimsphäre gehöre auch, dass Angehörige nur mit Einverständnis der Betroffenen über die HarnINKONTINENZ informiert werden dürften.

Eine Blasenschwäche kann in jeder Altersklasse auftreten. In jüngeren Jahren sind vorwiegend Frauen betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko sowohl für Frauen als auch für Männer stark an. Bei Untersuchungen in Einrichtungen der stationären Altenhilfe zeigte sich, dass rund 40 bis 80 Prozent der Bewohner harninkontinent sind. Der Expertenstandard bietet professionell Pflegenden eine kommentierte Zusammenstellung des praxisrelevanten Wissens zur Kontinenzförderung. Zudem werden Rahmenrichtlinien formuliert mit verbindlichem Charakter für die Qualitätssicherung in der stationären und ambulanten Pflege. Finanziell gefördert wurde der Standard vom Bundesgesundheitsministerium. Die wissenschaftliche Leitung der zwölfköpfigen Expertengruppe hatte Prof. Dr. Wilfried Schnepp vom Wittener Institut für Pflegewissenschaft. Die abschließende Fassung ist voraussichtlich ab Mitte Februar über das DNQP ( www.dnqp.de ) zu beziehen.

Weitere Informationen: Daniela Hayder, 02302/926-304,
dhayder@uni-wh.de

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

21 Apr 2006 11:20 #2 von Carmen
Hallihallo Matti und hallihallo an alle
ja leider wird das Thema immer noch "tot"-geschwiegen. Ich finde das so furchtbar. Man könnte einander mit guten Ratschlägen etc zur Seite stehen doch fängt man mit dem Thema an werden manche erst mal ganz still und schauen betreten weg.
Doch in der Gruppe Dillenburg z.B. bin ich ja so frech und fange beim nöächsten Mal wieder von dem Thema an.
Matti ich hoffe du bist dabei? Wenn ja bringst du ein paar gelbe Zettel mit? Danke

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Ladezeit der Seite: 0.193 Sekunden

Besucher: Sie sind nicht allein!

Heute 954

Gestern 2854

Woche 9588

Insgesamt 6618107

Aktuell sind 234 Gäste und keine Mitglieder online

Der Verein

Die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. ist ein gemeinsames Anliegen vieler Menschen. Der Verein versteht sich als ein offenes Angebot. Unsere Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich. Den Verein bewegt, was auch seine Mitglieder antreibt: Wir möchten aktiv zur Verbesserung der krankheitsbedingten Lebensumstände beitragen.

 

Impressum        Kontakt       Datenschutzerklärung

Spendenkonto:
Volksbank Mittelhessen eG
Inkontinenz Selbsthilfe e.V.
IBAN: DE30 5139 0000 0046 2244 00
BIC: VBMHDE5FXXX

Alle Bereich sind kostenfrei, vertraulich und unverbindlich. Wenn Sie eine Frage im Forum stellen möchten oder auf einen Beitrag antworten wollen, ist es erforderlich sich sich zuvor zu registrieren.

Stuhlinkontinenz