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Medizinische Studien - Nicht selten eine Mogelpackung!?

23 Nov 2007 13:52 #11 von *Steffi*
Da wurde ich im Statistischen jahrbuch gucken...

Statistisches Jahrbuch 2007

Problem ist, dass der Auftraggeber das Statistische Bundesamt ist, ob diese Studien nicht oft Wunschdenken sind, weiss ich nicht genau.

Meistens ist man besser beraten, eine Uni-Studie zu finden, die eine respaesentative Umfrage gemacht hat, wieviel sie WIRKLICH haben. Die werden aber (soweit ich weiss) eher auf Blackboard oder Moodle veroeffentlich und da kommt man nur mit Uni-login rein, der von der jeweiligen Hochschule bereitgestellt wird.

Ich kann aber mal meinen Professor fragen, vielleicht weiss der besser bescheid. Ich bewege mehr im fruehen 20. Jahrhundert mit meinen Texten... Sorry

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23 Nov 2007 15:52 #12 von eckhard11
Nun gut,

ob dieses Zitat von Churchill oder von Goebbels stammt oder nur eine “zusammengewürfelte” Aussage ist,
darüber sollten sich andere streiten.....

Tatsache aber ist, dass eine Statistik sehr wohl falsche Eindrücke erwecken kann.
Und dies ganz besonders bei etwas beschränkteren Menschen.

Schon eine einfache Strich-Statistik kann völlig unterschiedliche Eindrücke hervorrufen.

Nehmen wir nur einmal den Umsatz einer Firma von 0% bis 100% in einem Jahr und als Mittelwert 50%.
Bei dieser Firma macht der Umsatz Sprünge von - sagen wir - 5% rauf und runter innerhalb einer Woche.
In der Jahreskurve ist dies kaum zu sehen, ein kleines Zucken auf der Linie.
In einer Monatskurve ist die Umsatzsteigerung schon gewaltig, in der 2-Wochenkurve hat sich der Mann dumm und dämlich verdient, hi, hi.....

Daher werden ja auch “Entwicklungen”, besonders, wenn sie einen positiven Eindruck hinterlassen sollen, gern in einem sehr kurzen Zeitraum angezeigt, ( Kurse von Firmen, Euro-Kurs etc. )
Beim genaueren Hinschauen handelt es sich dann um einen Ausriss von 2,50% innerhalb von 24 Stunden.
Aber so "geschönt" verkauft es sich einfach besser.

Ich habe vor etlichen Jahren einmal eine wirtschaftliche Diskussion verfolgt, in welcher sich die Probanden fast an die Köppe gekriegt haben, weil jeder mit seinem Zahlenwerk beweisen wollte, dass er im Recht sei.
Im Nachhinein stellte sich heraus, dass beide für ihre Argumente die gleiche Statistik zugrunde gelegt hatten.....

Es gibt ja auch das berühmte Beispiel :
Wenn Du Dich mit einem Fuß auf eine 100° C heisse Herdplatte stellst und mit dem anderen Fuss auf Trockeneis, dann hast Du einen statistischen Mittelwert von plus 10° C, hi, hi.....
Ein gutes Beispiel führte auch der Beamte im Gesundheitsministerium im Jahre 1986 an, als er die Belastung eines Radfahrers beurteilen sollte :
Ein Radfahrer könne sich nicht erschöpfen, da das eine Bein ja entlastet würde und sich erholen könne, während das andere Bein die Pedale hinunter drückt.
Statistisch gesehen hatte der Mann völlig recht......


Ich leg mich jetzt - statistisch gesehen heute das dritte Mal - wieder nieder :sleep:
Eckhard

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23 Nov 2007 16:02 #13 von *Steffi*
Im Grunde sind wir uns ja dann einig :oops:

Es gibt tausende Beispiele wo was falsch lief in der Statistik. Von Interviewereffekten, zu Beschoenigungen, zu auslassen von Daten, staendige Neuberechnung der Korrelationskoeffizienten bis man da ist wo man hin will, falsche Ursache-Wirkungszusammenhaenge wenn im Grunde nur eine Korrelation besteht.

Beispiel: Kinder, die Kortsisoncreme im Babyalter benutzen, haben ein erhoehtes Risoko, an Asthma zu erkranken. Ist wahr. Heisst aber nicht, dass Kortison Asthma hervorruft, sondern, dass Kinder, die Kortison im Babyalter benutzen, ein groesseres Risiko fuer Asthma haben. Weil Kortison fuer neurodermitis angewendet wird. Und Kinder mit Neurodermitis haben ein grossen Risiko an Asthma zu erkranken, die beiden haengen zusammen.

Dein Beispiel war lustig. So aehnlich wie: "Im Durchschnitt war der Fluss 10 cm tief, aber die Kuh ist trotzdem ertrunken"


So jedenfalls...

Aber es gibt eben auch gute und serioese Studien, an denen lange gearbeitet wurde um alle Guetekriterien zu erfuellen und wo solche Fehler nicht auftreten.


:D

Wollt's ja nur gesagt haben...

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23 Nov 2007 18:15 #14 von Fernet
... die Relativitätstheorie ...


3 Haare auf'm Kopf sind relativ wenig,

3 Haare inner Suppe sind relativ viel.



Kommt immer drauf an aus welchem Blickwinkel ein Vorgang gesehen wird. Bei 2 Füßen die der Mensch hat und davon nur einen verglüht mit 100° C ist also die Statistik bei 50 % positiver Gesundheit oder wie war das noch ähhhh....

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23 Nov 2007 18:23 #15 von matti
Ilona,

wie kommst du dazu hier öffentlich von meinen drei Haaren zu schreiben. Oder such ich jetzt das Haar in der Suppe?

:wink:

Ach, wat is das Leben doch schön!


Matti

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23 Nov 2007 18:25 #16 von Fernet
der Beitrag is zur Sekunde abgeschickt worden.

Matti biste auch unter die Hell und Weitseher gegangen?

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23 Nov 2007 18:55 #17 von eckhard11
Natürlich hast Du insofern recht, Steffi,

als dass es viele hervorragende Statistiken gibt, die allgesamt für bestimmte Vergleichszwecke herangezogen werden können.

All diese aber haben auch einen großen Nachteil :
Außer der Fachleute interessiert sich kein Mensch dafür......

Diese Statistiken sind weniger für die Öffentlichkeit gedacht, da diese damit nur wenig anfangen kann.
Die für die Bevölkerung bestimmten Statistiken sind durchweg alle, ohne Ausnahme, geschönt.

Übrigens, unter welche Statistik fällt denn z.B. der Boxer Sonny Liston,
( ehemaliger Boxweltmeister aller Klassen, ja, derjenige, gegen den Cassius Clay - heute Muhammed Ali - in 1964 Weltmeister wurde ).
Sonny Liston ist wortwörtlich in der Gosse ertrunken, in 3 cm hohem Abwasser.....
( Obwohl die "offizielle" Version lautet, er sei in seiner Wohnung an Heroin gestorben )

Ein aufregendes Wochenende wünscht
Eckhard
( der sich jetzt gleich einige Bierchen zischen wird )

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