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Operation: transobturatorisches Schlingensystem f. den Mann

29 Jul 2011 23:19 #1 von Waldarbeiter
2004 wurde bei mir eine radikale Prostatektomie (wegen einem Prostatakarzinom) durchgeführt. Bei der Operation lief nicht alles glatt und es gab Komplikationen. Danach Reha, Beckenbodengymnastik, Elektostimulation usw. Dann war ich einigermaßen kontinent. 2006 trat ein Rezidif auf und ich wurde bestrahlt. Seither ist mein PSA im 0,05 Bereich. Aber seither wird meine Kontinenz immer schwächer. Nachts bin ich (noch) kontinent. Mit dem Beckenbodentraining nehme ich es nicht mehr so genau. Könnte dieses etwas bringen?

Mein Urologe schlägt mir eine Operation mit (wie bei Frauen) mit Bändern vor. Nach der Erfahrung bei meiner Prostaektomie bin ich verunsichert.

Wer hat die Operation hinter sich und welche Erfahrung hat er gemacht?

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30 Jul 2011 11:07 #2 von matti
Hallo Waldarbeiter,

du gehst in deinem Bericht nicht näher auf die Komplikationen bei der ersten OP ein. Eine Inkontinenz nach radikaler Prostatektomie ist allerdings der Normalfall!. Leider gibt es Ärzte die darauf nicht ausreichend hinweisen. Letztendlich hat man so oder so aber keine andere Option.
Beckenbodentraining ist das A und O der konservativen Rehabilation. Wenn du mit Beckenbodentraining bereits Erfolge erzielen konntest, könnte (Betonung liegt auf könnte) das nicht mehr konsequente Training des Beckenbodens eine Erklärung für die Verschlechterung deiner Kontinenz sein. Evtl. lässt sich bei dir auch Beckenbodentraining mit einer medikamentösen Therapie kombinieren. Hierauf solltest du deinen behandelnden Arzt einmal ansprechen.

Gruss

Matti

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30 Jul 2011 13:11 #3 von Jens Schriever ✝
Hallo Waldarbeiter

Zum transobturatorisches Schlingensystem für den Mann, kann ich dir nichts sagen, da ich so was nicht habe. Wie du schon schreibst, hast du mit Beckenbodentraining und Elektostimulation schon gute Erfolge gehabt. Bei Belastungsinkontinenz ist Beckenbodentraining das A und O und muss dauerhaft durchgeführt werden. Wie Matti auch schon schrieb, ist eine Kombination mit Medikamente möglich. Bedenke, die Band OP beseitigt auch nur das Symptom Inkontinenz, nicht aber die Ursache. Auch hier ist ein dauerhaftes Beckenbodentraining wichtig, um den OP Erfolg langfristig zu halten.


Gruß Jens

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31 Jul 2011 11:57 #4 von matti
Lieber Jens,

ganz so wie in deiner Aussage habe ich dies nicht geschrieben. Meine Aussage lautete, dass evtl.! eine medikamentöse Therapie, nach ärztlicher Rücksprache! in Betracht gezogen werden könnte. Keinesfalls ist in allen Fällen eine medikamentöse Therapie möglich oder sinnvoll. Ich zähle also Optionen auf, die in einem Arztgespräch besprochen werden können.
Auch ist, aufgrund der Grunderkrankung, eine "Bändchenoperation" in dem Fall von Waldarbeiter, ganz anders zu bewerten, wie beispielsweise eine vergleichbare Operation bei Frauen, die aufgrund von Übergewicht eine Senkungsproblematik haben. Die Ursache bei Waldarbeiter lässt sich ja nicht mehr revidieren. Ausschließlich die Folgen können behandelt werden. Also zwei ganz unterschiedliche Ausgangslagen.

Gruss

Matti

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31 Jul 2011 16:02 #5 von Jens Schriever ✝
Hallo Matti

Natürlich ist die Medikamentöse Therapie nur eine Option, die eventuell in Betracht gezogen werden könnte. Habe das Wort (eventuell) vergessen. Ich habe auch nur dass was du geschrieben hast, mit anderen Worten geschrieben. So wie du es jetzt schreibst, hast du es oben auch nicht geschrieben. Zur Bändchen Operation hast du Recht, man darf die nicht mit den der Frauen vergleichen( verschiedene Ursachen). Trotzdem denke ich, ist das Beckenbodentraining/Gymnastik das A & O bei der Behandlung der Belastungsinkontinenz egal welche Ursache sie hat. Da Waldarbeiter nach eigenen Angaben, das Beckenbodentraining/Gymnastik vernachlässigt hat, könnte dass mit die Ursache sein. Auch könnte das Rezidif mit der Bestrahlung die Ursache sein. Waldarbeiter fragte ob Beckenbodentraining was bringe, und nach Erfahrungen der Band OP. Meine Antwort bezieht sich auf das Beckenbodentraining.


Gruß Jens

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31 Jul 2011 18:48 #6 von Waldarbeiter
Hallo Matti hallo Jens,
Vielen Dank für Eure promte Antworten, Ihr habt mich überzeugt, ich werde konsequent mein Beckenbodentraining durchziehen. Kann ja nicht schaden. Was die Komplikationen bei meiner Prostata-OP betrifft hat das mit meiner Inkontinenz nichts zu tun. (Wer´s genau wissen will. Ich habe hohen Blutdruck und Herzrytmusstörungen und nehme dafür Medikamente. Mein Operateur und mein Narkosearzt haben das nicht beachtet und so habe ich mich während der Operation abgemeldet. Anschließend fast eine Woche Intensivstation. Auf dem Beipackzettel wird erwähnt daß das Medikament besser vor einer Operation abgesetzt werden sollte. Machte meinen Operateur darauf aufmerksam. Vieleicht eine Hilfe für andere Patienten, das Medikament heist Concor in Verbindung mit Zanipress.) Ihr könnt Euch ja vorstellen, daß ich jetzt mit gemischten Gefühlen einer Operation zustimme.

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06 Aug 2011 13:14 #7 von wener
Hallo Waldarbeiter,

nach einer RPE im Dez. 2008 war ich trotz intensiven Trainings stark inkontinent. Nach vielen eingeholten Informationen, habe ich mich im Jan. d. J. für dein Einsatz eines ADVANCE-Bandes entschieden. Mir wurde dieses Band im Klinikum in Magdeburg eingesetzt. Das Ergebnis ist bis jetzt sehr positiv. Ich bin praktisch kontinent, abgesehen von Tröpfchenverlusten beim Heben von Lasten oder ungewohnten Bewegungen. Es ist auf jeden Fall überhaupt kein Vergleich mehr zu meinem früheren Zustand. Vor der Op wurde ein Test ("Gozzi-Test") durchgeführt, der gute Hinweise auf die voraussichtliche Wirksamkeit des ADVANCE-Bandes gibt.

Ich habe gerade nocheinmal bei Dir nachgelesen. Du wurdest schon bestrahlt. In diesem Fall ist der Einsatz des ADVANCE-Bandes voraussichtlich nicht mehr möglich. Ich würde dies jedoch mit einem Urologen besprechen, der das ADVANCE-Band schon eingesetzt hat.

Ich wünsche Dir viel Erfolg.

Werner

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09 Aug 2011 18:09 #8 von Waldarbeiter
Hallo Werner,
Vielen Dank für Deine Info. Du machst mir neue Hoffnung. :roll: Mein Operateur, der meine Prostaektomie durchgeführt hat, will die Operation durchführen und hat mir diese angeraten. Nochmals herzlichen Dank. :P

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11 Aug 2011 08:30 #9 von wener
Hallo "Waldarbeiter",

Von einem Mitbetroffenen weiß ich, dass Dr.Gozzi (er hat das ADVANCE-Band mitentwickelt) nach Bestrahlungen in der Regel kein ADVANCE-Band einsetzt. Das ADVANCE-BAnd wird, im Gegensatz zu anderen Bändern, nicht "mechanisch" befestigt, sondern muß in die Umgebung einwachsen und somit fixiert werden; u. a. deshalb ist eine radikale Schonung nach Op in den ersten Monaten so wichtig. Ob dieses Einwachsen nach einer Bestrahlung gewährleistet ist, bezweifle ich.

Ich würde Deinen Operateur auf diese Problematik hinweisen. Sollte jedoch ein anderes Band (z. B. Argus, Reemex, Atoms) implantiert werden, so stellt sich die Situation u. U. anders dar. Ich habe jedoch nur Erfahrung mit ADVANCE.

Ich wünsche Dir viel Erfolg.

Werner

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23 Aug 2011 10:10 #10 von Waldarbeiter
Hallo Werner,

Vielen Dank für Deine Interessante Info. Ich bin doch einiges schlauer geworden und werde meinem Urologen Fragen stellen. Nochmals vielen Dank.

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