Frage Medikamente
- Uli 007
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Ganz liebe Grüße
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- martinK
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Willkommen im Forum!
Ich vermute, dass die Nebenwirkungen hauptsächlich vom Solifenacin kommen. Alle Anticholinergika/Spasmolytika haben ähnliche Nebenwirkungen und selber hielt ich die Einnahme dieser Wirkstoffe nicht lange aus. Vermutlich kann man sich an die Nebenwirkungen gewöhnen; ich wollte sie nicht in Kauf nehmen.
Betmiga (Mirabegron) alleine vertrug ich sehr gut, spürte aber keine Verbesserung. Ich leide aber nicht in erster Linie an einer überaktiven Blase, sondern vermute, dass die ungehemmte Blasenaktivität bei mir mit der Spastik des Blasenschliessmuskels zusammenhängt.
Ich würde mit deinem Arzt oder Deiner Ärztin sprechen und mögliche Alternativen ausprobieren; vielleicht nur Betmiga? Zum Glück merkst Du schnell, wenn Du das Medikament nicht verträgst und das Absetzen ist nicht mit Komplikationen verbunden.
100 ml Blasenfüllung ist arg wenig, versuchst Du mit Toilettentraining das Blasenvolumen zu erhöhen, und wie sieht‘s mit Restharn aus?
Herzliche Grüsse
Martin
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- Uli 007
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- Ciajaeg
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martinK schrieb: Hallo Uli
Willkommen im Forum!
Ich vermute, dass die Nebenwirkungen hauptsächlich vom Solifenacin kommen. Alle Anticholinergika/Spasmolytika haben ähnliche Nebenwirkungen und selber hielt ich die Einnahme dieser Wirkstoffe nicht lange aus.
Hallo Uli, Ich kann Martin nur zustimmen, die Nebenwirkungen werden sicherlich hauptsächlich das Solifenacin sein, ich habe auch beides genommen, auch gleichzeitig. Das Solifenacin hatte bei mir extreme Nebenwirkungen und ich habe nur 5mg genommen. Vielleicht mit dem Arzt besprechen die Dosierung zu senken, hat es denn einen positiven Effekt?
Das Betmiga habe ich vier Monate genommen, wenig Nebenwirkungen, aber auch wenig Effekt. Ich konnte es wegen meiner POTS Diagnose nicht weiter nehmen, da es den Blutdruck zusätzlich nach oben getrieben hat.
Biofeedback habe ich auch schon durch, mir half es nicht, das Beckenboden-Training mache ich jedoch regelmäßig.
Bei 100ml Blasenkapazität den Arzt aber vor der Schrittmacher-Gechichte vielleicht einmal auf Botox ansprechen, hat mir sehr geholfen, allerdings muss ich dazu sagen, dass ich nun ISK durchführen muss.
Hast du denn Schmerzen, wenn die Blase sich füllt, oder ist die Sensorik nicht mehr vorhanden?
Bis denn
Ciajaeg
Diagnosen: Neurogene Dysfunktion (NLUTD) suprapontin, Terminale Detrusor-Überaktivität - Detrusor-Sphinkter-Dyskoordination - Polydipsie/Polyurie-Syndrom - Posturales-Orthostatisches-Tachykardie-Syndrom (POTS) -
Myalgische Enzephalomyelitis (ME-CFS) - Dysautonomie - Polyneuropathy (SFN)
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- martinK
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Ich habe mich gefragt, ob Du ein Mann oder eine Frau bist, danke für die Klärung. 100 ml Blasenvolumen ist dann immer noch wenig, aber bei einem Mann wäre dies noch extremer. Kennst Du den Grund für Deine überaktive Blase und Inkontinenz?
Ja, lass Dich nicht einschränken, Blasenschwäche ist kein Grund dafür! Ich bin Mitte 50 und seit etwas mehr als 8 Jahren inkontinent. Allerdings hatte ich wie Du auch bereits schon immer Probleme mit Blase und Stuhl, als Kind und hatte als Kind Unfälle. Dennoch bin ich mit meinem Leben zufrieden und werde durch die Entleerungsprobleme in meinen Möglichkeiten nicht limitiert.
Setzt Du Dir einen Zeitplan, nach welchem Du bei der Arbeit die Toilette aufsuchst, oder wie kann man das Verstehen? Und ja, die richtige Wahl der Hilfsmittel macht viel aus, das ist auch meine Erfahrung.
Herzliche Grüsse
Martin
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- MichaelDah
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na da hast du ja fast das gesamte Programm…
1) nicht gleich mit der vollen Dosis beginnen, sonder langsam über ein paar Tage steigern, so fallen die Nebenwirkungen oft geringer aus.
2) Gendult haben. Es braucht manchmal ein paar Wochen bis die Wirkung richtig einsetzt. Oft kommt die Nebenwirkung zuerst. Also nicht gleich aufgeben.
3) Wenn es wirkt, die Dosis langsam zurücknehmen und sehen was passier. Oft kommt man später auch mit einer geringeren Dosis aus - was wieder die Nebenwirkungen abschwächt.
4) Diese Medikamente taugen nicht zur Dauereinahme. Man kann versuchen damit die Blase initial zu dämpfen in der Hoffnung das sich das ganze wieder beruhigt. Tut es das nach 4 - 6 Wochen nicht, ist die Chance das es noch etwas bring sehr gering.
5) Wenn es etwas bringt, kann man versuchen die Dosis nach einigen Wochen immer weiter Richtung Null zu Bewegen und hoffen das es so bleibt.
Ob das tatsächlich funktioniert hängt massiv von dem Grund der Störung ab. In der Regel ist man bei OAB Wet insbesondere als Frau mit Botox Injektionen in die Blasenwand besser bedient als mit Pillen, weil das viel besser wirkt und weniger Nebenwirkungen hat. Risiko ist halt ISK. Bei Männern ist das wegen der oft vergrößerten Prostata etwas problematischer (deutlich höheres Risiko für ISK)
Wichtig ist allerdings bevor man überhaupt mit so etwas beginnt ein paar andere Dinge auszuschließen:
1) Infektionen & Versteckte Infektionen.
2) Interstitielle Zystitis.
3) Schäden an der Blasenschleimhaut.
4) Alle Ursachen die eine lokale Reizung der Blasennerven bewirken können.
5) Alles was einen Harnverhalt bewirken kann.
Man könnte auch einfacher sagen: Wenn es nicht klar ein neurologisches Problem ist (z.B. Bandscheibenvorfall, MS, Polyneuropatie) ist die Ursachensuche der Symptombehandlung vorzuziehen.
eStim und Beckenbodentraining kann funktionieren muss es aber nicht. Bei eStim währe wahrscheinlich die Stimulation über den Fuß vorzuziehen, da hier ja der Nerv und nicht der Muskel stimuliert werden soll.
Wenn es von der Wirbelsäule kommt, weil z.B. eine Bandscheibe auf das Rückenmark drückt kommt man machmal auch mit funktionellem Training das die Rückenmuskulatur stärkt weiter.
Wurde bei dir eine UD gemacht - und was wird als Ursache vermutet?
Viele Grüße
Michael
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- causade
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zur Abklärung. Ich bin trotz Darmkrebsoperation und Hüftgelenk Transplantation in relativ guter Verfassung, und habe nicht die Absicht, mir ein weiteres " Leiden " anhängen zu lassen, sowie meinen " Drogenkonsum " ( täglich 7 verschiedene Medikamente 9 Tabletten ) zu erhöhen. Unsere " Einigung " sieht folgender Maßen aus : ich trage in der Nacht oder wenn ich länger von zu Hause weg bin eine Windel Pants, in den meisten Fällen bleibt sie unbenutzt und kann 2 - 3 x wiederverwendet werden, ansonsten wenn es zu stark " drückt ", nässe ich sie einfach ein, Anfang September fuhr ich mit dem Auto von Frankfurt nach Berlin, gute 6 Std Fahrzeit Ich machte regelmäßig Pausen während der Fahrt, benutzte aber keine Toilette auf den Rastplätzen, denn ich trug eine saugstarke Hosenwindel zusätzlich eine PVC Schutzhose darüber, nässte unterwegs dann 1 x ein
Auf der Rückfahrt war es ähnlich.
Ich bin sicher, daß meine Vorgehensweise von der Allgemeinheit mit Kritik überschüttet wird. aber ich glaube in diesem Fall selbst die beste Lösung für mich gefunden zu haben
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- MichaelDah
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also das du den Medikamenten Cocktail reduzieren willst kann ich gut nachvollziehen und das man für den Fall der Fälle besser mit einem IKM unterwegs ist auch. Allerdings staune ich das du das so gelassen siehst. Ich kann nur sagen - wenn ich unterwegs bin steuere ich immer die Toilette an - im Zweifelsfall um zu wechseln.
Für das Bett kann ich dir eine Bettflasche empfehlen. Das funktioniert bei mir fast immer wenn ich mich einfach nur zur Seite drehe.
viele Grüße
Michael
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hast dir einmal überlegt zu was es führt, wenn du noch etwas älter wirst oder krank und du deine Versorgung nicht mehr selbst wechseln kannst? Eine vorhandene Ressourche aufzugeben, die man eigentlich kontrolliert, scheint mir keine gute Idee. Ebenso scheint es mir keine gute und auch keine hygienisch gute Idee, ein einmal benutzes Hilfsmittel mehrfach zu verwenden uind dies auch wenn du nicht eingenässt hast. Ich würde eine Unterhose auch nicht an mehreren Tagen hintereinander tragen (auch nicht auf links
Ich habe es in der Vergangenheit bei zahlreichen anderen Beiträgen schon nicht verstanden. Als Mann ist es doch kein Problem den Penis über den Windelrand zu halten und sich zu entleeren, ohne die Windel öffnen zu müssen. Warum lässt man also in die Windel laufen oder warum wird (muss) die Windel geöffnet werden?
Gruß
Matti
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- MichaelDah
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Ich weiß ja nicht wie das anderen geht - und das ist natürlich abhängig von der Art der Inkontinenz - aber für mich hat das auch eine psychologische Komponente. Wenn ich es rechtzeitig schaffe, dann macht mich das irgendwie für den Augenblick zufrieden und ich freu mich das es geklappt hat die blöde Blase mal wieder zu überlisten. Das erhält mir wenigstens einen Teil „Normalität“ und fühlt sich dann nicht ganz so abgerockt an. Ich weiß, das geht nicht bei allen und viele sind da schlechter dran - von daher staune ich auch warum man dieses „Privileg“ so einfach aufgibt…
VG
Michael
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