file Frage Bauchkatheter

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1 Monat 4 Tage her #53189 von MiCra43
Bauchkatheter wurde erstellt von MiCra43
Liebe Mitleser,

Ich (82 Jahre) habe seit einigen Monaten einen SPK, mit dem ganz gut zurecht komme. Habe aber Stress mit dem Beinbeutel. Welches Modell nehmt Ihr, Unterschenkel oder Oberschenkel, mit einer Tasche oder mit Bändern ? Und wie befestigt Ihr den Schlauch  Mein Urologe meinet, einfach lose lassen, aber wenn er sich verschiebt (bin viel unterweg), dann reibt er und es blutet schon mal ein wenig. 

Ich möchte damit schwimmen gehen. Wie lange kann man einen Stöpsel auf dem Schlauch lassen ? Wie ist das Procedere ? Evtl. einen Präservativ auf den Penis anbringen ? 

Ich habe gesehen, dass es bei Amazon jede Menge zu kaufen gibt. 

Danke für Informatinen. LG Micra43

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1 Monat 4 Tage her #53192 von Matti
Matti antwortete auf Bauchkatheter
Hallo Micra43,

erstmal willkommen im Forum! Schön, dass du dich mit deinen Fragen meldest – du bist wirklich nicht allein mit diesen Themen. Ob man deine Frage ganz so pauschal beantworten kann, bezweifle ich allerdings.

Zu den Beinbeuteln:
Viele hier nutzen je nach Alltag und Beweglichkeit entweder Unterschenkel- oder Oberschenkelbeutel.
Unterschenkelbeutel sind oft unauffälliger unter der Hose, können beim Laufen aber manchmal stören. Viele empfinden das Entleeren als praktischer.
Oberschenkelbeutel sitzen oft bequemer.

Ich würde auf jeden Fall zu Mehrkammerbeutel raten. Diese verfügen über getrennte Kammern, so dass sich der Urin nicht wie in einer einzelenen “Blase” sammelt. Dies dient dazu, dass der Beutel deutlich dünner bleibt und “schwappen” deutlich reduziert wird.

Tasche oder Bänder:
Das ist Geschmackssache. Stofftaschen (Einbeinhosen) sind oft angenehmer auf der Haut, während Bänder manchmal einschneiden können – da lohnt es sich, verschiedene Varianten auszuprobieren oder auf breite, weiche Bänder zu achten.
Außerdem gibt es sogenannte Einbeinhosen: Das sind spezielle Hilfsmittel mit einer integrierten Tasche für den Beinbeutel. Viele finden das besonders praktisch und diskret, weil der Beutel sicher sitzt und von außen kaum sichtbar ist.

Schlauch-Befestigung:
Den Schlauch einfach lose zu lassen, wie dein Urologe vorgeschlagen hat, funktioniert bei manchen – aber viele hier fixieren den Schlauch lieber zusätzlich am Bein, z. B. mit einem Klettband oder Pflaster. So verrutscht er weniger, reibt nicht und es gibt weniger Probleme mit der Haut.

Ein hilfreicher Tipp ist außerdem, eine kleine Schlaufe im Schlauch zu legen und diese zu fixieren. Dadurch wird der Zug auf den Katheter deutlich verringert, was das Risiko für Blutungen oder Reizungen an der Einstichstelle minimiert.

Wichtiger Hinweis bei Blutungen:
Wenn es bei dir blutet, ist das meist ein Zeichen dafür, dass zu viel Zug oder Spannung auf dem Katheter ist. Das ist gar nicht gut und sollte unbedingt vermieden werden! Achte darauf, dass der Katheter immer gut fixiert ist und nicht zieht – da helfen Einbeinhosen, Fixierpflaster oder spezielle Halterungen. Falls es öfter blutet oder sich die Stelle entzündet, bitte unbedingt beim Urologen oder Pflegeteam nachfragen.

Schwimmen mit SPK:
Viele hier gehen trotz SPK schwimmen. Wichtig ist, den Katheter vorher gut zu verschließen, z. B. mit einer speziellen Verschlusskappe (Stöpsel/Ventil). Nach dem Schwimmen alles gründlich reinigen und desinfizieren. Ich persönlich würde auch die Punktionsstelle mit einen wasserfesten Pflaster abkleben.

Ein Kondom auf dem Penis dürfte wenig Halt finden, gerade im Schwimmbad. Wenn die Blase vor dem Schwimmengehen aber entleert ist, kann da eigentlich nicht viel passieren.

Es lohnt sich, Verschiedenes auszuprobieren, um das für dich angenehmste Modell zu finden. Viele Sanitätshäuser, Hersteller, aber auch spezielle Firmen bieten einen sogenannten Homecare-Service an. Oft beraten sie diskret zuhause und kümmern sich dann auch um die Versorgung.

Mein Tipp:
Sprich ruhig nochmal mit deinem Urologen oder dem Pflegeteam über die Fixierung – oft haben sie gute Tipps, die den Alltag erleichtern.

Alles Gute beim Ausprobieren und viel Erfolg!

Gruß
Matti

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1 Monat 1 Tag her #53201 von MiCra43
MiCra43 antwortete auf Bauchkatheter
Lieber Matti, ich hatte dir vor einigen Tagen bereits geantwortet, meine Mail ist offendichtlich nicht angekommen, da sie auch nicht auf der Webseite steht. Bin nicht neu hier, habe mehrfach gepostet und gespendet. Und bin zweimal ermahnt worden, weil ich meine Webseite gepostet hatte und einen Diskussionspartner Jens bzw. Jahel um seine privaten Kontakte gebeten htte, da er sich nicht mehr gemeldet hatte. 

Zu mir: Ich bin 82 jahre alt, und schlage mich außerdem mit Parkinson rum. Alles sehr lästig. Aber wie ich auf dem Foto von Dir sehen kann, scheinst Du im Rollstuhl zu sitzen. Das ist mir vertraut, mein Schwager war nach einem nicht verschuldeten Verkehrsunfall querschnittsgelähmt, hat noch zu Ende studiert und ist namhafter Professor geworden. Sehr beachtlich!

Ich hatte mir meinen Lebensabend eigentlich anders vorgestellt, jetzt so etwas. Zumal ich auch vor gut zehn Jahren einen schweren Brandunfall hatte, ähnlich wie die armen Teufel in der Schweiz. Aber wenn ich im Forum sehe, was andere Menschen in deutlich jüngeren Jahren für Probleme haben, dann muss ich brav die Klappe halten.  

Den Mehrkammerbeutel habe ich bestellt, auch weites Zubehör zum Pinkeln. Beii Amazon gibt es übrigens jede Menge Zubehör. 

Erst mal soweit und viele Grüße von Michael aus Köln

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4 Wochen 1 Tag her #53211 von Matti
Matti antwortete auf Bauchkatheter
Lieber Michael,

den Anfangssatz deines Beitrags kann ich leider nicht ganz nachvollziehen. Eine E-Mail an mich (die ich übrigens nicht erhalten habe) würde selbst nach ihrem Eingang nicht automatisch auf der Webseite erscheinen. Vermutlich meinst du einen erstellten Forenbeitrag. Warum dieser dann nicht sichtbar ist, lässt sich nur schwer erklären. 

Bei der Vielzahl an Forenbeiträgen ist es auch nicht immer einfach, die Anfragen oder Lebens- und Leidensgeschichten jedes Einzelnen sofort parat zu haben. Es ist deshalb immer sinnvoll, bei einem Thread (Themenstrang) in seinen weiteren Beiträgen zu bleiben. Andernfalls könnten Antworten doppelt erfolgen oder in unterschiedlichen Threads gepostet werden, was die Übersicht deutlich erschwert.

Ich verstehe gut, dass sich Forenmitglieder möglicherweise gemaßregelt oder ermahnt fühlen, wenn wir als Moderation eingreifen oder Hinweise geben. Ich möchte dir versichern, dass wir nicht morgens mit dem Vorsatz:„heute zeigen wir mal unsere Muskeln“ im Forum aufstehen.

Es gibt schlichtweg Abläufe, die notwendig sind, um einen sicheren und geordneten Forenbetrieb zu gewährleisten, sowie weitere Regeln, die konsequent und für alle gleichermaßen gelten müssen. Würde man diese nicht einheitlich durchsetzen, entstünde ein unkontrollierbares Eigenleben, auf das sich wiederum andere beziehen würden.

Einer der wichtigen Gründe, warum keine privaten Kontakte oder die Aufforderung zur Herausgabe solcher Daten erlaubt sind, ist, dass hier nicht nur seriöse Nutzer wie du aktiv sind, sondern auch zahlreiche unseriöse – oft kommerzielle – Anbieter, die nur darauf warten, Teilnehmerdaten abzugreifen und zu missbrauchen. 
Da eine Unterscheidung kaum möglich ist, müssen klare Grenzen gesetzt werden, auch wenn diese für dich unangenehm sein mögen. Ich hoffe sehr, du kannst nachvollziehen, dass es hierbei nicht um Machtspielchen geht, sondern um einheitliche Regeln, die aus unserer Sicht unerlässlich sind.

Jedes Forenmitglied hat die Möglichkeit, in seinem Profil zahlreiche private Kontaktmöglichkeiten anzugeben (Facebook, Messenger usw.). Wenn davon kein Gebrauch gemacht wird, kann man davon ausgehen, dass ein Kontakt außerhalb dieses Forums auch nicht erwünscht ist. Wir bieten zudem regelmäßig die Möglichkeit, sich persönlich per Video und Sprache näher kennenzulernen, indem wir virtuelle Selbsthilfegruppentreffen anbieten.

Dies ist nicht an dich persönlich gerichtet, sondern allgemein gemeint: Die Erfahrung zeigt jedoch, dass gerade diejenigen, die sich am meisten darüber auslassen, dass ihnen ein Forum so nicht ausreiche und sie sich persönlichen Kontakt wünschen, nie bei diesen Angeboten anwesend sind. Darüber hinaus haben Vereinsmitglieder die Möglichkeit, sich einmal im Jahr auch persönlich im Rahmen der Mitgliederversammlungen kennenzulernen. In diesem Jahr planen wir sogar eine gemeinsame Vereinswoche.

Noch ein wichtiger Hinweis: Sowohl Hilfsmittel als auch Zubehör können in den meisten Fällen über die Krankenkasse als Kostenträger bezogen werden. Ich verstehe jedoch sehr gut, dass man sich nicht immer den teils restriktiven Vorgaben der Kassen aussetzen möchte. Zwar besteht in vielen Fällen eine Leistungspflicht, aber leider versuchen sich die Kassen – trotz klarer gesetzlicher Ansprüche – bei der Kostenübernahme oft herauszuwinden wie ein Aal.

Für deine Spenden danke ich dir persönlich und im Auftrag des Vereins.

Herzliche Grüße
Matti

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